Das Mädchen mit rotem Hut

von René Sommer 
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Das Mädchen mit rotem Hut
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Bei René Sommer gibt es ein durchgängiges Konzept, das verblüffend banal anmutet. Was ich mache, ist das, was ich mir wünsche.

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Inhaltsangabe zu "Das Mädchen mit rotem Hut"

Zeit vergeht. Und vergeht doch nicht. Sie fließt und kreist um kreiert spielerische Momente, spiegelt und visualisiert alltägliche Virtualität und reale Nützlichkeiten. Sie ist ein Faltwerk gleich einem Origami, das sich nach und nach entfaltet, um geschrieben zu werden.
Mit dem Auftreten zahlreicher Figuren, die stets mit einem Hallo in Szene treten, verhält sich René Sommers Erzählweise im vorliegenden Prosaband wie ein literarisches Avatarenspiel, in dem sich die Figuren selber in virtuellen Zeitmontagen mit dem fiktionalen Esprit einbringen, dass sie zu ihrer eigenen Zeit kommen und gehen, willkürlich am Geschehen partizipieren und immer auch eigene Interessen an der Realisierung einer smarten Spur befreiter Realität haben. Ob sie die Sprache wörtlich nehmen, verwandeln oder so verstehen, wie es ihnen passt, scheint ihnen überlassen.
Was die poetologischen Zufälligkeiten und Gelegenheiten schildern, entfaltet sich ganz beiläufig zu einem Lehrstück über Konstruktionszyklen banalen Handelns und eines fluktuierenden chatartigen Szenenspiels.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783752814132
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:18.04.2018

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    elizagamaivor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Bei René Sommer gibt es ein durchgängiges Konzept, das verblüffend banal anmutet. Was ich mache, ist das, was ich mir wünsche.
    Die sanfte Rebellion des Erzählens

    Wenn die Menschen tun, was sie natürlich niemals tun, nämlich sich auf ganz einfache Handlungen beschränken und sich dabei gegenseitig helfen und unterstützen, ergibt sich ein seltsamer Verfremdungseffekt, der eine ganz neue Art des Erzählens hervorbringt. Die Figuren in René Sommers Kurzgeschichten sind nicht von der Frage umgetrieben, welche Bedeutung sie haben und wie ihre Handlung zu bewerten sei. Auch das Unwahrscheinlichste wirkt logisch, wenn sie es gemeinsam gestalten. Ein Heuballen aus Plastiktrinkhalmen kann Diamanten enthalten, deren Farben mehr Interesse als der Wert weckt. Beim Versuch, eine Logik zu finden, gewinnt der Leser den Eindruck, der Eroberung des Nutzlosen beizuwohnen. Ein Song, den die Figuren vergeblich in der Jukebox suchen, entdecken sie auf der Hose eines Ruderers in Noten gedruckt. Obwohl die Geschichten surreal erscheinen, ist jede Handlung der Figuren unter der Glasglocke des Absurden folgerichtig, als würden sie den Regeln eines Spiels folgen, das einen faszinierenden Einblick in die Welt der Träume öffnet.
    Der Autor René Sommer wechselt mit leichter Hand zwischen Beobachtung und Imagination. Während er die kleinste Regung seiner Figuren genau beschreibt, lässt er sie in ein Labyrinth geraten. Wenn sie eine Tür öffnen, erschließt sich ihnen ein neuer Raum, der an jeder Wand mit einer neuen Tür bestückt ist. Leser finden sich in der Gewissheit bestärkt, dass die Welt der Kunst immer auch eine Welt des Traums ist.

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