Paradiessucher

von Rena Dumont 
4,0 Sterne bei42 Bewertungen
Paradiessucher
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Tintenklexs avatar

Die Geschichte ist wahrscheinlich heute aktueller denn je. Der Stil kann leider mit der Story nicht mithalten.

Beagles avatar

Interessante Geschichte, aber sprachlich sehr platt.

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Inhaltsangabe zu "Paradiessucher"

Lenka ist 17 und träumt davon, in den Westen zu gehen. Sie hat genug vom sozialistischen Leben in der böhmischen Kleinstadt. Als sie und ihre Mutter endlich ein Visum für zwei Wochen Deutschlandurlaub bekommen, ist klar: Sie werden nicht mehr zurückgehen. Doch erst jetzt merken sie, wie schwer es ist, die Heimat, alle Freunde und Verwandten zurückzulassen. Und Pavel, die erste Liebe. Doch auch das fremde Land macht es einem nicht leicht. Das soll es also sein, das lang ersehnte Paradies? Dieses (fast) autobiografische Jugendbuch erzählt eine Geschichte von Flucht, Exil und dem Gefühl der Fremde – aber auch von der Sehnsucht nach Freiheit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783446241640
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Hanser, Carl
Erscheinungsdatum:28.01.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    elane_eodains avatar
    elane_eodainvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Lenka will raus in ein neues Leben! Ich begleitete sie: ein etwas zu locker-leichter & oberflächer Einblick in ihr Leben als Em-/Immigrant.
    Rezension zu "Paradiessucher" von Rena Dumont

    >> Alles, was wir mittlerweile besitzen, ist traumhaft. Es ist traumhaft, aber der Traum hat einen Haken. Wir können ihn niemandem zeigen, niemand wird je erfahren, was wir mittlerweile besitzen, und somit ist es wertlos. Es ist mir fremd, dass mir Dinge auf einmal gleichgültig sind, weil sie hier in Deutschland jeder hat. <<
    (aus "Paradiessucher" von R. Dumont)

    INHALT: 1986 – Lenka ist 17 Jahre alt, möchte Schauspielerin werden und frei leben. Im Weg stehen ihr da aber die politischen Strukturen ihres Heimatlandes Tschechoslowakei: An der Schauspielschule wird nur aufgenommen, wer entsprechende Beziehungen zur Partei hat und ein freies Leben ist sowieso nicht möglich, wenn es nicht mal erlaubt ist, in der Schule eine West-Jeans zu tragen … Lenka will weg!
    Und als sie und ihre Mutter endlich das immer wieder beantragte und lang ersehnte Visum für einen Deutschlandurlaub erhalten, scheint die Freiheit greifbar und das große Wort „Emigration“ steht im Raum. Aber wie damit umgehen? Den Schritt wagen oder nicht? Alles aufgeben? Ganz neu anfangen? Oder doch lieber beim Gewohnten bleiben, weil es doch gar nicht so schlimm ist?

    GEDANKEN: Zu Beginn der Geschichte ist eigentlich alles noch ganz nett, wenn auch vom Schatten der Politik, des Systems beeinflusst, aber Lenka lebt ihr Leben, lacht, weint, liebt, streitet und schimpft. Ihren Wunsch Auszuwandern konnte ich anfangs nicht ganz nachvollziehen, ihre besondere Dringlichkeit. Natürlich kenne ich die realen geschichtlichen Hintergründe, weshalb ich das doch verstehe, aber Lenka selbst konnte mich nicht überzeugen.
    Nichtsdestotrotz bin ich mit ihr weitergereist, über die Grenze, nach Deutschland. Und erst hier wird es für Lenka und ihre Mutter dann so richtig ernst, denn nicht alles ist so, wie Lenka sich das erhofft hatte. Bei weitem nicht. Wer hat schon damit gerechnet, ewig in einem heruntergekommen „Sporthotel“ am Königssee festzusitzen oder gar mit diesem Heimweh? Keiner hat vor der Flucht darüber nachgedacht, welche Folgen eine Abschiebung hätte, was ein unbedacht formulierter Brief in der Heimat bewirken kann oder was zu tun ist, wenn sich Deutschland doch nicht als das erhoffte Paradies zeigt …

    Paradiessucher“ ist wie ein Tagebuch der 17-jährigen Lenka geschrieben, in Ich-Perspektive, sehr locker, teeniehaft, schlicht. Lenka schreibt in Extremen, entweder ist etwas wahnsinnig gut (wie ihr Freund) oder wahnsinnig abartig (wie ihre Klassenlehrerin), ihre Gedanken und Gefühle legt sie offen, sie wiederholt ihr Wichtiges und interpretiert wild drauf los. Dieser Stil ist vielleicht erfrischend, auf Dauer ging er mir aber auch auf die Nerven. Und ein wenig mehr Tiefe hätte meiner Meinung nach nicht geschadet.

    Die Geschichte, die das Buch erzählt, ist wohl teilweise biographisch, denn die Autorin Rena Dumont schreibt zu Beginn: „Dies ist eine fiktive Geschichte, die ich im Kern so erlebt habe.
    Ich kann mir vorstellen, dass viele Gegebenheiten und Situationen der Geschichte so passiert sind oder so hätten passieren können. Und ich finde es gut, dass das Buch somit einen Teil deutsch-tschechischer Geschichte auf unterhaltsame Weise erzählt.

    Immigration ist in Deutschland noch immer ein großes Thema, aktuell wird von einer steigenden Zahl an Asylanträgen berichtet. Rena Dumont schafft mit „Paradiessucher“ Migranten ein Gesicht zu geben, weg von den Zahlen, hin zu den Menschen, die ihre individuelle Geschichte und Beweggründe haben ihr Heimatland zu verlassen. Das finde ich wichtig und richtig!

    FAZIT: Mir persönlich ist "Paradiessucher" zu teeniehaft und oberflächlich geschrieben, aber als Jugendroman zum Thema Migration und dem geschichtlichen Hintergrund der kommunistisch geführten Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik dennoch empfehlenswert.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ich hatte mir mehr Tiefgang erwartet,
    Der Traum vom Paradies

    „...Nichts ist leicht und umsonst, stelle ich fest. Alles hat seinen Preis....“


    Lenka ist 17 Jahre und lebt mit ihrer Mutter in einer tschechischen Kleinstadt. Im Jahre 1986 hält sie ein Visum für sich und ihre Mutter in die Hand. Sie dürfen 14 Tage lang die Bundesrepublik besuchen.

    Für Lenka ist der Traum vom Paradies ganz nah. Allerdings spricht sie kein Wort Deutsch. Trotzdem möchte sie in Deutschland bleiben.

    Das Buch erzählt die Geschichte aus der Sicht der 17jährigen Lenka. Nachdem sie ihre Mutter überredet hat, in Deutschland zu bleiben, landen beide in einem Asylbewerberheim in Bayern.

    Lenka erscheint mir für ihr Alter sehr naiv und unreif. Schon mit dem Visum in der Hand hofft sie, nie in die Tschechoslowakei zurückzukehren. Doch sie spürt, dass der Abschied auch schmerzlich ist. Sie lässt nicht nur ihre Großeltern, auch ihre Freundin und ihren Freund zurück.

    Die Beschreibung der Zustände im Asylbewerberheim sind sehr realistisch. Leider bestätigen sie eine ganze Reihe von Klischees. Nach der Hälfte der Seiten war ich versucht, das Buch abzubrechen. Bis dahin hatte sich Lenka wenig Sorgen um ihre Zukunft gemacht. Freunde und Sex waren ihre Freizeitbeschäftigung. Ihre Mutter tat mir leid. Sie hatte sich nur der Tochter zuliebe auf das Abenteuer eingelassen und fühlte sich fehl am Platze.

    Nach und nach aber begreift Lenka, dass sie ohne Sprachkenntnisse und eine vernünftige Ausbildung nicht weiter kommt. Sie stellt den Antrag, als Gasthörerin ein Gymnasium besuchen zu dürfen. Sie trifft auf Beamte, die ihren Wunsch unterstützen und genehmigen. Nun erhalten die Tage einen Sinn.

    Lenka beginnt darüber nachzudenken, was sie sich von der Reise erhofft hatte. Endlich erkennt sie, dass die schönen Bilder der Illustrierten und des Fernsehens nur einen Teil der Realität abbilden.

    Die Sprache des Buches ist dem Inhalt angepasst. Sie entspricht der Sprache der Erzählerin. Die ausführlichen Beschreibungen von Lenkas Liebesabenteuern hätten kürzer gefasst werden können.

    Das Buch würde ich frühestens ab 16 Jahre empfehlen.


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    justitias avatar
    justitiavor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Einwanderungsgeschichte, die aufwühlt, begeistert, aber auch nachdenklich macht - Wirklich gelungen!!
    Eine etwas andere Einwanderungsgeschichte...

    Rena Dumont gelingt mit ihrem Debütroman "Paradiessucher" eine Einwanderungsgeschichte, die begeistert, aufwühlt aber gleichzeitig auch nachdenklich macht.

    Zum Cover:
    Das Cover ist eher schlicht und farblich zurückhaltend gestaltet - passt sich aber dem Inhalt des Buches an. Es müssen ja auch nicht immer die knalligen auffälligen Coverergestaltungen sein - in diesem Fall ist weniger mehr, zumal es sich hier ja auch um ein ernsteres Thema handelt... Besonders gut gefällt mir der kleine grüne Flitzer am unteren Ende des Covers - genauso habe ich mir das Auto vorgestellt, mit dem Lenka und ihre Mutter nach Deutschland auswandern...

    Zum Inhalt:
    Lenka ist 17 Jahre alt und wohnt gemeinsam mit ihrer Mutter in einem kleinen Ort in Tschechien. Unzufrieden mit dem sozialistischen Kleinstadtleben und von einer Karriere als Schauspielerin träumend, macht sich Lenka gemeinsam mit ihrer Mutter und einem Visum auf in ein neues, besseres Leben in Deutschland. Dort angekommen müssen die beiden jedoch feststellen, dass auch das Leben in der neuen Heimat so seine Tücken hat...

    Meine Meinung:
    Ich muss gestehen, dass mich die Geschichte erst in seiner Nachwirkung beeindruckt und auch aufgewühlt hat.
    Der Schreibstil ließ sich einfach wunderbar lesen und passte sich sehr gut dem Thema und auch der Zielgruppe der Geschichte an. Ich war sofort in der Geschichte drin und konnte auch mit Lenka sehr gut mitfühlen. Ihr Charakter war mir vom ersten Moment an sympatisch. Toll fand ich auch wie sie für ihre Träume gekämpft hat. Diese Willensstärke ist wirklich bewundernswert. Die Entscheidung, die eigene Heimat zu verlassen, muss nicht einfach sein - umso mutiger fand ich es, dass sich die beiden Frauen ins Ungewisse gewagt haben. Trotz aller Zweifel haben sie sich durchgebissen, auch wenn die Sehnsucht nach zu Hause immer sehr groß war. Zwei wirklich starke Frauen, die Rena Dumont hier gezeichnet hat...
    Die Darstellung der Hürden einer Emigration wurden von der Autorin wunderbar aufgearbeitet. Auch das Leben in einem Asylbewerberheim konnte ich mir sehr gut vorstellen, obwohl ich mir an einigen Stellen doch etwas mehr Tiefgang innerhalb der Geschichte gewünscht hätte. Manche Probleme und Hürden hätten in meinen Augen noch etwas detaillierter und differenziert herausgearbeitet werden können. Doch dies ist wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass es sich hier um einen Jugendroman handelt. Zudem ging mir die Geschichte, besonders als es Richtung Ende der Geschichte ging, doch etwas zu schnell voran. Es wirkte etwas überstürzt und ich hatte das Gefühl, dass es jetzt einfach enden musste. Das Erzähltempo wurde hier einfach zu rasch erhöht, was ich sehr schade fand.
    Insgesamt ein sehr bewegender Roman, der mich auch Tage später noch nachdenklich gemacht und Emotionen in mir ausgelöst hat. Authentisch, Gefühlvoll - einfach ein Knaller!!

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    Nymphes avatar
    Nymphevor 5 Jahren
    Deutschland aus einer anderen Perspektive

    Lenka lebt 1986 als Siebzehnjährige in einer Tschechischen Kleinstadt. Sie träumt davon Schauspielerin zu werden, von neuen Klamotten und sie will endlich sagen können, was sie denkt. All das geht im Ostblock nicht und so nutzen sie und ihre Mutter ihre Chance. Sie bekommen ein Visum für einen zweiwöchigen Besuch bei Verwandten in Deutschland und bleiben dort. Was nun folgt sind Monate unter anderen Ausländern in einem chaotischen Asylbewerberheim. Lenka schwankt zwischen der Angst vor Abschiebung und einem starken Heimweh. Doch sie findet Freunde und Liebe und gibt nicht auf.
    Die Geschichte von Paradiessucher fand ich sehr faszinierend. Der Blickwinkel einer Asylbewerberin auf Deutschland ist ein ganz anderer, als ich es sonst kenne. Ihre Geschichte ging mir Nahe, brachte mich zum Lachen und ich habe mit ihr mitgezittert.
    Dieses Buch ist ein hervorragendes Debüt, dass sich mit einer bis heute aktuellen Thematik beschäftigt.
    Prädikat: Absolut lesenswert!

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    michelauslönnebergas avatar
    michelauslönnebergavor 5 Jahren
    Im Westen liegt das Paradies?

    Lenka lebt in einer tschechischen Kleinstadt. Sie ist 17, feiert mit ihren Freunden wilde Partys, hat einen richtigen Freund und geht gerne einkaufen. Eigentlich hört sich Lenka nach einem ganz normalen Teenager an. Doch Lenka lebt 1986 in dieser kleinen tschechischen Stadt und will weg. Sie hält es einfach nicht mehr aus im Kommunismus. Schauspielerin werden - das ist ihr Traum, doch so sehr sie sich auch bemüht; in ihrer Heimat kann sie sich diesen Traum nicht erfüllen.
    Als sie und ihre Mutter dann ein Urlaubsvisum für Deutschland erhalten, scheint das Paradies zum greifen nah. Die beiden machen sich in den viel erträumten Westen und müssen feststellen, dass man nicht nur im Westen angekommen ist, sondern auch die Heimat verlassen hat.
    Scheinbar Wurzellos, verlassen und verloren, kämpfen sich Lenka und ihre Mutter einen Weg durch "das Paradies".
    Dieser Roman ist sehr autobiographisch wie ich in der Leserunde erfahren habe. Daher hat es mich sehr beeindruckt wie offen und ehrlich Rena Dumont von ihren Erfahrungen als Asylbewerber berichtet hat. Teilweise erzählt sie sehr deutlich von Erlebnissen und Gefühlen, die mich im ersten Moment haben zurückschrecken lassen.
    Lenka ist eine tolle Figur, die ich sofort liebgewonnen habe. Ihre Entwicklung und auch Komplexität sind beeindruckend und haben mich immer wieder zum Nachdenken gebracht.
    MIt diesem Buch ist Rena Dumont wirklich ein grandioses Romandebüt gelungen, dass sowohl jüngere, als auch ältere Leser berühren wird.

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    Lilli33s avatar
    Lilli33vor 5 Jahren
    „… in der Hoffnung, etwas zu finden, was eigentlich völlig unwesentlich ist…“ (S. 222)

    Tschechoslowakei, 1986. Lenka ist fast 17 und träumt seit Jahren davon, mit ihrer Mutter in den goldenen Westen zu flüchten. Schauspielerin will sie werden und Jeans und modische Tops kaufen. Überhaupt ist Deutschland ja das Paradies schlechthin, wenn man den West-Zeitschriften glauben darf.

     

    Und dann ist es endlich so weit. Lenka und ihre Mutter Nadja erhalten ein Visum für einen zweiwöchigen Urlaub in Deutschland. Sie haben nicht vor, wieder zurückzukehren, wollen in Deutschland Asyl beantragen. Doch ganz leicht fällt der Entschluss nicht, müssen sie doch Familie, Freund und beste Freundin zurücklassen, ebenso ihr ganzes Hab und Gut. Rena Dumont schildert sehr glaubhaft die Zweifel, die die beiden immer wieder überfallen, ob sie das Richtige tun, ob sie nicht doch lieber wieder umkehren und sich mit dem gewohnten Leben in der Tschechoslowakei zufriedengeben sollen. Besonders Lenka motiviert ihre Mutter immer wieder, an dem gefassten Plan festzuhalten, obwohl sie ihren Freund Pavel schon kurz nach der Grenze schmerzlich vermisst. Doch die Verlockungen des Westens sind stärker. So lassen die beiden ihr bisheriges Leben hinter sich „… in der Hoffnung, etwas zu finden, was eigentlich völlig unwesentlich ist…“ (S. 222) Doch bis zu dieser harten Erkenntnis ist es ein weiter, schmerzvoller Weg.

     

    Mit einem Augenzwinkern beschreibt Dumont die Schwierigkeiten der beiden Tschechinnen. Des Deutschen gar nicht mächtig, schlagen sie sich mit Händen und Füßen durch, erobern sich ihren Platz im Asylantenlager und warten über Monate auf die Einladung zum „Verhör“, das klären soll, ob sie Asyl bekommen oder abgeschoben werden.

     

    Erzählt wird in Ich-Form aus der Perspektive von Lenka in einer frischen, jugendlichen Sprache, die angenehm zu lesen ist. Leider bleibt aufgrund der Jugend doch die Tiefe der Protagonisten und der Geschehnisse etwas auf der Strecke. Auch die Gefühle der Protagonisten kamen aufgrund der relativ emotionslosen Sprache nicht bei mir an. Es wurde zwar viel geweint und auch erzählt, warum. Aber es konnte mich wenig berühren. Ich fand es zwar gut, dass auch die normalen Alltagsprobleme von Jugendlichen, wie Schule, Freunde und Pickel zur Sprache kommen. Doch haben mich zwei Dinge beim Inhalt gestört. Lenka scheint ständig mit dem Erstbesten ins Bett zu gehen, obwohl sie Sex gar nicht als schön empfindet. Und die Darstellung der Asylbewerber bestätigt die Vorurteile, die hier viele Menschen ihnen gegenüber haben. Denn Lenka und ihre Mutter begehen regelmäßig Ladendiebstähle im großen Stil. Dabei fürchten sie zwar Entdeckung durch die Polizei, sind sich aber eigentlich keines Unrechts bewusst, was man selbst von einer 17-Jährigen doch schon erwarten könnte.

     

    Insgesamt hat das Buch daher bei mir gemischte Gefühle hinterlassen.

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    WinfriedStanzickvor 5 Jahren
    Rena Dumont erzählt, ihre Einwanderungsgeschichte

    „Mami, wenn du nicht gehen willst, dann gehe ich alleine.“ Das sagt die fast siebzehnjährige Lenka im Jahr 1986 in der böhmischen Kleinstadt Prerov, als sie eines Abends nach Hause kommt und ihre Mutter zitternd und voller Aufregung das lang ersehnte Ausreisevisum für die beiden nach Deutschland in Händen hält. Lenka ist das Alter Ego von Rena Dumont, die hier ihren ersten Roman vorlegt, nachdem sie ihren Traum Schauspielerin zu werden, in Deutschland verwirklicht hat. Nun blickt sie zurück und lässt ihre Lenka über ihren Traum von Paradies, den sie in der CSSR jahrelang geträumt hat, sagen: „Ich weiß nichts von Deutschland. Gar nichts. Im Unterricht haben wir, außer einer ausführlichen Anti-West-Propaganda, ganz wenig über unsere Nachbarn erfahren.“

     

    Obwohl ihre eigene Auswanderung nun schon fast dreißig Jahre zurückliegt, schafft es Rena Dumont mit ihrer Lenka eine ganz ungewöhnliche Präsenz zu schaffen. Da scheint nichts vergangen und lange her. Nüchtern erzählend verweigert ihre Geschichte jede Art von Verklärung des erhofften Paradieses.

     

    Die erste Zeit im Asylantenlager in Königssee, die Versuchungen, denen sie und ihre Mutter im lang ersehnten Paradies ausgesetzt sind, werden eindrücklich geschildert. Doch erst als Lenka all ihren Mut zusammennimmt und einen Beamten im Landratsamt darum bittet, zur Schule gehen und die deutsche Sprache lernen zu dürfen, da ist der erste Schritt in eine neue Heimat getan, dem weitere folgen in einer Schauspielausbildung, an deren Ende Lenka (Rena) ihren großen Jugendtraum erfüllt hat.

     

    Rena Dumont erzählt, sicher mit einigen vernachlässigbaren Längen, ohne sentimental zu werden ihre Einwanderungsgeschichte und ihre Heimischwerden im neuen Land. Es ist für Jugendliche und Erwachsende eine empfehlenswerte Lektüre.

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    abas avatar
    abavor 6 Jahren
    Rezension zu "Paradiessucher" von Rena Dumont

    "Das Paradies ist relativ"

    Das sagte nicht Albert Einstein. Das dachte ich, nachdem ich "Paradiessucher" von Rena Dumont gelesen hatte.
    Es mag nach "Allgemeinplatz" klingen, ist es aber nicht.
    Rena Dumont beschreibt die Suche nach dem Paradies so, dass es für den Leser eine einmalige Erfahrung wird, denn auch wenn ihre 17-jährige Heldin Lenka dasselbe Schicksal mit unzählig vielen anderen Paradiessuchern teilt, zeigt uns ihre Geschichte, dass ein gemeinsames Schicksal nicht zwingend zu dessen undifferenzierten Ausgang führt. Lenka hat ein Ziel im Leben und das verfolgt sie hartnäckig: Sie lebt in der Tschekoslowakei der 80er Jahre und wünscht sich nichts anderes, als in den Westen zu flüchten. Für sie ist der Westen das Paradies.

    Genau wie Lenka stammt Rena Dumont aus der Tschekoslowakei.
    In ihren Roman flossen eigene Erfahrungen, die sich mit Fiktion vermischten, und so entstand eine Geschichte, die mich von Anfang an überzeugte.
    Lenka schafft es zusammen mit ihrer Mutter in den Westen, in das Paradies. Aber ob dieses Ziel tatsächlich das ersehnte Paradies ist...

    Rena Dumont öffnet uns mit diesem Buch eine Tür zu einer für die meisten von uns unbekannten Welt. Durch Lenkas Augen sehen wir diese Welt, in der Flüchtlinge leben, mit eigenen Regeln und Gesetzen. Darüber erzählt uns Lenka mit einer Mischung aus Humor und Ironie. In einem Moment lacht man, im nächsten ist man von einer traurigen Szene berührt.
    Lenka und ihre Mutter erleben teilweise unglaubliche Abenteuer, manche von ihnen ohne das Haus verlassen zu müssen, in dem sie leben. Harmlose und weniger harmlose Abenteuer -dabei spart Lenka nicht an schockierenden Details-, aber auch magische Momente, die unter die Haut gehen. Vor allem diese magischen Momente haben mir eine besondere Freude bereitet.

    Auch wenn es banal klingt, das Paradies ist in der Tat relativ. Lenka schafft es aber, dieses Paradies für sich selber zu "ent-relativieren". Sie tut, was sie tun muss, damit es ein echtes Paradies wird, ihr eigenes Paradies, für sie und für ihre Mutter, denn "sie haben es so gewollt".

    "Paradiessucher" ist der gelungene Debütroman von Rena Dumont. Ein Roman, der bewegt und nachdenklich macht, und dessen Charaktere den Leser überzeugen, weil sie sich menschlich zeigen, mit ihren Stärken und Schwächen, weil sie Fehler machen, weil sie zweifeln und sich an kleinen Erfolgen erfreuen.
    Lenkas Mutter hat mir gut gefallen. Sie würde ich gerne kennenlernen. Ich denke, wir würden uns gut verstehen.

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    sofies avatar
    sofievor 6 Jahren
    Rezension zu "Paradiessucher" von Rena Dumont

    Lenka ist 17 Jahre alt und lebt in dem kleinen Ort Přerov in der Tschechoslowakei. In dem kommunistischen Staat fühlt sie sich nicht frei, ihren Traum Schauspielerin zu werden, kann sie nicht verwirklichen, da sie nicht über die nötigen Beziehungen verfügt. Sie sehnt sich nach dem westlichen Paradies. Das scheint plötzlich zum Greifen nah als sie und ihre Mutter ein zweiwöchiges Visum für Deutschland bekommen. Doch schnell stellen die beiden fest, dass einem auch im vermeintlichen Paradies keine gebratenen Tauben in den Mund fliegen…
    Rena Dumont ist mit ihrem Roman „Paradiessucher“ ein wirklich sehr gutes Debüt gelungen. Der Roman ist in der Gegenwart aus der Perspektive der 17-Jährigen Lenka geschrieben, was ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig fand. Doch nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, hat diese Perspektive dazu beigetragen, dass ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte. Die Sprache ist passend zur jungen Protagonistin etwas schnoddrig und locker, manchmal auch vulgär, aber immer sehr emotional.
    Es werden sowohl die positiven als auch die negativen Aspekte der Emigration angesprochen, was mir sehr gut gefallen hat. Lenka und ihre Mutter tun sich nicht leicht mit der Entscheidung, ob sie ihr Heimatland verlassen sollen oder nicht. Lenka ist dabei oft ein wenig naiv, so erzählt sie zum Beispiel vor der Abreise ihrer Freundin von der geplanten Auswanderung oder schreibt ihr später von Deutschland aus einen Brief, der natürlich von den Behörden gelesen wird. Man merkt aber auch, wie sie in den acht Monaten, die im Roman beschrieben werden, erwachsener und reifer wird.
    Insgesamt hätte ich mir manchmal doch noch ein wenig mehr Tiefgang gewünscht. Die Konflikte und Probleme werden schon deutlich, hätten aber auch noch deutlicher herausgearbeitet werden können. Zudem hat mich das Ende ein wenig enttäuscht, da es sehr plötzlich kam.
    Trotzdem kann ich „Paradiessucher“ auf jeden Fall weiterempfehlen. Es ist eine sehr schöne Geschichte über Familie, Liebe, das Erwachsenwerden und das vor der Kulisse einer nicht immer einfachen Emigration. Dafür 4 von 5 Sternen.

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    ferkels avatar
    ferkelvor 6 Jahren
    Rezension zu "Paradiessucher" von Rena Dumont

    1986 in Přerov, einer Kleinstadt in der Tschechoslowakei: Lenka ist 17 und träumt davon, Schauspielerin zu werden. Doch ihr Wunsch wird ihr verwehrt; ihre Mutter ist nicht in der Partei. Willkommen im Ostblock, wo sie sich sofort umziehen muss, wenn sie es wagt, in der Schule eine Bluejeans vom Klassenfeind zu tragen. Wo sie es sich nicht erlauben kann, Radio Freies Europa zu laut zu hören, weil sie nicht wissen kann, ob die Nachbarn sie nicht verraten. Wo monatelang Zeitungspapier als Klopapier dienen muss, weil die Planwirtschaft keine einzige Rolle in die Regale bringt. Doch Lenka will sagen können, was sie denkt. Sie will kaufen können, was sie sich wünscht. Sie will frei sein. Als sie und ihre Mutter ein Visum für zwei Wochen Deutschlandurlaub bekommen, ergreifen sie ihre Chance. Sie laufen gegen die Marschrichtung. Und kommen nicht zurück.

    "Paradiessucher" ist das Romandebüt von Rena Dumont. Es ist eine fiktive Geschichte, die die Autorin aber im Kern so erlebt hat. Der Titel passt sehr gut und auch das Cover gefällt mir. Lenka ist ein sympathisches Mädchen, das aber auch etwas widersprüchlich wirkt. Bis auf die Mutter werden die anderen Charaktere nur äußerst vage beschrieben. Die Stationen ihrer Emigration vom Grenzübergang über das Asylbewerberheim Königssee bis hin nach Zirndorf, wo sich entscheidet, ob die beiden bleiben dürfen, sind gut nachvollziehbar.

    Es ist eine berührende Geschichte, die tausende so oder so ähnlich erlebt haben. Man kann sich ohne Probleme in die Lage der Asylbewerber hinein versetzen. Man leidet mit ihnen, wenn sie zweifeln, ob die Entscheidung, ihr Land zu verlassen, die richtige war. Man freut sich mit ihnen, wenn sie einen positiven Brief erhalten haben, wenn sie ein neues deutsches Wort gelernt haben oder wenn sie sich einfach nur über einen geschenkten alten Farbfernseher freuen. Die vielen Gedanken, die Lenka mit sich herum trägt, und ihre Erkenntnisse treffen dabei bei weitem nicht nur auf ihre Lage als Emigrantin zu. Wenn man etwas bekommt, was man sich so lange gewünscht hat, ist die Freude gar nicht mehr besonders groß. Sie ist sich sehr lange nicht sicher, ob ihre Entscheidung richtig war und ob sie in ihrem neuen Leben glücklich sein kann. Sie weiß nur, dass sie es nie erfahren hätte, wenn sie den Versuch nicht unternommen hätte. "Ich finde hier keine gebratenen Tauben, die in den Mund hineinfliegen, nein, die werde ich hier niemals finden, so wie ich sie auf der ganzen Welt nicht finden werde. Nichts ist leicht und umsonst, alles hat seinen Preis." (S. 285)

    Für meinen Geschmack hat das Sexualleben von Lenka einen zu großen Anteil an der Geschichte. Da sie jedoch ein Teenager ist und es die Autorin damals offenbar sehr bewegt hat, ist es verständlich. Ich hätte mir stattdessen noch mehr vom Alltag in der Tschechoslowakei gewünscht, da im Buch die Flucht recht schnell kommt. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die beiden keine klassischen politischen Flüchtlinge sind. Bis auf die alltäglichen Schikanen hatten sie in ihrer Heimat nichts zu befürchten. Der Grund war letztendlich eher wirtschaftlicher Natur, wobei Lenka argumentiert, dass auch das zur Politik gehöre.

    Ich finde es etwas verwunderlich, dass das Buch als Jugendbuch geführt wird. Auch wenn es vor allem durch die Protagonistin und die forsche Ausdrucksweise Jugendliche ansprechen wird, sollten es Erwachsene, die sich für das Thema interessieren, keinesfalls wegen des Genres übersehen. Das Lesen regt zum Reflektieren über die eigene Situation und die Paradiessuche an. Lesenswert.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar

    Das Jahr 2012 stand bei LovelyBooks ganz im Zeichen der deutschsprachigen Debütautoren. Mehr als 200 Leser haben bei unserer Debütautoren-Aktion die Bücher von über 140 vielversprechenden Debütautoren gelesen. Im Jahr 2013 möchten wir diese schöne Aktion fortführen und Debüts gemeinsam entdecken, zusammen lesen und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Das soll auch im neuen Jahr unsere Mission sein. Bei den tausenden Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es gerade die deutschsprachigen Debütautoren schwer sich zwischen den Bestseller-Autoren und vielen Übersetzungen durchzusetzen und wir möchten das gemeinsam mit euch ändern. Bestimmt werden wir gemeinsam wieder besondere Buch-Perlen entdecken können - vielleicht sind unsere Autoren ja sogar die Bestseller-Autoren von morgen.

    Aktuelle oder demnächst startende Aktionen:












    Laufende und beendete Aktionen:


    Ablauf der Debütautoren Aktion:

    Es geht darum im Jahr 2013 möglichst viele Debüts deutschsprachiger Autoren zu lesen. Unsere Partnerverlage vermitteln uns diejenigen Debütautoren, die erstmalig im Jahr 2013 ein Buch / einen Roman veröffentlichen und gerne bei der Aktion mitmachen möchten. Ihr dürft aber selbst auch sehr gern Autoren vorschlagen - am besten schickt ihr dazu eine Nachricht an mich mit dem Namen des Autors und einem direkten Kontakt.

    Wir stellen euch alle Debütautoren hier vor - wenn ihr dem Thema folgt, könnt ihr nichts verpassen. Pro Monat gibt es dann verschiedene Leserunden und Aktionen an denen ihr teilnehmen könnt, es werden dazu immer einige Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt, wobei sich natürlich alle Autoren freuen, wenn ihr das Buch erwerbt und damit teilnehmt :-) Die Leserunden werden von den Autoren begleitet, dann können wir diese gleich persönlich kennenlernen und ihnen Löcher in den Bauch fragen.

    Ziel ist es 15 Debüts bis spätestens 15. Januar 2014 zu lesen und zu rezensieren.
    Wenn ihr das schafft, bekommt ihr nicht nur den Titel 'Lovelybooks Debütautoren Trüffelschwein' ;-) für einen ganz besonderen Riecher für gute Bücher verliehen, sondern dazu noch ganz viele Punkte auf euer Karmakonto. Lasst uns gemeinsam großartige neue Autoren und Bücher entdecken!

    'Debüt' bedeutet, dass der Autor bisher noch kein deutsches Buch in einem Verlag veröffentlicht hatte und im Jahr 2013 sein erstes Buch in einem Verlag erscheint. Auch Romandebüts sowie das erste Buch unter eigenem Namen zählen. Wichtig: Wir können leider keine Ausnahmen machen, wenn der Erscheinungstermin vor 2013 lag oder das Buch nicht in einem Verlag erscheint!

    Außerdem könnt ihr hier für eure liebsten deutschsprachigen Debütautoren nominieren und für sie abstimmen.

    Wie kann man mitmachen?


    Schreibt einfach hier einen Beitrag, dass ihr mitmachen möchtet und ich nehme euch in die Teilnehmerliste auf. Der Einstieg in die Aktion ist jederzeit möglich. Wenn ihr ein passendes Buch gelesen und rezensiert habt, postet ihr hier den Link zur Rezension und ich passe immer euren aktuellen Lesestand an.

    Weitere Informationen

    • Ihr könnt euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist möglich!
    • Unter allen, die es schaffen 15 deutschsprachige Debüts im Jahr zu lesen und rezensieren, wird am Ende eine tolle Überraschung verlost, die natürlich zur Aktion passen wird und garantiert für Lesenachschub sorgt. Was genau es sein wird, bleibt aber bis dahin geheim!
    • Auch ein späterer Einstieg lohnt sich, weil es im Rahmen der Debütautoren Aktion monatlich mehrere Leseaktionen wie z.B. Leserunden zu den Debüts und mit den Autoren geben wird. Dabei kann man mit etwas Glück regelmäßig Bücher gewinnen.
    • Es ist nicht schlimm, sollte man sich für die Aktion anmelden und später keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
    Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & Freude!


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    Du bist Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch in einem Verlag? Du möchtest dich an der Debütautoren Aktion beteiligen? Dann schreib eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen! Auch Leser können selbstverständlich Autoren vorschlagen.


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    Die Liste der Teilnehmer und der Anzahl ihrer gelesenen Bücher (Stand: 17.01.2014) kannst du dir hier herunterladen!
    --

    PS: Natürlich darf hier auch geplaudert werden - ob über Erfahrungen, Lesewünsche oder Lieblingsautoren usw. - dazu sind alle Leser und (Debüt)Autoren herzlich eingeladen, egal wann ihre Bücher erschienen sind. Ebenso dürft ihr gern Freunde zu dieser Aktion einladen oder auch Autorenkollegen :-)

    Es zählen alle Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind, für die Aktion
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    dieFlos avatar
    Letzter Beitrag von  dieFlovor 4 Jahren
    Jetzt habe ich es gelesen : letztes Jahr ... Ach Gott
    Zum Thema
    LaDragonias avatar
    Da das Buch "Paradiessucher" nun angekommen ist und nicht signiert ist, stelle ich es hier wie versprochen als Wanderbuch zur Verfügung. Zuerst einmal begrenzt auf 10 Personen. Auf die Reise geht es dann sobald ich selber es in der Leserunde gelesen, besprochen und rezensiert habe.

    Zum Inhalt (kopiert von LovelyBooks):


    Lenka ist 17 und träumt davon, in den Westen zu gehen. Sie hat genug vom sozialistischen Leben in der böhmischen Kleinstadt. Als sie und ihre Mutter endlich ein Visum für zwei Wochen Deutschlandurlaub bekommen, ist klar: Sie werden nicht mehr zurückgehen. Doch erst jetzt merken sie, wie schwer es ist, die Heimat, alle Freunde und Verwandten zurückzulassen. Und Pavel, die erste Liebe. Doch auch das fremde Land macht es einem nicht leicht. Das soll es also sein, das lang ersehnte Paradies? Dieses (fast) autobiografische Jugendbuch erzählt eine Geschichte von Flucht, Exil und dem Gefühl der Fremde – aber auch von der Sehnsucht nach Freiheit.


    Meine persönlichen Regeln für Wanderbücher:
    * Dein Vorleser wird Dich nach Deiner Adresse fragen. Gib bitte hier kurz Bescheid sobald das Buch bei dir angekommen ist. Ebenso solltest Du Dich bitte selbständig darum kümmern, die Adresse Deines Nachlesers zu erfragen, sobald Du fertig bist. Portokosten trägt ebenfalls jeder selber.

    *Auch über eine Rezension würde ich mich freuen - ist aber keine Bedingung.

    *Und was die Lesezeit angeht würde ich zwei Wochen sagen.

    *Generell gilt außerdem bei Wanderbüchern: falls es verloren gehen sollte, teilen sich Absender und Empfänger die Kosten für eine Neuanschaffung. Das kommt aber sehr selten vor! Trotz aller Schauergeschichten über die Post...!

    *Falls Du tatsächlich der letzte Leser sein solltest, geht das Buch danach wieder zurück an mich. Adresse auf Anfrage!

    *Bitte geht pfleglich mit dem Buch um, so als wäre es euer eigenes, denn ihr wollt ja auch nicht das man euer Eigentum verdreckt oder verliert!!  Auch der Versand im Luftpolsterumschlag sollte selbstverständlich sein.


    *Ich behalte mir selbstverständlich das Recht vor, zu entscheiden, wen ich, auf die Wanderbuchliste mit aufnehme und wen nicht und Leute mit denen ich bereits schlechte Erfahrungen in anderen Runden gemacht habe gegebenenfalls auch wieder von meiner Liste zu entfernen.


    Teilnehmerliste:

    01.) Eskarina*
    02.) ferkel

    03.) sofie

    04.) Lilli33

    05.)
    Lillie-Sophie
    06.)
    justitia
    07.) Nymphe
    08.)
    elane_eodain
    09.)
    melanie_reichert--------------> angekommen am 21.08.
    10.)

    zurück zu mir :-)
    Zum Thema
    RenaDumonts avatar
    Liebe Freunde,
    ich freue mich über die tollen und inspirierenden Diskussionen und bedanke mich gleichzeitig für die schönen Rezensionen!
    Eure Rena



    Lenka ist 17 und hat große Träume. Schauspielerin möchte sie werden, endlich frei sein, sagen, was sie will, fahren, wohin sie will, kaufen, was ihr gefällt. Als sie und ihre Mutter ein Visum für zwei Wochen Deutschlandurlaub erhalten, ist das ihre große Chance …

    Schon lange träumt Lenka davon, in den Westen zu gehen, das sozialistische Leben in der böhmischen Kleinstadt hinter sich zu lassen. Doch wie schwer so eine Entscheidung ist, merkt man erst, wenn es ernst wird: die Heimat, alle Freunde und Verwandten zurückzulassen. Die Erinnerungsstücke. Pavel, die erste Liebe.
    Das fremde Land macht es einem auch nicht leicht. Das soll es also sein, das langersehnte Paradies?
     
    Eins steht fest: Zurück können sie nicht. Und langsam gewöhnen sie sich an die verrückte Welt des Asylbewerberheims. An deutsche Zungenbrecher wie „Landratsamt“ und „Beamtensesselfurzer“. Und an die  Menschen in ihrem neuen Leben.

    --> hier findet ihr eine Hörprobe


    1. Foto
    Hätte Lenka nicht den entscheidenden Schritt gemacht, müsste sich ihr Tanzpartner „Spaghetti“ nicht nach einer neuen Tanzpartnerin umschauen und Drobina müsste sich nicht in der Aula blamieren.

    2. Foto
    Lenka´s erste Anlaufstelle. Mit "asozialen badelatschen", die eigentlich ganz nett waren. Ganz links steht Lydia.

    3. Foto
    Ein Schmankerl hab ich noch. Weihnachten 1986. Der Tag X.

    4.Foto
    Lenka mit Mutter und Ben. (In Schwarz diesmal) Kurzes Glück

    5. Foto
    Lenkas erste und große Liebe in der damaligen Tschechoslowakei. Ein Tag vor der Abreise. 1986. Die Fröhlichkeit täuscht, es war sehr traurig.

    6. Foto
    Lenka erkundete zum ersten Mal im Leben Aldi. Sie war entzückt. Welch Vielfalt! (An Kartons...)

    7. Foto
    Der fassungslose Rest, der in der Tschechoslowakei geblieben ist. Zweiter von rechts: Ben.



    Zur Leserunde

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    „Lenka kämpft mit Zweifeln … Aber ihre Lebensenergie und ihr unbedingter Wille, sich auszuprobieren, sind so stark, dass sie einen auch als Leser förmlich vom Sofa reißen. So tatendurstig und humorvoll wie Lenka zum Beispiel dem bayerischen Landrat beibringt, dass sie unbedingt Deutsch lernen muss, ist man schon wegen dieses Romans glücklich, dass der Beamte sich überzeugen ließ. Denn die Geschichte von Lenka ist auch die Geschichte von Rena Dumont, der Autorin.“ Kathrin Köller, Eselsohr 3/2015, 02.03.2015
    „Es ist ein Buch, das man atemlos liest, voller Scham an vielen Stellen über das, was Menschen, die hier Asyl suchen, ertragen müssen. Es ist ein Buch, das einem die Augen öffnet, weil es aus der Perspektive einer Betroffenen erzählt wird und weil die Autorin die Dinge, über die sie schreibt, selbst erlebt hat.“ Andrea Wanner, www.titel-kulturmagazin.net, 20.01.14
    "Direkt, ja burschikos, respektlos, bisweilen flapsig im Ton, gelingt Rena Dumont eine ungemeine Gegenwärtigkeit ihrer Erzählung. Nichts ist weit weg oder lange her, eine dicke Portion Nüchternheit baut jeder Versuchung zur Verklärung vor. Immer bleibt der Roman kantig, bügelt nichts zur beschaulichen Rückschau. Und ist darum eine packende Lektüre." Reinhard Osteroth, Die Zeit, 21.03.13
    „Der angenehm nüchterne Roman erzählt ungeschminkt und authentisch.“ Udo Bartsch, Westdeutsche Zeitung, 28.09.13
    „Mit ihrer lockeren, direkten Sprache fesselt Rena Dumont den Leser auf ebenso schonungslose wie emotionale Weise; man … fühlt mit dem jungen Mädchen mit. … Gerade hierin liegt auch die größte Stärke dieses spannenden Romans, Rena Dumont erzählt ganz ohne Herablassung über ihre Heimat und würzt die Geschichte darüber hinaus mit einer gehörigen Portion Humor und Selbstironie.“ Skoda extratour, 07.12.16

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