Das Mädchen aus Feuer und Sturm

von Renée Ahdieh 
4,2 Sterne bei40 Bewertungen
Das Mädchen aus Feuer und Sturm
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Emmy29s avatar

Ein spannendes Jugendbuch mit asiatischem Setting, einer starken Protagonistin und einem außergewöhnlichen Schreibstil!

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Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass es mich so packen würde!Eine wirklich tolle Geschichte, ich würde am liebsten sofort mehr davon lesen!

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Inhaltsangabe zu "Das Mädchen aus Feuer und Sturm"

Mariko ist die Tochter eines mächtigen Samurai und kennt ihren Platz im Leben. So klug und erfinderisch sie auch sein mag - über ihre Zukunft entscheiden andere. Als sie erfährt, dass sie den Sohn des Kaisers heiraten soll, nimmt sie ihr Schicksal hin. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit entkommt sie nur knapp einem blutigen Überfall - und nutzt ihre Chance, die Freiheit zu kosten: Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen und lernt eine ganz neue Welt kennen. Und sie verliert ihr Herz. ausgerechnet an den Feind.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783846600696
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:ONE
Erscheinungsdatum:28.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Alexandra_G_s avatar
    Alexandra_G_vor 41 Minuten
    Kurzmeinung: Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass es mich so packen würde!Eine wirklich tolle Geschichte, ich würde am liebsten sofort mehr davon lesen!
    Toller Auftakt und eine Reise in eine faszinierende Welt


    Das Mädchen aus Feuer und Sturm
    Autorin: Renée Ahdieh
    Seitenzahl: 416
    Verlag: ONE
    Erschienen: September 2018
    Genre: Liebe, New Adult

    Klappentext:

    Mariko ist die Tochter eines mächtigen Samurai und kennt ihren Platz im Leben. So klug und erfinderisch sie auch sein mag - über ihre Zukunft entscheiden andere. Als sie erfährt, dass sie den Sohn des Kaisers heiraten soll, nimmt sie ihr Schicksal hin. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit entkommt sie nur knapp einem blutigen Überfall - und nutzt ihre Chance, die Freiheit zu kosten: Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen und lernt eine ganz neue Welt kennen. Und sie verliert ihr Herz ... ausgerechnet an den Feind.

    Meine Meinung:

    Zauberhaft schöne Cover und märchenhafte Geschichten aus fernen Ländern. Mit dieser Kombination hat es Renée Ahdieh bereits einmal mit einer Reihe geschafft, mein Leserherz zu erobern. Umso glücklicher war ich, als sich herausstellte, dass uns nun auch ¨ Ein Mädchen aus Feuer und Sturm¨ hier in Deutschand bereichern würde. Natürlich stand für mich gleich fest, dass ich auch hier mal hineinschnuppern musste, einfach um zu sehen, ob sie mich erneut mit ihrem Buch überzeugen würde. Und ich kann euch schon jetzt sagen: es ist ihr erneut gelungen.

    Was erwartet uns nun in diesem Buch: die junge Mariko ist Tochter eines angesehenen Samurai und auf dem besten Wege, einen Sohn des Kaisers zu heiraten. Doch unterwegs wird sie mit ihrem Gefolge überfallen und beinahe dem Tode geweiht. Aber ihr Kampfgeist ist geweckt und sie schafft es, zu entkommen. Als Junge verkleidet macht sie sich auf den Weg, ihren Wunsch nach Rache zu erfüllen und sucht jene, die ihr nach dem Leben trachteten. Doch als sie sich am Ziel wähnt, wird ihr Leben von Grund auf auf den Kopf gestellt.
    Bereits auf den ersten Seiten schaffte es die Geschichte, mich in ihren Bann zu ziehen. Es hat seinen ganz eigenen Reiz, die weibliche Protagonistin dabei zu erleben, wie sie aus dem üblichen Weltbild einer Frau ausbricht und ihren ganz eigenen Weg geht. Auch, wenn dieser über kurz oder lang Gefahr bedeutet. Sie ist in meinen Augen eine sehr kämpferische und noch dazu intelligente Persönlichkeit und man kann sie eigentlich nur bewundern und mit ihr mitfiebern. Es wird sicherlich auch mehreren Lesern so gehen, dass sie hier eine Art moderne ¨Mulan¨ vor sich sehen und auch diese hat es ja schließlich geschafft, ihren Weg in die Herzen der Fans zu finden. Die starke und unabhängige Kämpferin ist einfach ein Charakter, der immer wieder aufs Neue fasziniert.

    Doch auch die anderen Charaktere des Buches sind spannend und geheimnisvoll gestaltet. Da während der Kapitel die Sichtweisen gelegentlich wechseln, kann man auch hinter die Fassaden einiger anderer Personen schauen und so das ein oder andere näher erforschen. Eines kann ich euch jedoch direkt sagen: es bleiben definitiv genügend Geheimnisse im Schatten. Auch, was die einzelnen Charaktere angeht. So richtig durchschauen kann man sie nicht unbedingt, egal, ob es jemanden wie den Kaiser, seine Frau oder aber die geheimnisvollen Banditen betrifft. Hier gibt es definitiv noch einiges zu lüften. Zu gerne würde ich euch jetzt erzählen, welcher Charakter bzw welche Charaktere es geschafft haben, mich vollständig zu überzeugen, aber ich glaube, da würde ich euch ein bisschen zu viel verraten, von daher lasse ich das lieber bleiben ;) Wichtig ist nur eines: lasst euch nicht vom ersten Eindruck täuschen. Diese Geschichte zeigt deutlich auf, dass man manchmal wirklich erst hinter die Fassade der Menschen schauen muss, um schlussendlich sowohl ihre als auch die ganz eigene Wahrheit zu entdecken.

    Dieses Buch ist voller Überraschungen und spätestens gegen Ende hin dürfte der ein oder andere zumindest ein wenig überrumpelt sein von den anstehenden Entwicklungen. Ich persönlich bin ehrlich, ich hatte schon in der Mitte des Buches so eine Ahnung, war aber nicht so ganz sicher, ob die wirklich greifbar war. Doch mein Gespür hat mich nicht betrogen und wer weiß, vielleicht ergeht es euch ja genauso.
    Insgesamt konnte auch dieses Werk der Autorin mich wieder voll und ganz überzeugen. Ich mag es sehr, dass man bei ihr in weitaus fremdere Welten abtauchen kann, als man es mitunter normalerweise tut. In diesem Fall ist es die japanische Welt, die man näher erkunden darf und das hat irgendwie seine ganz eigene Faszination. Das Einzige, was mitunter etwas schwierig ist, ist die Auswahl an ¨Fremdwörtern¨, mit denen man mitunter gar nicht so recht etwas anfangen kann. Aber im Verlauf des Buches und je länger man in der Geschichte steckt, umso besser findet man sich da zurecht und gerade diese fremden Dinge wecken ja gewissermaßen auch das Interesse. Gleichzeitig sorgt es auch einfach für das perfekte Flair und man kann sich voll und ganz in der geschaffenen Welt verlieren.

    Ich für meinen Teil freue mich schon sehr, wenn es mit dem nächsten Buch weitergeht, insbesondere aufgrund der spannenden Ereignisse am Ende. Ich bin sehr gespannt, was sie hieraus macht und denke, hier wird uns noch einiges erwarten. Und es müssen ja schließlich auch noch einige Geheimnisse gelüftet werden.

    Fazit:
    ★★★★★
    Ein toller Auftakt! Dieses Buch macht definitiv Lust auf mehr und diese fremde Welt konnte mich voll und ganz in ihren Bann ziehen. Da sieht man wieder, dass man auch für ein Jugendbuch nie zu alt ist ;) Volle 5 Sterne!

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    helenscreativeobsessions avatar
    helenscreativeobsessionvor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Grossartige Idee, aber leider nur eine mittelmässige Umsetzung.
    Gemischte Gefühle

    Meine Meinung
    Cover und Titel: Covergoals! Ich liebe die zarten Rosatöne und allgemein die wunderschöne Gestaltung. Auch wenn das Cover nicht viel über die Geschichte verrät, macht es sofort Lust zum Lesen. Der Titel klingt grossartig, allerdings dauerte es eine Weile, bis man versteht wieso er zur Geschichte passt.

    Schreibstil: Was soll ich sagen? Der Schreibstil war einfach nicht mein Fall. Oberflächlich gesehen, ist er vielleicht akzeptabel. Grundsätzlich passt die eher altmodische Sprache in die Fanatsywelt von «Das Mädchen aus Feuer und Sturm», aber manche Formulierungen sind einfach missglückt. Es handelt sich dabei um ein paar seltsame Satzkonstruktionen, was mich allerdings nicht gross störte. Wirklich genervt war ich von den Vergleichen. Versteht mich nicht falsch, ich bin ein Fan von poetischen Vergleichen und Metaphern, aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Beim Schreiben dieser Rezension konnte ich mich fast nicht entscheiden, welche besonders grässlichen Vergleiche ich euch präsentieren möchte, hier sind ein paar besonders schlimme Exemplare:

    «Alle abgeschlachtet wie eine einzige Person» (S. 32)

    «…seine Zähne klapperten wie Insekten, die über trockene Steine trippelten» (S. 164)

    «Darauf herumkauen, bis seine Worte auf ihrer Zunge schmolzen» (S. 265.)

    Solche Wortketten machen das Lesen nicht aufregend und intensiv, sondern lassen einen stutzen und zerstören somit den Lesefluss.

    Plot und Umsetzung: Die Grundidee und die dazu erschaffene Welt gefällt mir gut. An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir etwas mehr Tiefe und detailliertere Informationen gewünscht. Das Buch birgt ein paar interessante Wendungen und alles in allem ist die Geschichte gut durchdacht.

    Charaktere: Zwischen Mariko und mir entwickelte sich im Laufe des Buches eine seltsame Hassliebe. Einerseits respektiere ich ihre Intelligenz und Stärke, während sie mir andererseits zutiefst unsympathisch war. Zum Beispiel nach dieser Aussage auf Seite 49: «Mariko war nicht irgendein Mädchen. Sie war mehr». Klar, klingt gut und mächtig, aber ist ebenso problematisch. Mit dem «The-Chosen-One-Trope» hatte ich schon des Öfteren meine Mühe und das ist auch hier nicht anders. Denn Mariko war nicht bloss ein Mädchen, sie war mehr… stärker, besser und was weiss ich nicht alles. Davon habe ich wirklich genug. Denn offensichtlich versucht dieses Buch uns zu kommunizieren, dass wir alle eben nur irgendwelche Mädchen sind. Das bestätigt ein weiterer Absatz auf Seite 223 «Fast verlegen. Ein Gefühl, das sie verachtete. So typisch, trotz all ihrer Bemühungen um das Gegenteil.»

    Besser wird es leider nicht mit der Beziehung zwischen Mariko und Okami. Für mich wirkte ihre
    Beziehung absolut aufgesetzt und gekünstelt. Vom einen Moment auf den anderen konnten sie plötzlich die Hände nicht mehr voneinander lassen… ebenfalls nicht mein Fall.


    Fazit
    Auch wenn mich die Geschichte an sich und die Fantasywelt überzeugen konnte, hatte ich grosse Mühe mit dem Schreibstil. Mit Mariko, der Protagonistin, wurde ich leider auch nicht ganz warm.


    Bewertung
    ⭐⭐⭐ /5

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    paperloves avatar
    paperlovevor 4 Tagen
    Eine Story, die vor allem durch eine starke, weibliche Protagonistin punktet

    Meine Rezension findet ihr auch auf: https://mrspaperlove.blogspot.com

    Auf dieses Buch habe ich mich schon monatelang gefreut, nachdem ich den Hype auf Goodreads mitgekriegt hatte. Das deutsche Cover ist im Vergleich zum englischen Original deutlich "mädchenhafter" ausgefallen, was eigentlich ein bisschen der Botschaft des Buches widerspricht. Wenn man das Buch dann in den Händen hält, ist es aber sehr schön anzusehen.

    Das Buch beginnt sehr vielversprechend und konnte mich bereits ab dem Zeitpunkt, an dem Mariko und ihre Begleiter überfallen und - bis auf Mariko -  getötet werden bereits packen. Statt sich hilflos und verletzt ihrem Schicksal hinzugeben, beschliesst Mariko für diesen Überfall Rache zu nehmen. Dieses Nahtoderlebnis entfacht in ihr eine unglaubliche Stärke und Kraft, der sie auf ihrem weiteren Weg stetig begleitet. Um sich von ihrem alten Ich zu verabschieden, entschliesst sich Mariko als Junge zu verkleiden und, ohne zu Zögern, säbelt sie sich dafür ihre lange Haarpracht ab.
    Und? Klingelt es da bei wem? Bei mir war es nämlich so, denn die Handlung erinnert bis dahin sehr an den Disneyfilm "Mulan" - nicht nur, weil er im asiatschen Raum spielt und ein POC als starke Protagonistin aufweist, sondern weil auch Mulan sich im Film als junger Mann verkleidet (und anstelle ihres Vaters in den Krieg zieht). Ich weiss nicht, ob diese Ähnlichkeit von der Autorin gewollt war und es sich tatsächlich um ein Retelling von "Mulan" handelt, aber da ich den Film als Kind geliebt habe, hat die Autorin damit noch mehr Pluspunkte bei mir eingehandelt.

    Die Handlung geht dann etwas anders als im Film weiter und Mariko schafft es sehr bald, die vermeintlichen Übeltäter ausfindig zu machen: Der Schwarze Clan. Dabei handelt es sich um eine Gruppierung von jungen Männern, die in Marikos Augen allesamt Diebe und Mörder sind. Und sie überzeugt davon, dass sie auch für den Überfall verantwortlich sind. Als Junge verkleidet, gelingt es ihr, sich in die Reihen des Schwarzen Clans zu schleichen. Dabei lernt sie einen der jungen Männer näher kennen und es kommt wie es kommen muss: Aus Hass entwickelt sich allmählich Liebe. Und genau durch diesen Umstand gerät ihr ursprünglicher Plan, Rache am Schwarzen Clan zu üben, immer mehr ins Wanken. Zusätzlich wird die Sache auch noch dadurch verkompliziert, dass Mariko nach und nach Dinge über ihren Zwillingsbruder und ihren Vater erfährt, die sie so niemals geahnt hätte. Und sie gerät immer mehr in Zweifel, ob sie sich nicht doch geirrt hatte, als sie den Schwarzen Clan als ihren Feind angesehen hat.

    Obwohl ich das Buch am Anfang nicht aus der Hand legen konnte, ging dieses Gefühl im Mittelteil etwas verloren. Die Story weist darin ein paar Längen auf, die meiner Meinung nach etwas gekürzt hätten werden können.
    Wie oben erwähnt, bin ich ein grosser Fan von Büchern mit einer starken, weiblichen Protagonistin, doch in diesem Fall ging das etwas verloren, als die obligatorische Liebesgeschichte eingebaut werden musste. Die Romantik nimmt zwar nicht den Grossteil der Geschichte ein, doch auf mich wirkte das Ganze sehr plötzlich und dadurch auch etwas konstruiert, obwohl ich die beiden Liebenden als potentielles Pärchen sehr niedlich fand. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden hätte aber etwas glaubhafter gewirkt, wenn sich die Autorin dafür etwas mehr Zeit genommen hätte.

    Der Schreibstil lässt sich zum grossen Teil flüssig lesen, aber ich hatte stellenweise Mühe, die asiatischen Fremdwörter zu verstehen, die immer wieder verwendet wurden. Ich habe leider erst am Schluss gesehen, dass am Ende des Buches ein Glossar mit allen Begriffserklärungen vorhanden wäre. Das hätte das Lesen vermutlich um einiges erleichtert.
    Was mich zudem manchmal gestört hat, waren die Konversationen zwischen Mariko und Ōkami. Ich nehme an, dass die Autorin damit Romantik erzeugen wollte, doch auf mich wirkten die Aussagen, die die beiden ausgetauscht haben, manchmal wie Glückskekssprüche und dadurch sehr konstruiert. Da sind mir weniger pseudo-poetische Gespräche lieber, denn sie wirken zwar nicht so romantisch, dafür aber deutlich glaubhafter. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass zwei so junge Menschen tatsächlich so miteinander sprechen, selbst wenn das Buch in einer anderen Zeit spielt.

    Der Schlussteil hatte es dann noch einmal in sich und endet in einem actiongeladenen Ende, der mich sehr neugierig auf Teil 2 gemacht hat. Trotzdem bleiben noch viele Fragen ungeklärt und ich hoffe, dass diese im weiteren Verlauf noch beantwortet werden.

    Fazit: Eine Geschichte über eine starke, asiatische Protagonistin, die durch einen Überfall zu unerwarteter Stärke gelangt. Das Buch beginnt sehr packend, weist im Mittelteil einige Längen auf, endet dann aber wieder in einem actiongeladenen, spannenden Schluss, so dass man den zweiten Band kaum abwarten kann. Für Fans des Disneyfilms "Mulan" kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Aufgrund einiger Schwächen kriegt "Das Mädchen aus Feuer und Sturm" von mir 4 Sterne und ich freue mich bereits auf die Fortsetzung.

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    VerasLiteraturtraums avatar
    VerasLiteraturtraumvor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Guter Auftakt mit unglaublich schönem Setting!
    Tolles Setting mit Mulan - Charakter

    Klappentext


    Mariko ist die Tochter eines mächtigen Samurai und kennt ihren Platz im Leben. So klug und erfinderisch sie auch sein mag – über ihre Zukunft entscheiden andere. Als sie erfährt, dass sie den Sohn des Kaisers heiraten soll, nimmt sie ihr Schicksal hin. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit entkommt sie nur knapp einem blutigen Überfall – und nutzt ihre Chance, die Freiheit zu kosten: Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen und lernt eine ganz neue Welt kennen. Und sie verliert ihr Herz...ausgerechnet an den Feind.


    Meine Meinung

    Einleitung

    Ich habe vor längerer Zeit mal Zorn und Morgenröte von der Autorin gelesen und war begeistert, da sie ja Allgemein eher orientalische Themen behandelt. Diesmal sind es die Samurai - und dementsprechend gespannt war ich, als ich dieses schöne Buch in der Hand halten konnte! Zum Glück wurde ich auch nicht enttäuscht!

    Cover, Haptik, Playlists & Co.

    In dem Buch befindet sich weder eine Karte noch eine Playlist, was sich aber mit diesem absolut wunderschönen Cover (diese Farben! 😍) und dem interessanten Glossar mit Kurzerklärungen mehr als ausgleichen lässt. Das Hardcover lässt sich gut anfassen, ebenso wie das Papier, welches wirklich gut riecht! In der Innenklappe des Umschlages ist übrigens noch ein Textauszug zu sehen; ebenso wie im hintern Teil des Buches eine kurze Autorenbiografie.

    Kurze Zusammenfassung des Anfanges (Spoiler!)

    Mariko befindet sich gerade auf dem Weg zu ihrem zukünftigen Mann, der ihr von ihrem Vater, einem mächtigen Samurai, zugewiesen wurde. Das Recht, nein zu sagen besitzt sie nicht, da im Allgemeinen über sie gemunkelt wird, dass sie viel zu viele Fragen stelle und zu schlau für eine Frau sei. Nun ja, ihr Geleit auf dem Weg dorthin wird von dem Schwarzen Clan abgeschlachtet. Mariko überlebt nur knapp, und begegnet kurz darauf einem alkoholisierten Mann, vor dem sie ebenfalls in knapper Not flieht. In ihr regt sich der Gedanke, dass sie frei ist - aber sie will unbedingt herausfinden, warum der schwarze Clan es auf sie abgesehen hat. Wer sind seine Auftraggeber? Um das herauszufinden, verkleidet sie sich als Junge und wird prompt im schwarzen Clan aufgenommen. Dort lernt sie die Mitglieder besser kennen, im guten sowie im schlechten Sinne - ganz besonders Ōkami, einer der stärksten, aber auch ihr gegenüber misstrauischen Krieger. Doch was ist, wenn jemand entdeckt, dass sie eine Frau ist? Und vor allem: Was ist, wenn jemand entdeckt, dass sie DIE Frau ist, die eigentlich tot sein sollte?

    Währenddessen macht sich ihr Bruder Kenshin, ein extrem begabter Fährtenleser, auf die Suche nach ihr. Ist die kurze Zeit in Freiheit abgelaufen?

    Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere


    Der Schreibstil von Renée Ahdieh ist wie gewohnt flüssig und sehr bildlich, was man vor allem bei der Beschreibung der japanischen Kultur und der Kämpfe bemerken konnte. Sie hat mit den Samurai in Japan ein einzigartiges Setting gewählt; mit der Erzähler-Perspektive müsste ich mich allerdings erstmal anfreunden, da man quasi in das Buch und die komplett andere Kultur hineingeworfen wurde. Mir der Zeit habe ich mich aber daran gewöhnt. Die amerikanische Autorin erzählt abwechselnd aus der Sicht von Mariko, Kenshin und Ōkami, wodurch der Leser wirklich sowohl in die "gute" als auch in die "böse" Seite Einblicke bekommt. Natürlich fehlt auch eine Prise Romantik nicht :) 


    Die Charaktere sind teilweise sehr individuell, aber auch teilweise vorhersehbar - was nicht schlimm ist. Besonders Ōkami hat mir gut gefallen, da man von ihm nicht ganz so viel wie von Mariko erfährt und immer rätseln muss, was er wirklich denkt. Aber dazu gleich mehr...

    Mariko ist die Tochter eines hohen Samurais und ist in Reichtum aufgewachsen. Sie erfindet liebend gerne Dinge und ist ziemlich schlau, was ihre Eltern vergeblich versuchen, zu unterdrücken. Ihre Eltern engen sie ein und zwingen sie, den Sohn des Kaisers zu heiraten - wozu es dank eines Überfalls aber nicht kommt...

    Kenshin ist der momentan berühmteste Samurai - Anwärter und ein exzellenter Spurensucher. Als er sich auf den Weg macht, um seine Schwester Mariko zu finden, ahnt er gar nicht, dass viele Überraschungen ihn erwarten. 

    Ōkami folgt Ren auf Schritt und Tritt. Er ist der Sohn eines ehemaligen Samurais, der für die Ermordung von Rens Vater verantwortlich ist; und besitzt ein unglaubliches Geschick fürs Kämpfen. Außerdem durchschaut er Menschen ziemlich schnell - ganz besonders Mariko, für die er zunehmend mehr empfindet...

    Ren ist der Sohn eines ehemals berühmten Samurais, der den Kaiser verraten hat. Er ist ziemlich ungehobelt und möchte Rache für seinen Vater, der sich selbst ermorden musste - trotz der Tatsache, dass er der beste Freund des Kaisers war. 

    Yoshi ist der Gandalf der Geschichte. Er ist der Koch, der immer Tipps parat hat und mega sympathisch ist. 

    Roku ist der zweitgeborene Sohn des Kaisers. Er ist sehr unsympathisch und manipulativ. 

    Raiden ist der erstgeborene Sohn des Kaisers; der, den Mariko heiraten soll. Er ist relativ sympathisch und hat ein gewisses Maß an Verständnis für sein Volk und ein großes Talent fürs kämpfen. 


    Ich fühlte mich in dem Buch wirklich teilweise an einen meiner Lieblingsfilme - und zwar Mulan - erinnert, was der Autorin noch von meiner Seite zusätzliche Pluspunkte gebracht hat. 

    Allerdings war es für mich nicht ganz nachvollziehbar, warum Mariko plötzlich ihre Freiheit genießen möchte. Sie hat sich vorher nie beklagt, woher kommt denn der Sinneswandel? 

    Was mir sehr gut gefallen hat, waren die politischen Beziehungen zwischen dem Kaiser, dem schwarzen Clan und der Familie des Kaisers. An Intrigen, zwielichtigen Machenschaften und toll beschriebenen Kämpfen mangelt es wirklich nicht. 

    Es gab auch wirklich viele Ereignisse, die ich nicht vorher gesehen hatte und die mich dementsprechend überrascht haben - besonders, als man die Absichten des schwarzen Clans kennen lernte, was mich positiv überrascht hat. 

    Die Spannung kam wirklich nicht zu kurz. Als Leser hat man die ganze Zeit mit gefiebert, und versucht, irgendwie zu hoffen, dass Mariko überlebt, und vor allem darüber nachgedacht, warum Ōkami so geheimnisvoll ist. 


    Das Ende hat mich mit dem Cliffhanger ziemlich unzufrieden hinterlassen. Einerseits weiß man gar nicht, wer jetzt Marikos Ermordung beauftragt hat, andererseits hat man eine Ahnung und will unbedingt wissen, wie es weiter geht - besonders mit Ōkami und Mariko.

    Insgesamt muss ich sagen, dass das Buch ein wenig schwächer als "Zorn und Morgenröte" ist, aber vielleicht wird die Reihe ja im zweiten Band noch besser.


     Fazit

    Der erste Band der neuen Reihe von Renée Ahdieh ist ein guter Auftakt mit einem wunderschönen, japanischen Setting. An toll beschriebenen Kämpfen und Romantik mangelt es auch nicht; lediglich die Handlungen waren ein bisschen voraussehbar und haben mich an "Mulan" erinnert. Ich bin sehr gespannt, wie es mit diesem Buchschmöker nach dem Cliffhanger weiter geht! 

    Zitat

    Sie ließ ihre Augen zufallen, gab sich mit wahrer Wollust der Dunkelheit hin. Sie umarmte ihre Ängste. "Sei so schnell wie der Wind. Sei so still wie der Wald. So stark wie das Feuer. Und so unerschütterlich wie ein Berg." Seine Worte erfassten Mariko, als Ōkamis Finger langsam über ihre Augenlider strich und sie mit derselben schwarzen Farbe bedeckte, die sie alle trugen. Seine Berührung war ein Aufflackern vom Hitze auf ihrer Haut. Als er geendet hatte, erhob sich der Wind wieder. Die Bäume rauschten von einer plötzlichen Brise, und die Äste knackten feierlich. Als ob der Wald selbst sie willkommen heißen würde.

    - Mariko - 

    Fakten

    Originaltitel: A Flame in the Mist

    Titel: Das Mädchen aus Feuer und Sturm

    Autorin: Renée Ahdieh - begeisterte Salsa-Tänzerin, sie kann sich für Currys, Schuhe, das Sammeln von Schuhen und Basketball begeistern

    Übersetzerin: Martina M. Oepping

    Seiten: 416 

    Verlag: ONE

    Genre: Fantasy / Young Adult

    Gebundene Ausgabe: 18,00€

    E-Book: 13,99€

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    Priseas avatar
    Priseavor 9 Tagen
    Leseempfehlung

    Das Mädchen aus Feuer und Sturm
    von Renée Ahdieh
    Bastei Lübbe
    Cover:
    Romantisch, verträumt und zart
    Rezension:
    „Ein Mädchen, dazu bestimmt, des Kaisers Sohn zu heiraten.
    Ein Junge, der den Glauben an das Gute in seinem Herzen begraben hat.
    Eine große Liebe, die alles verändern kann.
    Mariko, Tochter eines hochrangigen Samurai, weiß, dass sie ihre Zukunft nicht selbst bestimmen darf. Sie ist klug und erfinderisch, aber eben ein Mädchen. Mit 17 wird sie dem Sohn des Kaisers versprochen. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit wird ihr Geleitzug vom berüchtigten Schwarzen Klan vernichtet. Mariko überlebt als Einzige und nutzt ihre Chance, dem vorgegebenen Pfad zu entkommen! Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen. Zum ersten Mal in ihrem Leben erntet sie Anerkennung. Und sie verliert ihr Herz - ausgerechnet an den Feind“
    The Flame in the Mist (Originaltitel) ist der erste Roman von Renee Adhieh, den ich lesen durfte und es hat mir sehr gut gefallen. Ich habe es wirklich genossen, dieses Buch zu lesen. Das japanische Setting, die Bräuche und die Folklore sind wichtig, um diese Geschichte in Gang zu halten. Man merkt deutlich wie viel Recherchearbeit in diesem Buch steckt. Auch die Charaktere mochte ich sehr. Alle waren sehr komplex, sogar die Nebencharaktere, also fand ich sie alle sehr interessant. Mariko ist schlau, mutig, vorsichtig, fehlerhaft und unglaublich originell.
    In vielen Büchern geht es heute um Mädchen, die lernen zu kämpfen und gefährliche Krieger zu werden. Aber nicht in diesem, und ich denke, das war es was ich an der Geschichte am meisten mochte. Mariku lernt zu kämpfen, aber sie ist kein Profi. Also benutzt sie stattdessen ihre Gedanken und Meinungen. Manchmal sind ihre Handlungen jedoch immer noch ein bisschen dumm und naiv.
    Aber Mariko ist nicht die einzige unglaubliche Figur. Von ihrem Zwillingsbruder Kenshin über den Kaiser bis zu den Mitgliedern des schwarzen Clans sind alle Charaktere in diesem Buch voll entwickelt und faszinierend. Ich liebte besonders die Komplexität von Kenshins Charakter - er ist einfallsreich und interessiert sich sehr für seine Schwester und Amaya, ist aber auch ein grausamer Krieger. Ich mag facettenreiche Charaktere; es hält die Dinge interessant.
    Dieses Buch war von Anfang bis Ende purer Genuss. Japanische Mythologie, Samurai, weibliche Krieger, Geheimnisse, Lügen und genau die richtige Menge an Sexiness.
    Mir gefiel auch, dass es in dem Buch nicht zu viel Romantik gab und dass diese Liebe Marikos Gedanken nicht verdunkelte. Und die Romantik, die auftauchte war ... Perfektion.
    Und das Ende ... Wo ist das nächste Buch ??? Ich will und muss wissen wie diese Geschichte weitergeht und die sich diese zarte und wundervolle Lieber weiter entwickelt.
    Ich gebe dem Buch 4/5 Sterne, da das letzte Drittel irgendwie übereilt erschien und irgendwie etwas fehlte. Ich hoffe wirklich auf den nächsten Band.
    Danke an Netgalley und den Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar. 

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    P
    Primrose24vor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Eines meiner absoluten Lesehighlights dieser Jahr!
    Mariko und der schwarze Clan

    Mariko, Tochter eines mächtigen Samurai, soll für eine arrangierte Ehe mit dem Sohn des Kaisers in die Hauptstadt gebracht werden. Auf dem Weg werden jedoch sie und ihr Begleitzug angegriffen und alle getötet, nur Mariko kann entkommen. Für den Anschlag wird der Schwarze Clan verantwortlich gemacht, eine Bande von Dieben, die im Wald ihr Lager haben. Um herauszufinden wer den Angriff auf sie befohlen hat, nimmt Mariko ihr Schicksal selbst in die Hand und schmuggelt sich, verkleidet als Junge, in die Reihen des Clans. Das erste Mal in ihrem Leben genießt Mariko die Freiheit, zu tun was sie will und verliert ihr Herz an Jemanden den sie eigentlich nicht vertrauen wollte.

     

    Ich bin ein sehr großer Fan von Renee Ahdieh und war sehr gespannt auf den ersten Teil dieser neuen Reihe. Und was soll ich sagen, ich wurde absolut nicht enttäuscht. Die Geschichte spielt zu Zeiten der Samurai, wo Ehre und andere Tugenden das Handeln bestimmen. In dieser Welt geben die Männer den Ton an und die Frauen haben sich unterzuordnen. In dieser Zeit ist unsere Protagonistin Mariko ein ungewöhnliches Mädchen. Sie ist neugierig und klug und rebelliert gegen die Rolle, die man ihr im Leben zugedacht hat. Sie hat eine starke, aufmüpfige Persönlichkeit und bietet oft interessante und amüsante Wortgefechte vor allem mit Okami, dem männlichen Protagonisten der Geschichte. Die sich entwickelnde Zuneigung der Beiden füreinander bietet die Grundlage für den romantischen Teil des Geschehens. Aber auch die Intrigen und spannenden Kämpfe innerhalb des Buches machen die Story so spannend, dass ich es gar nicht mehr weglegen konnte und wollte.

    Leider war die Story viel zu schnell vorbei und viel zu viele Dinge sind noch ungeklärt, sodass ich wohl ungeduldig auf den nächsten Teil warten muss. Ein wundervolles, magisches Buch und eines meiner absoluten Lesehighlights dieses Jahr. Ich bin super gespannt auf die Fortsetzung.     

      

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    JennyWanderlusts avatar
    JennyWanderlustvor 16 Tagen
    Kurzmeinung: Interessante Geschichte mit asiatischem Setting, einer starken weiblichen Protagonistin und einem gebrochenen Antiheld.
    Von Mulan inspirierte YA Geschichte

    PLOT

    Ein Mädchen, dazu bestimmt, des Kaisers Sohn zu heiraten.
    Ein Junge, der den Glauben an das Gute in seinem Herzen begraben hat.
    Eine große Liebe, die alles verändern kann.

    Mariko, Tochter eines hochrangigen Samurai, weiß, dass sie ihre Zukunft nicht selbst bestimmen darf. Sie ist klug und erfinderisch, aber eben ein Mädchen. Mit 17 wird sie dem Sohn des Kaisers versprochen. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit wird ihr Geleitzug vom berüchtigten Schwarzen Klan vernichtet. Mariko überlebt als Einzige und nutzt ihre Chance, dem vorgegebenen Pfad zu entkommen! Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen. Zum ersten Mal in ihrem Leben erntet sie Anerkennung. Und sie verliert ihr Herz - ausgerechnet an den Feind

     

    REVIEW

    Wer sich für YA und Fantasy interessiert hat es schwer um Renee Ahdieh herumzukommen. Sie zählt zu den neuen Stars der Autorenszene und nachdem sich ihre erste Reihe im orientalischen Bereich abgespielt hat und locker auf "One Thousand and One Nights" basierte, wagt sich die Autorin diesmal in den asiatischen Raum und bedient sich der bekannten Geschichte um die kriegerische Mulan, welche sich als Junge ausgibt um die Ehre ihrer Familie zu bewahren. Weltweit wurde "Flame in the Mist" als Neuerzählung von Mulan angepriesen und hat mich so auch erst auf sich aufmerksam gemacht. Ich liebe den gleichnamigen Disneyfilm und konnte mir das Buch daher nicht entgehen lassen. Zugegeben hatten "Das Mädchen aus Feuer und Sturm" und ich einige kleine Startschwierigkeiten, denn so ganz konnte mich die Handlung nicht fesseln. Ich kann nicht einmal genau benennen woran das nun eigentlich gelegen hat. Mir waren die Charaktere und deren Beweggründe etwas zu blass und auch das Worldbuilding hat für mich zu viele Fragen offen gelassen. Allerdings hat sich dies nach der ersten Hälfte langsam gebessert und nach guten 200 Seiten hatte ich tatsächlich zum ersten Mal das Gefühl, dass mich die Handlung wirklich fesselt.

     

    Vielleicht liegt es daran, dass Mulan immer eine meiner liebsten Disney Prinzessinnen war, aber Mariko konnte mich als Leserin nicht ganz überzeugen. Es mag vielleicht nicht ganz fair sein, weil sie mit einer meiner Kindheitshelden konkurrieren musste, aber ich kann es einfach nicht schön reden. Mariko bringt durchaus alles mit was eine starke Protagonistin braucht. Ich finde es beispielsweise großartig, dass sie nicht die klassische reiche Tochter ist, sondern überall als etwas seltsames, vorlautes Mädchen bekannt war. Zudem stellt sie ihre eigenen Erfindungen her und beweißt mehrmals wie intelligent sie eigentlich ist, was man auch nicht von jeder Protagonistin behaupten kann. Dann wiederum ist sie aber vollkommen blind wenn es um den Schwarzen Clan geht. Bereits wenige Seiten nachdem man den Clan und seine Anführer kennenlernt, stellt man als Leser ihre Vermutung bereits in Frage. Mariko allerdings bleibt von ihren Vorurteilen gelenkt und das hat für mich nicht zu der starken, intelligenten Heldin gepasst, die uns am Anfang vorgestellt wird.

     

    Wenn die weibliche Protagonistin einem Kopfschmerzen bereitet, kommt ein tragischer, leidender Antiheld gerade rechtzeitig. Okami hat es mir wirklich angetan, ich versuche es erst gar nicht zu leugnen. Am Anfang fällt es noch sehr schwer ihn zu durchschauen und selbst nachdem ich das Buch beendet habe, sind für mich noch so viele Fragen offen und er bleibt geheimnisvoll und spannend. Ich kann es nicht erwarten seine Vergangenheit im nächsten Band näher zu beleuchten und ihn hoffentlich besser kennenzulernen und mit ihm auch seine Fähigkeiten. Für mich ist er bisher definitiv nicht der klassische Held, weshalb ich gespannt bin zu sehen welche Richtung Renee Ahdieh im zweiten Teil der Reihe einschlagen wird. Und wenn man von Okami spricht, darf man Ranmaru natürlich nicht einfach übergehen. Ihn kann ich bisher ebenfalls schlecht einschätzen und bei beiden habe ich das Gefühl sie haben bisher einfach noch nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Ich möchte mehr über Ranmaru erfahren und kann charakterlich bisher zu ihm auch nur wenig sagen. Allgemein sind mir besonders die Nebencharaktere etwas zu blass geblieben und ich konnte zu niemandem eine Verbindung aufbauen.

     

    Ich habe das Setting bereits am Anfang angesprochen und bisher habe ich noch nicht viele Bücher gelesen, die im asiatischen Raum gespielt haben. Was wohl auch der Grund dafür war, dass ich sehr lange große Schwierigkeiten mit den Namen und Eigennamen hatte. Zwar gibt es am Ende des Romans ein Glossar, aber das habe ich tatsächlich erst entdeckt, als ich mit der Geschichte bereits durch war. Irgendwie sind mir die Namen einfach nicht im Kopf geblieben, womit ich gar nicht gerechnet hatte, da ich viel im Bereich Fantasy lese und ungewöhnliche Namen daher eigentlich gewohnt bin. Den Weltenbau selbst fand ich allerdings durchaus interessant dargestellt und ich fand da mittelalterlich, asiatische Setting wirklich spannend und besonders die gesellschaftlichen Aspekte und die Machtverhältnisse haben mich direkt neugierig gemacht. Für meinen Geschmack hätte die Autorin den Weltenbau durchaus noch etwas vertiefen können.

     

    Auch an mystisch, fantastischen Aspekten mangelt es in der Geschichte nicht, allerdings war die Darstellung für mich definitiv ausbaufähig. Bisher erfährt der Leser im Grunde noch gar nichts über die Magie in der Geschichte und ich hab bis zum Ende nicht ganz verstanden welchen Regeln sie unterliegt und in welcher Form sie eigentlich auftritt. Da besteht für mich in Hinsicht auf den zweiten Teil der Reihe noch viel Arbeit. Neugierig macht es auf jeden Fall und ich hoffe die Autorin wird darauf noch genauer eingehen!

     

    Zum Ende hin möchte ich natürlich auch noch kurz auf das Cover zu sprechen kommen. Als jemand, der normalerweise das englische Original bevorzugt, muss ich diesmal zu meiner eigenen Überraschung doch gestehen, dass mir die deutsche Version doch besser gefällt. Ich mag die zarten Farben, die Schriftart und den Hintergrund. Ich finde es auch durchaus passend zur Handlung, wenngleich man dem asiatischen Setting für meinen Geschmack mehr Aufmerksamkeit hätte schenken können. 

     

    BEWERTUNG

    4 von 5 Sternen

     

    FAZIT

    "Das Mädchen aus Feuer & Sturm" ist eine interessante Geschichte mit asiatischem Setting! Die starke weibliche Protagonistin und der gebrochene Antiheld stellen einen interessanten Gegensatz dar und machen gespannt auf die Fortsetzung. Trotz einiger Anlaufschwierigkeiten konnte mich die Handlung am Ende hin fesseln.

     

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    CallieWonderwoods avatar
    CallieWonderwoodvor 16 Tagen
    Kurzmeinung: Mega gut, super gemacht und total spannend. Neues Lieblingsbuch. Grandioser erster Teil der Geschichte von Mariko und dem Schwarzen Clan.
    Das Mädchen aus Feuer und Sturm - Renée Ahdieh

    Mariko ist die Tochter eines mächtigen Samurai und kennt ihren Platz im Leben. So klug und erfinderisch sie auch sein mag - über ihre Zukunft entscheiden andere. Als sie erfährt, dass sie den Sohn des Kaisers heiraten soll, nimmt sie ihr Schicksal hin. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit entkommt sie nur knapp einem blutigen Überfall - und nutzt ihre Chance, die Freiheit zu kosten: Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen und lernt eine ganz neue Welt kennen. Und sie verliert ihr Herz ... ausgerechnet an den Feind.
    (Klappentext)


    Mit "Zorn und Morgenröte" hatte mich Renée Ahdieht total begeistern können und so wollte "Das Mädchen aus Feuer und Sturm" auch unbedingt lesen und ich wurde definitiv nicht enttäuscht.
    Direkt auf den ersten Seiten konnte mich das Buch begeistern. Mariko, Tochter eines hochrangigen Samurais, ist mit einem Geleitzug auf dem Weg zu ihrem Verlobter in die Kaiserstadt, als sie im gefährlichen Jukaiwald überfallen wird. Nur knapp überlebt Mariko und fasst den Entschluss nach Antworten zu suchen und die Täter zu finden, anstatt sich auf den Weg nach Hause zu machen, wo ihre Eltern sie sofort wieder auf die Reise schicken würden.
    Zitat : "Sie wollte nicht als Feigling sterben. Mariko war die Tochter eines Samurai. [...] Aber vor allem hatte sie immer noch Macht über ihre Entscheidungen. Jedenfalls an diesem einen, ihrem letzten Tag. Sie würde ihrem Feind gegenübertreten. Und in Ehre sterben."
    Obwohl sie Angst hat und unsicher ist, will Mariko wenigstens einmal selbst über ihr Leben bestimmen und das mochte ich total gerne. Mir hat ihre charakterliche Entwicklung super gut gefallen und besonders ihren Mut und ihre mentale Stärke fand ich bewundernswert. Bisher war Mariko es gewohnt, nur weil sie ein Mädchen ist, von anderen wie Eigentum behandelt zu werden. Ihre Entscheidung sich als Junge zu tarnen und bei dem Schwarzen Clan einzuschleichen verändert für sie einiges. Trotzdem ist es für sie alles andere als einfach und sie muss viel einstecken, zeigt sich aber kämpferisch.
    Den Schwarzen Clan fand ich richtig cool gemacht, von dem ersten Eindruck der gefährlichen Bande, vor der sich Reisende in Acht nehmen sollten, und all dem, was noch dahintersteckt. Mit so tollen Charakteren, die während des Buches sehr in mein Herz geschlossen habe. Ihr Anführer Ranmaru, der fiese kleine Ren oder der eher schweigsame, schwer undurchschaubare Ōkami.
    Und genauso gab es Charaktere, wie Kenshin und Raiden, die mir mehr als unsympathisch waren, aber super zu der Geschichte gepasst haben.
    Die Liebesgeschichte in dem Buch war süß und schön und mir hat es gut gefallen, wie sich entwickelt hat und eher weniger im Vordergrund stand, dabei dennoch von Bedeutung war. Und vor allem die Streitgespräche zwischen den beiden fand ich super, Mariko kann genail mit Worten umgehen und benutzt sie wie Waffen.
    Zitat : "»Ich bin nicht ärgerlich. Es ist möglich, dass ihr mich nicht so gut kennt, wie ihr denkt.« Mariko brachte ihn zum Schweigen, entschlossen, sich nicht weiter mit ihm zu streiten. Mit Ōkami zu streiten war wie der Versuch, Rauch einzufangen."
    Ich bin überwältigt von Renée Ahdiehs großartigem, märchenhaften und bildlichen Schreibstil. Wie sie ganz besonders die Gedanken und Gefühle von Mariko beschreibt, welche Metaphern sie verwendet und eine wunderschöne Atmosphäre erschaffen hat.
    Größenteils wird das Buch aus der Sicht von Mariko erzählt, aber ab und zu werden Geschehnisse aus der Sicht des Kaisers oder Marikos Bruder Kenhsin geschildert.
    Sehr gut gefallen hat mir auch, dass man als Leser tolle Einblicke in japanische Kultur bekommen hat und die Kulisse mit dem Jukaiwald oder der Kaiserstadt und die Fantasy-Aspekte fand ich super. Das Buch war spannend, actionreich und hat mich total gefesselt und ich bin schon sehr neugierig auf den zweiten Teil.

    Fazit :
    Mega gut, super gemacht und total spannend. Neues Lieblingsbuch. Grandioser erster Teil der Geschichte von Mariko und dem Schwarzen Clan und der wunderschöne, ganz besondere Schreibstil von Renée Ahdieh war einfach toll. 

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    annso24s avatar
    annso24vor 16 Tagen
    Kurzmeinung: Insgesamt gute Unterhaltung aber an vielen Stellen zu oberflächlich und nicht nachvollziehbar. Sehr schade :(
    Erfolgsautorin mit weniger überzeugendem neuen Lesestoff

    Cover:
    Das Cover finde ich sehr gelungen. Es spricht genau die richtige Zielklasse an mit seinem Stil, auch wenn es nichts über die Geschichte verrät. Ich finde es sehr schön anzusehen und wurde auch dadurch neugierig auf die Geschichte, weswegen ich es als sehr gelungen empfinde.

    Inhalt:
    Marikos Leben wird allein schon durch ihr Dasein bestimmt, doch die kluge junge Frau ist alles andere als gewillt sich dem zu beugen und nutzt die Gunst der Stunde, ihren eigenen Weg zu finden. Dass ihr auf diesem große Gefühle und Intrigen Steine in den Weg legen, hätte sie so nicht gedacht ... Die Leseprobe und damit den Einstieg des Buches fand ich richtig gut. Der Prolog sorgte gleich für Spannung und Neugierde, sodass ich mich nur zu gerne auf Marikos Geschichte stürzte, die für mich sehr vielversprechend klang. Mariko verkleidet sich als Junge, um ihrem Schicksal zu entkommen, was allein schon eine spannende Handlung verspricht. Insgesamt wurde ich in dieser Hinsicht nicht enttäuscht, muss ich sagen, begeistert aber leider auch nicht. Die Geschichte ist gut. Die Handlung an sich ist gut durchdacht, jedoch hatte ich manchmal das Gefühl, dass sie ein wenig vor sich hinplätschert. Sie ist nicht unspannend, aber so richtig einen durchweg roten, spannenden Faden fand ich nicht. Zumal manche Wendungen zwar richtig cool gedacht waren, jedoch nicht überraschend kamen, da der Verlauf recht zügig ersichtlich wird. Trotzdem hatte ich Spaß an der Geschichte, weil vereinzelte Situationen und auch die Idee der Geschichte mich doch unterhalten konnte. Es hätte dem Buch jedoch gut getan, in manchen Punkten ins Details zu gehen. Allem voran was die Magie angeht. Der Fanatsyanteil war passend, kam aber viel zu kurz, was für mich maßgeblich war, denn so konnte ich vieles nicht so richtig verstehen. Auch in anderen Punkte konnte ich manches Geschehen nicht so recht nachvollziehen, weil es entweder untypisch war und demnach nicht passte oder die Erklärungen fehlte. Es ist sehr schade, denn die Geschichte ist gut, wurde aber zu oberflächlich umgesetzt.


    Charaktere:
    Insgesamt fand ich die Charaktere eigentlich am besten an der Geschichte. Mariko fand ich als Protagonistin sehr gut gewählt, denn durch ihre Herkunft fällt ihr das plötzliche Leben außerhalb ihres schönen Hauses alles andere als leicht und sie muss einiges lernen. Auf der anderen Seite scheut sie davor nicht zurück und zeigt sich als mutige junge Frau, die sich von ihrem Herzen leiten lässt, dass vielleicht manchmal schneller ist als der Kopf. Aber gerade das mochte ich an ihr und hat für Spaß an der Geschichte gesorgt. Die ominösen Mitglieder des schwarzen Clans, zu dem Mariko gerät, haben es mir besonders angetan. Ich mochte die verschiedenen Persönlichkeiten und vor allem die geheimnisvollen Anführer wenn man so will fand ich richtig toll! Manche Figuren wie der König beispielsweise und seine Familie blieben zwar etwas blass, aber da wird mit Sicherheit in der Fortsetzung einiges kommen, was ich auch in Ordnung finde. Lediglich mit Marikos Zwillingsbruder Kenshin kam ich nicht so zurecht, weil ich seine Beweggründe und sein Handeln manchmal nicht ganz nachvollziehen konnte. Ansonsten wurde ich in diesem Punkt jedoch überzeugt!

    Schreibstil:
    Auch vom Schreibstil her bin ich etwas zwiegespalten. Grundsätzlich hat mir der Stil der Autorin gefallen, denn das Buch ließ sich meines Erachtens sehr gut lesen. Jedoch kenne ich die vorherige Dilogie der Autorin und bin vielleicht deswegen enttäuscht, denn dort konnte sie mich sehr begeistern. In ihrem neuen Buch schrieb sie für mich etwas leserunfreundlich. Es gab überraschende Szenenwechsel, was ich prinzipiell gut fand, jedoch wurde in den Szenen entweder zu langatmig und gegen Ende zu überhastet geschrieben. Es fehlte an vielen Stellen an Erklärungen, um sowohl über die Personen als auch das Geschehen den Überblick zu behalten. Man konnte sich durch ihre Beschreibungen jedoch durchaus ein Bild des Geschehens machen, nur nachvollziehen konnte ich es oft nicht. Was ich an den Wechseln jedoch sehr gut fand, waren die gewählten Perspektiven, die teilweise sehr überraschend waren und meine Neugierde doch schon anfachten, was die Hintergründe von allem angeht.

    Fazit:
    Insgesamt fand ich die Geschichte gut. Ich wurde unterhalten und die Idee war alles andere als schlecht. Jedoch war mir die Umsetzung in einigen Punkten zu oberflächlich und schwach, weswegen ich einiges nicht nachvollziehen konnte, was einfach nur schade war. Ich kann es nur teilweise empfehlen, denn wie gesagt: Eigentlich ist es cool, aber in der Umsetzung alles andere als perfekt gelungen.

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    MarensBuecherwelts avatar
    MarensBuecherweltvor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Ein interessanter Vorgeschmack auf das, was alles noch kommen wird!
    Ein interessanter Vorgeschmack auf das, was alles noch kommen wird!

    "Das Mädchen aus Feuer und Sturm" von Reneé Ahdieh erhält von mir durchwachsene 3,5 von 5 Herzen. Der erste Band ihrer neuen Reihe hat mich mit der Grundidee zwar positiv überrascht, konnte mich aber mit der Umsetzung leider nicht durchweg in den Bann ziehen. Ein Highlight des Romans ist auf jeden Fall die tapfere und scharfsinnige Hauptprotagonistin Mariko, die ich als Leser auf ihrer interessanten Reise und in ihrem verzwickten Dilemma immer gerne verfolgen mochte. Ihre Gegenspieler Okami und Ranmaru sowie die zurückhaltende Liebesgeschichte konnten mich nicht überzeugen. Die beiden jungen Männer bleiben für meinen Geschmack zu wortkarg, mysteriös und zurückhaltend. Faszinierende Charaktere, zu denen ich aber immer eine gewisse Distanz gewahrt habe.  Das lückenhafte Ende des Romans und das Überschlagen der Ereignisse haben mich etwas überrumpelt, sodass ich dem letzten Drittel des Romans nicht mehr konzentriert folgen konnte. Der zweite Band wird auf jeden Fall bei mir einziehen, denn der erste Band ist ingesamt ein interessanter Vorgeschmack, auf das, was noch alles kommen wird!

    Story  /5
    Charaktere  ♥, /5 
    Gefühle  /5
    Spannung  ♥, /5
    Schreibstil  /5 
    Ende  /5

    In „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ tauchen wir in  eine Zeit des alten Japan ab.  Tapfere und tugendhafte Samuraischwelgen in Lobeshymnen, japanische Bauen bestellen die Reisfelder, ein  Kaiser hält sein Land zusammen und in  Ungnade gefallene Samurai werden hingerichtet. Mitten im atmosphärischen Japan lernen wir  Mariko Hattori kennen,  Tochter einer angesehenen Samurai-Familie, die mit  16 Jahren das Alter erreicht hat, der Familie  Ruhm und Ehre zu machen. Ihr Vater ist ein mächtiger Samurai und auch ihr  Bruder hat mit dem Titel „Drache von Kai“ zum Stolz der Familie beigetragen. Mariko kennt ihre Stellung im Leben, obwohl sie  am liebsten ihren eigenen eigenwilligen Weg gehen möchte. Sie muss sich der  Tradition und der Familie fügen: Sie wird den  Sohn des Kaisers heiraten und befindet sich zu Beginn der Geschichte  auf dem Weg zum Palast. Doch dort wird sie nie ankommen, denn der  gefürchtete „Schwarze Clan“ überfällt ihren Geleitzug und richtet ein Blutbad an. Mit viel Glück  überlebt die zierliche Mariko den Überfall. Zwei Dinge werden ihr klar:  Der Schwarze Clan will Marikos Tod und ein Außenstehender hat ihnen den Auftrag erteilt, sie umzubringen. Um nicht beschämt und als Feigling nach Hause zurückzukehren,  beschließt Mariko, der Sache auf den Grund zu gehen. Sie will  ihre Stärke und Klugheit beweisenverkleidet sich als Junge und  sinnt nach Rache! Die ersten Mitglieder des Schwarzen Clans lassen nicht lange auf sich warten:  Ranmaru und Okami.

    Mariko hat mich als Hauptprotagonistin  positiv überrascht und ist mir  schnell ans Herz gewachsen. Charakterlich erinnert sie mich sehr an die  Disneyheldin Mulan und auch bei der Geschichte gibt es ein  kleinere Parallelen, die mir wirklich gut gefallen haben. Mariko ist eine  äußerst charakterstarke Persönlichkeit, die sich in der Männerwelt beweisen möchte und sich nach dem  Gefühl der Freiheit sehnt. Durch  ihren Scharfsinn, ihre Klugheit und ihrer Willensstärke schleust sie sich in den Schwarzen Clan ein und  versucht ihr Vertrauen zu wecken. Doch auch so sehr sie sich anstrengt, sich als Junge auszugeben:  Ihr Herz fängt für einen der jungen Männer an zu schlagen. Mariko und der Leser müssen sich immer daran erinnern, dass der Anführer Ranmaru und sein stärkster Kämpfer Okami schonungslos brutal sind!  Ich habe  sehr mit Mariko mitgefiebert,dass ihre  Identität nicht auffliegt und sie heil aus dem Dilemma rauskommt. 

    Okami und Ranmaru werden dem Leser  geheimnisvoll vorgestellt und durch die Spionagearbeit von Mariko erfahren wir  immer nur in Bruchstücken über Schwarze Clan und über deren Mitglieder. Das  langsame Heranführen hat natürlich dafür gesorgt, dass ich  wahnsinnig gespannt auf die beiden jungen Männer war! Die  Geschichte hat mich bis zur Hälfte des Romans völlig gepackt und in den Bann gezogen, bis mir die  fehlende Interaktion und die Harmonie zwischen den Charakterenaufgefallen ist. Okami und Ranmaru sind  zwei zurückhaltende, ruhige und mysteriöse, aber auch faszinierende junge Männer, die ich bis zum Ende hin  nicht charakterlich einschätzen kann. Auch Mariko hat meiner Meinung nach leider immer  eine gewisse Distanz zu ihnen gewahrt, sodass wir nur  wenige Szenen haben, in denen wir sie kennenlernen konnten.Okami und Ranmaru sind und bleiben  äußerst interessante Charaktere mit einer überraschenden Vergangenheit, aber im ersten Band konnten sie  nicht wirklich aus sich herauskommen.

    Ein Punkt, der mich  positiv überrascht hat, ist die  Magie, die leider nur einen  kleinen Teil im Buch einnimmt und für meinen Geschmack nur  dürftig behandelt wird. Ein Aspekt, der  viel ausführlicher hätte erklärt werden müssen, denn die Magie im alten Japan hat das Buch  noch interessanter gestaltet. Durch den überraschenden Plot Twist gegen Ende des Romans, habe ich aber das gute Gefühl, dass wir  im zweiten Band mehr erfahren werden. Die  Liebesgeschichte zwischen Mariko und ihrem Schwarm ist sehr zart und zurückhaltend. Ich finde es  äußerst authentisch, dass Mariko mit der Zeit Gefühle für ein Mitglied des Schwarzen Clans entwickelt und sich nicht überstürzt und naiv verliebt, aber auch hier hat  die Harmonie zwischen den beiden Charakteren nicht 100%ig gestimmt. Die lieblichen Szenen konnten mich leider  nicht begeistern, weil mich die Gefühle einfach nicht erreichen konnten. Die  Funken sind einfach  nicht übergesprungen.

    Der  Schreibstil der Autorin ist  angenehm und flüssig zu lesen. Da wir uns im alten Japan befinden,  stolpern wir ab und zu über japanische Wörter, an die ich mich  erst gewöhnen mussteAnfangs hat es den Lesefluss  ein bisschen gestört, aber mit der Zeit werden die Wörter einfach  unbewusst wahrgenommen und tragen zur faszinierenden Atmosphäre bei. Mir hat besonders gut gefallen, dass die Autorin die  Stimmung schnell umschlagen lassen kann. Es gibt  ruhige und romantische Szenen, aber auch  traurige, brutale und spannungsgeladene Geschehnisse. Zum Ende hin hat mich der  rasante Schreibstil und das Überschlagen Ereignisse etwas überrumpelt. Ich konnte der Geschichte  in den letzten Kapiteln nicht mehr vollständig folgen, die in Bezug auf Ranmaru und Okami aber sehr wichtig sind. Erzählt wird die Geschichte aus  mehreren Perspektiven. Neben der Hauptprotagonistin Mariko, erhält ihr  Bruder Kenshin einige Kapitel, die mir  außerordentlich gut gefallen haben. Kenshin ist ein  sehr interessanter Charakter und wird im zweiten Band bestimmt  für Überraschungen sorgen. Neben Kenshin erfahren wir  ein bis zwei  Kapitel aus der Sicht des Kaisers und einer seiner Frauen, die  zum düsteren und magischen Part der Atmosphäre beitragen. Allesamt  faszinierende Nebencharaktere, die den Roman spannender gestalten.

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    Azalees avatar
    Azaleevor einem Monat
    Schön, dass es endlich mehr Jugendbücher gibt, die nicht in der westlichen Welt spielen, sondern auch andere Teile zeigen
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    Amy-Maus87s avatar
    Amy-Maus87vor 2 Monaten
    Das Cover und die Geschichte ziehen mich magisch an. Bin schon sehr gespannt 😉
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    Alice3412s avatar
    Alice3412vor 2 Monaten
    Das Cover ist wunderschön und der Klappentext klingt sehr spannend.
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    Book_loves avatar
    Book_lovevor 3 Monaten
    Oh wie wunderschön das Cover aussieht, außerdem konnte mich ihre andere Reihe voll und ganz überzeugen :) Ich freue mich drauf!
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    Yomis avatar
    Yomivor 4 Monaten
    Aaaah! Das asiatische Setting klingt großartig. Ahdie schreibt einfach toll.
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    Curins avatar
    Curinvor 4 Monaten
    Auf das Buch freue ich mich, weil der Klappentext einfach unglaublich toll klingt
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    P
    Primrose24vor 4 Monaten
    Ich liebe "Zorn und Morgenröte" von der Autorin und bin sehr gespannt, ob sie mich mit Ihrem neuen Buch genauso begeistern kann.
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    ErbsenundKarottens avatar
    ErbsenundKarottenvor 4 Monaten
    Ich freue mich sehr auf das Buch, da ich Zorn und Morgenröte unheimlich besonders fand.
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    SalbeiundRosmarins avatar
    SalbeiundRosmarinvor 4 Monaten
    Dieser Klappentext macht Lust auf mehr...zudem finde ich die Samurei sehr faszinierend :)
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    M
    Moplervor 4 Monaten
    Erinnert ein bisschen an Mulan ;-)
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