Renate Welsh Dieda oder Das fremde Kind

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(3)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Dieda oder Das fremde Kind“ von Renate Welsh

Eine sehr bewegende Kindheitsgeschichte. »Ihr persönlichstes Buch.« Birgit Dankert in der ›Zeit‹Für den »Alten« ist sie nur »Dieda« – und ab sofort hört Ursel auch nur noch auf diesen Namen. Seine Tochter ist für sie »die Frau« – Vaters neue Frau, nachdem Ursels Mutter jung gestorben ist. Die Fünfjährige versteht die Welt nicht mehr, nicht den Vater, der als Arzt in Wien lebt, nicht die neue Familie, in der sie die kleine Außenseiterin ist und mit der sie dennoch allein im Ferienhaus in den Bergen leben muß, weil Krieg herrscht in der Stadt. »Zucht und Ordnung« sollen ihr hier beigebracht werden, von Liebe ist nicht die Rede. Ihr neuer Großvater behauptet sogar, sie sei gefährlich, und manchmal glaubt sie fast selbst daran, eine Hexe zu sein ...

scheisse

— fett123
fett123

scheisse

— fett123
fett123

Stöbern in Romane

Vintage

Ein ganz, gaznz tolles Buch. Es hat alles was für mich einen perfekten Roman ausmacht.

eulenmatz

Die Geschichte der getrennten Wege

Wenn einen die Vergangenheit einholt und das Leben sich wendet...Spannend, tiefgründig und erwachsen!

Kristall86

QualityLand

Eine grandios humorvolle erzählte Geschichte, deren zugrunde liegende Dystopie eingängig und mit viel Hingabe zum Detail erklärt wird.

DrWarthrop

Wer hier schlief

Auf der Suche nach der verlorenen Frau ist Philipp, nachdem er für sie alles aufgegeben hat. Gut geschriebener Roman mit kleinen Schwächen.

TochterAlice

Die Schule der Nacht

Atmosphärisch, düster und spannend...

Nepomurks

Zeit der Schwalben

Ein Buch, bei dem einem das Herz aufgeht.

Suse33

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Dieda

    Dieda oder Das fremde Kind
    HeikeM

    HeikeM

    22. April 2013 um 12:46

    Geschichten, die eine schwierige Kindheit thematisieren, gibt es viele und doch ist diese besonders. Renate Welsh erzählt in dem sehr persönlichen Buch von ihren eigenen Kindheitserlebnissen, von Heimweh und der ungestillten Sehnsucht eines Kindes nach Menschen, die es lieben, vom Leben einer Außenseiterin. Das ist besonders bedrückend, wenn man bedenkt, das Mädchen war zu Beginn der Handlung erst fünf Jahre alt. So berichtet sie von einer Familie in der das Wort das Großvaters galt, Widerspruch wurde nicht geduldet, dafür gab es drakonische Strafen. So hatten alle Angst vor dem alten Mann, der den Führer verherrlichte und auf die "deutschen Werte" pochte. Kinder hatten nichts zu sagen, sondern zu gehorchen. Schnell wurde er für mich dadurch zum Unsympath und ich musste mir ständig die Zeit und ihre Umstände ins Gedächtnis rufen, um die sich vor ihm duckenden Frauen zu verstehen. Die Schikanen, die die Kleine erdulden musste, reichten von Liebes- und Essensentzug hin zur Züchtigung. Briefe des geliebten Vaters wurden vorenthalten, der Kontakt zu den Großeltern unterbunden. Immer wieder wurde das Augenmerk auf das damalige Alltagsgeschehen gelenkt und Episoden daraus anschaulich für den Leser dargestellt. Renate Welsh bedient sich dabei einer sehr klaren, aber doch einfühlsamen Sprache mit der sie die Geschichte aus der Sicht der 5jährigen mit all ihrer kindlichen Naivität erzählt, die den Roman, trotz der geschilderten Bösartigkeiten dem Kind gegenüber, so liebenswert macht. Dieser Roman ist ein Jugendbuch, aber auch die Junggebliebenen finden darin eine gut lesbare und interessante Lektüre.

    Mehr
  • Rezension zu "Dieda oder Das fremde Kind" von Renate Welsh

    Dieda oder Das fremde Kind
    Cibo95

    Cibo95

    07. May 2011 um 18:50

    Ursel, die alle nur "Die da" nennen ... Kriegsende, 1945, Dieda lebt vorübergehend bei ihrer Stiefmutter, deren Schwestern und "dem Alten". Sie wird schlecht behandelt, man lässt sie hungern, grenzt sie aus und bestraft sie für Kleinigkeiten. Eine traurige Kindheit. Ihre Mama ist gestorben, ihr geliebter Opapa und die Omi sind in Wien geblieben. Ihr Vater ist Arzt und kümmert sich in Wien um viel zu viele Patienten. Es ist Kriegszeit. Einzige Freunde sind Harald und Tommy, die Söhne ihrer Stieftanten und Gretel, Tochter der Nachbarn. Von den Hofers, den Bauern bekommt sie hin und wieder etwas zu essen, wenn sie Milch holt. Sonst ist niemand gut zu ihr ... traurig, erschütternd. Einziges Manko an dem Buch, ich weiß nicht, warum "der Alte" so aggressiv zu ihr ist. Ein empfehlenswertes, leider kurzes Lesevergnügen.

    Mehr