René Prêtre

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René PrêtreIn der Mitte schlägt das Herz
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In der Mitte schlägt das Herz
In der Mitte schlägt das Herz
 (2)
Erschienen am 22.01.2019

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Rezension zu "In der Mitte schlägt das Herz" von René Prêtre

In der Mitte schlägt das Herz
Buecherwurm1973vor einem Jahr

Am „Swiss Award 2009“ habe ich das erste Mal von René Prêtre gehört, wo er den Award in der Sparte „Gesellschaft“ gewonnen hat und zum Schweizer des Jahres 2009 gekürt wurde. Leider war er nicht vor Ort, aber irgendetwas hat mich bei seinem Einspieler sofort in seinen Bann gezogen. Ich habe alle Interviews und Berichte, die danach erschienen, gelesen. Mir gefiel seine schüchterne Art, dennoch markierte er seine Präsenz und eine gewisse Autorität.


René Prêtre wuchs auf einem Bauernhof in Boncourt auf. Für die Medizin hat er sich eher spontan eingeschrieben. Dieser Eingebung sind ihm viele Kinder und Eltern auf der ganzen Welt unendlich dankbar. In Genf studiert er und ging auf Anraten des dortigen Chefarztes der Chirurgie nach New York. Danach war er bis 2012 der Chefarzt der Kinderchirurgie im Zürcher Kinderspital und Professor an der Universität Zürich. Heute arbeitet er als Professor und Klinikdirektor am Universitätsspital Lausanne.

Kurz nach der Jahrtausendwende nach einer aufsehenerregenden Operation im Rausch der Euphorie hat der Kinderherzchirurg die Geschichte rundum diese Operation auf eine Kassette aufgenommen. Dies wurde eine Zeit lang zur Gewohnheit. So lagerten diese – er nennt sie gestrandete Wracks – verstaubt in einer Schublade. Mit seiner Prominenz wurde er häufiger mit der Idee, seine Erlebnisse als Arzt in einem Buch zu verarbeiten, konfrontiert.

Die Kapitel sind zweigliedrig. Meist gibt es ein Grundthema wie etwa ein Fall, seine Arbeit in Afrika etc. . Dazwischen in fetter Schrift gibt es Hintergrundinfos, seine persönliche Sicht oder auch sein Werdegang wird so beschrieben. Er schreibt in seiner warmen und einfühlsamen Art. Die medizinischen Beschreibungen sind leicht verständlich. Bald sind einem die verschiedenen Begriffe geläufig.

Mich hat vor allem das Kapitel „Missklang und Wut“ fasziniert. Er nennt Missklänge, Operationen, welche mit dem Tod enden. Es sind Operationen, wo man als Arzt oder Team versagt hat. So zum Beispiel die Operation eines Jungen, die er als Routine einstufte, er die Arterien nicht sauber vernähte und der Patient verblutete. Diese Operation lässt ihn nicht mehr los und beschäftigt ihn manchmal noch heute. Es gibt noch andere solche Geschichten, wo das Schicksal keinen guten Tag hatte. Ärzte sind auch nur Menschen und keine Götter.  

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