Renate Feyl

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Das sanfte Joch der Vortrefflichkeit

Das sanfte Joch der Vortrefflichkeit

 (25)
Erschienen am 12.09.2011
Die profanen Stunden des Glücks

Die profanen Stunden des Glücks

 (24)
Erschienen am 29.03.2011
Idylle mit Professor

Idylle mit Professor

 (8)
Erschienen am 01.03.2000
Lichter setzen über grellem Grund

Lichter setzen über grellem Grund

 (6)
Erschienen am 18.04.2013
Aussicht auf bleibende Helle

Aussicht auf bleibende Helle

 (7)
Erschienen am 02.01.2008
Der lautlose Aufbruch

Der lautlose Aufbruch

 (4)
Erschienen am 01.05.2004
Die langen Stunden des Augenblicks

Die langen Stunden des Augenblicks

 (1)
Erschienen am 02.09.2005
Rauhbein

Rauhbein

 (1)
Erschienen am 01.01.1968

Neue Rezensionen zu Renate Feyl

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esmerabelles avatar

Rezension zu "Die profanen Stunden des Glücks" von Renate Feyl

Renate Feyl - Die profanen Stunden des Glücks
esmerabellevor 2 Jahren

Als 1771 ihr erster Roman "Das Fräulein von Sternheim" erscheint, ist niemand so überrascht über den sofortigen Erfolg, wie die Autorin selbst. Sophie von La Roche ist vor allem Ehefrau eines Mannes, der in der Regierung wichtige Posten bekleidet, vierfache Mutter und eine Dame der Gesellschaft. Das Schreiben ist für sie nur Vergnügen und Methode, um ihre moralischen Werte weiterzugeben, auf Gehalt kann sie verzichten. Doch die Lage ändert sich drastisch, als ihr Mann in Ungnade fällt und schließlich stirbt, so dass Sophie sich gezwungen sieht, selbst für die finanzielle Versorgung aufkommen zu müssen. 

In "Die profanen Stunden des Glücks" beschränkt sich Renate Feyl fast ausschließlich auf die Jahre in Sophie von La Roches Leben, in denen sie schriftstellerisch aktiv war. Sophie, die als Verfasserin des ersten deutschen Frauenromans und als die erste Frau, die von der Schriftstellerei leben konnte, gilt, und die Großmutter von Bettina von Arnim und Clemens Brentano ist, war durchaus eine ungewöhnliche Vertreterin ihrer Zeit. Auf der einen Seite vertrat sie entschieden die Werte ihrer Epoche, alle ihre Schriften, sowohl die Romane, als auch die Zeitschrift, die sie später herausgab, beschäftigten sich in erster Linie mit den Regeln des Anstandes für die Damenwelt und erteilten Ratschläge zum korrekten Verhalten in allen Lebenslagen. Trotzdem war sich Sophie nicht zu schade dazu, eben genau diese Regeln zu überschreiten und selbst, gegen den Willen ihres Mannes, in das Geschäftsleben einzutreten. Wenn auch nicht etwa, um die Rechte der Frauen einzufordern, sondern allein, weil die Not es gebot und sie darin die logischste Lösung sah. 

Der Stil des Romans ist klar und ein wenig nüchtern, wie Sophies Charakter. Es entsteht eine gewisse Distanz, die ich des öfteren bedauert habe, die aber das Gesamtbild abgerundet hat. 

Insgesamt ein interessanter Einblick in das Leben einer starken Frau, die von den Größen ihrer Zeit, u.a. Wieland, Goethe, Lenz und Schiller, bewundert und um Rat gebeten wurde, aber auch ein Teil deutscher Geschichte in einer Zeit voller politischer Unsicherheiten und Veränderungen. 

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KatalinMaerzs avatar

Rezension zu "Das sanfte Joch der Vortrefflichkeit" von Renate Feyl

Weimar hautnah
KatalinMaerzvor 4 Jahren

Caroline von Wolzogen (1763 – 1847) war Schillers Schwägerin und ebenfalls Schriftstellerin. Sie schrieb nach seinem Tod eine Biographie über ihn. „Das sanfte Joch der Vortrefflichkeit“ erzählt all das, was sie aus Rücksicht auf Zeitgenossen in der eigentlichen Biographie verschweigen musste.

Renate Feyl lässt Caroline von Wolzogen wieder lebendig werden. Aus deren Perspektive erlebt man die Weimarer Zeit und bekommt einen persönlichen Einblick in ihre Verbindungen mit bekannten schriftstellerischen Größen. Sie pflegte Freundschaften mit Friedrich Schiller, Goethe, Humboldt, von Stein, Herder, Cotta und vielen anderen. Gerade diese persönlichen Details machen den Charme des Buches aus. Auch ist es sehr interessant mitzuerleben, wie eine Schriftstellerin damals gearbeitet hat. Ich fand das Buch lehrreich und spannend.

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D

Rezension zu "Das sanfte Joch der Vortrefflichkeit" von Renate Feyl

Weimar wird lebendig
dogonvor 5 Jahren

Das Weimar zu Zeiten Goethes und Schillers ist bei der Lektüre des Buches wieder lebendig werden. Die beschriebenen Personen wurden mir zu oberflächlich geschildert und den Handlungen fehlte die Spannung. Schade. Insgesamt oberflächlich aber für schnelles Lesen am Abend nicht ungeeignet.

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Gespräche aus der Community

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Ruthlindes avatar
ich habe gerade eine Autorin entdekct, die mein Interesse für historische Romane geweckt hat. Es geht mir aber nicht um reine Romanhandlung oder reine biographische Titel, sondern gerade um eine Mischung beider, die ich biographischer Roman nenne. Oder anders ausgedrückt: Ich würde gerne etwas aus der Geschichte lesen, Personen, die ich im Geschichtsunterricht oder Kunst, Literatur etc.kennengelernt habe und das nicht als Sachbuch oder reine Biographie sondern in Romanform, wobei mir die Nähe zur Realität schon wichtig ist. Als Beipiel habe ich mal Renate Feyl angehängt. Vielleicht wißt Ihr ja noch ein zwei Titel?
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