Renate Eckert Novemberfeuer

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Inhaltsangabe zu „Novemberfeuer“ von Renate Eckert

Franziska, Germanistin mit Prädikatsexamen, stürzt in eine tiefe Krise, weil ihr Mann sie durch eine Studentin ausgewechselt hat. Auch ihre 16-jährige Tochter Hannah trifft die Trennung hart. Sie idealisiert den Vater und gibt der Mutter die Schuld am Scheitern der Ehe. Franziska findet eine Stelle als Deutschlehrerin im Elite-Internat Wetterstein bei Schweinfurt, ihre Tochter Hannah wird dort für ein „Bildungsjahr“ mit aufgenommen. Dr. Martin Schuler, smarter Geschichtslehrer, könnte auch emotional ein Neubeginn werden, jedoch misstraut Franziska ihren Gefühlen. Bei einer Disko-Veranstaltung stürzt ein Schüler vom Turm des alten Schlosses in den Tod. Die Polizei ermittelt. War es Selbstmord? Mord? Zudem wird offenkundig, dass eine Schülerin schwanger ist. Franziska sieht sich zunehmend mit Aversionen ihrer Kollegen konfrontiert. In ihrer Glaubwürdigkeit gefährdet, beginnt sie auf eigene Faust mit Nachforschungen, die sie bald in ein Geflecht aus persönlichen Konflikten und dubiosen Machenschaften im Lehrerkollegium ziehen. Bald ahnt sie, das sie verfolgt wird. Wer ist der Unbekannte? Und hat er auch den Tod des Schülers zu verantworten?

Ein Psycho-Thriller der mich vollends überzeugen konnte, vor allem konnte man nie ahnen wer es gut meint und wer nicht...

— MissNorge
MissNorge

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  • Ein fesselnder Psycho-Thriller

    Novemberfeuer
    MissNorge

    MissNorge

    24. April 2016 um 10:59

    Kurz zur Geschichte:Nachdem ihr Ehemann sie mit einer jüngeren Frau betrogen hat, versucht Franziska Jennecke mit 49 Jahren einen Neuanfang zu starten. Sie bewirbt sich auf eine Stelle als Deutschlehrerin im Elite-Internat Wetterstein und zieht mit ihrer 16jährigen Tochter Hannah in das alte Schloss. Die Klassen dort sind klein und werden als "Familie" bezeichnet mit einem Lehrer oder einer Lehrerin, die die Hauptverantwortung tragen. Franziska lebt sich gut ein, bis ein Schüler aus ihrer "Familie" vom Turm des Schlosses stürzt und tot ist. Die Polizei geht vorerst von Selbstmord aus, doch in Franziska kommen innere Zweifel auf, hätte sie besser aufpassen müssen und warum hätte sich der Junge überhaupt umbringen sollen? War es vielleicht doch Mord? Franziska fängt an selbst nachzuforschen und kommt einem unglaublichen Verdacht immer näher auf die Spur. Meine Meinung: Renate Eckert ist hier ein toller und spannender Psycho-Thriller gelungen der mit fein gesetzten Nuancen, mich als Leserin, mit Andeutungen und Hinweisen durch die Geschichte begleitet hat, mit dem Ergebnis, das ich dachte, wer ist nun auf der guten Seite und wer spielt auf der bösen Seite mit. Einfach, geradlinig und schnörkellos, sowas liebe ich. Ein Schreibstil, den ich auch lange so nicht gelesen habe und Sätze, die einfach manchmal auch poetisch klingen, es aber haargenau treffen, um sich die momentan beschriebene Situation vorzustellen. Alleine schon der Charakter von Franziska Jennecke, ihr Mut sich einem neuen Lebensabschnitt zu stellen und ganz von vorne zu beginnen, hat mich als Leserin begeistert. Natürlich hat sie ihre Macken und Ecken, aber gerade das bringt sie sehr sympathisch rüber. Auch die anderen Charaktere, vor allem die der Lehrer und Lehrerinnen, sind so beschrieben, das man einfach nicht weiß, wem man trauen kann und wem besser nicht. Das bleibt bis zum Ende des Buches so und die Spannung auf die Auflösung bleibt sehr durchgängig. Durch Renate Eckert´s Schreibstil, mit kleinen dezenten Andeutungen, die manchmal in den Sätzen unterzugehen drohten, mir dann aber sofort ins Auge sprangen, kamen mir fast alle Personen verdächtig und schuldig vor. Das ist ihr sehr gut gelungen, die Ungewissheit, die mich als Leserin so angetrieben hat, das ich das Buch unbedingt als weiterlesen musste, bis zum logisch nachvollziehbaren Ende. Ein intelligenter Psycho-Thriller, an dem selbst Sebastian Fitzek, seine Freude hatte und der MUSS es ja wissen. (laut seines Kommentares auf der Rückseite des Buches)

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