René Zeyer Bank, Banker, Bankrott

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Inhaltsangabe zu „Bank, Banker, Bankrott“ von René Zeyer

René Zeyer entlarvt mit viel Witz und literarischem Können Eitelkeiten, Intrigen, Ängste, Karrieresucht und Geltungsbedürfnis von Bankern. Und das Verrückteste: Nichts ist erfunden - ein Insiderbericht aus der bislang sorgfältig abgeschirmten Finanzwelt. Mit spitzer Feder und viel Ironie führt René Zeyer durch ein Panoptikum von Szenen, Gesprächen und Situationen aus dem Alltag der Mächtigen. Als Kommunikationsfachmann für Banken und Finanzdienstleister weiss er, was wirklich in den Köpfen von Anlageberatern vorgeht, deren ständige Begleiter Beluga, Boni und Verschwendung sind. Zeyer blickt satirisch hinter die Kulissen und zeichnet schonungslos die Mechanismen von Gier und Gaunerei, die den Kasino-Kapitalismus prägen.

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  • Rezension zu "Bank, Banker, Bankrott" von René Zeyer

    Bank, Banker, Bankrott

    sarahkolumbus

    31. October 2010 um 16:37

    Als Kommunikationsfachmann für Banken und Finanzdienstleister hat René Zeyer den nötigen Sachverstand und Einblick in das Treiben der Finanzdienstleister in der Schweiz und Lichtenstein, als Journalist und Reporter den nötigen Objektivismus, die das Schreiben eines Buches wie "Bank Banker Bankrott" erfordert. In kurzen Kapiteln schildert er die Arbeitstage und Probleme, Gedanken und Gespräche der Banker der Schweiz, wie zum Beispiel "Philipp Kuster", der Private Banker an der Schweizer Kreditunion ist und Großkunden betreut. Großkunden sind Kunden, die mehr als 1 Million anlegen und im Vergleich zum Investmentbanker, der mit mehreren Hundert Millionen an der Börse spekulieren kann, eher kleine Fische im großen Teich. Für den Otto-Normal-Verbraucher jedoch, sind ein Verlust von 4 Millionen innerhalb von einer Woche jedoch unvorstellbar viel und wenn der Großkunde dann tatsächlich mal nachhakt, wie genau das passieren kann, tut Philipp Kuster, das, wofür er bezahlt wird: Mit Fachbegriffen um sich werfen, so seriös und vertrauenswürdig wie möglich wirken und den Kunden irgendwie besänftigen. Eine Gewinngarantie wäre nicht gegeben, bei Anlagen auf dem Finanzmarkt und außerdem sei das noch kein Verlust, sondern "eine Delle in deiner mehrjährigen positiven Entwicklung". Arbeitstage von 14-16 Stunden, von denen so oft die Rede ist bei Bankern, sind utopisch, denn der Großteil der "Arbeitszeit" geht beim Golfspielen, oder der Entscheidungsfindung für das richtige Auto drauf. Natürlich geht man hin und wieder auch mal zum Geschäftsmeeting, bei dem besprochen wird, ob Kugelschreiber oder Handtücher das bessere Kundengeschenk sind, hier und da wird auch mal ein Neukunde aquiriert und vor allem muss man auch dafür sorgen, dass die zu betreuenden Kunden auch Kunden bleiben, doch insgesamt kann man sagen, dass die "Banker mit ihrer Tätigkeit keinen einzigen Penny an neuem Wert" geschaffen haben. Die Millionen an Fees, Kommissionen und Sonstiges, die die Banken einstreichen, sind lediglich eine Verwaltungsgebühr. Dagegen ist in dem Sinne ja auch noch gar nichts einzuwenden, denn umsonst gibt's ja nichts. Bis man die Gehälter und Boni der Banker mal genauer betrachtet, denn die liegen unabhängig vom Erfolg ihrer Anlage, also unabhängig von der Qualität ihrer Arbeit. Es gibt keine unbegrenzte persönliche Haftbarkeit für alle anvertrauten Kundengelder. Das wäre vielleicht auch zu viel verlangt, aber die Leichtigkeit und Gleichgültigkeit mit der die hohen Summen an Kundengelder auf dem Markt, anhand von ungenauen und unsicheren Wirtschaftsprognosen und Mathematikanalysen, platziert werden, lässt einen doch an der Qualifikation der Banker zweifeln. Dass der Job eines Bankers ein leichter ist, hat niemand behauptet. Man trägt viel Verantwortung und die Großkunden in der Schweiz erwarten selbstverständlich eine besondere Betreuung (bei Anlangen von 60 Millionen Euro auch nicht verwundelich), von dem ganzen Wettbewerbsdruck unter den Bankern mal ganz zu schweigen, doch Ehrlichkeit und Transparenz hat noch keiner Bank geschadet. Kein Wunder also, dass das Herumschieben von Milliarden von Geldern, die Investition in Investmentfonds, Immobilienanlagen auf einem globalfunktionierenden Markt irgendwann nicht mehr kalkulierbar war und in der Krise 2008 endete, oder? Der Einblick in die Welt der Banker macht einen wütend. Die Leichtigkeit mit der Entscheidungen gefällt werden und wie sich diese bespielsweise 4 Millionen - trotz der ganzen Analysen und Prognosen- auch einfach mal in Luft auflösen können. Das alles ist makaber und fordert auf jeden Fall einen realisitischen Vergleich! Was kann man alles mit 4 Millionen Euro machen? Wieviele Menschen müssten dann nicht mehr hungern? Wieviele Kinder in Afrika könnten sich über sauberes Trinkwasser freuen? Noch wütender wird man, wenn man bedenkt, dass viele Deutsche aus "Steuergründen" ihr Geld in der Schweiz anlegen und so nicht nur sich, sondern auch die Bank strafbar machen. Das verlorene Geld am Finanzmarkt ist das Geld reicher deutscher Unternehmer. Viele deutsche Kleinbürger haben in einer anstrengenden 40-Stunden-Woche hart geschuftet, damit ihr Chef die überschüssigen Gewinne vor den deutschen Finanzämtern in der Schweiz bei Private Bankern "in Sicherheit" bringt. Dann hätte man das Geld auch gleich aus dem Fenster werfen können oder aber eben brav die Steuern bezahlt, wie es jeder normale deutsche Bürger auch tut. Die Wut beim Lesen verpufft und lässt einen traurig werden, wenn man bedenkt, dass auch die Krise die Situation nicht verändern wird, die Rettungspakete des Staates (selbstverständlich von Steuergeldern bezahlt) und Konjunkturpakete stärken den Banken eher den Rücken, denn so kann alles laufen wie bisher. Nötig sind wichtige Reformen der Regierungen in globaler Zusammenarbeit um den Finanzmarkt und die Verbraucher vor den gierigen Bankern zu schützen. Bis dahin sollte jeder dieses Buch lesen und wütend allen Freunden und Bekannten davon erzählen, denn solange es Niemanden interessiert, dass die Banken mit Steuergeldern finanziert werden, bleibt eine staatliche Regulierung des Finanzmarktes in einer Zeit, in der alle vom freiem kapitalistischen Markt sprechen, leider utopisch.

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