Renate Ahrens Seit jenem Moment

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Inhaltsangabe zu „Seit jenem Moment“ von Renate Ahrens

Paula ist zutiefst erschüttert, als sie die Nachricht vom Selbstmordversuch ihres Vaters erhält. Plötzlich wird ihr bewusst, wie wenig sie den eigenen Vater kennt. Zum ersten Mal in ihrem Leben setzt sie sich mit dem ihr so fremden Mann auseinander, trifft in der Familie jedoch immer wieder auf Mauern des Schweigens. An manche Themen sollte man nicht rühren, fordern ihre Verwandten. Doch Paula will sich damit nicht zufriedengeben und sucht nach Erklärungen. Schließlich stößt sie auf ein Ereignis, das Jahrzehnte zurückliegt und immer noch das Leben jedes einzelnen Familienmitglieds überschattet.

Ein sehr gefühlvolles Buch, das das "Tabu-Thema" Depression äußerst sensibel aufgreift.

— Hasi94
Hasi94

Wirklich lesenswert, aber nicht jedermanns Sache!

— frankfurterwilli
frankfurterwilli

Bewegende Familiengeschichte die einem lange im Gedächtnis bleibt.

— BooksAreBetterThanReality
BooksAreBetterThanReality

Ein eindrücklicher Roman, der im Gedächtnis bleibt

— Nirena
Nirena

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  • Rezensionen
  • Leserunden
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  • Themen
  • Erschütternd realistisch, spannend und lesenswert!

    Seit jenem Moment
    frankfurterwilli

    frankfurterwilli

    07. August 2016 um 18:06

    Ich möchte nicht auf den Inhalt Bezug nehmen, das haben vor mir schon einige Rezensionen gut beschrieben. Ich kann sowohl Story wie auch Schreibstil empfehlen. Ich lese sehr gerne Geschichten, die in der Ich-Form geschrieben sind und habe diesbezüglich bisher sehr gute Erfahrungen (siehe meine letzten R.) gemacht. Auch hier stelle ich fest: Eine andere Erzählform hätte das Geschehen in keinem Fall so realistisch nachvollziehbar herüber gebracht. Toll ge/beschrieben!

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  • Ein eindrücklicher Roman, der im Gedächtnis bleibt

    Seit jenem Moment
    Nirena

    Nirena

    03. June 2014 um 19:09

    Prinzipiell bin ich nicht festgelegt, welche Erzählform ich bevorzuge. Allerdings habe ich in den vergangenen Jahren die Erfahrung gemacht, dass ich kein Freund von Ich-Erzählungen bin. "Seit jenem Moment" von Renate Ahrens erzählt in der Ich-Form aus Sicht der Hauptprotagonistin Paula und was soll ich sagen? Es ist für mich für diesen Roman die einzig mögliche und überzeugende Erzählform und da der Roman auch dadurch so stimmig ist, hat es mich in keinster Weise gestört - da sieht man einmal mehr, dass man nie nie sagen und auch als Leser flexibel bleiben sollte. Ebenso wie bei "Ferne Tochter" fällt Renate Ahrens' sehr eigener Erzählstil auf, den ich nur als "reduziert" beschreiben kann - ohne Schnörkel schildert sie sehr prosaisch Paulas Weg. Eben durch diese Reduktion wirkt alles umso eindringlicher und so gerät man beim Lesen schnell in einen Sog, wodurch ein Unterbrechen des Lesen kaum noch möglich ist - tatsächlich habe ich dieses Buch sonntags mittags begonnen und musste es förmlich abends beenden! Der Roman beginnt damit, dass Paula sich geschockt mit der Tatsache auseinander setzen muss, dass ihr Vater versucht hat, sich das Leben zu nehmen. Ein inniges Verhältnis herrschte zwischen beiden nie, Paula wuchs bei ihrer Mutter auf, sah ihren Vater nur unregelmäßig und der zurückgezogene und gehemmte Mann bleib ihr immer fremd, ebenso wie dessen gefühlskalte Eltern. Einzig die Schwester ihres Vaters, die aus der Art geschlagene Tante, die im Ausland lebt, ist ihr wohlgesonnen. Doch nun versucht sie, den Gründen für den Selbstmord ihres Vaters auf die Spur zu kommen und rüttelt dadurch diese so gesetzte hamburger Familie auf. Ebenso wie Paula ist der Leser immer mit dabei und rätselt mit Paula, teilt auch die bedrückenden Momente, die sehr lebensecht und dadurch umso nahegehender beschrieben sind. Ein sehr eindrücklicher Roman, der auch nach dem Lesen noch einiges an Gedankenstoff zurücklässt.

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  • wenn Schweigen Menschen zerstört

    Seit jenem Moment
    robbylesegern

    robbylesegern

    23. November 2013 um 19:59

    Renate Ahrens ist mittlerweile eine meiner Lieblingsautorinnen, vor allem auch deshalb, weil die Themen ihrer Bücher mitten ins Herz treffen. Mit viel Empathie erzählt sie von Menschen und ihren Schicksalen und so sind ihre Bücher sicherlich alles andere als entspannende Unterhaltungslektüre. Paula, von Beruf Malerin, erfährt eines Tages vom Selbstmordversuch ihres Vaters. Erschrocken über diese Nachricht, versucht sie Kontakt mit der Klinik aufzunehmen, in der ihr Vater stationär untergebracht ist und erfährt dabei nur, dass ihr Vater jeglichen Kontakt zur Familie ablehnt. Im Laufe dieses Buches erfährt der Leser nun, dass Paulas Vater schon immer ein sehr introvertierter Eigenbrödler war, dessen Ehe auch an seiner Unfähigkeit Gefühle zu zeigen und seiner tiefen Depression zerbrach. Paula wuchs bei ihrer Mutter auf und sah ihren Vater nur selten. In Rückschauen versucht Paula hinter die Gründe dieser tiefen Depression zu kommen. Doch bei Nachfragen innerhalb der Familie, trifft sie auf Schweigen und Sprachlosigkeit. Erst ein altes Fotoalbum zeigt ihr den Weg zu einer lang zurückliegenden Familientragödie und den Grund so vieler Probleme innerhalb der Familie. Ich mag tiefgründige Bücher mit psychologischen Hintergründen und so hat mich Renate Ahrens neues Buch wieder begeistert. Ihre Fähigkeit Menschen mit ihren Schicksalen und die Konsequenzen , die daraus entstehen, zu beschreiben, machen für mich den Reiz ihrer Bücher aus. Mit viel Einfühlungsvermögen schildert sie auch hier die Geschichte einer Familie, die fast zerbrochen wäre, hätte nicht ein Mitglied das Schweigen gebrochen. Mir hat die Figur Paula fantastisch gefallen, weil man anhand ihrer Bilder, die sie mallt, nachvollziehen kann, was sich in ihrem Inneren abspielt und was sich mit fortschreitender Zeit, nicht nur bei ihr selbst, sondern auch in ihrer Familie ändert. So zeigt sich, dass man Schicksal auch als Chance verstehen kann. Das Buch trifft mitten ins Herz, da es aufzeigt, was das Verschweigen ungelöster Probleme bewirken kann. Trotz aller Tiefgründigkeit ist dieses Buch flüssig zu lesen und die Situationen werden realistisch dargestellt. Sicherlich ist dies kein oberflächliches, amüsantes Buch, dafür ist das Thema zu ernst. Doch es ist ein keiner Stelle schwülstig oder kitschig geschrieben, sondern durchaus nachvollziehbar und ein Buch, das man im Gedächtnis behält.

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  • Sehr tiefgehend

    Seit jenem Moment
    PinkBookLady

    PinkBookLady

    13. November 2013 um 07:25

    Die junge Malerin Paula, fällt aus allen Wolken und ist sehr erschüttert, als sie durch Zufall von dem versuchten Selbstmord ihres Vaters erfährt. Was steckte dahinter? Paula wird in diesem schrecklichen Moment dann schlagartig bewusst wie wenig sie ihren eigenen Vater eigentlich kennt. Sie will jetzt mehr über diesen "fremden" Mann erfahren und kramt so in der Familiengeschichte rum und sie bringt doch recht erschütterndes ans Tageslicht was von den einzelnen Familienmitglieder lieber verschwiegen wird. Wird die Familie nach diesem Schicksalsschlag wieder näher zusammen rücken oder bricht sie nun völlig auseinander? Ja wer nun mehr über Paul und das ein oder andere Geheimnis der Familie wissen möchte, darf nun gern das Buch zur Hand nehmen und es selber lesen. Ich war ja schon von dem Buch "Fremde Schwester" sehr begeistert und stürzte mich dann voller Vorfreude auf dieses Buch der Autorin, doch leider wurde ich ziemlich enttäuscht von dem Buch, denn grade vom Ende hatte ich mir doch was anderes versprochen gehabt. Die Dialoge & die Geplänke rund um die einzelnen Familienmitglieder sind quasi ein ständiges hin und her. Dennoch war die Geschichte rund um Paula & ihre Familie die offenbar alle nicht den besten Kontakt zueinander haben, sehr fesselnd, so das ich das Buch nur selten aus der Hand legen konnte. Man hat mitgezittert, mitgelitten, gehofft und bebangt. Natürlich löst Paula ungewollt beim stöbern in der Familienchronik das ein oder andere Schicksal der Familienmitglieder aus. Mehr möchte ich jetzt auch nicht dazu erzählen, denn sonst verrate ich wohl noch einiges von dem Roman. Ein sehr tiefgründiger Roman und recht vielen und bewegenden Schicksalen in der Familie rund um die Protagonistin Paula. Das Buch verleitet einen auch selber über bestimmte Dinge im Leben mal etwas gründlicher nachzudenken. Renate Ahrens zeigt uns doch auf sehr erschütternde Weise, was wirklich passieren kann, wenn ungesagte Worte von Menschen, dann eine Familie eben schnell zerstören kann. Der Schreibstil der Autorin ist sehr feinfühlig und tiefgründig und genau so bringt sie alles sehr schnell auf den Punkt. Ein Buch welches ich sehr gerne weiterempfehlen möchte, wer gerne bewegende und emotionale Geschichten denn mag.

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  • Schweigen ist eben doch nicht Gold

    Seit jenem Moment
    IlonGerMon

    IlonGerMon

    03. November 2013 um 22:38

    Paula lebt in Hamburg – vermeintlich glücklich im Privaten und im beruflichen Bereich zumindest so erfolgreich, dass die Einkünfte aus ihrer Malerei ausreichen, um ein sicheres Leben zu führen. Ihr Lebensgefährte Jakob ist als erfolgreicher Journalist oft auf Reisen, Paula verbringt ihre Tage im Atelier und fertigt Auftragsarbeiten für eine Galerie. Vordergründig scheint sie zufrieden mit ihrem Leben, aber in seltenen Träumen und den Erinnerungen daran beschleichen sie auch schon mal Zweifel. Zu Ihrer Familie hat Paula den Kontakt fast vollständig eingestellt, zwar leben Großvater und Vater in der gleichen Stadt, aber Begegnungen rangieren zwischen sehr selten bis gar nicht. Einzig mit ihrer Tante Lili, Schwester des Vaters, hat sie  lockeren Kontakt. Lili ist schon in sehr jungen Jahren nach Irland gegangen, bislang hat es noch keine Besuche bei ihr gegeben. Eines Nachmittags, Paula kommt mit Einkäufen zurück in ihre Wohnung, steht vor ihrer Tür ein älterer Mann und stellt sich als langjähriger Schachpartner des Vaters vor. Er überbringt ihr die Nachricht vom Selbstmordversuch des Vaters und nennt das Krankenhaus, wo sie ihn besuchen kann. Diese Ereignisse, die Weigerung des Vaters, sie zu sehen und ein überraschender gemeinsamer Besuch mit Lili beim Großvater stehen am Anfang von großen Veränderungen im Leben nicht nur von Paula. Es werden Geheimnisse aus der Kindheit von Lili und ihrem Bruder erstmals ausgesprochen, die so lange eingeschlossen in Fotoalben und im Wissen ganz Weniger waren, dass sie jetzt den Eruptionen eines Vulkanausbruch gleichen. Wie schon in ihren beiden ersten Romanen gelingt es Renate Ahrens erneut, am Schicksal einiger weniger Figuren eine Geschichte zu erzählen, die jedem von uns hätte passieren können. Und sie lässt die Erkenntnis wachsen, in den Romanfiguren wie auch bei den Leserinnen, dass das Verschweigen nie eine Lösung ist. Wer gute und überzeugende Frauenromane lesen mag, dem kann ich nur empfehlen: Lesen, lesen, lesen … und wenn sie noch nicht bekannt sind, auch die beiden Vorgänger von Renate Ahrens „Ferne Tochter“ und „Fremde Schwestern“.

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  • EINFACH NUR WUNDERVOLL

    Seit jenem Moment
    Maddy

    Maddy

    21. October 2013 um 11:40

    MEINE MEINUNG: Ich war total happy, als ich gesehen habe das die Autorin ein neues Buch rausgebracht hat und als es bei mir ankam, habe ich es auch sofort begonnen zu lesen. Mir persönlich gefiel es wieder sehr gut, ich habe ja schon zwei Bücher von Ihr gelesen und auch die waren super, Renate Ahrens hat ein wahnsinniges Talent Bücher zu schreiben, Geschichten entstehen zu lassen, die doch so ganz anders sind, als andere Bücher. Klar, die Bücher lassen sich schnell lesen, aber bei diesen Geschichten wird man tief berührt und man denkt immer wieder über das Geschriebene nach, selbst wenn das Buch schon längst ausgelesen ist. Und natürlich war ich gespannt wie nun dieses Buch sein wird, ob es mich wieder so fesselt und für sich einnimmt und ich kann sagen, JA. Schon auf den ersten Seiten hatte mich die Autorin sofort wieder in ihrem Bann und ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen und in mich aufgesogen. Eine Familiengeschichte rund um Paula, die einem das Herz berührt. Mehr kann ich gar nicht sagen, weil ich sonst zuviel verraten würde, bei diesem Buch ist es besser gar nicht so viel über dem Inhalt zu wissen, lasst euch einfach in die Geschichte plumsen und entdeckt sie für euch.

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