Renate Conrad VOM SCHNECKENTOTER UND ANDEREM WAHNSINN

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Inhaltsangabe zu „VOM SCHNECKENTOTER UND ANDEREM WAHNSINN“ von Renate Conrad

An einem kalten Sonntag Morgen im Januar schlenderte Hardy auf dem Weg zum Hochamt, wie Sophia und der Anstand es verlangten, sittsam hinter seinen Schwiegereltern her. Lilli hielt sich brav an seinem Arm fest, denn auf ihrem Weg zur Kirche hatte Petrus einige Hindernisse in Form von spiegelglatten Eisflächen ausgelegt. Lag eine kleine Eisfläche vor den jungen Leuten, umrundete Hardy sie gekonnt, forderte die kichernde Lilli auf darüber hinweg zu springen und streckte ihr seine ausgebreiteten Arme entgegen, damit er sie nach dem mutigen Sprung auffangen konnte. In ausgelassener Stimmung trafen sie vor dem Eingangsportal auf die bereits wartenden Eltern. Sophia mahnte ihre Tochter mit strengem Blick beim Eintritt ins Gotteshaus zur gebührenden Andacht zu finden. Sie sah mit Freude, wenn die beiden Verliebten ausgelassen ihren Weg gingen, aber vor der Kirche im Angesicht Gottes hörte der Spaß auf. Trotz schwieriger Zeit, Deutschland liegt in Trümmern, planen sie voller Zuversicht eine gemeinsame Zukunft. Mit Fantasie und Humor werden ständig neue Hindernisse überwunden. Sie heiraten, bekommen zwei Kinde und bleiben auch nach ihrer Trennung Freunde. Hardy erblindet, besinnt sich seiner tollkühnen Erlebnissen in den Aufbaujahren, die immer glücklich endeten und erzählt sie im Beisein seiner Jugendliebe zusammen mit Lilli seinen Kindern.

In eigener Sache! In meiner Kurzvorstellung habe ich schon geschrieben, dass ich von Kindheit an viel gelesen habe. Meine Eltern erlaubten mir bereits mit zwölf Jahren von Böll über Dostojewski bis Stefan Zweig alles zu lesen, was in ihrem Bücherschrank stand. Von den Nachbarn kam die Trivialliteratur dazu. Auch diese habe ich verschlungen. Und nach der Zeit der Krimis und Beziehungsgeschichten bin ich immer auf der Suche nach etwas Neuem. Meine Eltern wohnten in den letzten Jahren ihres Lebens im Haus nebenan. Mein Vater war im Alter erblindet, meine Mutter nach 25 Jahren Erkrankung an Parkinson auf meine Hilfe angewiesen. Es mag sich eigenartig anhören, aber es war eine sehr erfüllende Zeit. Zum Lesen kam ich kaum noch. Hörbücher kamen ins Haus. Aber das war nicht mein Ding. Lesen bedeutet für mich, in einen Sessel kuscheln, Beine hoch und mindestens eine Katze an meiner Seite zu haben, ein Buch aus Papier in der Hand zu halten. Wir haben viel geredet, meine Eltern haben mir ihre Geschichte erzählt und ich habe daraus einen Roman gemacht, Wirklichkeit mit Fantasie verwoben. Es ist kein Roman, der dem Zeitgeist entspricht, kein Krimi, keine Perversitäten, keine Sexszenen. Ich trage keinen berühmten Namen. Entsprechend fand ich keinen Verlag und habe selber bei Books on Demand verlegt. Auf die Frage meines Sohnes, ob ich traurig wäre, dass bisher so wenige Menschen die Geschichte gelesen haben, antwortete ich nach einiger Überlegung, nein. Ich weiß, es ist eine gute Geschichte. Die Rückmeldungen der Leser könnten Positiver nicht sein. Selbst Freund, auch die meiner Kinder, die das Buch gelesen haben, machen immer wieder auf meinen Roman aufmerksam und sie sind in vielen Foren unterwegs. Wenn ich dieses Buch nun hier erwähne, dann nicht nur, weil ich es selber geschrieben habe, sondern auch der bisher nur positiven Rückmeldungen.

— naturundkatzenhaus
naturundkatzenhaus
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  • Rezension zu "VOM SCHNECKENTOTER UND ANDEREM WAHNSINN" von Renate Conrad

    VOM SCHNECKENTOTER UND ANDEREM WAHNSINN
    nina glücklich

    nina glücklich

    27. January 2010 um 21:36

    Aufmerksam auf diesen von der Autorin selbst verlegten Romans wurde ich bei peo.de, wo einige Kapitel veröffentlicht wurden. Einmal neugierig geworden, kaufte ich mir den Roman, und war bereits vom Prolog gefesselt. Gemeinsam mit ihrem Mann fliegt Hanna Elisa zu ihrer Tochter, um das neugeborene Enkelkind zu begrüßen. Während des langen Flugs nach Bahrain kehren Hanna Elisas Gedanken zurück in die eigene Kindheit, die Herkunft ihrer Familie, aus vielen Ländern Europas nach Deutschland gekommen, das Zusammenfinden ihrer Eltern und führt zurück in die Nachkriegszeit, in die fast gesetzlose Vor-Währungsreform. Führt den Leser mit auf die abenteuerlichen Wege, um die nötigsten Dinge des Alltags zu beschaffen. Schildert eindrucksvoll den Zusammenhalt der Familie und wie sie gemeinsam immer voller Optimismus die Probleme angehen und Lösungen finden, froh den Krieg und die Nazizeit überstanden zu haben. Ein Roman voller Wärme und Offenheit geschrieben, unsagbar viel Humor sprühen aus den Zeilen und immer wird den Dingen auf den Grund gegangen, nicht hingenommen, sondern nach dem Warum gefragt, nicht vorgeworfen oder angeklagt sondern versucht zu verstehen. Egal ob Renate Conrad von den in den Trümmern von Remagen spielenden Kindern schreibt, vom Hochwasser am Rhein, vom anderen, freierem Leben im Ruhrgebiet, vom jetzt und heute erzählt, beim Lesen fühlte ich mich immer in die Geschehnisse eingebunden, den Menschen nah. Es ist kein Krimi und keine Liebesgeschichte, und doch spannend zu lesen und die Liebe in jeder Zeile spürbar.

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