DIEDA oder das fremde Kind

von Renate Welsh 
4,0 Sterne bei5 Bewertungen
DIEDA oder das fremde Kind
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Inhaltsangabe zu "DIEDA oder das fremde Kind"

Es könnte so schön sein in dem Haus mit den wilden Rosen ... Als es im Zweiten Weltkrieg in Wien zu gefährlich wird, zieht Ursel mit der neuen Frau ihres Vaters aufs Land. Das Haus, umrankt von wilden Rosen, ist wunderschön, aber es wird kein Zuhause für Ursel, denn die Familie ihrer Stiefmuttermacht ihr das Leben schwer. Niemand nennt sie mehr bei ihrem Namen, alle rufen sie nur "Dieda". Der Alte, der jetzt ihr Großvater sein soll, hält Briefe von ihrem Vater zurück, sorgt dafür, dass die Kinder im Dorf nicht mehr mit ihr spielen und behauptet sogar sie sei eine Hexe. Fast glaubt sie es selbst schon …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783851978995
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:128 Seiten
Verlag:Obelisk Verlag e.U.
Erscheinungsdatum:28.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Dieda

    Geschichten, die eine schwierige Kindheit thematisieren, gibt es viele und doch ist diese besonders. Renate Welsh erzählt in dem sehr persönlichen Buch von ihren eigenen Kindheitserlebnissen, von Heimweh und der ungestillten Sehnsucht eines Kindes nach Menschen, die es lieben, vom Leben einer Außenseiterin. Das ist besonders bedrückend, wenn man bedenkt, das Mädchen war zu Beginn der Handlung erst fünf Jahre alt. So berichtet sie von einer Familie in der das Wort das Großvaters galt, Widerspruch wurde nicht geduldet, dafür gab es drakonische Strafen. So hatten alle Angst vor dem alten Mann, der den Führer verherrlichte und auf die "deutschen Werte" pochte. Kinder hatten nichts zu sagen, sondern zu gehorchen. Schnell wurde er für mich dadurch zum Unsympath und ich musste mir ständig die Zeit und ihre Umstände ins Gedächtnis rufen, um die sich vor ihm duckenden Frauen zu verstehen. Die Schikanen, die die Kleine erdulden musste, reichten von Liebes- und Essensentzug hin zur Züchtigung. Briefe des geliebten Vaters wurden vorenthalten, der Kontakt zu den Großeltern unterbunden. Immer wieder wurde das Augenmerk auf das damalige Alltagsgeschehen gelenkt und Episoden daraus anschaulich für den Leser dargestellt. Renate Welsh bedient sich dabei einer sehr klaren, aber doch einfühlsamen Sprache mit der sie die Geschichte aus der Sicht der 5jährigen mit all ihrer kindlichen Naivität erzählt, die den Roman, trotz der geschilderten Bösartigkeiten dem Kind gegenüber, so liebenswert macht. Dieser Roman ist ein Jugendbuch, aber auch die Junggebliebenen finden darin eine gut lesbare und interessante Lektüre.

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    Cibo95s avatar
    Cibo95vor 7 Jahren
    Rezension zu "Dieda oder Das fremde Kind" von Renate Welsh

    Ursel, die alle nur "Die da" nennen ... Kriegsende, 1945, Dieda lebt vorübergehend bei ihrer Stiefmutter, deren Schwestern und "dem Alten". Sie wird schlecht behandelt, man lässt sie hungern, grenzt sie aus und bestraft sie für Kleinigkeiten. Eine traurige Kindheit. Ihre Mama ist gestorben, ihr geliebter Opapa und die Omi sind in Wien geblieben. Ihr Vater ist Arzt und kümmert sich in Wien um viel zu viele Patienten. Es ist Kriegszeit. Einzige Freunde sind Harald und Tommy, die Söhne ihrer Stieftanten und Gretel, Tochter der Nachbarn. Von den Hofers, den Bauern bekommt sie hin und wieder etwas zu essen, wenn sie Milch holt. Sonst ist niemand gut zu ihr ... traurig, erschütternd. Einziges Manko an dem Buch, ich weiß nicht, warum "der Alte" so aggressiv zu ihr ist. Ein empfehlenswertes, leider kurzes Lesevergnügen.

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    CorneliaPs avatar
    CorneliaPvor einem Jahr
    Angelinaandthebookss avatar
    Angelinaandthebooksvor 5 Jahren
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    boekvinkvor 9 Jahren

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