René Sommer

 5 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Das avocadogrüne Känguru, Play Huch und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Das avocadogrüne Känguru

 (1)
Neu erschienen am 17.10.2018 als Taschenbuch bei Books on Demand.

Alle Bücher von René Sommer

Sortieren:
Buchformat:
Fontane denkt an Afghanistan

Fontane denkt an Afghanistan

 (1)
Erschienen am 01.11.2010
Das avocadogrüne Känguru

Das avocadogrüne Känguru

 (1)
Erschienen am 17.10.2018
Das Cis von San Francisco

Das Cis von San Francisco

 (1)
Erschienen am 01.09.2013
Das Mädchen mit rotem Hut

Das Mädchen mit rotem Hut

 (1)
Erschienen am 18.04.2018
Woanderswoher

Woanderswoher

 (1)
Erschienen am 31.01.2018
Das Popcorn und die Vögel

Das Popcorn und die Vögel

 (1)
Erschienen am 11.10.2017
Play Huch

Play Huch

 (1)
Erschienen am 09.07.2018
Schwarzer Prinz und Grünes Zebra

Schwarzer Prinz und Grünes Zebra

 (1)
Erschienen am 01.10.2011

Neue Rezensionen zu René Sommer

Neu
E

Rezension zu "Das avocadogrüne Känguru" von René Sommer

Ansteckende Neugier
elizagamaivor 14 Tagen

Verspielt und präzis, wie Träume sind, gleichartig hell, wach sind die neuen Geschichten des Schweizer Schriftstellers René Sommer im Prosaband „Das avocadogrüne Känguru“. Einer höchlich einfachen Realität entweichen die Figuren lebhaft ins Absurd-Komische, so dass es nicht weiter verwundert, wenn sich plötzlich eine Frau den Gesetzen der Schwerkraft entzieht und über dem Boden schwebt.
Eine Espressotasse fliegt heran, schlägt mit den Flügeln und landet auf einem Tablett. Unablässig beharren zahllos nacheinander auftretende Figuren auf das erwägenswert Mögliche in Zyklen, die mit simplen Petitessen aufwarten und doch verwundern.
Der Autor unterlegt seine explizit dialogische Erzählweise
gleichsam süffisant mit szenisch angedeuteten, Storyboard ähnlichen Ausdrucksweisen wie Gesten, Mimik und Körpersprache, was im Besonderen Lesende mit einer subtil virtuellen Affinität zur filmischen Animation begeistern kann.
Auf jeden Fall übertragen sich ansteckende Neugier und die Lust, mit Wörtern und animierten Mustern einen alltäglichen Rhythmus ohne Trott zu finden, mit jeder Geschichte in diesem Band.

Kommentieren0
0
Teilen
E

Rezension zu "Play Huch" von René Sommer

Huchs Spiel
elizagamaivor 4 Monaten

Tagträumend strickt der fiktive Dichter Johann Sebastian Huch ständig an seiner Identität. Ist er eine Giraffe aus Yoghurtgläsern, eine Regenbogenschlange oder ein Krokodil, das Harfe spielt? Für Huch, und das gilt wohl auch für René Sommer, ist der Mensch das erzählende Tier, das unzählige Geschichten zu einem Gedicht verwebt, eine Maus, die sprechen lernt, oder hundert Hände, die ein Papierklavier zum Klingen bringen mit einem Sound, der in den Ohren der Lesenden nachklingt, eigene Träume, eigene Bilder weckt.
Immer anders und überraschend gelingt Sommer der Übergang zu einer fantastischen Welt, in welcher die Naturgesetze außer Kraft gesetzt sind, Elefanten schweben, und der Philosoph Ludwig Wittgenstein meterlange Stapel von Plastikbechern balanciert.
Die Gedichte verwandeln die Welt in ein durchziehendes System, durch das Energie fließt. So fährt in einem Text ein Zug aus den Wellen und entführt die Menschen, die in einer negativen Gedankenwelt gefangen sind.
Sind die Texte visionär? Enthalten sie Antworten auf drängende Fragen unserer Zeit? – Möglicherweise verkörpern sie in reinster Weise das, was der Autor René Sommer Jeu littéraire nennt, ein Spiel mit den Möglichkeiten der Literatur und der Sprache, als gäbe es am äußersten Rand des Literatursystems ein Naturschutzgebiet mit riesigen Schmetterlingen.

Kommentieren0
0
Teilen
E

Rezension zu "Das Mädchen mit rotem Hut" von René Sommer

Die sanfte Rebellion des Erzählens
elizagamaivor 7 Monaten

Wenn die Menschen tun, was sie natürlich niemals tun, nämlich sich auf ganz einfache Handlungen beschränken und sich dabei gegenseitig helfen und unterstützen, ergibt sich ein seltsamer Verfremdungseffekt, der eine ganz neue Art des Erzählens hervorbringt. Die Figuren in René Sommers Kurzgeschichten sind nicht von der Frage umgetrieben, welche Bedeutung sie haben und wie ihre Handlung zu bewerten sei. Auch das Unwahrscheinlichste wirkt logisch, wenn sie es gemeinsam gestalten. Ein Heuballen aus Plastiktrinkhalmen kann Diamanten enthalten, deren Farben mehr Interesse als der Wert weckt. Beim Versuch, eine Logik zu finden, gewinnt der Leser den Eindruck, der Eroberung des Nutzlosen beizuwohnen. Ein Song, den die Figuren vergeblich in der Jukebox suchen, entdecken sie auf der Hose eines Ruderers in Noten gedruckt. Obwohl die Geschichten surreal erscheinen, ist jede Handlung der Figuren unter der Glasglocke des Absurden folgerichtig, als würden sie den Regeln eines Spiels folgen, das einen faszinierenden Einblick in die Welt der Träume öffnet.
Der Autor René Sommer wechselt mit leichter Hand zwischen Beobachtung und Imagination. Während er die kleinste Regung seiner Figuren genau beschreibt, lässt er sie in ein Labyrinth geraten. Wenn sie eine Tür öffnen, erschließt sich ihnen ein neuer Raum, der an jeder Wand mit einer neuen Tür bestückt ist. Leser finden sich in der Gewissheit bestärkt, dass die Welt der Kunst immer auch eine Welt des Traums ist.

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 1 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks