Fremde Schwestern

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Inhaltsangabe zu „Fremde Schwestern“ von Renate Ahrens

In ihrer Kindheit waren sich die Schwestern Franka und Lydia einmal sehr nah – bis es zum Bruch kam. Eines Tages steht Lydia jedoch todkrank mit ihrer kleinen Tochter Merle vor Frankas Tür. Widerwillig kümmert sich Franka um ihre Nichte, die die Frauen zwingt, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Doch dann flieht Lydia plötzlich ans andere Ende der Welt ...

Familiendrama - fesselnd, traurig, wahr!

— Sumsi1990
Sumsi1990

guter Spannungsbogen üßber eine schwierige Familien-Konstellation

— readmore
readmore

sehr gut

— Sonnenschimmer
Sonnenschimmer

Ein schlechtes Buch zieht scheinbar gleich das nächste nach.....ich könnte es nur noch wütend in die Ecke feuern...

— MellieS
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  • Familiendrama - fesselnd, traurig, wahr!

    Fremde Schwestern
    Sumsi1990

    Sumsi1990

    10. May 2016 um 16:43

    Vor einigen Monaten ist mir dieses Buch in die Hände gefallen und ich hab es in Rekordzeit gelesen.Ich bin sowieso ein Fan von Familiengeschichten und -dramen und in diese Schiene passt auch dieses unvergleichlich berührende Buch.Es handelt von 2 Schwestern die sich sehr fremd sind und sich vor allem in zwei extrem unterschiedliche Richtungen entwickelt haben. Als plötzlich eine der beiden vor der Haustür der anderen steht, und das noch zusammen mit ihrer kleinen Tochen, ändert sich die Situation für beide drastisch...Dieser Roman ist auf keinen Fall aufgesetzt, sondern kann man sich lebhaft vorstellen, dass sich dieses Drama durchaus in so manchen Familien wirklich vorkommen kann - und ich habe selber eine Schwester also weiß ich von was ich spreche :). Die Dialoge und die ganze Art diese Story zu erzählen wirkt sehr wahrheitsgetreu und wirklich. Deswegen hat mir dieses Buch auch ausgesprochen gut gefallen.Im Großen und Ganzen ist dieser Roman wirklich gelungen und sehr empfehlenswert, vor allem für Fans von Familienstorys. Ich gebe *****....

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  • Veränderung ist schwierig

    Fremde Schwestern
    readmore

    readmore

    10. January 2015 um 20:09

    Es zeigt sich in diesem Buch wieder einmal, welch große Verantwortung Eltern haben ihre Kinder bestmöglich gerecht zu erziehen.Hier ist das Mutter und Vater extrem schlecht gelungen.Verhaltensmuster von früher lassen sich später nur sehr schwer verändern, was man bei der von der Mutter vergötterten und verwöhnten jüngeren Schwester verfolgen kann.Die Ich-Erzählerin hat außergewöhnlich starre Lebensstrukturen entwickelt und wird verständlicherweise total überrumpelt, als die Schwester samt Tochter urplötzlich krank vor der Türe steht und erwartet, selbstverständlich aufgenommen und versorgt zu werden.Berührt hat mich die starke Persönlichkeit  der 7-jährigen Tochter und der nicht einfache Weg  von Nichte und Tante, zueinander zu finden.Die zeitlichen Sprünge im Text und teils fehlende persöniche Rede fand ich gut gemacht. Insgesamt eine interessante Familiengeschichte, die mich teils traurig, teils wütend gemacht hat und die aller Widrigkeiten zum Trotz eine versöhnliche Entwicklung bei den Schwestern zeigt.

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  • einfühlsam

    Fremde Schwestern
    Sonnenschimmer

    Sonnenschimmer

    25. July 2014 um 13:56

    Da Buch "Fremde Schwestern" ist ein sehr schön geschriebenes Buch. Das von zwei Schwestern handelt die sich durch Streit auseinander leben und plötzlich durch einer schwere Krankheit doch wieder die eine Schwester auf die andere angewiesen ist. Gut und spannend geschrieben.

  • Zwei Schwestern wie Hund und Katze

    Fremde Schwestern
    Arizona

    Arizona

    10. September 2013 um 12:36

    Lydia steht nach einem längeren Auslandsaufenthalt überraschend mit ihrer Tochter Merle bei ihrer älteren Schwester Franka vor der Tür. Lydia scheint es gesundheitlich nicht gut zu gehen. Doch die beiden Schwestern sind sich sehr fremd geworden und verhalten sich recht abweisend zueinander. Als Lydia anschließend für längere Zeit im Krankenhaus bleiben muss nimmt Franka die 7-jährige Merle für einige Zeit eher widerwillig bei sich auf. Zwischendurch gibt es einige Rückblenden / Erinnerungen an die eigene Kindheit und wir lernen die beiden Schwestern besser kennen und erfahren, was damals geschehen ist und was die beiden so entfremdet hat. Dies ist ein Romane voller Gefühle, aber in einer klaren, präzisen Sprache. Es wirkt alles so echt, authentisch. Ich finde es immer interessant zu sehen, wie sich Dinge aus der Vergangenheit auf das Verhalten in der Gegenwart auswirken. Das was zwischen den Schwestern in ihrer Kindheit und Jugend passiert ist prägt ihr jetziges Verhältnis zueinander. Gut gemacht finde ich daher den Wechsel aus Gegenwart und Vergangenheit. So lernt man die Beziehung der beiden besser zu verstehen. Und durch das Zusammenleben mit der wunderbaren Merle beginnt sich auch das Leben der ordnungsliebenden Lydia langsam zu verändern...Tipp: Empfehlung für alle Hobby-Psychologen bzw. -innen

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  • Ein tolles Familiendrama

    Fremde Schwestern
    AllAroundBooks

    AllAroundBooks

    28. July 2013 um 23:23

    Renate Ahrens hat mit „Fremde Schwestern“ einen Roman geschrieben, welcher einen von Anfang an in seinen Bann zieht und nicht mehr so schnell los lässt. Es geht um die beiden Schwestern Franka und Lydia. Franka, welche mit beiden Beinen fest im Leben steht und Lydia, eine Rebellin, welche durch`s Ausland tourt. Beide Schwestern sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Als Kinder standen sie sich sehr nah, dann verloren sie sich aus den Augen. Dann steht Lydia mit ihrer Tochter Merle, völlig verwahrlost vor Frankas Tür. Widerwillig bittet Franka sie herein. Später stellt sich heraus, dass Lydia schwer krank ist und für längere Zeit im Krankenhaus bleiben wird. Franka kümmert sich um Merle, eine Beziehung die sich als nicht einfach darstellt. Dann ist Lydia verschwunden… Die Geschichte ist ruhig geschrieben und lässt sich auch flüssig lesen. Wir erleben die Geschichte aus Frankas Sicht. Der Schreibstil dieses Buches fasziniert. Teilweise sehr kurze Sätze lassen den Leser in die Geschichte hineinversinken und die Hauptcharaktere besser kennen lernen und sich in die Geschichte einzufinden. Während des Lesens wird man sehr neugierig, man möchte natürlich wissen, wo liegt das Geheimnis zwischen Franka und Lydia. Das Ende geschieht plötzlich und ohne Vorwarnung. Die Hauptprotagonisten sind sehr dominant ausgeprägt und gut dargestellt. Man lernt sie sehr gut kennen und kann sich in sie hineinfinden. Fazit:  Als ein sehr „leises“ Buch erlebt der Leser die Geschichte, in die er hineintaucht. Eine sehr tiefgründige Geschichte, die lange im Kopf bleibt und Nachdenklichkeit verursacht. Absolute Leseempfehlung!!!

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  • Spannend geschrieben, gewöhnungsbedürftiger Schreibstil und ein Klappentext der zuviel verrät

    Fremde Schwestern
    Malajube

    Malajube

    14. July 2013 um 17:53

    Das Buch von Renate Ahrens hab ich schon länger ungelesen im Regel stehen. Gestern Abend griff ich zu und heute bin schon wieder fertig. Die Geschichte der Schwestern Lydia und Franka, die scheinbar so verschieden sind, deren Wege sich irgendwann getrennt haben und nun im mittleren Alter doch wieder begegnen hat mich schon gefesselt.Der Schreibstil mit seinen kurzen, knappen Sätzen und die Hast durch die knackigen Kapitel waren für mich erstmal gewöhnungsbedürftig. Liegt aber vielleicht auch an der vorherigen Lektüre, die so ganz anders vom Schreibstil her war. Aber dadurch bleibt man dran - wer kennt das nicht: "Ach noch ein Kapitel und noch ein und noch eins und zack ists schon wieder vorbei".Ich fand die beiden Hauptfiguren nicht unsympathisch, ich konnte beide Lebensentwürfe nachvollziehen und gerade die Spannung zwischen den Beiden wurde durch den Schreibstil gut hervorgehoben.Allerdings verrät der Klappentext für meinen Geschmack zu viel, als endlich der scheinbare Höhepunkt erreicht ist, sind nur noch so wenige Zeilen übrig, dass man das Ende doch erahnen kann. Alles in alles ein spannender Roman, der ohne viel Drumherum auskommt und eher von den zwischenmenschlichen Momenten lebt, als von einem ausladenden Plot.

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  • Rezension zu "Fremde Schwestern" von Renate Ahrens

    Fremde Schwestern
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    11. September 2012 um 00:43

    Ich war ja sehr gespannt auf das Buch "Fremde Schwestern" von Renate Ahrens. Und bin nach Beenden des Buches zwiespältig.
    Es handelt von zwei Schwestern, die sich sooo fremd eigentlich gar nicht sind, sondern die eine recht schlechte Kindheit hatten, bei Elltern aufgewachsen, die mich wieder einmal grübeln liessen, ob man nicht doch erwachsene Menschen auf Reife und Fähigkeit Kinder grosszuziehen prüfen sollte, bevor man sie Kinder bekommen lässt.
    Aber das geht ja nicht, daher stellt sich hier nicht die Diskussion.
    Die ältere Schwester, die lange Zeit auch die Verantwortung für die jüngere übernahm, hat sich recht steif im Leben eingerichtet: sie schreibt Drehbücher für Fernsehkrimis, lebt alleine und nach festen Regeln und Abläufen. Die jüngere Schwester, mit der sie seit Ewigkeiten nicht mehr in Kontakt steht, führt ein recht unstetes Leben, alleinerziehend mit siebenjähriger Tochter ist sie meist in fernen Ländern verschollen.
    Bis zu dem Tag, an welchem das Buch beginnt: Die jüngere Schwester steht unangemeldet vor der Tür ihrer einzigen Verwandten, schwer erkrankt, fast ausgehungert und geht davon aus, dass ihre Schwester sie mit Kind nicht abweisen wird, sondern natürlich für eine vorübergehende Weile bei sich aufnehmen wird.
    Als Leser steht man aussen vor, man erfährt durch Flash-backs, was sich in der Kindheit abspielte, warum die Schwestern sich so schwer tun, warum die siebenjährige Tochter, wie so oft die einzig vernünftig reagierende Person, so verwahrlost ist.
    Kurze Sätze, wenig Füllmaterial, oft seitenweise nur Dialog, und dieser meist nur mit unverarbeiteter Wut und längst vergangenen, nicht vergebenen Vorkommnissen gefüllt, auf der einen Seite eine interessante Psychologie-Studie, auf der anderen Seite nervenbelastende Eintönigkeit von zwei erwachsenen Frauen, die sich den eigenen Nöten nicht stellen wollen.
    Es liest sich recht flüssig und nur 300 Seiten dick ist es ein kleines Buch für Zwischendurch, mal eine "etwas andere Lektüre".
    Ich finde es nicht schlecht, daher die 3 Sterne, würde das Buch aber nicht jedem empfehlen. Phasenweise hatte es auch die Tendenz, mich unendlich zu nerven, was aber eventuell im Sinne der Autorin ist. Sympathisch waren mir die Protagonisten jedenfalls nicht, leid getan hat mir das Kind, aber Menschen, die nicht über den Schatten springen können, die mit jedem Handgriff im Heute nur in der Vergangenheit leben, diesen Menschen gehe ich gerne aus dem Weg.
    Mitmenschen im heutigen Deutschland, die etwa Mitte 40 oder älter sind, hatten oft eine sehr schlechte Kindheit. Die Pille kam erst Ende der 60iger Jahre, bis zu diesem Zeitpunkt gab es viele unerwünschte Kinder, viele "Zwangsehen", auch meine Mutter hat mir Zeit meiner Kindheit eingeredet, dass ich ihr Leben zerstört hätte, nur weil sie schwanger wurde mit mir. Und nicht nur früher, sie tut es auch heute noch bei jeder sich bietenden Gelegenheit.
    Das Thema ist mir persönlich also nicht ganz unbekannt, und auch ich weiss, dass man die Vergangenheit immer als Teil mit sich schleppt, aber man hat eben als "Erwachsene" die Wahl entweder ewig daran zu knabbern und sich die Vorwürfe an Land zu ziehen, oder sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen.
    Sehr interessant, was bei diesen beiden Schwestern passieren muss, damit sie endlich einen Schritt im Leben weitergehen.

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  • Rezension zu "Fremde Schwestern" von Renate Ahrens

    Fremde Schwestern
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    20. August 2012 um 15:31

    Die Schwestern Franka und Lydia sind in Hamburg aufgewachsen. Der Vater hat kein Interesse an den Kindern, einzig Frankas gute Schulnoten dienen der Kommunikation zwischen den beiden. Dagegen ist Lydia uneingeschränkter Liebling der Mutter, die ihre Kreativität in den höchsten Tönen lobt, hat sie selbst doch ihre Schauspielkarriere mit Frankas Geburt aufgegeben. Das hat sie ihrer ältesten Tochter niemals verziehen.
    Die Gefühlskälte des Vaters und immer wiederkehrende Depressionen der Mutter prägen die Kindheit der beiden Mädchen, wobei Lydia das Leben als ein einziges Spiel ansieht, und Franka schon früh die Verantwortung für die jüngere Schwester übernimmt. Beide Mädchen sind früh aus dem Haus. Während Lydia immer tiefer in die Drogensucht abrutscht, führt Franka ein bis ins kleinste Detail durchstrukturiertes Leben, beginnt ein Studium und zieht sich immer mehr von ihrer Familie zurück.
    Zu Beginn des Buchs ist Franka 42 Jahre alt, ihr Vater ist bereits seit zwanzig Jahren tot, die Mutter starb vor einigen Jahren. Zu deren Beerdigung hatte Franka Lydia und deren Tochter Merle das letzte Mal gesehen. Nun stehen die beiden wieder vor ihrer Tür, völlig durchnässt, zerlumpt und abgemagert. Sie haben die letzten Jahre in Indien verbracht, doch nun braucht Lydia, die an Hepatitis C leidet, dringend ärztliche Hilfe und kommt ins Krankenhaus. Franka bleibt nichts anderes übrig, als sich um die siebenjährige Tochter ihrer seit langem verhassten Schwester zu kümmern.

    Das Buch ist in einer sehr klaren Sprache geschrieben und beschreibt sehr nüchtern, doch sehr empatisch, den Konflikt zwischen den beiden Schwestern und wie sie sich im Laufe der Zeit um ein vorsichtiges Verständnis für die andere bemühen.

    Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, über Familie, Geschwister und die unterschiedlichen Lebenswege, die jeder für sich sucht. Ich kann es nur empfehlen.

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  • Rezension zu "Fremde Schwestern" von Renate Ahrens

    Fremde Schwestern
    WildRose

    WildRose

    03. August 2012 um 08:50

    "Fremde Schwestern" ist an sich eine sehr gute Geschichte, denn es geht darin um Themen, die wohl jeden berühren: Um Familie, um Konflikt und Distanz, aber auch um unsere heimlichen Sehnsüchte und Hoffnung. Daher fand ich das Buch auch recht gut. Allerdings hätte die Autorin meiner Meinung nach viel mehr ins Detail gehen können. Dann hätte man sich Franka und Lydia auch schneller näher gefühlt. So aber blieben die beiden im Buch eher eindimensional - eine Schwester ist so, die andere das genaue Gegenteil von ihr... Hätte Renate Ahrens mehr über die Kindheit der Schwestern geschrieben, nicht nur kurze Szenen, dann wäre dieses Buch wohl auch eine Spur emotionaler geworden.
    So aber kann ich dem Buch nur drei Sterne geben. Wie gesagt, die Idee für das Buch gefällt mir, aber es fehlt "das gewisse Etwas." Hundert, zweihundert Seiten mehr hätten dem Buch wohl nicht geschadet.

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  • Rezension zu "Fremde Schwestern" von Renate Ahrens

    Fremde Schwestern
    Ay73

    Ay73

    17. January 2012 um 11:18

    Zwei Schwestern die nicht unterschiedlicher sein könnten. Frauke (die ältere) führt ein geregeltes Leben und Lydia (die jüngere) lebt ein absolut chaotisches und unorganisertes Leben. Das ist bei den ungelichen Schwestern seit der Kindheit so. Die Mutter, eine gescheiterte Schauspielerin verhätschelt die Jüngere weil die eine einfache und künstlerische Ader hat. Frauke wiederum versucht um die Gunst des Vaters zu buhlen mit erstklassigen Noten. Doch irgendwann steht Lydia mit ihrer Tocher todkrank vor der Tür von Frauke. Eigentlich will sie sie um Hilfe bitten aber eienr so exzentrischen Lydia fällt es schwer und auch Frauke kann eigentlich auch nicht richtig mit dieser Situation umgehen. Sie nimmt die kleine Merle auf und versucht für sie dazu sein, was nicht immer einfach ist. Das Buch ist wirklich schön geschrieben, es macht Spaß zu lesen wie unterschiedlich doch Geschwister sein können und mit welchen Geistern der Vergangenheit man kämpfen muss. Empfehlensert....

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  • Rezension zu "Fremde Schwestern" von Renate Ahrens

    Fremde Schwestern
    Brunnen_Buchhandlung

    Brunnen_Buchhandlung

    22. November 2011 um 18:03

    Zunächst muss man sich an den Ich-Erzähler gewöhnen, auch an das Präsens, in welchem die Autorin schreibt.
    Dann ist da noch die nüchterne Sprache, mit kurzen Sätzen, und wenig Schnörkeln.

    Doch genau darin liegt der Reiz dieser Geschichte: in der Einfachheit der Sprache, die das Geschehen in den Vordergrund treten lässt - und im Fokus steht dann ein ungleiches Schwesternpaar: durch die Sucht zerrissen, durch ein Kind vereint.

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  • Rezension zu "Fremde Schwestern" von Renate Ahrens

    Fremde Schwestern
    lisbeth78

    lisbeth78

    21. July 2011 um 08:35

    Renate Ahrens - Fremde Schwestern

    „Du darfst nie von mir weggehen, auch nicht, wenn du groß bist.“ Flüstert Lydia mir ins Ohr.
    „Bestimmt nicht.“ Sage ich.
    „Schwörst du´s?“
    „Ich schwör´s.“

    So eng waren die Geschwister Franka und Lydia als Kinder miteinander verbunden. Doch durch äußere Umstände entwickeln sich beide als Person und emotional in so verschiedene Richtungen, wie man es sich kaum vorstellen kann. Franka ist ein Kontrollfreak, welcher vom Vater nur bei Bestleistungen beachtet wird. Lydia ist ein genialer Freigeist, der von der Mutter vergöttert wird und der ohne Grenzen aufwächst. Ganz klar läßt uns Frau Ahrens erkennen, welchen Einfluß die Liebe und (die nicht vorhandene) Bindung an die Eltern auf die Entwicklung eines Kindes haben kann.
    Jahre später steht Lydia plötzlich völlig verwahrlost und ausgehungert mit ihrer kleinen Tochter Merle vor Frankas Tür und braucht Hilfe. Im ersten Moment weigert sich Franka natürlich. Zuviel ist zwischen den beiden Geschwistern kaputt und Franka ist auch nicht bereit, ihr gesichtertes und strukturiertes Leben ins Chaos zu stürzen. Und Chaos ist genau das, was Lydia immer verbreitet. Doch Lydia ist ernsthaft krank und muß in die Klinik und so sieht sich Franka plötzlich einem kleinen Mädchen gegenüber, daß sie nicht kennt und das von der Mutter immer nur Schlechtes über die Tante gehört hat.
    Ganz langsam schaffen es die beiden sich anzunähern und Vertrauen aufzubauen, nicht zuletzt auch durch die Hilfe von Jan – Frankas Freund.

    Ich möchte weder das Ende der Geschichte verraten noch viel mehr über den Inhalt preisgeben. Es ist mein erstes Buch von Frau Ahrens und ich habe es eigendlich nur auf Empfehlung einer Freundin gelesen. Doch ich gebe zu, ich bin begeistert.
    Habe ich am Anfang noch ein typischen BlaBla-Roman erwartet mit vorhersehbarem Ende und durchsichtigen Charakteren, so wurde ich doch schnell eines Besseren belehrt.
    Der Schreibstil und die Sprache sind kurz und prägnant und die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Franka erzählt. Kurze Sätze und Gedankenblitze und immer wieder kurze Reisen in die Vergangenheit bauen Stück für Stück ein komplexes Bild auf über Verantwortung und Vergebung, über Liebesentzug und Bevorzugung, über Dominanz und verlorene Kinderträume.
    Es gibt keine Schnörkel und es gibt keine Beschönigungen. Das Buch ist berührend, glasklar und ehrlich und am Ende bleiben keine Fragen mehr offen. Es geht um unvorhergesehene Wendungen im Leben und um das Verlassen von festen Wegen, um Vertrauen in sich selbst und auch in andere Menschen um einen herum.

    Mein Fazit:

    Dieses Buch ist für mich ein absolutes Highlight im Monat Juni. Selten habe ich ein Buch in der Hand gehabt, daß es geschafft hat mit so wenigen Worten und so leisen Tönen so eine Fülle an Emotionen und Bildern zu erzeugen. Für mich unbedingt empfehlenswert!

    Die Autorin:

    Renate Ahrens, 1955 geboren, studierte Anglistik ud Romanistik und war einige Jahre als Lehrerin tätig, bevor sie 1986 als freie Autorinzu arbeiten begann. Sie schreibt Romane, Theaterstücke und deutsch-englische Kinderbücher. Heute lebt sie mit irhrem Mann abwechselnd in Dublin und Hamburg.
    · Taschenbuch: 304 Seiten
    · Verlag: Knaur TB (4. April 2011)
    · Sprache: Deutsch
    · ISBN-10: 3426508060
    · ISBN-13: 978-3426508060

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  • Rezension zu "Fremde Schwestern" von Renate Ahrens

    Fremde Schwestern
    Karin1970

    Karin1970

    18. July 2011 um 18:08

    Was passiert, wenn Geschwisterliebe in Hass umschlägt?

    Franka und Lydia waren einst ein Herz und eine Seele. Für Lydia war Franka Mutterersatz und Schwester zugleich. Wenn die Mutter mal wieder weggetreten und nicht ansprechbar war, hat Franka sich um ihre Schwester gekümmert.

    Franka bedeutete für ihre Mutter das Karriereaus. Als sie schwanger wurde musste sie die Schauspielerei an den Nagel hängen. Das lässt sie ihre Tochter oft spüren. Lydia hingegen wird von der Mutter geliebt. Für den Vater ist Lydia der Grund warum er bei seiner ungeliebten Frau bleiben muss. Die Eltern lassen die knapp dosierte Zuneigung nur jeweils einem Kind zukommen und treiben so einen Keil zwischen die beiden, der sich als eine unüberwindbare Mauer herausstellt.

    Lydia ist ein unsteter Geist, konsumiert Drogen und verschwindet immer wieder für längere Zeit. Taucht sie wieder auf, muss Franka sich um alles kümmern. Als Lydia ein Kind bekommt und Franka sich einmischt, verschwindet sie ganz und lebt irgendwo in Indien.

    Franka ist entgegen ihrer Schwester sehr strukturiert. Sie tut sich schwer damit jemanden in ihr Leben zu lassen. Selbst Jan, ihr Freund hat keinen Schlüssel zu ihrer Wohnung. Und dann steht nach 5 Jahren plötzlich Lydia an der Tür. Sie und ihre Tochter Merle wirken unterernährt und verwahrlost.

    Lydia möchte mit Merle bei Franka wohnen, als diese sich weigert bricht Lydia zusammen und muss ins Krankenhaus. Sie ist schwer krank und Franka muss sich entscheiden, ob sie sich um Merle kümmern wird. Diese macht es ihr nicht gerade leicht und nur langsam kommt eine Beziehung zustande.
    Langsam schaffen es die Schwestern die Schärfe aus ihren Stimmen zu nehmen und die gegenseitigen Beschuldigungen klingen ab. Fast blitzt durch die verhärtete Fassade eine Vertrautheit auf und Liebe wie damals, als sie klein waren. Doch dann ist Lydia plötzlich verschwunden.

    Große Faszination hat die sprachliche Qualität der Autorin bei mir ausgelöst. Grob und ohne Beschönigungen beschreibt sie die Beziehungen in der Familie und die spätere Beziehung der Schwestern zueinander.

    Die Autorin Renate Ahrens schreibt in der Gegenwart und entführt uns immer mal wieder in die Vergangenheit der Schwestern, in der wir erfahren, warum alles so gekommen ist. Und warum jede auf ihre Art verbittert ist. So lässt sie am Anfang des Romans nur Verachtung zu, diese spüren wir beim Lesen. Aber beharrlich wächst immer mehr die Hoffnung. Nichts im Leben kann so schlimm sein, dass man sich für immer hasst.

    Ein Roman über Gewalt in der Familie, Gewalt, die sich in Liebesentzug und Bevorzugung zeigt. Die Narben, die dies hinterlässt sind mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. Und ein Roman über Vergebung und Verantwortung. Renate Ahrens zeigt auf, wie wichtig ein intaktes Familienleben ist und welche Verantwortung bei den Eltern liegt.

    Berührend und schockierend, mein Highlight des Monats Juni 2011.

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  • Rezension zu "Fremde Schwestern" von Renate Ahrens

    Fremde Schwestern
    gurke

    gurke

    29. May 2011 um 15:51

    Frauke und Julia sind wie Feuer und Wasser. Sie sind so verschieden, wie es zwei Menschen nur sein können. Allerdings sind sie Geschwister. Während Frauke ein geregeltes Leben führt und ein Kontrollfreak ist, zeigt sich Lydia als totaler Chaot. Das war schon in der Kindheit der beiden so. Frauke war gut in der schule und überzeugt den Vater mit ihren guten Noten, enorme Leistung und Vernunft. Sie ist ein typisches Papakind. Lydia dagegen kommt ganz nach ihrer kreativen Mutter. Sie hat viele Hobbies, die ihre Kreativität unterstützen, ist dafür aber schlecht in der Schule und hat nur Flausen im Kopf. Und dennoch: Die Schwestern lieben sich abgöttisch, bis es irgendwann wohl oder übel zum Bruch kommt und sich die beiden völlig aus den Augen verlieren.
    Irgendwann steht die inzwischen todkranke Lydia mit Merle - ihrer kleinen Tochter - vor Fraukes Tür. Dabei werden die beiden alles andere als mit offenen Armen empfangen. Doch die kleine Merle zwingt die beiden erwachsenen Frauen, nicht nur den Tatsachen ins Auge zu blicken, sondern sich auch wieder einander anzunähern. Kann das gut gehen? Schließlich sind sie fremde Schwestern...

    Zunächst fällt hier der Schreibstil auf. Das Buch lässt sich flüssig und schnell lesen. Die Geschichte ist aus der Sicht von Frauke in der Gegenwart geschrieben in der die beiden Schwestern wieder aufeinander treffen. Frauke erinnert sich aber immer wieder an Szenen aus der Kindheit zurück. Und so erschließt sich für den Leser so nach und nach das ganze Ausmaß der Geschichte.

    Renate Ahrens hat es geschafft, mich sehr zum nachdenken anzuregen. Jeder der selbst Geschwister hat, kann sich in die beiden vielleicht gut hineinversetzen.
    Gleichzeitig war ich fasziniert, wie ein kleines Mädchen es schafft, alles zu ändern und ich habe die ganze Zeit gehofft, dass die Schwestern doch noch zueinander finden. Am Ende war ich richtig emotional aufgewühlt. Dabei wirkte die Geschichte für mich überhaupt nicht kitschig und wurde auch nicht Klischees belastet.

    Ich habe die 299 Seiten quasi verschlungen. "Fremde Schwestern" hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und am Ende war ich den Tränen sehr nahe. Ich kann den Roman jedem empfehlen, der gerne nachdenklich machende Bücher liest oder mal wieder eine Geschichte lesen möchte, die einen nicht mehr so schnell loslässt...

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  • Rezension zu "Fremde Schwestern" von Renate Ahrens

    Fremde Schwestern
    Dani1046

    Dani1046

    20. May 2011 um 12:29

    Dieses Buch ist mir nahegeganen, die beiden Schwestern erleben Geschwisterliebe, aber auch Neid, Erwartungen, Hoffnungen und die Projektion nie realisierter Träume bis zu dem Bruch, der sie beide verbittert zurücklässt. Doch Franka und Lydia, deren Schicksale so unterschiedlich sind wie sie selbst, werden durch Merle, Lydias Tochter, gezwungen, das Band zwischen ihnen wieder neu zu knüpfen. Sprachlich geschickt umgesetzt sind die Rückblenden, die einen auf die Wendepunkte und Einschnitte stoßen, die markieren und die wehtun! Durch ihre Auseinandersetzung werden die Charaktere komplexer. Die die Schwestern dazu bringt, zu verstehen, anzunehmen und- zu verzeihen! "Fremde Schwestern" hallt noch länger nach!

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