Rennie Airth

 3.8 Sterne bei 37 Bewertungen
Autor von Nacht ohne Gesicht, Totengedenken und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Rennie Airth

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Rennie AirthNacht ohne Gesicht
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Nacht ohne Gesicht
Nacht ohne Gesicht
 (16)
Erschienen am 18.03.2002
Rennie AirthTotengedenken
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Totengedenken
Totengedenken
 (9)
Erschienen am 18.05.2015
Rennie AirthOrte der Finsternis
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Orte der Finsternis
Orte der Finsternis
 (9)
Erschienen am 09.03.2010
Rennie AirthNacht ohne Gesicht
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Nacht ohne Gesicht
Nacht ohne Gesicht
 (1)
Erschienen am 06.05.2015
Rennie AirthEin Spion mit sieben Leben
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Ein Spion mit sieben Leben
Ein Spion mit sieben Leben
 (1)
Erschienen am 01.04.1985
Rennie AirthThe Dead Of Winter
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The Dead Of Winter
The Dead Of Winter
 (1)
Erschienen am 08.02.2010
Rennie AirthThe Blood-Dimmed Tide. Orte der Finsternis, englische Ausgabe
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The Blood-Dimmed Tide. Orte der Finsternis, englische Ausgabe
Rennie AirthThe Blood-Dimmed Tide
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The Blood-Dimmed Tide
The Blood-Dimmed Tide
 (0)
Erschienen am 30.06.2009

Neue Rezensionen zu Rennie Airth

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K

Rezension zu "Totengedenken" von Rennie Airth

Atmosphärisch dichter Krimi aus dem Nachkriegsengland
Kaoskochvor 3 Jahren

Die Handlung von "Totengedenken"* spielt zwar im England des Jahres 1947, aber schnell wird klar, dass es eigentlich um den Ersten Weltkrieg geht. Das, so weiß ich inzwischen, ist auch bei den beiden ersten Bänden der Serie um John Madden so.

"Totengedenken"* baut auf den Krimis "Nacht ohne Gesicht"* und "Orte der Finsternis"* auf, die bislang nur als eBook auf Deutsch erschienen. Der dritte Band der John-Madden-Reihe, "The Dead of Winter", ist leider noch nicht auf Deutsch erschienen, so dass oft fälschlicherweise von einer Madden-Trilogie die Rede ist. Die Handlung der Bücher ist aber in sich abgeschlossen und auch zu verstehen, ohne die ersten zwei bzw. drei Bücher zu kennen, denn alle Figuren werden bei ihrem ersten Auftreten kurz eingeführt. Zudem liegen zwischen den einzelnen Fällen jeweils einige Jahre, so dass sich Handlung und Charaktere nicht stringent entwickeln.

John Madden, dessen Rückzug auf's Land sich schon im ersten Band ankündigte, lebt nun vollends als Farmer auf dem Land, ist aber gelegentlich in London, um sich um eine alte Verwandte und ihr baufälliges Haus zu kümmern. So kann er immer wieder in die Ermittlungen seiner ehemaligen Kollegen unterstützend eingreifen, auch, weil seine Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg wichtig sind.

Ich war nur kurz enttäuscht, dass nicht das Nachkriegsengland oder das England des Zweiten Weltkriegs eine tragende Rolle in Airths drittem Roman spielt, denn der Kosmos um John Madden nahm mich schnell gefangen, so schnell, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und mir gleich die beiden Vorgängerbände auf den Reader lud. Und in den Teilen der Handlung, die in London spielen, werden die Narben, die der Krieg riss, doch immer wieder sichtbar: Ruinen, Lebensmittel- und Benzinrationierung ... Natürlich darf auch der vermeintlich typische Londoner Nebel nicht fehlen und muss die Ermittlungsarbeit gelegentlich ordentlich erschweren.

Im Vergleich zu den ersten Bänden tritt Madden immer mehr in den Hintergrund, was mich aber nicht so sher störte, da die Charaktere seiner Kollegen an Profil gewinnen. Airth erzählt in ruhigem Ton von der Entwicklung der Mordserie und den Ermittlungen in den vorforensischen Zeiten, als es anscheinend mehr auf kleinteilige Detektivarbeit ankam. Spannend ist auch der Umstand, dass im Scotland-Yard-Team inzwischen auch Frauen mitarbeiten, womit sich manch alter Haudegen schwer tut.

Etwa nach der Hälfte des Buches ist zu ahnen, wer für die Mordserie verantwortlich sein könnte und welches Motiv es gibt. Dennoch bleibt die Handlung spannend, nimmt unerwartete Wendungen. Und zum Schluss hin, als sich alles fügt, wird Airth unerwartet temporeich.

Fazit: Ein atmosphärisch dichter Krimi aus dem Nachkriegsengland, der einen in seinen Bann zieht, wenn man sich darauf einlässt.

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Rezension zu "Totengedenken" von Rennie Airth

Ruhiger Krimi aus dem Nachkriegsengland
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

England 1947: Ozzie ist gerade beim Angeln und ist einigermaßen mit seinem Leben zufrieden, als er mit einem Schuss hingerichtet wird. Die Polizei ist zunächst ratlos. Wer wollte schon einen ehemaligen Bankdirektor töten? In den Unterlagen des Toten finden die Beamten einen angefangenen Brief. Darin wird der ehemalige Inspector John Madden erwähnt. Doch warum? Madden wird informiert und muss bald erfahren, dass es einen ähnlichen Mord schon in Schottland gab. Wie hängen die Delikte zusammen?


"Totengedenken" war mein erster Roman von Rennie Airth. Erst beim Lesen habe ich erfahren, dass dieses Werk bereits der 3. Teil der John-Madden-Reihe ist. Dies hat mich schon geärgert, denn ich lese Reihen gern chronologisch. Vielleicht war das auch mit ein Grund, warum mich das gesamte Buch nicht überzeugen konnte.


Der Roman wird von einem auktorialen Erzähler geschildert. Man verfolgt sowohl die Ermittlungen der Polizei, als auch dem Privatleben von John Madden und anderen Nebenfiguren. Dadurch werden eine Menge Personen eingeführt, die es mir nicht leicht gemacht haben, der Geschichte selbst zu folgen. Rennie Airth mischt die Ermittlungen mit Einblicken in das normale Leben von John Madden. Diese Mischung ist ihr in meinen Augen nicht wirklich gelungen. Denn durch die Einschübe wirkt das Werk in die Länge gezogen und zeitweise habe ich mich auch gelangweilt.


Auch die Story an sich konnte mich nicht überzeugen. Sehr ruhig, ja fast still gehen die Ermittlungen vonstatten. Auf den ersten 100 Seiten war ich drauf und dran, den Roman beiseite zu legen, da so gut wie nichts passierte. Erst zur Mitte hin kam sowas wie Spannung auf, wobei auch diese für mich schnell verpuffte. Der Grund: nachdem die Untersuchungen erst gar nicht vorangingen, genügte ein Hinweis, um in John Madden eine mehr als wichtige und bahnbrechende Erinnerung hervorzurufen. Das war für mich zu schnell, zu unglaubwürdig, zu wenig durchdacht.


Auch zu den Figuren selbst konnte ich keinen Zugang finden. Vielleicht lag es daran, dass sie, da es bereits Band 3 der Reihe ist, nicht eingeführt oder charakterisiert wurden. Zudem sind die handelnden Personen typisch britisch zurückhaltend und geben wenig von sich preis. Dieses Konzept kann funktionieren, für mich blieben John Madden und Co. aber farblos und ungenau.


Ich war vor allem auf die Art der Ermittlungen kurz nach dem 2. Weltkrieg gespannt. Doch bis auf ein paar Hinweise wie Benzinrationierung und Verknappung der Lebensmittel hätte der Roman auch durchaus in den 90er Jahren spielen können. Hier hätte ich mir etwas mehr Einblick in die damalige Zeit gewünscht.


Der Stil von Rennie Airth ist durchaus gut zu lesen. Ihre Erzählweise ist leise, bedacht und schweift auch gern mal ab. Ich kann mir gut vorstellen, dass man diesen Roman bei Kaminfeuer mit einem Glas Cherry genießen kann.


Fazit: für mich war England kein Gedenken wert. Schade!

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Rezension zu "Totengedenken" von Rennie Airth

Wenige Jahre nach dem Ende des II. Weltkrieges...
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Großbritannien ist noch immer von den Nachwehen geprägt: in den Städten sind die Lücken, durch Bomben verursacht, deutlich zu sehen und noch sind Lebensmittel und Benzin rationiert... Doch seit Kriegsende ist die Labour Party an der Macht und nicht nur die Gesellschaft versucht sich in einem Neuanfang, sondern auch die Wirtschaft.
In dieser Zeit erschüttert eine Mordserie die Öffentlichkeit: bei den Opfern handelt es sich um vermeintlich unbescholtene Männer und sie scheinen irgendwie miteinander verknüpft zu sein - doch die Polizei hat arge Probleme, ein Motiv zu erkennen. Dazu kommt ein nicht beendeter Brief - der an Scotland Yard adressiert ist und John Maden erwähnt -, den die Ermittler auf dem Schreibtisch eines Opfers finden.
Der schon einige Zeit pensionierte Scotland-Yard-Inspector John Madden, der sich mit Frau und Kindern zurückgezogen hatte, unterstützt nun seine ehemaligen Kollegen und nach und nach finden sich Hinweise auf eine Lynchjustiz...

Leider wurden ja nicht alle Krimis von Rennie Airth ins Deutsche übersetzt. Bei "Totengedenken" handelt es sich um den vierten Fall des Ermittlers John Madden, der aber völlig eigenständig zu lesen ist. Zwischen den einzelnen Krimis liegen große zeitliche Abstände - vielleicht passt sich der Autor hier dem eigenen Schreibverhalten an. Denn zwischen den Veröffentlichungen seiner Romane liegt jedes Mal eine gefühlte Ewigkeit. Mag sein, dass der Südafrikaner einfach kein Schnellschreiber ist - nach der Lektüre des neuesten Falles muss ich aber sagen, dass das vielleicht auch ein ganz gute Idee ist, denn die Qualität des Geschriebenen ist einfach richtig gut. Also habe ich beschlossen, dass ich mich jetzt einfach in Geduld übe und hoffe, dass der Autor noch einen weiteren Krimi um Inspector Madden schreibt...
Hier stimmt einfach alles: die Spannung hält sich sehr gut, die Auflösung ist gekonnt, die Figuren sind in meinen Augen glaubhaft und mit John Madden und einer jungen Kollegin gibt es zwei besonders sympathische Charaktere. Natürlich muss ich zugeben, dass mich die Zeit der Handlung sehr interessiert - vor allem, wenn ich bedenke, dass die Zusammenhänge zurück in beiden Weltkriege reicht... Für mich sind die Szenen und die Atmosphäre einfach authentisch und lassen mich in schwierige Zeiten blicken. Zumal sie natürlich auch für die Ermittlungen einen perfekten Nährboden bieten.

Fazit: Wer gerne historische Krimis liest, die nicht vom bloßen Thrill leben, sondern viel von der damaligen Zeit transportieren sollen und so eine gelungene Stimmung schaffen, der wird hier perfekt bedient. Rennie Airth versteht sein Handwerk und ich hoffe auf einen weiteren Fall mit John Madden!

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