Renee Knight Disclaimer

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Inhaltsangabe zu „Disclaimer“ von Renee Knight

Ein gelungener Psychothriller, ein heimtückisches Psychospiel zwischen einem alten rachsüchtigen Mann und einer Frau mit einem Geheimnis

— Lesen_ist
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  • Disclaimer: A Novel (Deadline) - Renée Knight

    Disclaimer

    Lesen_ist

    19. August 2015 um 18:05

    Inhalt When a mysterious novel appears at Catherine Ravenscroft’s bedside, she is curious. She has no idea who might have sent her The Perfect Stranger—or how it ended up on her nightstand. At first, she is intrigued by the suspenseful story that unfolds. And then she realizes. This isn’t fiction. The Perfect Stranger re-creates in vivid, unmistakable detail the day Catherine became hostage to a dark secret, a secret that only one other person knew—and that person is dead. Now that the past Catherine so desperately wants to forget is catching up with her, her world is falling apart. Plunged into a living nightmare, she knows that her only hope is to confront what really happened on that terrible day. Deutsch Diesen einen Tag vor zwanzig Jahren wird Catherine nie vergessen. Was damals geschah, sollte für immer ein Geheimnis bleiben, bis zum Ende ihres Lebens. Doch dann hält sie plötzlich diesen Roman in den Händen, in dem ihre geheime Geschichte bis ins Detail erzählt wird. Bestürzt blättert sie eine Seite nach der anderen um. Wer kann so genau von den damaligen Ereignissen wissen, und was will der mysteriöse Verfasser des Buches von ihr? Als sie die letzte Seite aufschlägt, findet sie die grausame Antwort: Die Geschichte endet mit ihrem gewaltsamen Tod. Catherine gerät in Panik – und das ist genau das, was Stephen Brigstocke gewollt hat. Er kennt Catherine nicht, aber er weiß von ihrem Geheimnis. Und er hat sich geschworen – sie soll büßen für das, was sie getan hat, bis zu ihrem letzten Atemzug. Meine Meinung Dieses Hörbuch hat Ute @papercuts1 auf dem Audible Hörbücher-Blog unter den Neuerscheinungen: Englische Hörbücher im Juni 2015 vorgestellt. Da bin ich schon neugierig geworden und hab‘s auf meine Merkliste gesetzt. Juli hab ich es dann auch gekauft. Catherine und ihr Mann Robert sind umgezogen. Seit ihr 25-jähriger Sohn ausgezogen ist, brauchen sie nicht mehr so viel Platz. Auf ihrem Nachttisch im neuen Schlafzimmer liegt ein Buch, das sie nicht kennt und auch nicht mehr weiß, woher es kommt: »The Perfect Stranger«. Catherine fängt an zu lesen und anfangs wird sie von der Geschichte gefesselt, bis sie merkt, dass sie selbst den Hauptcharakter darstellt. Das Entsetzen ist groß, als sie sich und die Ereignisse, die vor 20 Jahren passiert sind, erkennt. Mit der Zeit hat sie alles in ihrem Gedächtnis begraben, aber nie vergessen, und die einzige Person, die auch davon weiß, ist tot. Es gibt zwei Erzählstränge. Die Ereignisse um Catherine und ihre Familie werden von einem Erzähler erzählt. Catherine ist eine erfolgreiche Journalistin, dreht Dokumentarfilme. Sie hat ein Talent dafür, Menschen dazu zu bringen Dinge zu erzählen, die sie eigentlich nicht erzählen wollen. Ihr Mann ist Anwalt. Ihr Sohn hat mit 16 die Schule geschmissen und arbeitet als Verkäufer in einem Elektrogeschäft. Dann gibt es einen über 70-jährigen Mann, Stephen Brigstocke, der selbst erzählt. Er ist pensionierter Lehrer und wird einem ziemlich schnell unsympathisch. Seine Frau ist bereits verstorben und da gibt es auch einen Sohn. Seit sie dieses Buch gelesen hat geht es Catherine gar nicht gut. Dann erfährt sie, dass ihr Sohn das Buch auch gelesen hat, es hat ihm gut gefallen! Sie versucht vor ihrem Mann zu verbergen, wie es ihr geht, er kennt ihr Geheimnis natürlich nicht und jetzt, nach all den Jahren, kann sie es ihm nur schwer erzählen. Der Leser wird anfangs im Unklaren gelassen, worum es sich handelt und man fragt sich, welches Verbrechen Catherine vor 20 Jahren begangen hat. Worum es in dem Buch »The Perfect Stranger« geht, erfahren wir nach und nach, und schon erlaubt man sich ein Urteil über diese Frau zu bilden. Sie ist doch selbst schuld an dem, was ihr jetzt passiert. Es geht etwas zu weit, ohne Zweifel, es ist niederträchtig und feige, aber Mitleid empfindet man nur schwer für sie. Stephen Brigstocke hat natürlich etwas damit zu tun. Renée Knight zeichnet nach und nach ein Bild von einem psychisch kranken Mann. Ich empfand Abscheu und das fast bis zum Schluss. Er ist niederträchtig, böswillig, und auch als man mehr erfährt, über die Ereignisse vor 20 Jahren, rechtfertigt nichts sein krankes Verhalten. Ja, er hat auch Schicksalsschläge hinnehmen müssen, aber das ist keine Entschuldigung. Alles zeigt in eine Richtung, das Urteil steht fest. Und doch ist plötzlich alles anders. Ein Bild spricht tausend Worte, aber wenn es die Falschen sind, wenn der Betrachter nicht genau hinsieht und nur das sieht, was er sehen soll, ist der Schaden bereits angerichtet. Und schon wird einem vor Augen geführt, wie leichtsinnig man war, zu glauben man wisse, was damals passiert sei. Wie schnell man über jemand richtet ohne, dass die Person selbst zu Wort gekommen wäre. Sie als Einzige war damals dabei und doch lässt niemand sie zu Wort kommen. Natürlich hätte sie auch vor 20 Jahren reden können, aber den Grund, warum sie es nicht tat, kann ich als Frau nachvollziehen. Darum ist dies ein Buch, dessen Protagonistin von weiblichen Lesern vielleicht besser verstanden wird. Ein gelungener Psychothriller, der vielleicht nicht ganz an »Gone Girl« heranreicht, dafür aber etwas realistischer. Catherine empfand ich als sehr authentisch. Sogar Stephen Brigstocke ist als Charakter nicht unglaubwürdig. Renée Knight hat es geschafft, dass ich meine Meinung über einen Charakter mehr als einmal ändere, vor allem meine Gefühlswelt hat sie immer wieder durchgerüttelt. Als Frau und Mutter hatte ich öfter Tränen in den Augen, einige Szenen haben mich tief bewegt. Die Geschichte zeigt, dass man einfach nicht wissen kann, was tatsächlich passiert ist, wenn man selbst nicht dabei war. Wie so oft fällen wir ein vorschnelles Urteil über jemanden und wissen eigentlich gar nichts. Ein heimtückisches Psychospiel zwischen einem alten rachsüchtigen Mann und einer Frau mit einem dunklen Geheimnis, eine Frau, die meine oder deine Nachbarin sein könnte. Sprecher Die Kapitel über Catherine und ihre Familie werden von Laura Paton gesprochen, sehr gekonnt und mit Gefühl. Auch die diversen Personen, die zu Wort kommen, spricht sie differenziert und überzeugend. Ich finde es immer schwierig, wenn eine Frau den männlichen Part eines Dialoges sprechen muss, aber sie hat es sehr gut gemacht. Michael Pennington spricht die Rolle von dem unzuverlässigen Erzähler Stephen Brigstocke sehr überzeugend! Der Charakter verändert sich im Laufe der Geschichte und Pennington macht ihn lebendig, sehr glaubwürdig. Natürlich hat mich das britische Englisch von beiden sehr angesprochen.

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