Renata Thiele

 4.6 Sterne bei 11 Bewertungen

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Renata ThieleDie verschollenen Noten
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Die verschollenen Noten
Die verschollenen Noten
 (11)
Erschienen am 01.03.2016

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Rezension zu "Die verschollenen Noten" von Renata Thiele

Suche nach Chopins Noten
mabuerelevor 2 Jahren

„...Er mochte keine resoluten Frauen...“

Das Buch beginnt mit einem kursiv wiedergegebenen Traum von Nina.

Dann geht es in das Jahr 1834. der vor drei Jahren nach Frankreich emigrierte Frederic Chopin ist zusammen mit Ferdinand Hiller auf den Weg nach Aachen um an den Niederrheinischen Musikfestspielen teilzunehmen. In Brüssel machen sie kurz Station.

Dann wechselt die Geschichte in die jüngere Vergangenheit. In Brüssel kommt Gracyna Sawicka an. Die junge Polin wird bei Professor Claude Bonnet als Au - Pair - Mädchen arbeiten und gleichzeitig Musik studieren.

Nina richtet in Aachen ihre erste Wohnung ein. Sie arbeitet als Stadtführerin.

Die Autorin hat einen abwechslungsreichen Kriminalroman geschrieben. Das Buch lässt sich zügig lesen, auch wenn ich mir eine etwas größere Schrift gewünscht hätte.

Im Vergangenheitsstrang verschenkt Chopin einige Notenblätter an Claudine, der Tochter des Tuchhändlers, deren Begabung er erkennt. Er hat sie mit dem Porträt der jungen Frau verziert. In den Wirren des zweiten Weltkriegs gehen diese Seiten verloren. Claude Bonnet ist ein Nachfahre und auf der Suche nach den Noten. Nina erfährt bei einer Veranstaltung in Aachen davon. Auch sie möchte die Noten finden, weil sie befürchtet, das ein alter Bekannter, den sie zur gleichen Zeit sieht, ein finsteres Spiel plant.

Der Schriftstil des Buches ist hochwertig. Die Orte werden ausführlich beschrieben. Die Teile, die sich mit dem Aufenthalt von Chopin in Aachen beschäftigen, zeugen von intensiver und exakter Recherche. Obiges Zitat bezieht sich auf Chopin. Gleichzeitig werden dabei historische Entwicklungen gestreift, so die Besetzung Polens. Interessante Gespräche, die uns heute schmunzeln lassen, gibt es um die Zukunft der Eisenbahn.

Auch in der Gegenwart lerne ich manche historische bedeutsame Stadt kennen. Ich denke insbesondere an Eupen. Als Stadtführerin zeigt mir Nina natürlich auch die Besonderheiten von Aachen. Für Humor und Auflockerung sorgen die Hausbewohner von Nina. Jeder ist auf seine besondere Art ein Unikum. Privatsphäre wird in dem Haus eher klein geschrieben. Nicht ohne Probleme ist Ninas Beziehung zu Dirk, dem Kriminalisten. Zwischen Grazyna und Nina entwickelt sich eine Freundschaft, die beiden nutzt. Nach und nach erhalte ich Einblicke in die Geschehnisse, die zum Verschwinden der Noten geführt haben.

Ein ausführliches Postskriptum mit vielen Fotos ergänzt die Geschichte.

Das Cover mit der jungen Frau vor den Noten, die zart die Säulenreihe schmücken, passt zum historischen Strang der Geschichte.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Kombination von historischen Geschehen mit einem aktuellen Kriminalfall sorgt für Abwechslung und Spannung.

Kommentare: 6
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CherShockHommess avatar

Rezension zu "Die verschollenen Noten" von Renata Thiele

Der Anfang hat direkt Appetit nach mehr gemacht
CherShockHommesvor 2 Jahren

Der Anfang hat direkt Appetit nach mehr gemacht - auch wenn die Geschichte sich anders entwickelt hat, als gedacht, da der Beginn Fantasy-Elemente hatte, war es insgesamt ein schönes Lesevergnügen.

Der Verlag hätte einige Druckfehler weniger einbauen können, aber die kann man ja einfach überlesen ;-)
Ich hatte das e-Book das im Reader mit dem Falschen Titel "die Marketenderin" angezeigt wurde, obwohl es "Die verschollenen Noten" von Renata A. Thiele war - der fehlende Stern ist für den Verlag, da ich das schon sehr merkwürdig finde ...

Beim warten auf den Zug und bei Langeweile konnte ich immer zwischendurch weiterlesen und habe den Faden immer schnell wiedergefunden - schön erzählt.

Auch wenn es kein Fortsetzungsroman ist, würde es mich doch interessieren, wie es mit einigen Figuren weitergeht. Von der Hauptfigur Nina wird man wohl mal wieder etwas erfahren, wenn die Krimi-Reihe fortgesetzt wird, aber wird man dann je von den anderen hören?

Meine Empfehlung, also selbst lesen!

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Baganugu96s avatar

Rezension zu "Die verschollenen Noten" von Renata Thiele

Eine Stadtführerin ermittelt (schon ihren zweiten Fall)
Baganugu96vor 2 Jahren

Mich erinnert die Nina Voss, Hauptfigur des Softkrimis, die eine Stadtführerin in Aachen ist, mit einem Polizisten befreundet ist und etwas eigenartige Nachbarn hat, an die von "Mord ist ihr Hobby" oder etwas an "Miss Marple", die sich einmischt, auch wenn sie es nicht soll.
Die Jagt auf die verschollenen Noten welche Chopin einst verschenkt hatte, führt den Leser von Frankreich über Belgien nach Deutschland und nach England und Polen.
Man fühlt fast am eigenen A..äh..Leib, wie strapaziös die Kutschen-Reisen früher gewesen sein müssen :-)
Wann kommt die Fortsetzung? Einen Vorgänger gibt es wohl hab ich eben gesehen.
Mir hat das Lesen Spaß gemacht und ich kann das Buch empfehlen.

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Gespräche aus der Community

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texteras avatar
Liebe Leser,
ich freue mich, euch mein neues Buch vorstellen zu können. Ich verlose insgesamt zehn Bücher, davon fünf als eBooks und fünf in gedruckter Form.

Meine Geschichte basiert teilweise auf historischen Fakten und spielt an authentischen Schauplätzen. Die Protagonisten begleiten wir vor allem in Aachen und der Euregio. Sie sind aber auch in Brüssel, Polen und dem englischen Bath unterwegs.
Den Leser erwarten Einblicke in das Leben des polnischen Komponisten Frédéric Chopin, der 1834 die Kaiserstadt anlässlich des Niederrheinischen Musikfestes besucht. Hier lernt er ein  Mädchen der Hautevolee kennen, dem er ein Notenmanuskript schenkt. Viele Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, in dessen Verlauf die Noten verloren gegangen sind, versuchen die Nachfahren der jungen Dame die Noten wieder zu finden. Dabei gehen sie unkonventionelle, manchmal nicht ganz legale Wege. Schafft die Protagonistin es, die verschollenen Noten zu finden, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten?
mabuereles avatar
Letzter Beitrag von  mabuerelevor 2 Jahren
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