Renate Wind Dorothee Sölle - Rebellin und Mystikerin

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Inhaltsangabe zu „Dorothee Sölle - Rebellin und Mystikerin“ von Renate Wind

Dorothee Sölle (1929-2003) zählt zu den profiliertesten Theologinnen des 20. Jahrhunderts. Für sie gilt im besonderen Maß, dass Person,Werk und Zeitgeschichte nicht zu trennen sind: Sölle hat die gesellschaftlichen Befreiungs- und Emanzipationsprozesse in ihrer Widersprüchlichkeit begleitet und dem Widerstand gegen strukturelle Gewalt eine spirituelle Dimension gegeben, die weit über die Gegenwart hinausreicht. Die vorliegende Biografie ist keine einfache Laudatio, sondern beschreibt auch die Brüche und Zwiespältigkeiten in Sölles Leben, um die sie auch selbst gewusst und in ihren eigenen Erinnerungen zum Ausdruck gebracht hat. Das Buch enthält eine Fülle von teilweise noch unveröffentlichtem Material aus dem Familienarchiv.

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  • Rezension zu "Dorothee Sölle - Rebellin und Mystikerin" von Renate Wind

    Dorothee Sölle - Rebellin und Mystikerin
    Sarii

    Sarii

    01. February 2011 um 23:06

    Die Biographie „Dorothee Sölle- Rebellin und Mystikerin“ von Renate Wind aus dem Jahre 2008 ist ein sehr anschauliches und persönliches Werk über eine der ersten theologischen Feministinnen in Deutschland. Einleitend erfolgt eine detaillierte und kurze Beschreibung des Wesen und der Ausstrahlung von Dorothee Sölle, indem auf eine bestimmte Demonstration hingewiesen wird. Von da an wird ihre Werdegang samt Kindheit und Jugend unter dem Naziregime erzählt bis hin zur Lehre und ihren letzten Jahren. Dorothee Sölle geb. Nipperdey kommt aus einer wohlhabenden Professoren Familie aus Köln und scheint die Verbrechen der Nazis, sehr verträumt sogar heroisch anzusehen, da sie sich in eine Art Traumwelt flüchtet. Besondere Fakten oder Tatsachen werden außen vor gelassen, sodass sich das junge Mädchen erst im Laufe der Jahre ihrer Schuld bewusst wird und versucht diese lebenslang zu begleichen. Ihre Theologie entwickelt sich hin zu einer Theologie basierend auf dem Verständnis, dass die Welt Gottes von uns selbst geschützt werden muss und jeder somit politische und gesellschaftliche Verantwortung trägt. Mit ihren Vorstellungen grenzt sie sich von der gängigen Meinung ab und wird trotz Ansehen in Theologenkreisen nicht zur universitären Lehre zugelassen. Sölle scheint zu links und zu direkt für diese Zeiten zu sein. Eine Professurangebot aus den USA lässt sie 10 Jahre in New York am „Union“ bleiben. Ihre Erlebnisse konfrontieren sie besonders mit dem Aspekt der Armut, der sie viele Jahre lang zu beschäftigten scheint, sowie auch die Spiritualität. Nach ihrer Rückkehr ist sie eine der Vorreiterinnen der feministischen Theologie und vertritt überzeugter als je zu vor den Standpunkt der Befreiungstheologie. ------------------------------------------------------------------------------------------------- Die Biographie beschreibt sehr genau das Leben der Theologin und ist dabei nicht zu detailliert, sodass man den Überblick verlieren könnte. Passende Titel mit Werken oder bestimmten Lebensabschnitten gestalten das Lesen sehr spannend, sind aber auch eine gute Nachschlaghilfe. Ein besonders wichtiges und gelungenes Detail meiner Meinung nach ist die Einbindung von Gedichten, Liedern und Texten von Frau Sölle selbst. Erst diese lassen ihre Gedanken und theologischen Ansichten genau zum Ausdruck bringen, da diese Stücke authentisch und persönlich sind. Aber auch die Vielzahl von Bildern lässt die Biographie lebendig wirken. Die Mischung aus Lebensstationen und Ansichten lässt die Entwicklung gut nachvollziehen und ihren Zusammenhang verstehen. ------------------------------------------------------------------------------------------------- Fazit: Eine sehr gelungene Biographie über eine spannende und mutige Frau, die sich nicht gescheut hat gegen den Strom zu schwimmen! Mich hat ihre Geschichte wirklich sehr beeindruckt, fasziniert und nachdenklich gestimmt.

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