René Sommer

 5 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Das avocadogrüne Känguru, Play Huch und weiteren Büchern.

Lebenslauf von René Sommer

René Sommer, geboren 1954 in Rheinfelden, ist Dichter, Schriftsteller und Mitglied des Vereins Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS). Er lebt mit seiner Frau, der Künstlerin Erika Koller im Atelier Waldhaus am Waldrand über Liesberg und im Atelier in der Faubourg de France in Porrentruy. Das Werk, zu welchem auch zwei Sachbücher über Kinderträume gehören, ist mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet worden.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Das Sofa beim Waldstein

Neu erschienen am 28.04.2020 als Taschenbuch bei BoD – Books on Demand.

Alle Bücher von René Sommer

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Cover des Buches Play Huch9783752820379

Play Huch

 (1)
Erschienen am 09.07.2018
Cover des Buches Woanderswoher9783746080826

Woanderswoher

 (1)
Erschienen am 31.01.2018
Cover des Buches Schwarzer Prinz und Grünes Zebra9783828029705

Schwarzer Prinz und Grünes Zebra

 (1)
Erschienen am 01.10.2011
Cover des Buches Das Popcorn und die Vögel9783744864756

Das Popcorn und die Vögel

 (1)
Erschienen am 11.10.2017
Cover des Buches Das Cis von San Francisco9783828031562

Das Cis von San Francisco

 (1)
Erschienen am 01.09.2013
Cover des Buches Fontane denkt an Afghanistan9783828028791

Fontane denkt an Afghanistan

 (1)
Erschienen am 01.11.2010
Cover des Buches Das Mädchen mit rotem Hut9783752814132

Das Mädchen mit rotem Hut

 (1)
Erschienen am 18.04.2018
Cover des Buches Chinesische Mauer trifft Wall Street9783828030763

Chinesische Mauer trifft Wall Street

 (1)
Erschienen am 01.09.2012

Neue Rezensionen zu René Sommer

Neu
E

Rezension zu "Das avocadogrüne Känguru" von René Sommer

Ansteckende Neugier
elizagamaivor 2 Jahren

Verspielt und präzis, wie Träume sind, gleichartig hell, wach sind die neuen Geschichten des Schweizer Schriftstellers René Sommer im Prosaband „Das avocadogrüne Känguru“. Einer höchlich einfachen Realität entweichen die Figuren lebhaft ins Absurd-Komische, so dass es nicht weiter verwundert, wenn sich plötzlich eine Frau den Gesetzen der Schwerkraft entzieht und über dem Boden schwebt.
Eine Espressotasse fliegt heran, schlägt mit den Flügeln und landet auf einem Tablett. Unablässig beharren zahllos nacheinander auftretende Figuren auf das erwägenswert Mögliche in Zyklen, die mit simplen Petitessen aufwarten und doch verwundern.
Der Autor unterlegt seine explizit dialogische Erzählweise
gleichsam süffisant mit szenisch angedeuteten, Storyboard ähnlichen Ausdrucksweisen wie Gesten, Mimik und Körpersprache, was im Besonderen Lesende mit einer subtil virtuellen Affinität zur filmischen Animation begeistern kann.
Auf jeden Fall übertragen sich ansteckende Neugier und die Lust, mit Wörtern und animierten Mustern einen alltäglichen Rhythmus ohne Trott zu finden, mit jeder Geschichte in diesem Band.

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E

Rezension zu "Play Huch" von René Sommer

Huchs Spiel
elizagamaivor 2 Jahren

Tagträumend strickt der fiktive Dichter Johann Sebastian Huch ständig an seiner Identität. Ist er eine Giraffe aus Yoghurtgläsern, eine Regenbogenschlange oder ein Krokodil, das Harfe spielt? Für Huch, und das gilt wohl auch für René Sommer, ist der Mensch das erzählende Tier, das unzählige Geschichten zu einem Gedicht verwebt, eine Maus, die sprechen lernt, oder hundert Hände, die ein Papierklavier zum Klingen bringen mit einem Sound, der in den Ohren der Lesenden nachklingt, eigene Träume, eigene Bilder weckt.
Immer anders und überraschend gelingt Sommer der Übergang zu einer fantastischen Welt, in welcher die Naturgesetze außer Kraft gesetzt sind, Elefanten schweben, und der Philosoph Ludwig Wittgenstein meterlange Stapel von Plastikbechern balanciert.
Die Gedichte verwandeln die Welt in ein durchziehendes System, durch das Energie fließt. So fährt in einem Text ein Zug aus den Wellen und entführt die Menschen, die in einer negativen Gedankenwelt gefangen sind.
Sind die Texte visionär? Enthalten sie Antworten auf drängende Fragen unserer Zeit? – Möglicherweise verkörpern sie in reinster Weise das, was der Autor René Sommer Jeu littéraire nennt, ein Spiel mit den Möglichkeiten der Literatur und der Sprache, als gäbe es am äußersten Rand des Literatursystems ein Naturschutzgebiet mit riesigen Schmetterlingen.

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E

Rezension zu "Das Mädchen mit rotem Hut" von René Sommer

Die sanfte Rebellion des Erzählens
elizagamaivor 2 Jahren

Wenn die Menschen tun, was sie natürlich niemals tun, nämlich sich auf ganz einfache Handlungen beschränken und sich dabei gegenseitig helfen und unterstützen, ergibt sich ein seltsamer Verfremdungseffekt, der eine ganz neue Art des Erzählens hervorbringt. Die Figuren in René Sommers Kurzgeschichten sind nicht von der Frage umgetrieben, welche Bedeutung sie haben und wie ihre Handlung zu bewerten sei. Auch das Unwahrscheinlichste wirkt logisch, wenn sie es gemeinsam gestalten. Ein Heuballen aus Plastiktrinkhalmen kann Diamanten enthalten, deren Farben mehr Interesse als der Wert weckt. Beim Versuch, eine Logik zu finden, gewinnt der Leser den Eindruck, der Eroberung des Nutzlosen beizuwohnen. Ein Song, den die Figuren vergeblich in der Jukebox suchen, entdecken sie auf der Hose eines Ruderers in Noten gedruckt. Obwohl die Geschichten surreal erscheinen, ist jede Handlung der Figuren unter der Glasglocke des Absurden folgerichtig, als würden sie den Regeln eines Spiels folgen, das einen faszinierenden Einblick in die Welt der Träume öffnet.
Der Autor René Sommer wechselt mit leichter Hand zwischen Beobachtung und Imagination. Während er die kleinste Regung seiner Figuren genau beschreibt, lässt er sie in ein Labyrinth geraten. Wenn sie eine Tür öffnen, erschließt sich ihnen ein neuer Raum, der an jeder Wand mit einer neuen Tür bestückt ist. Leser finden sich in der Gewissheit bestärkt, dass die Welt der Kunst immer auch eine Welt des Traums ist.

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