Renate Delfs , Rike Schmid Nimm mich mit nach Gestern

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Inhaltsangabe zu „Nimm mich mit nach Gestern“ von Renate Delfs

»Ich versuche immer noch zu begreifen, warum ich damals nichts begriffen hatte.« – Dieser Gedanke verfolgt Renate Delfs seit Jahrzehnten ... Sie und Rike Schmid lernen sich 1999 bei Dreharbeiten kennen. Daraus erwächst eine bis heute andauernde Freundschaft. In Briefen tauschen sie sich über viele Jahre hinweg aus. Bald kristallisiert sich als zentrales Thema die Zeit des Nationalsozialismus heraus, die Renate Delfs als junges Mädchen miterlebte. »Hast du dich als Teil des Systems gefühlt?«, »Wie sah dein Alltag aus?«,
»Wann hast du begonnen, genauer hinzusehen?« – Fragen, die die jüngere Frau
bewegen und die die ältere mit großer Offenheit beantwortet. Ein spannender und
sehr persönlicher Dialog zwischen zwei Frauen, die sich immer wieder fragen: Wie
führe ich in meiner Gegenwart ein aufrechtes Leben?

Interessant. Ich mochte die Normalität von Frau Delfs Erfahrungen. Es lies alles so nah wirken

— grule

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    Nimm mich mit nach Gestern

    grule

    14. December 2015 um 19:42

    „Nimm mich mit nach Gestern“ - Renate Delfs und Rike Schmid Nationalsozialismus in Flensburg. Der Alltag in Kriegszeit, der Umbruch, die Erinnerung an ein „anderes“Leben. Nicht nur eine interessante Lektüre, sondern auch die Einladung zu einem Gespräch. Untereinander und zwischen den Generationen, denn die Neugier und Fragen der Jüngeren können nur die Älteren beantworten. Bei diesem Buch handelt es sich um einen Briefwechsel. Freundinnen, die aus zwei völlig verschiedenen Generationen stammen. Die eine in dem Krieg aufgewachsen, den die andere nur aus Erzählungen kennt. Ich fand dieses Buch einfach unglaublich spannend. Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Erlebten. Die Offenheit von Frau Delfs, ihrer Ehrlichkeit und immer wieder Selbstkritik, gefiel mir sehr gut. Auch die Einstellung von Rike Schmid, die interessiert ist, sich das Thema zu Herzen nimmt und ihre viele Fragen. Fragen, die auch mich persönlich häufig beschäftigten. Der Briefwechsel hat mir die NS Zeit noch einmal auf eine neue Weise zugänglich gemacht, insbesondere weil Renate Delfs hier in Flensburg lebt und aufgewachsen ist. Ein Bericht von „vor der Haustür“ sozusagen. Die Beschreibung des Alltags, der Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse eines normalen jungen Mädchens machte es „realer“. Alles beginnt mit einem kurzen Urlaubsgruß, den Rike Schmid ihrer Freundin vom Filmset schicken wollte. Sie sucht Rat bei der lebenserfahrenen Renate Delfs über Entscheidungen die das Erwachsenen werden betreffen (Karierre, Studium, Wohnen usw.) auch durch einen Vergleich mit deren Kindheit und Jugend. Dadurch rückt schnell der Nationalsozialismus immer mehr in den Vordergrund. Wie sah Renates eigener Alltag aus? Was genau war der Reichsarbeitsdienst? Warum protestierte niemand? Wie sah Sie die „großen“ Männer (Hitler, Goebbels usw.)? Es sind allgemein gehaltene, z.T. aber auch sehr persönliche Fragen, die Rike stellt. Die zu Beginn des Briefwechsels Anfang 20- jährige Rike versucht die junge Renate zu verstehen. Versucht mehr zu Erfahren, als der Schulunterricht über die großen und schrecklichen Geschehnisse im dritten Reich vermittelt hat. Und Renate möchte reden, will nicht schweigen, sondern versuchen zu erklären. Was sie bewegte, erlebte, und wie es sein konnte, dass ein Mensch sich an den Krieg gewöhnen kann. Ihn bis zum Ende nicht als Falsch empfand. Ich hoffe, dass ich vielleicht ein wenig neugierig gemacht habe, da ich das Buch wirklich gut zu lesen und auch sehr spannend fand.

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