Renate Stoever Escape From Plauen, A True Story

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Inhaltsangabe zu „Escape From Plauen, A True Story“ von Renate Stoever

Eine bewegende Geschichte über ein Leben vor, während und nach dem Krieg, in wunderbaren, bildlichen Worten erzählt .

— FreydisNeheleniaRainersdottir
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  • Flucht aus Plauen - Eine wahre Geschichte

    Escape From Plauen, A True Story

    FreydisNeheleniaRainersdottir

    23. April 2016 um 16:40

    In einer Ausgabe des vogtländischen Geschichtsmagazins Historikus Vogtland, das meine Oma immer zu mir nach Leipzig schickt, weil ich mich schon immer sehr für die Geschichte meiner Heimat interessiert habe und daran auch mein Umzug nach Leipzig nichts geändert hat, wurde ich im März 2015 auf einen interessanten Artikel aufmerksam, der den Titel "In Amerika wiedervereint" trug. Der Artikel handelte von einem Buch, das "Escape from Plauen - A true story" heißt und Anfang 2014 in der USA auf den Markt kam. In dem Buch geht es um die Lebensgeschichte von Renate Stoever, die als Kind die schrecklichen Bombardierungen unserer gemeinsamen Heimatstadt im Jahre 1945 miterlebt und glücklicherweise überlebt, die Besetzung des Vogtlandes durch die Amerikaner und später durch die Sowjets miterlebt hatte und schließlich, als Deutschland unter der Willkür des zukünftigen DDR-Regimes und der russischen Besatzer zerrieben wurde, mit ihren Eltern und ihrer Schwester in den Westen flohen und 1953 schließlich in die USA auswanderten. Zu diesem Zeitpunkt spielte ich schon mit dem Gedanken, mir das Buch eventuell auf Englisch zu holen, jedoch hieß es, dass es auch nicht mehr lange dauern würde, bis das Buch auch in Deutschland erscheint und so wartete ich geduldig, bis im Januar diesen Jahres ein Mitglied der Facebook-Gruppe "Wir sind Plauener" schließlich den Link zum Weltbild-Verlag teilte, wo das Buch unter dem Titel "Flucht aus Plauen - eine wahre Geschichte erschienen war und im Internetshop auch zu kaufen gab. Was soll ich sagen: 3,2,1 - Meins! Das warten hat sich gelohnt. Mein Englisch ist nach beinahe 10 Jahren ohne Englischunterricht hundsmiserabel und ich hätte aller Wahrscheinlichkeit die Pointen und die herrlichen bildlichen Beschreibungen gar nicht verstanden, die diese wunderbare Biografie ausmachen und das wäre doch sehr schade gewesen. Renate Stoever hat einen wunderbaren, mitreißenden Schreibstil. In den Kapiteln, in denen sie über den Weg zum Garten ihrer Großeltern oder über ihre Schulwege und die Schätze der Natur schrieb, die sie auf jenen Pfaden entdeckte, konnte ich beim Lesen meine Heimat vor mir sehen. Ich litt mit ihr, wenn es um das Ertönen der entnervenden Sirenen ging, die den Tod aus der Luft ankündigten und wenn sie mit ihrer Mutter und der kleinen Schwester in den Felsenkellern saß, die in Plauen damals als Bunker genutzt wurden, während über ihnen und um sie herum das einstmals schöne Plauen in Trümmer fiel. Ich lachte über eine lustige Anektdote über einen russischen Offizier und dem Hund Putzi im Kapitel 14 und ich spürte die Beklemmung, unter der Herrschaft der Sowjets nicht mehr alles sagen zu dürfen, was man dachte, weil man mit üblen Konsequenzen rechnen musste. Auch auf der Flucht in den Westen war ich dabei, denn das Lesen des Buches ist wie das Anschauen eines sehr gut gemachten Filmes. Und an dieser Stelle musste ich daran denken, wie meine Opa in jungen Jahren von seiner Großmutter mal über die tschechische Grenze mitgenommen wurde, zu einer Zeit, in dem der Grenzübertritt eigentlich verboten war und ihnen auf dem Rückweg zwei Grenzsoldaten mit Maschinengewehr gegenübertraten und mit den Waffen drohten. Eine Situation, die Oma Ida damals souverän gemeistert und meinem Opa tief ins Gedächtnis eingebrannt hat. Renate Stoevers Biografie ist so reich an wunderbaren, lustigen, traurigen, schlimmen und dann wieder wunderbaren Geschichten aus ihrem Leben, dass ich leider nicht auf alle eingehen kann. Zudem bin ich der Meinung, Flucht aus Plauen muss jeder selbst einmal gelesen haben, um all die vielfältigen Eindrücke in sich aufzunehmen, die das Buch bietet, da wäre es fatal, wenn ich zu viel verrate. Das Buch ist ein Muss - nicht nur für jeden Plauener oder Vogtländer, nicht nur für Geschichtsbegeisterte und Historiker, nicht nur für Leute, die gerne Biografien wälzen, sondern einfach für jeden, der gerne liest.

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