René Sommer Chinesische Mauer trifft Wall Street

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Inhaltsangabe zu „Chinesische Mauer trifft Wall Street“ von René Sommer

Macht Mozart die Menschen besser? Kann ein Stein glücklich sein? Merken die ruhelosen Menschen, wie sich der Aufziehschlüssel in ihrem Rücken dreht? – Solchen und ähnlichen Fragen geht der sprachbesessene Held Johann Sebastian Huch nach. Tausend Fragezeichen, aber auch duftige Rosenblätter sind in seiner Schädelkapsel eingeschlossen. René Sommer schwelgt auch in seinem neuen Lyrikband in Worten und Bildern. Er konfrontiert Chinesische Mauer mit Wall Street, Notenblätter mit Geldwahnsinn, weiße Elefanten mit unerbittlichen Sanduhren. Und wer ist dieser Johann Sebastian Huch? Eigenbrödler oder Weltversteher? Sprachverdreher oder Wortgenie? Seiner Zeit voraus oder rettungslos hinterher? Der Autor legt den Lesern seinen eigenwillig unheroischen Helden ans Herz und verlockt sie zum Quer- und Weiterdenken.

René Sommers Sprache, seine Wendungen, die eigene Gedichtform, der Rhythmus, die Lautmusik sind erfrischend ungewohnt.

— elizagamai

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  • Huchs fantastische Welt

    Chinesische Mauer trifft Wall Street

    elizagamai

    22. January 2015 um 16:54

    Überraschende Figuren sind in Comics und Trickfilmen zwar üblich, doch selten erschien das Zusammenleben zwischen Menschen und Tieren in Gedichten so surreal und traumartig vielschichtig wie in René Sommers Gedichtband „Chinesische Mauer trifft Wall Street“. Die Gedichte führen in eine Welt aus bunten Tieren und zahlreichen Figuren, die mit den Energien der Neugier und der Kraft der Imagination den Zugang zu allen popkulturellen Phänomenen der Menschheit öffnen. Sommer hat eine höchst eigenwillige Weise, Gedichte zu schreiben. Er fixiert eine Idee niemals begrifflich oder spricht sie aus, sondern setzt sie in Bilder um. Die Neigung zum Irrealen ist die logische Folge dieser Umsetzung. Er erfindet den Dichter Johann Sebastian Huch, der die Sprache so präzise bearbeitet, als wäre sie die Stimme in einer Partitur, Note für Note. Dieses unablässige Ringen verändert sein Denken, krempelt die Wahrnehmung um, bestimmt das Leben: Comics, Träume, archetypische Figuren aus allen Bereichen der Popkultur, der Literatur und der Kunst brechen das einseitig konsumorientierte Weltbild auf und schaffen Raum für Fantasie und Kreativität, in welchem die Lesenden den ganzen Reichtum und die Farben verschiedener möglicher Welten erleben. Sommer sieht die Welt mit den Augen fliegender Tiere und erschließt den Lesenden ganz neue Sichtweisen. „Chinesische Mauer trifft Wall Street“ zu lesen, ist fast, als würde man hellwach in einen Traum geraten, wo die verglasten Türen der Bücherschränke in Spinnweben verschwinden und in Seifenblasen davonschweben: ... die Gedanken und Buchstaben, die im Kopf der Lesenden entstehen, wenn die fallschirmspringende Ratte kommt. Die Sprache Sommers, seine Wendungen, die eigene Gedichtform, der Rhythmus, die Lautmusik sind erfrischend ungewohnt. Er schreibt im Gedicht „Wenn Wörter sprechen können“: ... Im Kraftfeld der Wörter hört er vor allem mit den Augen. Die Lektüre verführt zu einem geistigen Abenteuer. Die Lesenden beginnen mit einem Gedicht und sind ein paar Augenblicke später in einer völlig anderen Dimension. Wie in einem Traum dauert es geraume Zeit, bis man merkt, dass bei der einfachen Sprache, die fast alltäglich daherkommt, dauernd leicht die Perspektive verschoben wird, bis man sich unversehens in Huchs fantastische Welt verirrt hat. Alle Details sind so vernetzt durchdacht, bis das Rätselhafte völlig selbstverständlich wirkt: ... Statt Gold regnen Notenblätter aus dem Konzertflügel herab, der kopfüber mit halb geöffnetem Deckel und den Beinen nach oben, wie ein gefesselter großer Vogel über der Wall Street hängt. Sommers Poesie befreit die Musik und die Sprache aus den Fesseln des Konsumwahnsinns. Alle Lebewesen und Dinge stehen ja nicht ausschließlich im Verhältnis zu den Verbrauchenden. Sommer sprengt die Mauern und Wälle, welche das Denken begrenzen, und gibt den Dingen ihre Autonomie zurück. Und wenn Huchs Welt wie eine Verkettung von lauter Unwahrscheinlichkeiten wirkt, so ist das ganz im Sinn seiner Philosophie und macht „Chinesische Mauer trifft Wall Street“ zu einem höchst lesenswerten Buch.

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