Renate Hartwig Der goldene Skalp

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Inhaltsangabe zu „Der goldene Skalp“ von Renate Hartwig

Das Buch, das die These vom Solidarsystem entzaubert. Die Autorin weist nach: Unser Gesundheitssystem steht auf der Kippe. Seit Jahrzehnten wird es Schritt für Schritt demontiert und dabei immer teurer. Die Gier nach dem Mammon verdrängt die Sicht auf den Menschen. Ein Thriller der besonderen Art! Zitat Geldmaschine Kassenpatient ein Thriller der besonderen Art, in den wir alle verwickelt sind. Und den wir mit unseren Kassenbeiträgen auch noch finanzieren! (Renate Hartwig)

Nach immerhin 6 Jahren Recherche legt die Autorin ein subjektives, eher zum Lachen reizendes Buch über unser Gesundheitssystem vor.

— Bücherwurm
Bücherwurm

unser Gesundheitssystem auf dem Prüfstand, ausführlich und gut recherchiert

— gusaca
gusaca

Hinter den Kulissen des Gesundheitssystems

— Liebes_Buch
Liebes_Buch

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  • sehr subjektiv, sehr schade

    Der goldene Skalp
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    30. August 2014 um 21:53

    Seit einer Woche quält mich der Gedanke, dass ich zu diesem Buch eine klare und aussagekräftige Rezension schreiben soll. Bis hin zu fürchterlichen Alpträumen, nicht ob unserer Krankenkassen, sondern der Tatsache geschuldet, dass ich einer Autorin nach 6 mühevollen und fleißigen Jahren ganze 2 Sterne vermachen möchte. Im vorliegenden Buch "Der goldene Skalp" mit dem Untertitel "Wie uns die mafiösen Machenschaften der Gesundheitsindustrie das Fell über die Ohren ziehen" beschäftigt sich Renate Hartwig mit unseren Krankenkassen im näheren und weiteren Sinne. Sie klärt den Leser auf über die Abrechnungen der Hausärzte, verfolgt den Weg des Geldes vom Lohnabzug des Versicherten bis in den Geldbeutel des Arztes. Sie gibt uns Einblick in die Diagnose-Kataloge des Arztes und macht klar, warum welchen Menschen eine Behandlung trotz Zahlung regelmäßiger Beiträge vorbehalten wird und wieso generell das frühere Bild des gelassenen und allwissenden Doktors heute mehr als unpassend ist. Das Buch ist sehr leicht und locker zu lesen, die Autorin betont mehrfach, wie verbissen sie um manche geheimen Informationen kämpfen musste und dass alles im Buch mehrfach geprüft und belegbar ist. Sie beschäftigt sich mit der Einführung der neuen Gesundheitskarte, dem Leistungsspektrum der Ärzte und des Pflegepersonals, der Privatisierung von staatlichen Krankenhäusern bis hin zum Wahnsinn der machthungrigen Politiker. Beim Lesen springt dem Leser die Verzweiflung, die Energie und auch Wut der Autorin förmlich entgegen. Allerdings, und das wird auch zunehmend deutlich: Die Subjektivität, mit der die Autorin an die Themen herangeht.  Von einem Sachbuch erwarte ich eine sachliche Gegendarstellung von negativen wie positiven Argumenten, schön wären Schaubilder und Tabellen mit Statistiken gewesen, stattdessen reizte mich die Lektüre mehr und mehr zum Lachen. Eine Autorin, die sich seitenweise über den Geiz der Schwaben aufregt, über die Verbrüderung der Bayern unterm Tisch und die nach Hunderten von Seiten feststellt, dass eine Demokratie NICHT gerecht und Gesetze nicht selbstredend liebevoll eingehalten, sondern umgangen werden .... ja, bitte, von welchem Stern, aus welchem Paralleluniversum stammt Frau Renate Hartwig? Sie schwärmt ein ganzes Kapitel über die netten Schweizer, die ich mein Lebtag als arrogant, ausländerfeindlich und den Nationalstolz pflegend, erlebt habe. Fast in jedem Kapitel hätte ich als Veterinärin und Akademikerin gerne Veto eingelegt. Ich finde zwar die Einblicke in die Vorgehensweise der Abrechnung der Ärzte sehr interessant, denke aber, der Aufruf der Autorin nach Nächstenliebe wird sinnlos verhallen. Mit einem so subjektiven Umgang mit -ich sage vorsichtig- Problem, das nicht weltbewegend ist, wird Frau Hartwig zwar Öl in brennende Feuer gießen, aber nichts verändern. Und zu der Frage, warum viele Berliner so emotionslos auf die Reförmchen der Politik reagieren, möchte ich der Autorin zurufen: Weil wir hier andere, grundlegendere Probleme haben, wie beispielsweise nicht mehr zahlbare Mieten, über 20.000 stromlose Haushalte, hohe Verschuldungen trotz Mehrfachjobs und einer grandios ansteigenden Aggressivität. Alles Gute für Sie, Frau Hartwig!

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  • Leserunde zu "Der goldene Skalp" von Renate Hartwig

    Der goldene Skalp
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der fontis-Verlag (Brunnen Basel) stellt drei Exemplare des Buches „Der goldene Skalp-Wie uns die mafiösen Machenschaften der Gesundheitsindustrie das Fell abziehen“ von Renate Hardwig zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag für die Unterstützung der Leserunde!                                                „Vor 20 Jahren hat die Publizistin Renate Hartwig mit ihrer unerschrockenen Art gegen "Scientology" gekämpft. Heute klagt sie ein anderes System mit skandalösen Zügen an: unser Gesundheitswesen, das durch die Politik gedeckt ein mafiöses System betreibt. Messerscharf recherchiert Hartwig, wie die Idee, Menschen zu helfen, in eine Kommerzmaschine umgewandelt wurde. Sie zeigt auf, wer profitiert, wohin die Gelder verschwinden und wie die Bürger ausgeplündert werden: monetär, seelisch und als Ersatzteillager. Im Zentrum stehen nicht weniger als die Frage nach der Würde des Menschen und der Umgang mit Leben und Tod. Dem Kommerz zum Trotz: Der Mensch ist mehr als nur ein Glied in der finanziellen Wertschöpfungskette!“ Bitte bewerbt euch bis zum 16. Juni 24 Uhr hier im Thread und beantwortet die Frage, wo/ob euch bereits Schwachpunkte am Gesundheitssystem aufgefallen sind. Bitte beachtet, dass Arwen10 die Bücher selber verschickt. Deshalb müssen wir euch darum bitten, im Gewinnfall 1,60 Euro Portokosten zu überweisen. Bitte bewerbt euch nur, wenn ihr dazu bereit seid. Die Bücher werden erst nach der Überweisung des Geldes versendet. Im Gewinnfall verpflichten sich die Teilnehmer der Leserunde, innerhalb von ca. vier Wochen zum Austausch in allen Abschnitten sowie zum Schreiben einer Rezension. Diese wird bitte nicht nur bei Lovelybooks, sondern auch auf einer anderen Internetseite (amazon, Verlagshomepage…) veröffentlicht. Bitte beachtet außerdem, dass es sich um eine CHRISTLICHE Leserunde handelt. Der Glaube an Gott spielt in diesem Buch eine Rolle. Ich freue mich sehr auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun.

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  • Ein kritischer Blick auf das deutsche Gesundheitssystem

    Der goldene Skalp
    LEXI

    LEXI

    04. August 2014 um 22:37

    Renate Hartwig bezeichnet dieses Buch als einen „Höllenritt durch unser Gesundheitssystem“. Der Tanz um das „Goldene Kalb“, die Gier nach dem Geld, mit dem ihrer Ansicht nach das System verseucht ist, spielt eine zentrale Rolle in dieser Abhandlung, die zeigt, wie sehr die Kassenpatienten zur Kasse gebeten, dabei aber keine detaillierte Informationen über die Verwendung ihrer Beiträge erhalten. Die Autorin berichtet sehr direkt und anhand vieler Beispiele aus der Berufspraxis von Ärzten, Therapeuten, Pflegern wie auch Patienten und ermuntert ihre Leser, mutig zu sein, aufzustehen und Engagement zu zeigen, zu protestieren. In insgesamt 13 Kapiteln vermittelt sie Einblicke in ihre umfangreichen Rechercheergebnisse. Sie klagt dabei aber nicht nur das Gesundheitssystem an, sondern weist auch auf Patienten hin, die ihrerseits zu „Schnäppchenjäger“ werden, die das Gefühl für den Wert der Dinge und das Bewusstsein dafür verloren haben, dass wir selber ebenso eine Verantwortung für dieses System haben. Dieses Buch war in vielen Bereichen für meine Person „Augen öffnend“, beleuchtet die Situation der Krankenkassen, der Ärzte, der Patienten, warnt davor, den Menschen als Produkt, und Krankheit als Ware zu sehen, und dies über den Wettbewerb marktgerecht zu organisieren. Renate Hartwig beschreibt, mit welcher Raffinesse und welchem Geschick Verschleierungstaktiken aufgehen, wie wenig der Beitragszahler im Grunde tatsächlich über die Hintergründe unseres Gesundheitssystems weiß, und wie Systemfehler passieren können. Sie weist auf die Pharmaindustrie, die Klinikkonzerne, die IT-Industrie und die Beratungswirtschaft hin, die sich ihrerseits um das „goldenen Kalb“ scharen. Sie beschreibt das Gefühl des Ausgeliefertseins angesichts der Erkenntnis, dass Menschen überall im Land dieselben Erfahrungen machten, erzählt von ihren Ängsten, ihrer Hilflosigkeit und Ohnmacht angesichts der Tatsache, dass Anerkennung der Leistungen oder Wertschätzung immer unwichtiger werden. Renate Hartwig fordert von den Kassenpatienten mehr Selbstbewusstsein als Hauptfinanzierer dieses Systems, das ihrer Aussage nach bewusst undurchsichtig und intransparent gehalten, verbürokratisiert, überverwaltet und durch unzählige Gesetze eingeengt wird. Ich darf die Lektüre dieses interessanten Buches durchaus als bereichernde Leseerfahrung bezeichnen, jedoch fehlten mir als Einwohnerin eines anderen europäischen Landes einige Wissensinhalte die im Buch thematisierten deutschen Institutionen, deutscher Politiker und die geltenden Gesetze Deutschlands betreffend. Fazit: Eine klare Leseempfehlung und fünf Bewertungssterne für dieses Buch, das einen kritischen Blick aus der Sicht der Kassenpatienten auf das deutsche Gesundheitssystem wirft.

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  • Ein Blick in die Tiefen des Gesundheitswesens

    Der goldene Skalp
    Sonnenwind

    Sonnenwind

    13. July 2014 um 19:20

    Renate Hartwig hat bereits vier Bücher geschrieben, in denen sie sich zunehmend mit der Gesundheitspolitik beschäftigt. Und Dinge aufdeckt, die die Schuldigen lieber geheim halten wollten. Wer sich für das interessiert, was sich in den Tiefen unseres Gesundheitswesens versteckt, sollte dieses Buch lesen. Die Autorin beschäftigt sich schon seit Jahren mit dem, was im deutschen Gesundheitswesen geschieht - und ganz besonders mit den Hintergründen. Die hat sie in diesem Buch konzentriert, treffend und belegt zusammengefaßt. Nichts ist Fiktion, nichts ist übertrieben - aber alles ist erschreckend. Wir leben in einem System, in dem die Masse der Kleinen einen Regen von Vorteilen auf einige wenige Privilegierte bezahlt. Und es nicht mal merkt. In diesem Buch wird deutlich, wo die Nutznießer sitzen und auf welchen Wegen sie ihr Wohlstandsleben auf Kosten der Kleinen verwirklichen. Es ist nicht so, daß die ständigen Zuzahlungen und Extra-Beiträge nötig wären, um die Leistungen des Gesundheitssystems zu bezahlen. Im Gegenteil: Unser Gesundheitssystem hat einen überdimensionalen Wasserkopf, und diese sonnenbadenden Kontrolleuere schöpfen für sich den Rahm ab. Immer mehr Vorschriften und "Dokumentationen" machen der arbeitenden Bevölkerung - in diesem Fall den Angestellten von Krankenhäusern und Arztpraxen - das Leben schwer und haben keinen Nutzen als nur die Unkosten zu erhöhen. Aber es wird gar nichts geschehen, wenn wir uns nicht wehren, auch zum Beispiel gegen diese Mißgeburt der neuen "Gesundheitskarte", die nichts weiter bewirkt als das Modell des gläsernen Patienten in die Wirklichkeit umzusetzen. Und keinesfalls sicher ist. Wer Interesse an unserem Volk und Land hat, sollte dieses Buch sorgfältig durcharbeiten - und die Konsequenzen ziehen!

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  • unser Gesundhwitssystem auf dem Prüfstand,

    Der goldene Skalp
    gusaca

    gusaca

    08. July 2014 um 09:54

    Die Autorin Renate Hartwig hat in diesem Sachbuch die Ergebnisse ihrer acht JAhre dauernden  REcherchearbeiten  zum Thema der Kapitalinteressen unserer GEsundheitspolitik zusammengefaßt. DAbei macht sie dem Beitragszahlern also uns klar, mit welchen Zahlen und FAkten die Krankenkassen, kassenärztlichen VEreinigungen, die Ärzte und Pharmazieunternehmen jonglieren. Und schnelle wird dem LEser bewußt, dass die zahlende BEvölkerung oft genug für dumm verkauft wird. Der GEldfluss wird bewußt verschleiert und ein großer TEil unserer BEiträge wird für teilweise unnötige VErwaltungskosten, IT-Systeme, E-CArds, unnötige Maßnahmen  u.ä. verschleudert. Von allen Seiten wird vergessen, dass es sich um ein Solidarsystem handelt, in dem GEsunde für Kranke zahlen. Stattdessen versucht jeder soviel wie möglich für eigenen Interessen abzuzwacken. Gewinnmaximierung hat in einem Solidarsystem eigentlich nichts  zu suchen. Dieses Profitstreben gilt für die Krankenkassen, die Ärzte, die Pharmaunternehmen genau so wie für den BEitragszahler, der für seine BEiträge auch soviel wie möglich herausbekommen möchte. DAs kann auf Dauer nicht funktionieren. Leidtragende sind am Ende die Kranken, die von überlasteten Pflegekräften, unzufriedenen Ärzten und mit den günstigsten Mitteln in kürzester ZEit betreut werden. Einiges der gelesenen INformationen war für mich vollkommen neu und hat mich schockiert. Ich habe auch relativ lange für dieses Buch gebraucht, weil man es nicht so einfach runterlesen kann. Viele sachliche Dinge haben mich auch etwas überfordert, weil man mit sehr vielen ZAhlen und gesundheitspolitischen Fakten überschüttet wird. Manchmal hätte ich mir eine etwas einfachere Sprache gewünscht, aber wahrscheinlich würde dann auch ein Teil der Dinge nicht richtig wiedergegeben werden. INsgesamt gesehen haben mich die Informationen bereichert, wenn ich auch zugeben muß , dass ich mich teilweise beim LEsen schwer getan habe.

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  • Bitter

    Der goldene Skalp
    Liebes_Buch

    Liebes_Buch

    15. June 2014 um 19:39

    Renate Hartiwig hat viele Jahre im Gesundheitswesen recherchiert und als Aktivistin die Nöte von Patienten, Pflegepersonal, Ärzten und Krankenkassen miterlebt. Sie beschreibt ein Haifischbecken, in dem vor allem Angst und Gier herrscht. Eine Stärke dieses Buches ist es, dass Hartwig über Geld spricht. Und war sehr konkret. Sie hat als eine der wenigen versucht, den Lauf des Geldes zu verfolgen und damit Tricks und Vertuschungen aufgedeckt, die man als Laie nicht kennt. Erstmals habe ich auch erklärt bekommen, wie Ärzte abrechnen und bezahlt werden. Ein weiteres Highlight stellt in meinen Augen dar, dass die Autorin herausgearbeitet hat, welche Rolle die Kassenärztliche Vereinigung spielt. Ich hatte noch nicht gewusst, dass unsere Krankenkassen IT-Firmen unterhalten, die Softwear entwickeln. So hat sich das Gesundheitssystem verlagert weg von der Versorgung Kranker hin zum Mega-Projekt der Gesundheitscard, das 14 Milliarden € verschlungen hat. In mir kommt der Verdacht auf, dass Gerd Schröder mit der Praxisgebühr keine Kosten zur Behandlung der Patienten gedeckt hat, sondern wir mit diesen Extrabeiträgen sein Projekt der digitalen Patientenverwaltung finanziert haben- auf Kosten unserer Gesundheit. Zudem scheinen einige Vorgänge um die Gesundheitskarte illegal zu sein. Warum hat die Staatsanwaltschaft nicht eingegriffen? Im Gegenteil, warum werden in Deutschland Rechtsanwälte, die Patienteninteressen vertreten, mit Berufsverbot bedroht? Als ich bei der Einführung der Gesundheitskarte meine Krankenkasse fragte, auf welchem Server meine Daten gespeichert würden, so wusste sie es nicht. Trotzdem sei alles völlig sicher.  Renate Hartwig hat zudem den Beinahe-Aufstand der Bayerischen Ärzte mitverfolgt und beschreibt, wie das Ruder in der deutschen Gesundheitspolitik fast herumgerissen worden wäre, aber eben nur fast.  Ich selber war jahrelang im Selbsthilfewesen tätig, das von der Pharmaindustrie und Ärzten bedroht und bestochen wird. Darum glaube ich Frau Hartwig jedes Wort in diesem mit frechem Schnabel erzählten Buch. Ich persönlich denke, dass medizinische Versorgung immer mehr nur für Reiche zugänglich sein wird. Das schockierende an diesem Themenbereich ist es zu sehen, wie wenig ein Menschenleben in unserer Gesellschaft wert ist. Wir merken alle, dass die Zustände sich dramatisch verschlechtern, aber wir freuen uns, wenn es andere betrifft und nicht uns- einen Solidarpakt gibt es in unseren Herzen nicht und auf dem Papier ebenfalls nicht mehr. Ein Buch für Mutige, die sich trauen hinzusehen.

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