Rene Pfeilschifter Die Spätantike

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Inhaltsangabe zu „Die Spätantike“ von Rene Pfeilschifter

Nachdem das römische Reich ein halbes Jahrhundert lang von schwersten Krisen erschüttert worden ist, gelingt es Diokletian (284-305), das Imperium zu stabilisieren. Mit ihm beginnt die Epoche der Spätantike. Während er und seine Mitherrscher noch auf eine Unterdrückung des Christentums setzen, wird der neue Glaube unter ihren Nachfolgern zur Staatsreligion. Dieser Übergang führt zu erheblichen Auseinandersetzungen mit Vertretern heidnischer Positionen, ist aber auch von großen theologischen Konflikten innerhalb der Kirche gekennzeichnet. Die geistigen Auseinandersetzungen jedoch werden überschattet durch die Wirren der Völkerwanderungszeit, in deren Verlauf barbarische Verbände das Reich im Westen schließlich zum Einsturz bringen (476), während in Konstantinopel das Kaisertum noch lange Triumphe feiert. Doch mit dem Aufkommen des Islam zieht auch dort eine Zeitenwende herauf.

lehrreich, spannend und , ja, unterhaltsam

— Matzbach

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  • Gelungene, übersichtliche Darstellung der Spätantike.

    Die Spätantike

    Matzbach

    17. August 2014 um 09:24

    In dem Buch wird die Transformation einer polytheistischen Gesellschaft unter einem Oberhaupt zur monotheistischen unter zahlreichen Monarchen beschrieben, beginnend mit der Tetrarchie und den letzten Christenverfolgungen, endend mit der arabischen Eroberung, in Jahreszahlen ca. 230 - 711. Anders als in vielen älteren Darstellungen vermittelt, war dieser Zeitraum alles andere als ein langsames Dahinsichen des römischen Reiches. Im Gegenteil, es war eine Zeit höchst spannender innen- und außenpolitischer Entwicklungen, insbesondere der Übernahme des Christentums als Staatsreligion und der Völkerwanderung. Angesichts dieser, nur um die beiden wichtigsten Herausforderungen zu nennen, Entwicklungen erwies sich der römische Staat noch sehr lange als äußerst flexibel und wandlungsfähig, damit aber eben auch als dauerhaft. Erst die permanente Überforderung durch Bedrohungen von außen führte zunächst zum Verlust der Reichseinheit, später gar zum Untergang des weströmischen Reiches und zur (Fast-)Bedeutungslisigkeit des oströmischen. Anschaulich wird auch die Entwicklung des Christentums von einer Außenseiterreligion zur Staatsreligion beschrieben, ebenso die sich daraus ergebenden Konsequenzen und innerkirchlichen Auseiandersetzungen. Kurzum: Wer sich mit der Geschichte der Spätantike auseinandersetzen möchte, wird an diesem Buch nicht vorbeikommen.

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