Die Hölle im Kinderheim

von Renée Wum 
4,9 Sterne bei8 Bewertungen
Die Hölle im Kinderheim
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burros avatar

Soviel Ungerechtigkeit, macht mich wütend. Um so besser ist es, dass ganz viele Menschen dieses Buch lesen und die ganze Wahrheit erfahren.

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Unvorstellbar, was Kindern in Heimen angetan wurde. Dieses Buch gehört an die Öffentlichkeit!

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Inhaltsangabe zu "Die Hölle im Kinderheim"

In ihrem Buch "Die Hölle im Kinderheim" befasst sich Renée Wum mit dem häufig und gerne verdrängten Thema des Kindesmissbrauchs durch Geistliche. In ihrem erschütternden Bericht lässt sie die Leidtragenden durch ein ehemaliges Heimkind selbst zu Wort kommen. Dutz, der Name ist ein schützendes Pseudonym, spricht über seine unvorstellbar grauenhafte Kindheit in einem katholischen Kinderheim in Luxemburg in den Fünfzigerjahren. Er erzählt von den qualvollen Nächten, der täglichen bestialischen Folter - und dem täglichen sexuellen Missbrauch, dem er und seine Leidensgenossen und -genossinnen ausgesetzt waren.
Ihre Verbrechen haben die verschiedenen Heime - auch mit Hilfe öffentlicher Stellen - bestens untereinander organisiert. Zurück bleiben in den Tod getriebene Kinder und, wenn sie überleben, schwer traumatisierte Erwachsene, denen die Anerkennung ihres Leides bis heute verweigert wird, weil sich die Verantwortlichen wegducken.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783741270154
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:232 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:04.11.2016

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    burros avatar
    burrovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Soviel Ungerechtigkeit, macht mich wütend. Um so besser ist es, dass ganz viele Menschen dieses Buch lesen und die ganze Wahrheit erfahren.
    Damit die Opfer Heilung erfahren

    Die Hölle im Kinderheim (von Renée Wum)

    Das Buch „Die Hölle im Kinderheim – auf ewig hinter seelischen Gittern“ ist das zweite Buch von Renée Wum, das die Qualen von Kindern in kirchlichen oder schulischen Institutionen in Luxemburg schildert.
    In diesem Fall ist der Tatort ein kirchlich geführtes Kinderheim in den 50er Jahren.
    Elternteile oder Angehörige, gaben ihre Kinder aus diversen Gründen in das Heim. Die Kirche als letzte Zuflucht wird schon wissen, was die Kinder in ihrer speziellen Situation brauchen.
    Selbst wenn der Geistliche den Eltern sagt, es sei besser, das Kind nicht zu besuchen, folgen die Eltern diesem Ratschlag voller blindem Vertrauen.
    Doch was sich hinter den Mauern des Kinderheimes abspielt, ist unbeschreiblich grausam.
    Die Kinder werden blossgestellt, geschlagen, sexuell missbraucht, erniedrigt und bekommen wenig und ungesunde Nahrung. Selbst das Trinkwasser ist rationiert.
    Natürlich glaubt man dem Kind nicht, das versucht hat, Hilfe zu holen. Denn wer wird es wagen, einen Geistlichen zu kritisieren? Den Schwestern und Nonnen im Klostern scheint es Freude zu bereiten, auf sadistischste Art und Weise, die Kinder zu quälen.
    Im Heim gibt es zwei Abteilungen an Heimkindern. Die einen, die man auch bei öffentlichen Anlässen zeigt, und die anderen, die man quält, erniedrigt und verleugnet.
    Ja, wenn man nach ihnen fragt, existieren sie gar nicht. Da fällt es auch gar nicht auf, wenn gelegentlich ein Kind auf unerklärliche Weise ums Leben kommt. Selbst der Arzt, der das tote Kind untersucht, stellt keine Fragen.
    Dutz, ein ehemaliges Heimkind berichtete der Autorin von seinen Qualen in besagtem Kinderheim.
    Die Erlebnisse quälen ihn verständlicherweise bis heute. Nach aussen hin wurde seitens der Kirche versucht, das Geschehene aufzuarbeiten. Doch auch hier wurde möglichst viel getrickst, um als Institution gut aus dieser Sache herauszukommen.
    Die Aufarbeitung wird den Opfern verwährt. Denn sie existierten ja nicht. Über diese Heimkinder wurden keine Akten geführt. Und wie soll man eine Wiedergutmachung für etwas „Ungeschehenes“ erfahren?
    Es ist wichtig, dass möglichst viele Menschen dieses Buch lesen, damit die Opfer durch Bekanntwerden und vor allem durch das Glauben an das Geschehene ein Minimum an Heilung erfahren!
    5 Sterne für dieses Buch. 

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    LadySamira091062s avatar
    LadySamira091062vor einem Jahr
    Himmel oder Hölle -Je nachdem auf welcher Seite der Kirchenbank man sich befindet

    Dieses Buch zeigt die Misstände in katholischen Kinderheimen in den 50iger Jahren an,doch dieses Thema ist auch heute noch aktuell,wenn auch Gott sei Dank nicht mehr in dem Ausmass wie damals.Doch  jede Art von Gewalt und Mißbrauch an Kindern ist furchtbar und gehört  schwer bestraft ,denn Kinder sin die Schwächsten  der Gesellschaft und verdienen Liebe,Zuneigung und Beachtung.
    Was damals unter dem Deckmantel der Kirche an Grausamkeiten an Kindern  und Jugendlichen begangen wurde  ist gleichzusetzen mit den Grausamkeiten in den Konzentrationslagern.


    Erzählt wird hier die Geschichte von Dutz  ,einem Jungen ,dessen Mutter  sich nicht darum kümmerte was aus ihrem jüngsten Sohn wurde,die blind der Kirche vertraute und froh war  den Jungen los zu werden.Für das Kind folgten 10 Jahre voller Qual und Leid ,Nahrungsentzug und  Misshandlungen seiten der Ordensschwestern und des Pfarrers .Jeder sah weg und keiner war bereit den Kindern zu helfen.
    Stellenweise fand ich es so krass ,das ich kaum weiter lesen konnte.Wenn man selbst Mutter ist kann ich  einfach nicht nachvollziehen wie man froh sein kann ,wenn man sein Kind  weg geben muss und besonders wenn man dann  erfährt das die Zustände dort nicht gut sind .Sicher war die Zeit damals nicht einfach ,doch das berechtigt niemanden so mit Kindern und Schutzbefohlenen um zu gehen.
    Auch  ich habe   während meiner Praktikantenzeit  in einem katholischen Altenheim mitbekommen ,das  herzlich wenig  Mitgefühl unter den Nonnen  herrschte und  auch wiederholt Obdachlose ,die  um Essen gebettelt haben abgewiesen wurden,doch solche Zustände herrschten zu meiner Zeit   nicht mehr.Und doch hat mich das  geprägt was das Thema Kirche  anging.


    Ich hoffe dieses Buch tägt dazu bei das sich die Kirche endlich mal mit diesen Mißständen in ihren eigenen Reihen   befaßt ,denn  nur wenn vehment  gegen diese Dinge vorgegangen wird kann die  Kirche ihre Glaubwürdigkeit beweisen.Denn man kann nicht  Güte und Milde predigen und  hintenrum  Menschen mißbrauchen und quälen.


    Sicher ändert sich für die Opfer von damals wenig bis nichts doch dürfen ihre Qualen nicht einfach unter den  Altar gekehrt werden und es muss verhindert werden das auch heute noch Mißbrauch im Namen der Kirche geschieht.

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    Josettas avatar
    Josettavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Unvorstellbar, was Kindern in Heimen angetan wurde. Dieses Buch gehört an die Öffentlichkeit!
    Alptraum Kinderheim - Erschütternd

    Vor einiger Zeit erschütterten uns Berichte über Missbrauch von Kindern, hauptsächlich verübt von Kirchenmitarbeitern und katholischen Ordensgemeinschaften. Bis heute werden immer wieder neue Fälle bekannt. Die Opfer leiden selbst Jahrzehnte später noch massiv unter der erlittenen Gewalt, den sexuellen Widrigkeiten und dem Mangel an menschlicher Zuneigung in ihren Kindheitstagen.
    Im Buch von Reneé Wum erfährt der Leser die Geschichte von Dutz. Als unerwünschtes Kind wurde er in den 50er-Jahren von seiner Mutter in die Obhut eines katholischen Luxemburger Kinderheims gegeben. Es folgten 10 Jahre Hölle für den kleinen Buben. Nahrungsentzug, tägliche Gewalt, Tage in dunkler Isolation und später die sexuellen Übergriffe, legten sich wie ein dunkler Nebel auf die Seele des Jungen. Mit dramatischen Folgen bis zum heutigen Tag. Es gab zahlreiche weitere Opfer, die Dutzs Schicksal teilten. Neben Dutz berichten andere Kinder von ihrem Alptraum innerhalb der klösterlichen Mauern des Heims.
    Das Buch schildert als Tatsachenbericht schonungslos die Zustände in den dortigen Einrichtungen. Einige Male konnte ich nicht weiterlesen. Vor Entsetzen schossen mir die Tränen in die Augen. Dieses Buch geht an die Nieren. Man sollte als Leser darauf gefasst sein, in unvorstellbare menschliche Abgründe zu blicken.
    Ich danke Reneè Wum, dass sie mit ihrem Roman eine Plattform geschaffen hat, die die katholische Kirche bis heute immer noch nicht anbietet: Die Opfer dürfen mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit. Danke an Dutz und seine Freunde für ihren Mut, mit uns ihre Geschichte zu teilen. Ich mag mir nicht vorstellen, wie schwer ihnen das gefallen sein muss und was dabei wieder aufgewühlt wurde.

    Ich hoffe, dass dieses Buch ein Hoffnungsschimmer für die Opfer wird. Die Narben bleiben, aber vielleicht schafft es „Die Hölle im Kinderheim“ dass die Verantwortlichen ihr Unrecht endlich zugeben und ihre Taten nicht im Sand verlaufen.
    Darum gebe ich eine absolute Leseempfehlung. Dieses Buch muss gelesen werden, schon aus Respekt den Opfern gegenüber. 5 von 5 Sternen. 

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    nellsches avatar
    nellschevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Grausame Wahrheit, die tief betroffen macht
    Die Hölle im Kinderheim

    Dieses Buch befasst sich mit den Missbräuchen in einem katholischen Kinderheim in Luxemburg durch Geistliche und Beschäftigte. Dutz, der in den fünfziger Jahren selbst ein Heimkind in dieser Anstalt war und dort seine Kindheit und Jugend verbrachte, spricht über die unvorstellbaren Grausamkeiten, die ihm und den anderen Kindern zugefügt wurden. Er hat psychischen und physischen sowie sexuellen Missbrauch erleiden müssen, er wurde gefoltert und ausgebeutet und stark traumatisiert. Durch seine Erzählungen will er das Schweigen brechen.

    Dieses Buch ist wirklich heftig. Es liest sich wie eine Dokumentation über unfassbare Grausamkeiten, die an unschuldigen Kindern verübt werden. Die Hauptperson ist Dutz, doch es gibt auch Berichte von vielen anderen Kindern, denen Dutz begegnet ist.
    Positiv finde ich, dass man liest, wie die jeweiligen Kinder überhaupt im Kinderheim gelandet sind. Häufig wurden sie abgeschoben, weil sie im Weg waren, zu anstrengend oder schlichtweg die Zeit fehlte, um sich um sie zu kümmern. Alles keine Gründe, ein eigenes Kind abzuschieben. Aber den Eltern wurde suggeriert, dass die Kinder im Heim in besten Händen seien. Doch ob es so ist, haben die Eltern nicht mehr interessiert. Kaum im Heim angekommen, wurden diese Kinder sofort auf verschiedenste Arten misshandelt. Schläge und Essensentzug sowie Isolationen im Keller waren an der Tagesordnung. Ihnen wurde stets eingebläut, dass sie nichts wert seien.
    Die Kinder wurden als kostenlose Arbeitskräfte missbraucht, obwohl sie oftmals viel zu schwach für die Arbeit waren. Auch wurden sie an andere Familien ausgeliehen, um dort anfallende Arbeiten zu erledigen. Den Lohn steckte das Heim ein, die Kinder erhielten Schläge.
    Diese Greueltaten wurden durch sexuellen Missbrauch getoppt. Geistliche vergingen sich an den hilflosen Kindern und sie wurden auf den Kinderstrich geschickt.
    Die Verantwortlichen, insbesondere die katholische Kirche, versuchen die Anschuldigungen zu vertuschen und Betroffene mit Geld mundtot zu machen. Das zugefügte Leid will niemand anerkennen, obwohl dies das Mindeste wäre.
    Das Buch ist wirklich schockierend, denn die Beschreibungen beschönigen nichts. Zwar geht es hier um ein Kinderheim in Luxemburg, doch es ist mittlerweile bekannt, dass es solche Missbräuche zu dieser Zeit in vielen Ländern gab und die Betroffenen noch heute darunter leiden.

    Ein lesenswertes Buch, das nichts verschweigt und gehört bzw. gelesen werden sollte. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

    Kommentare: 1
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    StephaniePs avatar
    StephaniePvor einem Jahr
    Die Hölle im Kinderheim

    Dutz wuchs in den 50er Jahren in einem kirchlichen Kinderheim in Luxemburg auf und verbrachte dort seine gesamte Kindheit und einen Teil seiner Jugend. Die damalige Gesellschaft dachte, bzw. wollte denken, dass die Kinder in den Heimen gut aufgehalten sind und eine gute Erziehung und Schulbildung genießen. Doch die Realität sah für die Kinder komplett anders aus. Schulbildung wurde verweigert, stattdessen standen körperliche Schwerstarbeiten an. Zusätzlich waren körperliche und psychische Misshandlungen, sexuelle Missbräuche und Foltern (wie Essensentzug, Isolation,…) an der Tagesordnung. Nicht selten kam es auch zu schweren körperlichen Verletzungen, Todesfällen und Suiziden der Kinder. Neben Dutz wird auch noch auf andere Kinder und ihre Zeit vor und im Kinderheim eingegangen.

    Ich habe schon häufiger Berichte und Bücher zu diesem Thema gelesen, doch noch nie war die Geschichte und das Leiden der Opfer so ausführlich und bildlich beschrieben, wie in diesem Buch. „Die Hölle im Kinderheim“ ist das mit Abstand beste Buch, welches ich zu den Missbrauchsfällen in kirchlichen Heimen gelesen habe. Obwohl das Buch Missbrauchsfälle in einem Heim in Luxemburg beschreibt, ist es auch in anderen Ländern im deutschsprachigen Raum ähnlich abgelaufen.

    Renee Wum hat einen flüssigen und bildlichen Schreibstil, dennoch musste ich das Buch häufig zur Seite legen. Die äußerst bildlichen Beschreibungen der Missbräuche und Misshandlungen sind keine leichte Kost und lagen mir oft schwer im Magen. Das Buch stimmt mich wirklich nachdenklich und ich werde mich noch lange mit dem Inhalt beschäftigen und zum Nachdenken angeregt.

    Besonders gelungen fand ich, dass Renee nicht nur auf die Zeit der Kinder im Heim, sondern auch auf deren Vorgeschichte und die Zeit nach der Entlassung eingeht. Renee hat es geschafft die Langzeitfolgen und Belastungen der Opfer aufzuzeigen und ist auch auf die wirklich schockierende Reaktion der katholischen Kirche näher eingegangen.

    Renee Wum macht bereits zu Beginn des Buches deutlich, dass es sich nicht um eine fiktive Geschichte handelt, sondern, dass sie die Erlebnisse eines ehemaligen Heimkindes niederschrieb. Als Leser merkt man sofort, dass sich Renee Wum sehr viele Gedanken zu diesem Thema gemacht und wirklich ausführlich recherchiert hat (auch zu der Reaktion der Kirche).  

    Ich danke Renee Wum für dieses äußerst gelungene Buch!  Alles was im Buch steht hat Hand und Fuß und verdeutlicht das Leiden der Kinder während ihres Heimaufenthalts und im anschließenden Leben, da sie häufig nicht mehr in der Lage sind sich in unsere Gesellschaft zu integrieren und bis heute an den Folgen der jahrelangen physischen, psychischen und sexuellen Folter leiden. Ich danke auch Dutz, der seine traumatische Geschichte für dieses Buch zur Verfügung gestellt hat und hoffe, dass sein Kampf für Gerechtigkeit endlich erfolgreich ist.

    FAZIT:

    „Die Hölle im Kinderheim“ ist alles andere als eine leichte Lektüre und ich werde noch lange darüber nachdenken. Dennoch ist es das mit Abstand beste Buch, welches ich zu diesem Thema jemals gelesen habe und ich empfehle jedem, der sich mit den Misshandlungen in Kinderheimen in der Nachkriegszeit beschäftigen möchte, dieses Buch zu kaufen!Ich vergebe 5 Sterne!

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    verruecktnachbuecherns avatar
    verruecktnachbuechernvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schockierende und erschreckende Geschichten aus einem Kinderheim.
    Keine leichte Kost

    In dem Buch lernen wir ein Kinderheim in Luxemburg kennen. In der Nachkriegszeit wurden viele Kinder von ihren Familien oder auch von Nachbarn in ein Heim gesteckt. Die Eltern dachten ihren Schützlingen würde es hier gut gehen, aber das war leider nicht der Fall. Dieser Abschnitt nennt sich schwarze Pädagogik und nicht nur in Luxemburg wurden die damaligen Heimkinder so behandelt.

    Ich habe zu diesem Thema schon einige Bücher gelesen, da ich mich beruflich als Erzieherin häufig mit dem Thema auseinandersetzte.
    Die Kinder waren damals nichts wert und das vermittelte man ihnen auch. Wum schildert ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen den damaligen Missbrauch durch die katholische Kirche. Ich möchte nichts genaueres wiedergeben, da das Thema nicht für jeden was ist.

    Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm zu lesen. In dem Buch erzählt ein ehemaliges Heimkind, Dutz, von seinen erlittenen Quallen. Zwischenzeitlich werden auch die Schicksale von anderen Kindern, sowie von einigen Erwachsenen, beleuchtet.

    Ich musste das Buch zwischenzeitlich immer mal wieder an die Seite legen und tief durchatmen. Es ist keine leichte Kost. Ab und zu hatte ich Tränen in den Augen und eine unfassbare Wut in meinem Bauch. Ich konnte einfach nicht verstehen, wie die Menschen so handeln konnten, dass es so böse Menschen unter uns gibt.

    Das Buch wird mir auf jeden Fall in Erinnerung bleiben. 

    Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde bekommen und danke der Autorin und dem Verlag dafür.

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    Langeweiles avatar
    Langeweilevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Erschütternde Kinderschicksale
    Das Leid der Kinder

     In diesem Buch wird schonungslos mit den Zuständen,welche in den Kinderheimen der Fünfzigerjahre herrschten, abgerechnet.
     Im Mittelpunkt der Geschichte steht Dutz(Name geändert), der über die schrecklichen Erfahrungen in katholischen Kinderheimen berichtet.
     Er hatte von Geburt an schon kein leichtes Leben , aber seine wahre Odyssee begann mit seinem Heimaufenthalt.Schwere körperliche Arbeit ,unzumutbare Ernährung und andere Schikanen bestimmten seinen Alltag.Selbst kleinste Verfehlungen wurden mit Nahrungsentzug, Misshandlung, Aufenthalt in dunklen Kellern und anderen Strafmaßnahmen verfolgt.
    An Dutz und den anderen Heimkindern , die hier auch zu Wort kommen , werden regelmäßig sexuelle Handlungen durch katholische Priester vorgenommen.Auch werden die Kinder für diese "speziellen Dienste" außer Haus zu angesehenen Mitgliedern der Gesellschaft gebracht , zum finanziellen Vorteil der Kirche.

     Es macht mich unfassbar wütend , was da unter dem Deckmantel der Kirche passiert ist und zum Teil heute noch passiert.
    Von einem Schuldeingeständnis sind wir bis heute immer noch weit entfernt.
     Auf der einen Seite die hochangesehenen  Mitglieder der Kirche, auf der anderen Seite die geschundenen Kinder mit ihren körperlichen und seelischen Narben, die leider keine Lobby haben.
     Ich kann Dutz und den anderen beteiligten Personen nur meinen großen Respekt zollen , dass sie den Mut hatten , über ihre Erlebnisse zu sprechen.
    Ich wünsche Ihnen , dass sie trotz der schlimmen Erfahrungen ein einigermaßen zufriedenes Leben führen können.
     Bei der Autorin bedanke ich mich , dass sie den Mut hatte , dieses Thema aufzugreifen und schonungslos zu präsentieren.

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    Steefies avatar
    Steefievor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    S
    Ich lade Euch herzlich ein zur Leserunde meines zweiten Buches:


    "DIE HÖLLE IM KINDERHEIM"

    Unter folgendem Link könnt Ihr ins Buch reinschauen:http://www.amazon.de/gp/product/3741270156
    (5 x 5 Sterne Rezensionen bis jetzt)


    Das Buch handelt von dem häufig und gerne verdrängten Thema des Kindesmissbrauchs durch Geistliche. Dutz spricht über seine unvorstellbar grauenhafte Kindheit in einem katholischen Kinderheim.Auch seine Leidensgenossen und -genossinnen kommen zu Wort.

    Eine wahre Geschichte 
    Bitte bewerbt Euch bis zum 25.7.2017 , indem Ihr mir schreibt, ob Ihr jemanden kennt, der in einem Kinderheim eine solche grauenhafte Zeit verbracht hat. Ich hoffe doch sehr, dass Ihr selbst nicht davon betroffen wart.

    Ich freue mich auf Eure Bewerbungen, Diskussionen und Rezensionen:
    Eine Rezension auf Amazon ist Pflicht, 
    auf Lovelybooks, Thalia usw. wäre auch sehr willkommen.  
    S
    Letzter Beitrag von  spagettivor einem Jahr
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