Renate Ahrens Alles, was folgte

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Inhaltsangabe zu „Alles, was folgte“ von Renate Ahrens

Eine deutsche Familiengeschichte zwischen Zweitem Weltkrieg und Mauerfall. Mit dem Fall der Mauer gerät auch das Leben der 44-jährigen Hamburgerin Katharina Elbracht ins Wanken: Sie erhält ein Bündel Briefe aus Ostberlin, aus dem hervorgeht, dass die Frau, die sie ihr Leben lang ›Mutter‹ genannt hat, in Wahrheit ihre Tante war. Zutiefst erschüttert beginnt Katharina die Geschichte ihrer Familie zu enthüllen. Dabei stößt sie auf eine junge Liebe, die mit Swing-Musik begann und vom Krieg zerstört wurde, auf zwei Schwestern, die durch die Mauer getrennt wurden und einen lebenslangen, geheimen Pakt schlossen, und auf die Spur ihres Vaters, der 1945 als verschollen galt. Ihre Recherchen führen Katharina durch halb Deutschland und bis nach Irland, wo ihr unbekannter Vater einsam und zurückgezogen leben soll. Eines Tages steht sie vor einem alten Haus und streckt die Hand Richtung Klingel aus. Schnörkellos und mit einem einfühlsamen Blick auf ihre Figuren erzählt die Hamburger Autorin Renate Ahrens, die teilweise auch in Irland lebt, eine beeindruckende deutsch-deutsche Familiengeschichte.

wunderbar erzählte ungewöhnliche Familiengeschichte

— Petra54
Petra54

Spannender, mitreißender, dramatischer und auch sehr trauriger Familienroman, der aus meiner Sicht eine Reihe von Fragen aufwirft.

— TochterAlice
TochterAlice

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  • wunderbar erzählte ungewöhnliche Familiengeschichte

    Alles, was folgte
    Petra54

    Petra54

    10. September 2017 um 12:23

    Ich fand diese ungewöhnliche Geschichte sehr interessant und spannend. Wie in allen Büchern, die ich von dieser Autorin kenne, geht es um schwierige Familienbeziehungen, um die Suche nach Vermissten, nach Nähe, nach Liebe. Eine Frau überlässt ihr Neugeborenes zuerst ihrem Mann und später ihrer Mutter, weil sie lieber weltweit das brutale Verbrechen fotografiert und diese Gräuel-Fotos verkauft. Das hat mich zutiefst geschockt. Ich konnte gut verstehen, dass ihr Kind sie ablehnt. Logisch ist, dass der Krieg in dieser Geschichte die Grundlage bildet und entsprechend präsent ist, was für mich als Leser schwer auszuhalten war (deshalb der Punktabzug). Die Autorin versteht es, trotzdem mein Interesse für die spannend und flüssig erzählte Familiengeschichte wachzuhalten.

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  • eBook Kommentar zu Alles, was folgte von Renate Ahrens

    Alles, was folgte
    susanne b.

    susanne b.

    21. August 2017 um 22:48 via eBook 'Alles, was folgte'

    ein sehr ergreifendes buch.

  • Alles, was folgte

    Alles, was folgte
    Kleine8310

    Kleine8310

    19. August 2017 um 01:30

    Lesegrund:  Bei diesem Buch hat mich die Thematik direkt angesprochen. Ich mag ja, wie ihr wisst, Familiengeschichten und bevorzugt in schwierigen Zeiten, sehr gerne lesen und daher musste Renate Ahrens' neues Werk auch gelesen werden. Handlung:  In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Katharina Elbracht. Katharina ist 44 Jahre alt und lebt in Hamburg. Als sie kurz nach dem Mauerfall ein Bündel Briefe aus Ostberlin erhält, bringt dies ihr ganzes Leben ins Wanken, denn durch die Briefe erfährt sie, dass ihre Mutter eigentlich ihre Tante war. Erschüttert und voller Fragen beginnt Katharina Nachforschungen über ihre Familie anzustellen und entdeckt dabei nicht nur eine junge Liebe, die vom Krieg zerstört wurde, sondern erfährt auch mehr über den Pakt zweier Schwester, die durch die Mauer getrennt wurden. Zudem stößt sie auf die Spur ihres Vaters, der seit 1945 als verschollen galt und beschließt sich auf den Weg zu ihm, nach Irland, zu machen ... Schreibstil: Der Schreibstil von Renate Ahrens hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin schreibt ohne viele Schnörkel, aber sie schafft es dennoch authentisch die Emotionen in der Geschichte rüberzubringen. Das fand ich toll. Erzählt wird die Geschichte in Ich - Form aus der Sicht der Protagonistin Katharina, aber es gibt auch, ohne Regelmäßigkeit, Kapitel aus der Sicht von Oskar. Charaktere:  Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen. Ich mochte es, dass sie detailliert beschrieben waren und auch nicht viele Klischee's mitgebracht haben. Die Protagonistin hat mir gut gefallen, aber auch die Charaktere in der Vergangenheit hatten ihren Reiz.   Spannung:  Den Spannungsbogen hat Renate Ahrens die meiste Zeit über recht gut gehalten. Lediglich im Mittelteil hätte die Handlung, für meinen Geschmack, noch ein kleines bisschen dichter seien können. Ansonsten habe ich die Entwicklungen aber durchweg mit Interesse verfolgt.   Emotionen:   Die Emotionen hat die Autorin sehr gut transportiert, sodass ich teilweise wirklich mit den Charakteren mitgefühlt habe. Zudem gibt es eine Vielzahl an emotionalen Momenten, die sich nicht nur auf eine Liebesgeschichte beschränken, sondern mit denen die Autorin auch auf Verbundenheit und die Suche nach den eigenen Wurzeln blickt.   "Alles, was folgte" ist ein gelungener Roman, der mich besonders durch die interessante Handlung und die schön dargestellten emotionalen Themen überzeugt hat!

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  • Familiengeschichte in bewegten Zeiten

    Alles, was folgte
    Girdie

    Girdie

    29. June 2017 um 16:13

    Fast 48 Jahre sind vergangen seit Oskar „seine“ Ingrid im Februar 1942 beim Tanzen kennen gelernt hat. Es ist ein wichtiger Tag für ihn, der seine folgenden Wochen, Monate und Jahre geprägt hat. Im Buch „Alles, was folgte“ schildert Renate Ahrens nicht nur das Kennenlernen, sondern auch die anschließenden Erlebnisse der beiden im gebeutelten Hamburg und Oskars Kampf im Krieg an der Ostfront und in Gefangenschaft. Die Möwen auf dem Cover des Buchs bewegen sich scheinbar frei und unbesorgt. Diese Unabhängigkeit ist Oskar und Ingrid leider fremd, denn ihre Zukunftsvorstellungen werden aufgrund ihrer Jugend von der elterlichen Generation gezügelt.Im Vordergrund der Geschichte steht jedoch Katharina, 44 Jahre alt, in Hamburg lebend und freiberufliche Fotografin in Kriegs- und Krisengebiete. Der Roman spielt im Jahr 1990 und auch für die Protagonistin ist es aufgrund der gerade geöffneten Grenzen zu Ostdeutschland eine bewegende Zeit. Eines Tages erhält sie einen Packen mit Briefen von jemandem aus Ostberlin, den sie nicht kennt. Die Briefe hat ihre Mutter Maria nach Ende des Krieges an ihre Schwester Ingrid geschrieben. Für Katharina sind die Briefe kaum fassbar, denn aus ihrem Inhalt geht hervor, dass nicht Maria ihre leibliche Mutter ist, sondern Ingrid. Zunächst will sie den Gedanken daran komplett verdrängen, aber das Thema lässt sie nicht ruhen und so begibt sie sich auf die Suche nach Ingrid und ihren unbekannten Vater, während sie bereits die nächsten nicht ungefährlichen Reisen in Krisenregionen plant.Die Kapitel wechseln in unbestimmter Reihenfolge zwischen der Ich-Erzählerin Katharina und Oskar. Katharina hat in ihrem Beruf die Gefahr nie gescheut, auch in ihrer neuen Beziehung stellt sie ihren Job an die erste Stelle. Ihre Motivation dazu kann sie nicht genau benennen, doch sie wird mit jeder Reise zu einer Zeitzeugin. Mit ihren Bildern möchte sie zeigen, was eigentlich nicht geschehen darf und so die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen. Auch Oskar hat an bedeutenden Geschehen der Geschichte teilgenommen. Anders als Katharina hatte er nicht die Wahl, sich dem zu entziehen. Beide Protagonisten erzählen von der Liebe, nach der sie gesucht und sie verloren haben und nach Möglichkeiten ihr Leben danach neu auszurichten.Der Roman liest sich leicht und gängig. Die Handlung treibt ständig voran. Bereits zu Beginn der Erzählung erhält Katharina die Briefe von Maria und ich fieberte über den folgenden Seiten mit, ob es ihr gelingen wird, ihre leiblichen Eltern zu finden. Aber auch die Erlebnisse von Oskar in Kriegszeiten und der Zeit danach ließen mich nicht unberührt.Renate Ahrens ist es gelungen, wichtige Daten des letzten Jahrhunderts gekonnt in eine Familiengeschichte einzuweben und dabei noch ein paar unbekanntere Fakten einzufügen. Obwohl ich als Leser aufgrund der parallel geführten Erzählstränge einen leichten Wissensvorsprung bei der Suche nach ihren Eltern vor Katharina hatte, blieb sehr lange offen, ob sie erfolgreich verlaufen würde. Der Schluss des Romans ist überraschend und wird nicht jedem gefallen. Mich hat der Roman fasziniert und mir nochmal einige wichtige Zeitgeschehnisse in Erinnerung gerufen. Gerne empfehle ich das Buch daher weiter.

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  • Eine deutsch-deutsche Geschichte

    Alles, was folgte
    dubh

    dubh

    28. May 2017 um 23:01

    Deutschland, Anfang 1990. Die Mauer ist gefallen, doch für Katharina beginnt quasi damit eine Zeit der emotionalen Erschütterungen. Denn die 44jährige Hamburgerin bekommt einen dicken Umschlag aus Ostberlin: laut der darin enthaltenen Briefe handelt es sich bei ihrer vor zwei Jahren verstorbenen Mutter in Wahrheit um ihre Tante, die sie adoptiert hat.Plötzlich offenbart sich der (Kriegs-)Fotografin, von der man zurecht annimmt, dass sie schon vieles gesehen und erlebt hat, nach und nach die eigene Familienbiographie, die im grausamen 20. Jahrhundert mehrfach gehörig Schaden genommen hat.Katharina entdeckt eine zarte Liebe, die mit einer verbotenen Musik begann und die der Ausbruch des Krieges jäh zerstörte, erfährt von zwei Schwestern, die von der Teilung Deutschlands auf immer getrennt wurden, und gelangt schließlich sogar auf die Spur ihres Vaters. Dieser galt nach Ende des Zweiten Weltkrieges als verschollen, doch er soll sehr zurückgezogen in Irland leben. Nach all den Recherchen und den Fragen, die dennoch geblieben sind, macht sich Katharina auf und findet sich vor dem Haus ihres angeblichen Vaters... Was wird sie erfahren, wenn sie die Klingel drückt?Katharina führt ein ungewöhnliches Leben, befand sich schon häufig an Schauplätzen der Geschichte, die die meisten von uns lieber nicht so nah erleben möchten. Eine wichtige Arbeit, die dazu dient, uns allen die Augen zu öffnen und die Zustände in anderen Ecken dieses Planeten aufzuzeigen. Allerdings leidet darunter Katharinas eigenes Leben, denn ihr Sohn wächst in erster Linie bei der Großmutter auf - eine durch die Welt reisende Mutter ist kein Fixpunkt im Alltag und das Verhältnis der beiden ist mehr schlecht als recht. Und nun wird auf einmal Katharinas eigene Vergangenheit, ja, ihre Herkunft in Frage gestellt oder besser gesagt über den Haufen geworfen...Renate Ahrens, die selbst in Hamburg und in Irland lebt, hat mit "Alles, was folgte" einen einfühlsamen Roman geschrieben, der eine deutsch-deutsche Familienbiographie erzählt. Die Nachforschungen, die die Hauptfigur nach dem ersten Schock anstellt, haben mich gepackt; ich wollte schnellstmöglich wissen, wie es dazu kam, dass Katharina über 40 Jahren lang von der falschen Frau annahm, dass diese ihre leibliche Mutter ist. Sicher, der Zweite Weltkrieg hat zuhauf unbeschreibliches Unglück gebracht und die darauf folgende deutsche Teilung hat Menschen auseinander gerissen - all das sind Fakten, die wir kennen und zu denen es durchaus auch schon andere Romane gibt. Dennoch hat mir der vorliegende Roman imponiert, da die Autorin ein schwieriges wie trauriges Thema spannend und bewegend erzählt.Auch über 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist die Verarbeitung solcher Themen und Schicksale auch in Romanform in meinen Augen sehr wichtig, da sie uns lehrt, welche allumfassend zerstörerische Kraft Hass und Krieg haben können.Fazit: Ein wichtiges Thema - spannend und einfühlsam verpackt.

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  • Der Krieg hat so viel verändert

    Alles, was folgte
    Pelikanchen

    Pelikanchen

    18. May 2017 um 19:49

    Katharina Ehlbracht verdient seit fast 30 Jahren ihr Geld mit Bildern von aktuellen Kriegsschauplätzen und ist schon sehr oft mitten in der Gefahr gewesen. Sie war so ziemlich bei allen großen Kriegen dabei und hatte bisher immer das Glück auf ihrer Seite.Ihr Sohn ist sozusagen mehr bei der Oma aufgewachsen, als bei ihr, weil sie ja viel auf Reisen war und der Vater ins Ausland abgehauen ist. Kein Wunder das sie kein besonders gutes Verhältnis haben. Ihr jetziger Partner ist selbst Alleinerziehender Vater einer Tochter, weil die Mutter Alkoholikerin ist und zwischen ihn und Katharina gibt es viel Streit, weil sie Grundverschiedene Einstellungen zum Leben haben.Anfang 1990, kurz nachdem die Mauer gefallen ist, bekommt sie eine Postsendung, die viele Briefe ihrer Mutter enthält und aus denen geht hervor, das sie adoptiert ist. Ihre Mutter die vor zwei Jahren gestorben ist, wäre eigentlich ihre Tante gewesen. Ihre ganze Familiengeschichte kommt ins bröckeln und alles ist anders wie sie immer gedacht hat.Wir lesen von Oskar, der sein ganzes Leben an den folgen seiner Kriegsgefangenschaft leidet und nie über den Verlust seiner damaligen Freundin hinweggekommen ist. Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen und Renate Ahrens hat ein wichtiges Thema angesprochen, den solche Schicksale gibt es viel zu viele. Krieg zerstört alles.Ich persönlich fand es nur ein bisschen Schade, das viele Protagonisten mal kurz eingeführt wurden, aber dennoch eigentlich Randfiguren blieben. Der Schreibstil war zwar flüssig und wirklich gut zu lesen, aber mir fehlte dennoch einiges an Emotionen, auch wenn die Geschichte schon traurig ist. Mit Katharina wurde ich nicht wirklich warm, es war mir alles etwas zu Oberflächlich erzählt und ich konnte nicht so richtig in der Geschichte Fuß fassen.

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  • Kriegstraumata

    Alles, was folgte
    TochterAlice

    TochterAlice

    12. May 2017 um 17:04

    Ein Kriegstrauma können auch Menschen haben, die selbst gar keinen Krieg miterlebt haben, beispielsweise dadurch, dass sie von Nahestehenden vieles mitbekommen haben. Ich selbst habe beispielsweise vieles nacherleben und auch mitfühlen können durch Erzählungen meines Vaters - 16jährig eingezogen und schwer verwundet und meiner Mutter, deren Kindheit durch den 2. Weltkrieg geprägt war. Ich selbst möchte nie in die Nähe solcher Ereignisse geraten, es ist für mich das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann.Die Fotografin Katharina Ehlbracht, 1945 geboren, reagiert da ganz anders: Kriegsschauplätze sind sozusagen ihr täglich Brot, sie fotografierte in Vietnam, Nordirland, Südafrika und an anderen ausgesprochen gefährlichen Orten. Anfang 1990, kurz nach der Öffnung der Mauer, erhält sie einen Umschlag mit Briefen von ihrer Mutter, aus dem hervorgeht, dass ihre Familiengeschichte eigentlich eine ganz andere ist, als sie es bisher annahm. Von einem Tag auf den anderen ist alles ganz anders. Gleich mehrere Kriegstraumata offenbaren sich nun und Katharina wird peu á peu bewusst, wie sehr die Menschen in ihrem Umfeld - und darüber hinaus - gelitten haben.Ein spannendes und wichtiges Thema, das von Autorin Renate Ahrens überaus mitreißend und eindringlich beschrieben wird. Katharina ist längst nicht die Einzige, deren Geschichte durch die Öffnung der Grenzen und die darauf folgende Wiedervereinigung neu geschrieben wurde, wenn es auch in vielen Fällen sicher nicht so dramatisch zuging wie in dem ihrigem. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, so spannend las sich für mich Katharinas Geschichte, der zudem eine Parallelgeschichte mit Rückblenden zugeordnet ist  - aber ich will nicht zu viel verraten.Sehr enttäuscht war ich allerdings davon, dass die Autorin zahlreiche vielversprechende und gut gezeichnete Charaktere einführt, deren Bedeutung für die Geschichte nur angerissen wird, die quasi nur einen Kurzauftritt haben, obwohl hinter ihnen ebenfalls spannungsreiche Entwicklungen stehen - wie vielschichtig diese sind, nun, da muss der Leser seine Phantasie entwickelt und seine eigene(n) Geschichte(n) schaffen. Das fand ich ein bisschen schade, denn in der zweiten Hälfte des Romans häufen sich diese Andeutungen, mir kam es so vor, als ob die Autorin mir etwas verspricht, was sie dann nicht einlöst.Da ich die Geschichte so sehr genoss, fand ich es besonders schade. Trotz der erwähnten Einschränkung also eine dicke Empfehlung von mir an alle, die gern über die jüngste deutsche Vergangenheit lesen und bereit sind für einen spannenden, mitreißenden, dramatischen , allerdings auch sehr traurigen Familienroman!

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