Renate Kaiser 750 Gramm pro Woche

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Inhaltsangabe zu „750 Gramm pro Woche“ von Renate Kaiser

Tabea ist verzweifelt! Nach dem Umzug wird sie in der neuen Schule von ihren Mitschülern ignoriert. Nur Niklas, den alle nur „Professor“ nennen, scheint sich für sie zu interessieren. Die angesagte Mädchen-Clique hingegen macht sich bei jeder Gelegenheit über sie lustig. Dabei ist es Tabeas sehnlichster Wunsch, von Aurelia, Dana und Celine akzeptiert zu werden. Als Tabea zu einem Club-Treffen der Clique eingeladen wird, ist sie überglücklich. Um Mitglied des Clubs zu werden, muss sie 750 Gramm pro Woche abnehmen. Als Tabea das Ziel nicht erreicht, wird sie von den Mädchen gedemütigt … Ein Roman um Magerwahn, Gruppendruck, Lügen, Stress mit der Familie, locker und spannend erzählt.

Tolles Buch! Eine gute "Mutter-Tochter-Lektüre".

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  • Rezension zu "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser

    750 Gramm pro Woche
    Sophia!

    Sophia!

    21. April 2012 um 01:11

    Auf eindrucksvolle Weise schildert die Autorin Renate Kaiser, welche negativen Konsequenzen ein Umzug mit verbundenem Schulwechsel und einem Umgang mit falschen Freunden haben kann. _ Tabea ist 13, als sie aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen wird. Ihre Eltern ziehen in eine neue Stadt und entreißen Tabea ihren bisherigen Freunden. An der neuen Schule fällt es dem Mädchen vergleichsweise schwer, neue Freundschaften zu schließen. Der einzige, der überhaupt mit ihr spricht, wird von allen anderen nur verächtlich „Professor“ genannt. Doch Tabea möchte nicht zu den Außenseitern gehören. Nur mühsam gelingt es ihr, innerhalb einer Mädchenclique Fuß zu fassen. Als sie sich das erste Mal treffen, machen diese sich jedoch schon über Tabeas Äußeres lustig. Obwohl sie eine normale, durchaus schlanke Figur hat, empfinden Aurelia, Celine und Dana ihr Gewicht als unpassend und machen Scherze darüber. Doch Tabea möchte unbedingt dazu gehören. Daher lässt sie sich darauf ein, jede Woche an Gewicht zu verlieren. Doch egal was sie tut, ihre neuen Freundinnen sind damit nicht gerade zufrieden. Damit treiben die Tabea immer mehr in einen Teufelskreis aus Essensverzicht und Abnehmen. Wird sie die Wahrheit erkennen, bevor es zu spät ist? _ Was in einer medial geprägten Welt, in der Serien wie Germany's next Topmodel den Schlankheitswahn regelrecht propagieren, wird es gerade für junge Mädchen immer schwieriger, diesem Schönheitsideal zu entsprechen. Und auch die Einsicht, dass zu Schönheit eben mehr gehört, als ein knöchernder Körper, stellt sich immer seltener ein. Verunsicherung und der Wunsch dazuzugehören, stellen wichtige Risikofaktoren im Leben eines jungen Mädchens dar. In dieser Geschichte begleiten die Leser die Protagonistin auf ihrem schwierigen Weg und können beispielhaft lernen, was wirklich zählt in einer Freundschaft. Ein didaktisch anspruchsvolles, empfehlenswertes Jugendbuch!

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  • Rezension zu "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser

    750 Gramm pro Woche
    isag

    isag

    30. October 2011 um 21:21

    Dieses Buch finde ich von der Thematik her eigentlich ganz interessant für die Zielgruppe - allerdings gefällt mir die Umsetzung leider nicht besonders gut. Die Personen werden größtenteils oberflächlich dargestellt, und wirklich nichts davon könnte ich aus meiner eigenen - zugegebenermaßen schon etwas in der Vergangenheit liegenden - Erfahrung bestätigen... Zumindest ist sichtbar gewesen, daß Tabea sehr wohl wusste, daß der Abnehmwahn der Clique nicht gut ist - sonst hätte sie das die - zum Glück nur - 2 Wochen zu Hause nicht so verheimlicht... Ansonsten kenne ich aus meiner Schulzeit weder, daß keiner neugierig auf neue Mitschüler(innen) wäre (und bei uns gab es immer wieder mal welche), noch daß diese auch nach Wochen noch so überhaupt gar keinen Anschluß gefunden hätten... So eine ach so beliebte Clique gab es auch nicht - eher ein paar Gruppierungen von jeweils mehreren, die sich eben je nach Interessen und Hobbies so gefunden haben, aber auch da hat man sich untereinander unterhalten... Hier wird einfach tief in die Klischee-Kiste gegriffen - auch was Niklas betrifft, der der "typische" Streber ist... Das Ende fand ich dann auch ziemlich oberflächlich - einfach ignorieren statt die ganzen angedeuteten Probleme von Gruppenzwang über Magerwahn und Markenwahn bis hin zur Suche nach echten Freundschaften zu thematisieren. Genau da hört das Buch dann aber leider auf. Sehr schade, aus dem Thema hätte man mehr machen können, und der Schreibstil war für die Zielgruppe fand ich passend, aber das war leider auch schon alles...

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  • Leserunde zu "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser

    750 Gramm pro Woche
    RenateKaiser

    RenateKaiser

    Am 06. Juni startet eine Leserunde des Jugendromans "750 Gramm pro Woche". Er behandelt die Themen Magersucht, Ausgrenzung, Anerkennung in der Clique, Außenseiter. Das Buch richtet sich an Jugendliche ab ca. 12 Jahren. Der Schenk Verlag stellt 20 Leseexemplare zur Verfügung, für die man sich jetzt bewerben kann. Ich freue mich auf einen regen Austausch mit euch zu diesem leider immer aktuellen Thema.

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  • Rezension zu "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser

    750 Gramm pro Woche
    Starbucks

    Starbucks

    23. July 2011 um 18:36

    Ein Umzug, eine neue Schule, Eltern, die einen nicht verstehen und auch noch den kleinen Bruder bevorzugen! So geht es Tabea, die sich erst einmal schwertut, neue Freunde im Rheinland zu finden. Dumm, dass sich auch nur der Streber der Klasse für sie interessiert, der in der Pause lieber Bücher liest, als mit anderen zu reden. Nett ist er ja, der Niklas, aber ein totaler Außenseiter, den alle nur 'Professor' nennen, während die tolle Mädchenclique einen Bogen um Tabea macht oder sie hänselt. Als Tabea endlich zu einem Treffen der Clique eingeladen wird, stellt sich heraus, dass die Mädels nicht nur Alkohol trinken, sondern auch noch das Ziel haben, pro Woche 750 Gramm abzunehmen. Tabea macht zögernd mit, erkennt aber schließlich doch, wer die richtigen Freunde sind.. '750 Gramm' pro Woche ist kein Buch, dass die Magersucht eines Mädchens beschreibt. Es thematisiert aber, wie einfach Mädchen (und sicher auch Jungen) da hineinfallen können; es geht um Einsamkeit, Gruppenzwang, Freundschaft, Markenzwang, etc, alles, was Jugendliche heute in der Schule so erleben... Dabei hatte ich durchaus erst erwartet, mehr über Magersucht zu lesen, dachte auch, das Buch ist bald durch, wann kommt es denn endlich? Im Nachhinein betrachtet gibt dieses Buch, so wie es geschrieben ist, aber viel mehr Anlass für Diskussionen und gibt damit auch viel für den Unterricht (Deutsch/Biologie) her. Das Buch ist in sich sehr schlüssig und gut aufgebaut, es gibt einen deutlichen Höhepunkt mit Aha-Effekt. Auch die Eltern von Tabea, die anfangs eher emotionslos dargestellt werden, wenden sich. Für sie ist Umzug und Jobwechsel natürlich auch nicht einfach, und während der jüngere Bruder sich mit seinen Wünschen und Sorgen eher bemerkbar macht, behält Tabea ihre Sorgen eher für sich. Ganz normal für Mädchen in diesem Alter. Auch die Länge des Buches ist für das Alter sehr angemessen. Das Cover ist sehr ansprechend. Der LWC-Club sollte in der Beschreibung im Umschlag aber bitte nicht Loose, sonder Lose-Weight-Club heißen! Ich hatte per PN einen sehr sehr regen Kontakt mit der Autorin und finde, sie ist sehr professionell und aufgeschlossen. Ich wünsche mir noch mehr solcher Geschichten mit ähnlich problematischen Themen für Jugendliche. Alles in allem lese ich selbst nicht so gern Kinderbücher und hatte mich wegen des Themas beworben, aber dieses Buch steht schon in meinem 'Keeper'-Regal und wird auch seinen Weg in meinen Unterricht finden!

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  • Rezension zu "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser

    750 Gramm pro Woche
    Kerstin83

    Kerstin83

    20. July 2011 um 18:43

    Die 13jährige Tabea ist verzweifelt. Nach dem Umzug mit ihrer Familie fällt es ihr schwer Anschluss in der neuen Schule zu finden. Nur der Außenseiter Niklas scheint Interesse an ihr zu haben. Und die angesagte Mädchen-Clique macht sich ständig über sie lustig. ZU allem Überfluss nervt auch noch daheim die Mutter. Doch nach einiger Zeit scheint sich das Blatt zu wenden. Sie wird von der Clique eingeladen. Was alles ganz toll aussieht entpuppt sich als Albtraum. Um dazuzugehören muss Tabea, die eigentlich schon schlank ist, mindestens 750g die Woche abnehmen. Das kann ja nicht gut gehen… Dieser Jugendroman handelt von Magerwahn, Gruppendruck, Lügen und Stress mit der Familie. Also Probleme, mit denen sich viele Jugendliche in diesem Alter auseinandersetzen müssen. Renate Kaiser schafft es in ihrem Buch genau den richtigen lockeren Tonfall zu treffen und auf 144 Seiten Lesespaß mit viel Tiefgang zu schaffen. Man kommt ins Nachdenken und kann sich genau in die Welt von Tabea hineinversetzen. Mein Fazit: Dieses Buch ist genau die richtige Lektüre für Lehrer und Schüler. Das Buch bietet aktuelle Probleme und viel Stoff zum Diskutieren.

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  • Rezension zu "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser

    750 Gramm pro Woche
    sonjastevens

    sonjastevens

    01. July 2011 um 01:40

    Tabea ist 13 und verzweifelt, denn ihr ganzes Leben wird mit einem Mal aus den Bahnen gerissen: sie muss mit ihrem Eltern und mit ihrem jüngeren Bruder von Stuttgart in die Nähe von Düsseldorf ziehen. Niemand schert sich darum, dass sie es nicht will, sie will nicht weg von dem süßen Typen in der Schule und erst recht nicht von ihren Freundinnen. Und wie sie schon ahnte wird der Einstieg in die neue Schule und auch allgemein ihr neues Leben nicht einfach. Hilfreich ist auch nicht, dass ihre Mutter sie nervt - typisch Eltern! Zuerst bekommt sie Anschluss in der Schule zu einem Außenseiter, den Professor, später ist auch die In-Mädchen-Clique an ihr interessiert, jedoch verlangen sie schier unmögliche Dinge von ihr, z.B. ist sie - ein normal gebautes Mädchen - viel zu fett und so muss sie pro Woche 750 Gramm abnehmen: das kann ja eigentlich gar nicht gut gehen! "Ein Roman um Magersucht, Gruppendruck, Stress in der Familie, locker und spannend erzählt" (Buchrücken). Das Buch ist auch für Erwachsene toll zu lesen, aber für Mädchen ab 11 / 12 Jahren wirklich perfekt, das Buch ist nicht zu dick, die Story einfach, aber sehr interessant. Mir, als Erwachsene, hat etwas Tiefe gefehlt, aber da ich nicht zur Zielgruppe gehöre ist das nur eine Anmerkung, keine Kritik! Die Autorin geht mit einigen Problemen, auf die Jugendliche auf ihrem Weg zum Erwachsen werden stoßen könnten, sehr toll um - nicht wie man vielleicht erwarten könnte mit erhobenen Zeigefinger, sondern mit einer lockeren und spritzigen Art, so dass man wirklich Spaß beim Lesen des Buches hat.

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  • Rezension zu "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser

    750 Gramm pro Woche
    mabuerele

    mabuerele

    23. June 2011 um 19:56

    Tabea muss mit ihren Eltern von Stuttgart ins Rheinland ziehen. Sie ist alles andere als begeistert. Sie muss ihre Freundinnen verlassen und sich neu orientieren. Die Eltern sind ihr dabei keine große Hilfe. Als sie das erste Mal die siebte Klasse betritt, fühlt sie sich wie auf dem Präsentierteller. Auch in der Pause interessiert sich keiner für sie. Mit Niklas, von allem Professor genannt, kommt sie ins Gespräch. Er klärt sie über die Verhältnisse in der Klasse auf. Die angesagte Clique wird von Aurelia geleitet. Doch Niklas warnt sie vor diesem Mädchen. Im Schwimmclub trifft Tabea Dana, ein Mitglied aus Aurelias Clique… Es ist ein gut gemachtes Jugendbuch. Die Probleme, die für Tabea mit dem Verlust der alten Freunde und dem Kampf um Anerkennung im neuen Milieu entstehen, werden von ihr selbst erzählt. Die Geschichte ist glaubwürdig und könnte in jedem Ort so passiert sein. Zickenkrieg, Gruppenzwang, erste Freundschaft, falsche Ideale werden thematisiert. Häusliche Konflikte werden nicht ausgespart. Das Thema Magersucht hätte ich mir allerdings ausführlicher gewünscht. Wieso Aurelias Mutter die Bestrebungen der Tochter unterstützt und die Gefahren verkennt, ist für mich unverständlich. Hier greift das Buch zu kurz. Niklas` Charakterisierung von Aurelia zeigt die Schwierigkeit, die sich für andere und, so wie es ausgedrückt wird, auch für die Lehrer ergeben. Es siegt der schöne Schein über innere Werte. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass dies bisher keinen Lehrer aufgefallen ist. In der Erzählung geht unter, wie die Mitschüler zu Aurelia stehen. Gibt es weitere Cliquen? Während wir über die Jungen das Wichtigste von Niklas erfahren, sind die Verhältnisse zwischen den Mädchen eher unklar. Ergänzt wird die Geschichte durch den Einbezug von Tabeas jüngeren Bruder Aaron. Er findet schnell Freunde, ist von der neuen Schule und den Möglichkeiten, Fußball spielen zu können, begeistert. Weniger begeistert sind die Eltern von Wortwahl und Umgangston, die sich bei Aaron einschleichen. Der positive Mittelpunkt des Buches ist für mich Niklas. Für einen Jungen dieses Alters ist er schon sehr reif. Schön, dass er zu Tabea steht. Das Buch lässt sich flüssig lesen. Für ein Jugendbuch ist der Umfang angemessen. Die Sprache entspricht dem aktuellen Umgangston.

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  • Rezension zu "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser

    750 Gramm pro Woche
    ginnykatze

    ginnykatze

    16. June 2011 um 23:19

    Wenn die Waage der ständige Begleiter wird !!!!!! Zum Inhalt: Die 13jährige Tabea ist ein glücklicher Teenager. Sie wohnt in Stuttgart, hat zwei nette Freundinnen und geht aufs Gymnasium. Als sie dann erfährt, dass sie umziehen, ist sie sauer. Ihre Eltern haben es lange vor den Kindern verschwiegen, denn sie hat noch einen kleinen Bruder, Aaron. Als nun der Umzug ansteht, will Tabea überhaupt gar nicht weg. Sie steht in ihrem leeren Zimmer und spricht mit ihrem Ahornbaum, der vor ihrem Fenster steht. Nun ist aber ihre Mutter so langsam sauer und zerrt sie zum Auto, damit sie endlich losfahren können. Im Rheinland angekommen, geht das ganze Theater weiter. Tabea ist recht aufsässig und schon recht beleidigend ihrer Mutter gegenüber. Sicher der Umzug ist eine große Belastung, aber nicht nur für sie. Als sie nun in ihre neue Schule kommt, ist sie die Außenseiterin. Keiner spricht mit ihr und sie beobachtet von Ferne drei Klassenkameradinnen. Das ist die berühmt-berüchtigte Mädelsclique. Die angesagteste der ganzen Schule. Gerne möchte Tabea dabei sein, aber vorerst wird sie nur als Maultasche betitelt. Einzig Niklas tastet sich langsam an Tabea heran. Er sitzt immer allein auf einer Mauer und liest. Als sie sich zu ihm setzt, fängt er ein Gespräch mit ihr an und er erzählt auch von der Mädelsclique. Nun muss Tabea auch noch zum Schwimmtraining, ihre Mutter will das so und hat sie angemeldet. Dort angekommen stellt sie fest, dass auch Dana dort ist. Sie wittert ihre Chance und versucht, mit Dana ins Gespräch zu kommen. Langsam nun kommt sie den drei Mädels näher. Als Aurelia dann auf dem Schulhof zu ihr kommt und sie zu sich nach Hause einlädt, ist Tabea wunschlos glücklich. Bei diesem Besuch wird sie dann darauf hingewiesen, wie fett sie doch ist. Sie kommt nicht im Entferntesten an die Gewichte von Aurelia, Celine und Dana heran. Das heißt also, wenn sie vollwertiges Mitglied dieser Clique werden will, dass sie in der Woche 750 g abnehmen muss. Die anderen Drei haben schon andere Ziele, weil sie ja so viel dünner sind. Die erste Woche läuft auch relativ gut, aber in der zweiten schafft Tabea die Vorgabe nicht. Nun lernt sie die Mädels so kennen, wie sie tatsächlich sind. Jetzt beende ich meine Zusammenfassung, denn sonst braucht ihr nicht selbst lesen. Fazit: Das Buch ist ein Jugendbuch und auch in der entsprechenden Sprach- und Leseweise geschrieben. Renate Kaiser hat den Ton voll getroffen, den pupertierende Teenis so drauf haben. Es lässt sich flüssig und leicht lesen. 750 g pro Woche haucht das Thema Magersucht leicht an, da hätte ich mehr eigentlich mehr gewünscht. Vor allem aber mehr Aufklärung , denn egal ob im Fernsehen oder in den Zeitschriften, ist der Magerwahn allgegenwärtig. Sicherlich ist in diesem doch recht dünnen Buch auch der Platz dafür nicht vorhanden. Ich wünsche mir, dass es von vielen Jugendlichen gelesen wird und dann eben die Gedankenwelt angekurbelt wird und die Nachfragerei dadurch zustande kommt. Hier vergebe ich 4 von 5 Sternen, weil das Buch Anregung bringt und es mir auch wirklich gut gefallen hat. Eine eindeutige Leseempfehlung an Lehrer und Jugendliche kommt hier von mir.

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  • Rezension zu "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser

    750 Gramm pro Woche
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. June 2011 um 14:45

    Inhalt Die 13-Jährige Tabea kommt nach einem Umzug von Stuttgart ins Rheinland in eine neue Klasse. Wie befürchtet, findet sie keinen Anschluss an ihre neuen Schulkameraden, die bereits feste Cliquen gebildet haben. Außer Niklas, oftmals auch „Professor“ genannt, scheint sich auch niemand für Tabea zu interessieren. Und die absolute In-Clique um Aurelia herum, macht ihr zusätzlich das Leben schwer. Dabei scheint Dana, eine Freundin von Aurelia, eigentlich ganz nett zu sein. Tabeas größter Wunsch ist es, zu dieser Clique zu gehören und sich mit Aurelia, Dana und Celine anzufreunden. Als sie dann endlich eine Einladung zu dem begehrten Treffen der Drei bekommt, ist sie ganz aus dem Häuschen. Bei dem Treffen merkt sie, dass sie bei den drei Mädchen in einem ganz besonderen Club gelandet ist. Dem Lose-Weight-Club. Aurelia u. Co haben es sich zum Ziel gemacht, schon bald Size 0 tragen zu können. Für die Freundschaft der drei Mädchen muss Tabea dem Club beitreten und 750 Gramm pro Woche abnehmen. Niemals hätte sie gedacht was passiert, wenn sie dieses Ziel nicht erreicht… Hintergrund Magerwahn, Gruppenzwang, Integration in eine neue Klasse und Stress mit den Eltern sind die Hauptbestandteile dieses Romans. Tabea ist eine ganz normale Jugendliche, der es gar nicht passt, dass sie den Wohnort und die Schule wechseln soll. Natürlich hat sie die begründete Angst in einer Klasse, in der es schon feste Cliquen gibt, nicht wirklich aufgenommen zu werden. Zwar findet sie den Außenseiter Niklas schon nett, aber eine Mädchenfreundschaft kann ihr das auch nicht ersetzen. Die Clique rund um Aurelia beneidet sie und wäre gerne ein Teil von ihr, daher fügt sie sich auch den Bedingungen Aurelias. Aus Angst schlechter da zu stehen, als die anderen Mädchen, kauft sie sich angesagte Markenklamotten, die sie davor nie gebraucht hat. Ebenso schlägt sie alle Warnungen von Niklas in den Wind und benimmt sich ihm gegenüber fast so zickig, wie ihre neuen „Freundinnen“. Der Lose-Weight-Club orientiert sich an bekannten, prominenten Persönlichkeiten, die bereits Size 0 tragen und sein Ziel ist es, ebenso schlank zu werden. Eine bestimmte Grammabnahme muss pro Woche erreicht werden. Zwar findet Tabea sich selbst nicht zu dick, jedoch macht sie, nach den vielen Sticheleien von Aurelia und ihren Freundinnen, bei dem Club mit. Mit ihren Eltern kann Tabea nicht über ihre Probleme reden, da sie sich oft unverstanden und hinter ihrem kleinen Bruder zurück gesetzt fühlt. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, da er sehr in der jugendlichen Sprache gehalten ist, mit einfachen und kurzen Sätzen und ohne Satzverschachtelungen, über die man erst einmal nachdenken müsste, um ihren Sinn zu begreifen. Zudem wird oftmals Sarkasmus benutzt, der inzwischen ja auch fester Bestandteil der Jugendsprache ist. Und Chatprotokolle und-begriffe wie „AbF“ (Aller beste Freundin) erinnern einmal mehr daran, dass man ein Buch liest, das hauptsächlich für Jugendliche gedacht ist. Jedoch finde ich, dass vor allem Aurelia, manchmal zu „chillig“ spricht, da Ausdrücke und englische Wörter so in normale Sätze eingebaut sind, dass sie teilweise ein wenig gewollt klingen. Mein Fazit: Ich habe die Geschichte in einem Rutsch durchgelesen und „klein, aber fein“ ist wohl eine der zutreffendsten Beschreibungen für dieses Buch. Zwar besitzt dieser Roman gerade einmal einen Umfang von 144 Seiten, jedoch wird auf diesen Seiten eine Geschichte aufgebaut, die sich gleich um mehrere Probleme des Teenagerlebens dreht. Wobei das Thema Magersucht, wohl das aktuellste und brisanteste ist. Klein ist auch die Anzahl der aktiven und handelnden Charaktere, auf die sich die Autorin beschränkt. Allerdings vermisst man auch nicht noch weiter Personen, da die, die wichtig sind, schon interessant und vielseitig genug sind und man die Eindrücke, die man von ihnen bekommt auch erst einmal verdauen muss. Die Beweggründe der Charaktere sind klar und man leidet als Leser praktisch mit Tabea mit und möchte, dass sie sich von der Clique fern hält. Schließlich kann man sich denken, dass das nicht gut enden wird. Daher, das wichtigste Ziel erreicht dieses Buch auf jeden Fall: Es macht Mut, so zu sein wie man ist und nicht immer nach anderen zu sehen oder gar zu versuchen, so zu sein wie jemand anders.

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  • Rezension zu "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser

    750 Gramm pro Woche
    aba

    aba

    15. June 2011 um 12:22

    Die Suche nach Anerkennung Wenn man ein Buch zum ersten Mal in den Händen hält, ist das Cover das Erste, was man als Anhaltspunkt nimmt, um zu entscheiden, ob das Buch interessant sein kann oder nicht. Als ich das Cover des Buches "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser gesehen habe, hatte ich schon eine Vorahnung von dem, was in der Geschichte passieren könnte: Ein Mädchen auf der Waage und ein Junge, der nachdenklich und traurig wirkt. In der Mitte ist eine Grenze, die aussieht wie ein zerrissenes Foto. Ich interpretiere es so, dass sich der Junge nach dem Mädchen sehnt, während dieses sich eher auf die Waage konzentriert. Also trennt die Waage die Beiden. Der Junge heißt Niklas, und er ist anders als das Mädchen, Tabea. Er scheint selbstbewusst zu sein, intelligent und ausgeglichen. Ganz anders als Tabea, die gerade so eine schwierige Phase durchmacht. Sie ist zickig, ein typisches 13-jähriges Mädchen, dem nichts recht ist. Tabea und ihre Familie ziehen in eine andere Stadt. Tabeas Vater und ihr Bruder finden schnell Anschluss und fühlen sich wohl in der neuen Umgebung. Tabea und ihre Mutter haben es weniger einfach. Vor allem für Tabea ist der Umzug alles andere als gut: Sie ist unzufrieden und in der Schule scheint sie keine Freunde zu finden. Aber da ist Niklas…. Niklas ist gut für Tabea. Wenn sie ihm nur mehr Aufmerksamkeit schenken würde…. Stattdessen fühlt sich Tabea zu der coolen Aurelia und ihrer Clique hingezogen. Sie würde alles tun, um von Aurelia und ihre Clique akzeptiert zu werden und dazu zu gehören! Leider muss man sich die „Mitgliedschaft“ in Aurelias Clique verdienen, und zwar durch eine schwierige Prüfung: Tabea muss wöchentlich 750 gr. abnehmen! Tabea stellt sich dieser Herausforderung ohne zu ahnen, was das für Konsequenzen mit sich bringen wird! Renate Kaiser hat ein schönes Buch geschrieben über die Konflikte eines 13-jährigen Mädchens, seine Suche nach Annerkennung und wie es versucht, mit Hilfe der Familie, Schwierigkeiten zu bewältigen. Das Buch richtet sich an Mädchen ab einem Alter von 11 Jahren. Es ist einfach zu lesen und verurteilt solche schädlichen Trends wie Gruppenzwang und Magerwahn, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben. Ich persönlich hätte mir aber ein anderes Ende der Geschichte gewünscht. Das Buch gehört zu einer Reihe Mädchenromane und die Seitenzahl ist vorgeschrieben, was wenig Raum lässt für ein etwas ausführlicheres Ende. Dafür aber hat sich die Autorin mit den möglichen Ursachen für, in diesem Fall, Magersucht durch Gruppenzwang verursacht, und dessen möglichen Folgen, wenn der Betroffene sich nicht rechtzeitig dagegen wehrt. Das Buch habe ich zusammen mit meiner Tochter gelesen und wir haben auch darüber diskutiert. Denjenigen, die Kinder in dem für dieses Buch empfohlenen Alter haben, kann ich das nur sehr empfehlen! Auch als Schullektüre, zum Beispiel im Rahmen eines Präventionsprojekts, kann das Buch eine große Hilfe sein.

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  • Rezension zu "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser

    750 Gramm pro Woche
    Solifera

    Solifera

    14. June 2011 um 19:44

    Eins vorneweg: Prädikat absolut lesenswert! Tabea ist 13, hat sich zu Hause einen festen Freundeskreis aufgebaut und hat einen Schwarm, den sie anhimmelt. Und plötzlich muss die ganze Familie umziehen. Tabea ist am Boden zerstört. Keiner achtet auf ihre Gefühle. Ihr Bruder Tobias scheint im Mittelpunkt zu stehen und sie fühlt sich allein gelassen. Ein neuer Wohnort bedeutet auch eine neue Schule. Tobias findet sich an seiner schnell zurecht. Tabea allerdings nichts. Dann kommt ein kauziger, aber netter Typ, Nicklas auf sie zu, denn alle nur "Professor" nennen, weil er gerne mal den Kopf in einem Buch stecken hat. Dann interessiert sich auf einmal Aurelia mit ihrer Clique für Tabea. Sie wollen sie in ihren "elitären" Abnehmclub aufnehmen, wenn sie es schafft "750 Gramm pro Woche" abzunehmen. In der ersten Woche ein leichtest, doch dann packt sie es nicht. Werden die andern sie verstoßen? Wird sie zum Club halten, oder auf ihre Gefühle hören? Und welche Rolle spielt Nicklas bei alldem? Ein kleine, feine Lektüre, die den Magerwahn ins literarische Licht rückt, vielleicht eine gute Klassenlektüre für junge Mädels ab 12. Ein Buch mit Message, spannend und absolut klasse! Was will man mehr!

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  • Rezension zu "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser

    750 Gramm pro Woche
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. June 2011 um 22:01

    Magerwahn und Gruppenzwang * "Die Maultasche baggert den Professor an, voll süüüß", säuselt es hinter meinem Rücken, gefolgt von hysterischem Gekicher. Ich fahre blitzschnell herum und sehe eine Gruppe von drei Mädchen, die untergehakt mit einem hämischen Grinsen an uns vorbeischlenderten. "Wer war das denn?", fragte ich Niklas. "Das war Aurelia mit ihren Leibeigenen Dana und Celine. Die schlimmsten Zicken unserer Klasse, ich glaube sogar die schlimmsten der gesamten Mittelstufe." * Tabea zieht mit ihrer Familie von Stuttgart ins Rheinland. Sie ist unglücklich, sie muss ihr altes, vertrautes Leben und ihre liebgewonnenen Freunde zurücklassen, um in eine fremde, ungewisse Zukunft zu blicken. * "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser ist ihr zweites Jugendbuch und beschäftigt sich mit den leider immer wieder aktuellen Themen Gruppenzwang und Magerwahn/Magersucht. * Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und leicht zu lesen. Die Geschichte fließt nur so vor sich hin, so dass es einem schwer fällt das Buch wieder aus der Hand zu legen. Frau Kaiser erzählt die Geschichte aus Tabeas Sichtweise, dies lässt uns schnell eine Verbindung zu ihr aufbauen und uns mitfühlen. Wir haben teil an der Aufregung vor ihrem ersten Schultag an der neuen Schule, an der Angst ausgegrenzt zu werden und auch an ihrer Wut auf ihre Familie, die sie nicht zu verstehen scheint. Sie beneidet ihren Bruder, der so überhaupt keine Probleme hat sich einzufinden und direkt begeistert von seinem ersten Schultag nach Hause kommt. * Tabea macht eine gefährliche Kehrtwendung um von Aurelia und ihrer Clique anerkannt zu werden. Sie verbiegt sich, sie verleugnet sogar den einzigen Menschen, der ihr offen und freundlich entgegen getreten ist: Niklas. Aurelia und ihre Freundinnen haben einen Club ins Leben gerufen, den Loose-Weight-Club. Ihr Ziel ist Size Zero. Jede Woche müssen die Mädchen ein bestimmtes Gewicht verlieren und als Tabea ihr wöchentliches Ziel nicht erreicht, zeigen die Mädchen ihr wahres Gesicht.... * Magerwahn, Magersucht und Gruppenzwang leider alles immer noch aktuelle Themen in unserer Gesellschaft und vor allen Dingen bei jungen Mädchen. Mit allen Mitteln wollen sie schön und schlank werden und riskieren damit oftmals ihre Gesundheit, wenn nicht sogar ihr Leben. * Auf dem Cover sehen wir Tabea in Unterwäsche auf der Waage stehen. Auf der anderen Seite sitzt Niklas, er wirkt abwesend. * "750 Gramm pro Woche" ist ein aufklärendes und aufrüttelndes Buch für junge Mädchen. Unbedingt lesen!

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  • Rezension zu "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser

    750 Gramm pro Woche
    Emma.Woodhouse

    Emma.Woodhouse

    13. June 2011 um 15:11

    Ganz nett... Ein schönes Mädchenbuch das dass immer akutere Thema Essstörungen leider nur anschneidet. Tabea ist ein Teenager der sich nach einem Umzug in ein neues Umfeld einfügen muss. Dabei hat sie mit den üblichen Problemen zu kämpfen: Familienprobleme, neue Freunde finden, Mobbing und letztendlich Magerwahn. Wie weit wird Tabea gehen um cool zu sein?! Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Es ist leicht, flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. Man kann sich sehr schnell in die Hauptfigur hineinversetzen und teilt mir ihr, ihre Gefühle und Probleme. Besonders bemerkenswert ist dabei das die Autorin die Gedanken und Gefühle eines Teenagers wirklich auf den Punkt bringt. Man liest seine eigenen Gedanken in diesem Buch. Ich muss aber sagen das ich mit etwas ganz anderem gerechnet habe. Ich bin davon ausgegangen das dieses Buch sich mit der Problematik Essstörung intensiv auseinandersetzt und das ist nur ansatzweise geschehen. Ich finde man hätte es viel mehr thematisieren müssen. Was ich wirklich schade fand war das Ende. Denn obwohl das Buch eine wirklich gute Geschichte aufgebaut hat, war für mich das Ende sehr unbefriedigend. Aber das ist sicher Ansichtssache. Was ich aber wirklich schön fand war der Kampf, den jeder beschreitet und zwar man selbst zu sein.

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  • Rezension zu "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser

    750 Gramm pro Woche
    chaosbaerchen

    chaosbaerchen

    13. June 2011 um 12:10

    Tabea ist 13, als sie mit ihren Eltern und ihrem 8jährigen Bruder von Stuttgart nach Düsseldorf umzieht. im neuen Gymnasium findet sie nicht so schnell Anschluss und hat zunächst nur Kontakt zu Niklas, dem "Professor", einem Außenseiter aus ihrer Klasse, der sich für Bücher interessiert, Geschichten schreibt und in der Literatur-AG ist. Niklas warnt Tabea explizit vor der coolen und exklusiven Dreier-Clique der Klasse, die von der schönen und perfekten Aurelia angeführt wird. Tabea schlägt Niklas Warnung spätestens dann in den Wind, als sie vermeintlich in die Clique aufgenommen wird. Besagte Clique stellt sich dann als LWC (Loose Weight Club) heraus, der es sich zum Ziel gesetzt hat, mindestens in die Kleidergröße 0 (Zero) zu passen. Tabea wird auf Probe aufgenommen unter der Bedingung, dass sie aufgrund ihres "Übergewichts" (sie wiegt knapp über 50 kg bei einer Größe von 1,61 m, was völlig normal und wünschenswert für ihr Alter ist) mindestens 750 g pro Woche abnimmt, idealerweise noch mehr. Das Gewicht wird bei den wöchentlichen Clubtreffen kontrolliert, um den Druck zu erhöhen. Als Tabea das Ziel nicht erreicht, erlebt sie ihr blaues Wunder. Ich will nicht zu viel verraten. Die Autorin schafft es überzeugend, den Gruppendruck und den harten und grenzenlosen Konkurrenzkampf unter 13jährigen Mädchen herauszuarbeiten. Der Wunsch dazuzugehören wird übergeordnet und ist immun gegen Vernunft und Verstand. Allerdings halte ich das Buch nicht für realistisch. Tabea kann sich in einem extrem frühen Stadium lösen und von den Zwängen befreien und öffnet sich ihren Eltern. Mit 13 jedoch will ein Mädchen derartige Probleme mit sich selbst ausmachen. Auch ist sie erstaunlich distanziert und reflektiert ihre Gefühle sehr gut. Sie ist zu keinem Zeitpunkt wirklich ausgeliefert und genau das halte ich für (nahezu) unmöglich in dem Alter. Dennoch denke ich, dass das Buch für pubertierende Teenager sehr wertvoll ist, weil es für die Problematik als solche sensibilisiert. Auch wenn die Realität leider bedeutend gefährlicher und härter ist und die Mädchen viel schneller in den Sog einer Essstörung geraten, aus dem sie so schnell nicht mehr herauskommen, als man so denkt, eben weil alles verdeckt geschieht und die Eltern es in den seltensten Fällen rechtzeitig mitbekommen.

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  • Rezension zu "750 Gramm pro Woche" von Renate Kaiser

    750 Gramm pro Woche
    Eisnelke

    Eisnelke

    11. June 2011 um 21:36

    Die 13-jährige Tabea zieht mit ihrer Familie in eine fremde Stadt. Die ersten Schultage in der neuen Schule sind für das junge Mädchen nicht leicht: neue Schulkameraden, und eine fremde Umgebung. Niklas ist der erste Mitschüler mit dem Tabea in Kontakt kommt und es scheint so, als ob die beiden eine Freundschaft aufbauen können, denn sie verstehen sich gut. Nach einiger Zeit wird Tabea auf eine Mädchenclique aufmerksam. Aurelia, Dana und Celine beschimpfen sie zunächst, doch später bekommt Tabea die Chance ein Mitglied der Clique zu werden. Die Bedingungen sind klar definiert: Jede Woche muss eine bestimmte Anzahl an Kilogramm abgenommen werden, denn das oberste Ziel der Gruppe ist der Wunsch extrem schlank zu sein. Tabea gerät in einen Strudel. Sie treibt extrem viel Sport und isst kaum noch was. So wird sie vorerst akzeptiert… „750 Gramm pro Woche“ ist ein Jugendbuch. Renate Kaiser schreibt leicht verständlich und spricht in ihrem Roman viele verschieden Themen an: Familie, Pubertät, Freundschaft, Magerwahn und Gruppenzwang. Ich halte dieses Buch geeignet für Jungen und Mädchen im Alter von 13-15 Jahren.

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