Rennie Airth Nacht ohne Gesicht

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Inhaltsangabe zu „Nacht ohne Gesicht“ von Rennie Airth

England, Sommer 1921: Über dem Land liegen noch die Schatten des Ersten Weltkriegs, als ein brutales Verbrechen die Schrecken der Vergangenheit erneut beschwört. Vier Leichen werden in einem idyllischen Herrenhaus auf dem Land gefunden, und Inspector Madden ist sofort alarmiert, denn die Tat trägt Züge jenes Wahnsinns, den er aus den Schützengräben kennt. Madden ist überzeugt, dass der Täter erneut zuschlagen wird - und er soll Recht behalten ...

Der zweite Rennie Airth für mich: Absolut topp für Genießer solider Krimi-Kost (1921, England)... - Lesen!

— SigiLovesBooks
SigiLovesBooks

Profiling in der Geburtsstunde der Kriminologie ... spannende Mörderjagd in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, fesselnd erzählt.

— brudervomweber
brudervomweber

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  • Krimi plus Period Piece plus Psychoanalyse

    Nacht ohne Gesicht
    brudervomweber

    brudervomweber

    17. November 2013 um 23:26

    Ein Krimi. Ein Period Piece, Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, kurz nach dem "Großen Krieg", der auch in den Ermittlungen des im Mittelpunkt dieses Romans stehenden Scotland-Yard-Inspectors John Madden eine zentrale Rolle spielt. Und ein psychologischer Thriller, der eine "neue" Ermittlungsmethode einführt, das Täter-Profiling, welches der nüchternen Erhebung und Interpretation der Indizien einen psycholanalytischen Ansatz zur Ermittlung des Motivs aus dem Modus Operandi des Täters zur Seite stellt. Gleich drei Sachen auf einmal? Kann das gut gehen? Rennie Airth bürdet sich hier ein ordentliches Paket auf, an dem man auch grandios scheitern kann. Also, erstens: Krimi. NACHT OHNE GESICHT ist trotz des unsinnigen Titels (im Original lautet dieser "River of Darkness" und hat als solcher zumindest einen direkten Bezug zu einer Bemerkung eines Psycholanalytikers, den Madden konsultiert) ein guter Krimi. Die Figuren sind glaubwürdig gezeichnet, die Verwicklungen des Falls nachvollziehbar und nicht zu konstruiert, die Geschichte selbst wartet dramaturgisch mit einigen Überraschungen auf und auch die hier fast obligatorisch eingeflochtene Liebesgeschichte zwischen dem vom Krieg und seinem persönlichen Schicksal gebrochenen Inspector und einer mit einem der Opfer befreundeten, kriegsverwitweten Ärztin aus der Provinz wirkt sympathisch und authentisch. Damit ist die halbe Miete eigentlich eingefahren - als Krimi ist der Roman nicht die Neuerfindung des Rades, aber er ist gut, fesselnd, kreativ. Zweitens: Period Piece. Ich habe vor längerem ein wirklich faszinierendes und bewegendes Sachbuch über ein in der britischen Kriminalgeschichte epochemachendes Verbrechen im ausgehenden neunzehnten Jahrhundert gelesen, Susanna Clarkes THE SUSPICIONS OF MR WHICHER OR: THE MURDER AT ROAD HILL HOUSE. Die dort geschilderten Umstände der Ermittlungen waren im Falle von NACHT OHNE GESICHT für mich die Blaupause für die Glaubwürdigkeit der hier beschriebenen Polizeiarbeit. Und sieht man von einigen "Stockfehlern" ab, bei denen befremdlich modernes Vokabular in diesem ja vor einhundert Jahren spielen sollenden Krimi auftaucht, ist auch dieser Ansatz mit dem vorliegenden Roman gut erfüllt. Drittens: Profiling. Das psychologische Klappern gehört im modernen Kriminalroman zum Handwerk. Im vorliegenden Krimi aber wird dieser Ansatz überhaupt erst "erfunden", und diese der seinerzeit etablierten Ermittlungspraxis zuwiderlaufende Strategie bringt einige Unruhe in die Reihen der Yard-Beamten. In ähnlicher Weise hat z. B. Caleb Carr in DIE EINKREISUNG diese seinerzeit revolutionäre Methode in einem Kriminalfall der Jahrhundertwende verarbeitet, allerdings steht dieser Ansatz in erwähntem dicken Schinken viel stärker im Mittelpunkt als in Airths Krimi - was letzterem zweifellos gut tut. Denn dass dieser psychologische Ansatz nie die handfesten Ermittlungen in dem Fall überlagert und eher als Randerscheinung fungiert, macht NACHT OHNE GESICHT zu einem guten Krimi, der seinem Leser wenig Mühe bereitet, ihn aber auch nicht unterfordert, sondern gut unterhält. Heißt: Wer einfach nur einen ordentlichen Krimi lesen möchte, kann guten Gewissens diesen hier nehmen. Der hier ist ordentlich.

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  • Rezension zu "Nacht ohne Gesicht" von Rennie Airth

    Nacht ohne Gesicht
    batzn

    batzn

    12. October 2009 um 22:25

    Man schreibt das Jahr 1921. In einem englischen Landhaus geschieht ein vierfacher Mord. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg, in einer Zeit, in der das Verdrängen der Grausamkeit und Brutalität des gerade durchgestandenen Krieges das wichtigste zu sein scheint. Ein Inspektor der selbst die unfassbaren Greueltaten erlebt hat ist mit der Aufklärung des Falles beauftragt. Durch seine Erlebnisse in den Schützengräben, die ihn selbst zu einem Opfer des Krieges hat werden lassen , erkennt er , das der Mörder ein Seelenverwandter sein muss.Eine wirklich spannende Mörderjagd beginnt, in deren Verlauf man manchmal Mittleid für den Mörder bekunden möchte. Ein tragischer Einblick in eine vom Krieg geschändeten Seele. Nicht abwegig, da es im Verlauf der Geschichte immer wieder Fälle dieser Kriegsneurosen gab. Erster und Zweiter Weltkrieg, Vietnam, Irak, Afghanistan. Menschen die kämpften für ihr "Vaterland," gebrochen zurückkamen und dann alleingelassen wurden mit ihrem Leiden. Der Roman schildert einen solchen Fall und das sehr Bildkräftig. Der Roman hat mich persönlich sehr bewegt

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