Rex Stout Es klingelte an der Tür

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Inhaltsangabe zu „Es klingelte an der Tür“ von Rex Stout

Die reiche Exzentrikerin Rachel Bruner hat die Nase voll vom amerikanischen Geheimdienst. Sie kauft zehntausend Exemplare eines Enthüllungsbuchs und verschickt es landesweit. Klar, dass das Ärger gibt: Das FBI lässt sie auf Schritt und Tritt überwachen. In ihrer Not wendet sich die vornehme Dame an Nero Wolfe, den berühmtesten Privatermittler von New York. Doch wie soll der ihr helfen? Sein Gegenspieler ist immerhin kein Geringerer als J. Edgar Hoover. Ein Scheck über 100 000 Dollar überzeugt ihn, es zumindest zu versuchen. Da kommt ihm ein Mordfall an einem Journalisten sehr gelegen ...

Keine leichte Lektüre: Brisanter Politkrimi, ohne Grundwissen über FBI schwer nachzuvollziehen!

— kreszenz

Ein Krimi, der bereits in den 50 iger erschienen ist, damals sehr erfolgreich war und dann in Vergessenheit geriet

— Fabulanta

Ein klassischer und sarkastischer Politkrimi alter Schule.

— Sigismund

Nero Wolfe foppt das FBI. Ein Klassiker mit brandaktuellem Thema, insgesamt ganz nett, aber mir stellenweise zu cozy.

— Gulan

Durchhalten lohnt sich...ab der Hälfte habe ich mich königlich amüsiert :-)

— Miamou

Wohltuend altmodische Detektivgeschichte, erschreckend moderner Roman

— Settembrini

Schön altmodisch - und doch ganz aktuell!

— takabayashi

Ein Krimi-Klassiker mit Ermittlern der alten Schule

— typomanin

Unsympathischer, fauler Ermittler in einer Story, die nicht in Gang kommt.

— nici_12

Es klingelte an der Tür

— AnjaIris

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  • Hercule Poirot erwartet, Politkrimi à John le Carré erhalten!

    Es klingelte an der Tür

    kreszenz

    19. August 2017 um 12:42

    New York, 1965: Privatdetektiv Nero Wolfe übernimmt einen neuen Fall. Mrs. Bruner, schwerreich und etwas exzentrisch, ist schockiert vom Enthüllungsbuch „Das unbekannte FBI“. Davon überzeugt, dass jeder einflussreiche Amerikaner dieses Buch gelesen haben sollte, kauft sie vom Verlag 10000 Stück und verschickt sie an Senatoren, Richter, Medienvertreter usw. in ganz Amerika. Natürlich hat diese Aktion erst recht bewirkt, dass das FBI auf Mrs. Bruner und ihre Familie aufmerksam wird. Nun fühlt sie sich überwacht und befürchtet, dass eventuelle Familiengeheimnisse ans Licht kommen könnten. Nero Wolfe zögert, er will sich nicht mit dem FBI anlegen. Und wie könnte er Mrs. Bruner überhaupt helfen? Doch ein Scheck über 100000 Dollar überzeugt ihn dann doch, den Fall wenigstens pro forma zu übernehmen, muss er so doch bis in den Herbst hinein keinen anderen Fall mehr annehmen. So weit, so gut. Doch Nero Wolfe ist kein gewöhnlicher Detektiv: stark übergewichtig verlässt er nur sehr ungern sein Haus und widmet sich lieber seinen Hobbies: gutem Essen und der Orchideenzucht. Alle Laufarbeiten erledigt Archie Goodman, aus dessen Sicht das Buch auch geschrieben ist. Schnell erfährt das FBI von Mrs. Bruners Besuch und überwacht nun auch Wolfes Haus, sowie alle Botengänge Archies. Dieser kann seinen Beschattern immer wieder entkommen und erfährt unter der Hand vom New Yorker Polizeichef, dass der ermordete Journalist Morris Althaus vor seinem Tod ausgerechnet über das FBI und dessen Geschäftspraktiken recherchierte. Wolfes einzige Möglichkeit, Mrs. Bruner zu helfen, liegt nun darin, eben diesen Mord aufzuklären und herauszufinden, ob das FBI tatsächlich involviert war. Zugegeben: ich bin sehr, sehr naiv an diesen Krimi herangegangen. Angekündigt als lang verschollener Klassiker der Kriminalliteratur hatte ich wohl auch durch das witzige Cover eher einen Krimi im Stil Agatha Christies erwartet. Nette Unterhaltung, nicht allzu tiefschürfend, aber trotzdem genial. Die perfekte Urlaubslektüre – oder? Ganz so einfach war mein Lesevergnügen dann doch nicht. Verschachtelte Endlossätze und als Bericht wiedergegebene Dialoge forderten genaues Lesen und viel Mitdenken! Dazu kommt, dass Archie endlose Botengänge und Ermittlungen durchführt und von diesen auch so detailreich wie möglich berichtet. Wohlgemerkt spielt der Krimi im Jahr 1965, also zur Zeit der Schreibmaschinen, Taxis und Telefonzellen, was mich eigentlich nostalgisch stimmen sollte, irgendwann aber eher eingeschläfert hat angesichts der Menge an Botengängen und Telefonaten, die Archie so zu erledigen hat. Die eigentliche Handlung bzw. die der eigentliche Plan plätscherte so im Hintergrund mit, um dann plötzlich mit einem Nebensatz wieder präsent zu sein. Konzentration ist also stets gefragt, auch wenn gerade wenig passiert! Nicht nur mit der Erzählweise hatte ich so meine Probleme, sondern auch mit der vermeintlichen Hauptfigur Nero Wolfe. Er ist anscheinend der Sheldon Cooper der Detektivszene: fast schon soziophob versteckt er sich in seinem Haus, wo alles seinen festen Platz hat und in dem alles nach einem genauen Zeitplan geschieht. Leidtragender ist Archie, der nicht nur die ganze Arbeit erledigt und Wolfes Macken und Unfreundlichkeiten ausbaden muss, sondern auch noch bei diesem wohnt und anscheinend keinerlei Privatleben hat, sondern immer auf Abruf bereitsteht. Und obwohl Archie alle Figuren genauestens beschreibt, bleiben diese irgendwie erstaunlich blass - wohl auch eine Folge des Schreibstils. Hinzu kommt noch der eigentliche Fall: obwohl ich wusste, dass FBI-Gründer J. Edgar Hoover, seine Einrichtung und deren Ermittlungspraktiken sehr umstritten und teilweise skandalträchtig waren, hatte ich zugegebenermaßen kein weiterreichendes Hintergrundwissen, welches allerdings vorausgesetzt wird, um der Handlung nicht nur folgen sondern auch deren Brisanz nachvollziehen zu können. Erläuterungen dazu und auch zum Verhältnis des Autors zu Hoover sind erst im Nachwort zu finden. Hier hätte ich mir wirklich gewünscht, der Verlag hätte diese Informationen als Vorwort gebracht. Das hätte mir eher ein Gefühl für dieses Buch gegeben und auch im Vorfeld einige Unklarheiten beseitigt, die sich beim Lesen ergeben haben. Alles in allem hatte ich mir eher einen Krimiklassiker im Stile des Hercule Poirot versprochen, dann aber einen hochbrisanten Politkrimi in der Machart von John le Carré erhalten, der trotz seines Alters nicht an Aktualität verloren hat.

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  • Wie ärgert man das FBI?

    Es klingelte an der Tür

    Gulan

    09. July 2017 um 20:03

    „Über Wolfe wundere ich mich nicht. Bei seinem Ego gibt es nichts und niemanden, mit dem er sich nicht gegen Bezahlung anlagen würde. Aber ich staune über Sie. Sie wissen verdammt gut, dass man gegen das FBI nicht gewinnen kann. Nicht einmal das Weiße Haus. Und Sie wollen diese Leute piesacken. Sie legen es drauf an und werden bekommen, was Sie verdienen. Sie sind nicht mehr ganz bei Trost.“ (S.63) Rachel Bruner, die Erbin eines Immobilien-Imperiums, kauft zehntausend Exemplare des Enthüllungsbuchs „Das unbekannte FBI“ und schickt sie an Entscheidungsträger im ganzen Land. Das FBI ist wenig begeistert und beschattet und hört sie seitdem ab. Das will sie sich allerdings nicht länger bieten lassen und kontaktiert den bekannten Privatdetektiv Nero Wolfe. Eigentlich ist der Fall aussichtslos, wie sollte Wolfe dem FBI Paroli bieten können? Ein sehr hohes Honorar und eine günstige Gelegenheit lassen es Nero Wolfe dann doch versuchen. Wolfe ist nämlich zu Ohren gekommen, dass es in der Nähe einen Mord gab, bei dem FBI-Agenten am Tatort gesehen wurden. Doch das NYPD darf nicht weiterermitteln. Wolfe erkennt die Chance auf eine List. Bei den Recherchen zu diesem Buch habe ich ein neues englisches Wort entdeckt: „armchair detective“. Ein solcher Privatermittler, der seinen Sessel nicht verlässt, um seine Fälle zu lösen, ist nämlich dieser Nero Wolfe. Das Prinzip ist nicht neu, schließlich hat auch Holmes seinen Watson mal alleine losgeschickt, aber Wolfe perfektioniert dieses Schema. Während seine rechte Hand Archie Goodwin (der wie Watson als Ich-Erzähler durch den Roman führt) die Außenkontakte übernimmt, bleibt der übergewichtige, exzentrische Wolfe lieber zu Hause und kümmert sich seine Orchideenzucht oder fachsimpelt über exklusive Gerichte mit seinem Privatkoch Fritz. Über mehr als vierzig Jahre, in 33 Romanen und zahlreichen Kurzgeschichten pflegte Autor Rex Stout sein Ermittlerduo Wolfe/Goodwin. Der vorliegende Roman erschien erstmals 1965. Stout begann übrigens erst im Alter von 46 Jahren seine schriftstellerische Karriere. Er war außerordentlich politisch aktiv und nutzte hierfür auch seine Kriminalromane. Politisch ist auch dieser Krimi, der unverhohlen Kritik an den Praktiken des FBI übt (angeblich war Hoover persönlich mehr als erbost). Doch trotz aller moderner Thematik von Überwachung und illegaler Aktivitäten staatlicher Behörden fand ich den Roman schon etwas altbacken. Der Plot um das Schnippchen, das Wolfe dem FBI hier schlägt, ist zwar pfiffig, mir persönlich aber dann doch etwas zu cozy. Dennoch gebührt dem Verlag ein Lob für diese Neuauflage in stilechtem Leineneinband mit interessantem Nachwort und Auszügen aus dem Rex-Stout-Archiv als Anlage.

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    • 8
  • Ein exzentrischer Privatdetektiv gegen das FBI

    Es klingelte an der Tür

    Gise

    08. June 2017 um 16:24

    Rachel Brunner, eine reiche Exzentrikerin, wird vom FBI überwacht. Sie wendet sich deswegen an den New Yorker Privatdetektiv Nero Wolfe. Doch wie soll dieser die Überwachung aufheben können? Erst das Honorar von 100.000 Dollar lässt ihn diesen völlig unmöglichen Auftrag annehmen. Wird es ihm gelingen, gegen diesen Gegner erfolgreich zu sein?Rex Stout hat mit dem schwergewichtigen Privatdetektiv Nero Wolfe eine äußerst exzentrische Figur geschaffen, der seine Fälle immer nur vom Schreibtisch aus löst und auch sonst einige Besonderheiten pflegt wie z.B. gutes Essen und eine eigene Orchideenzucht. Die Geschichte wird erzählt aus der Sicht seines Assistenten Archie Goodwin. Die Reihe um Nero Wolfe gehört zu den Klassikern der amerikanischen Krimis und wird nun neu aufgelegt. Ich kannte diesen Detektiv bisher nicht und war nun gespannt darauf, wie ein Krimi aus längst vergangenen Zeiten fesseln kann. Im Gegensatz zu heutigen technischen Hilfen, die in den heutigen Krimireihen scheinbar im Handumdrehen zu einem Ergebnis führen, müssen die Protagonisten dieser Reihe alles über Hirnschmalz lösen. Es gibt Telefone und Schreibmaschinen, die zum Einsatz kommen. Dadurch entsteht auch ein recht unblutiger Krimi der langsamen Gangart. Allerdings fand ich es eher schwierig, mitten in die Reihe einzusteigen, ich brauchte lange, um mich mit den Personen und den doch sehr festgelegten Ritualen des Detektivs zurechtzufinden. Damit aber ist mir wohl doch manche Pointe der Geschichte entgangen. Insgesamt hat mich der Krimi nicht wirklich fesseln können, er wird wohl eher etwas für Liebhaber des Detektivs sowie Kriminalfälle aus der Vergangenheit interessant sein.

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  • Ein wieder entdeckter Krimiklassiker

    Es klingelte an der Tür

    Fabulanta

    01. June 2017 um 22:05

     Es klang von der Kurzbeschreibung sehr spannend, des Weiteren ist es der Auftakt eines wieder entdeckten Autors, der zu erfolgreichsten Autoren des 20. Jahrhunderts gelten. Doch manchmal ist es besser, wenn solche Autoren da lässt, wo sie am Besten aufgehoben sind und zwar in einer gut verschlossenen Schublade. Da ich von dem Autor bisher noch nichts gelesen hatte, war ich doch recht neugierig. Meine Erwartungen, die sehr niedrig waren, wurden mächtig enttäuscht. Dabei mag ich Krimis ala Sherlock Holmes oder Miss Marple. Dieses Buch hat mich mehr Lesezeit gekostet als Bücher, die umfangreicher sind als dieses und ich war mehrfach drauf und dran, dieses Buch abzubrechen aber da es doch recht überschaubar ist, habe ich es tapfer zu Ende gelesen. Nero Wolfe wird von einer reichen New Yorker Geschäftsfrau zu Rate gezogen. Rachel Bruner hat 10.000 Exemplare eines Enthüllungsbuchs, über die Machenschaften des FBI, verschickt. Daraufhin werden sie, ihre Familie und engsten Mitarbeiter offen vom FBI beschattet.Das Telefon wird angezapft, usw… Rachel Bruner bietet Nero Wolfe 100.000 Dollar (plus Spesen), wenn er das Problem zu ihrer Zufriedenheit löst. Daraufhin droht das FBI, ihm und seinem Assistenten, A. Goldwin, die Lizenzen zu entziehen. Doch Cramer, vom NYPD, kann dies verhindern. Dafür sollen sie den Mord an dem jungen Mr. Althaus ermitteln, der angeblich vom FBI erschossen wurde. Die ganze Handlung wird aus Mr. Goldwins Sicht geschildert, der auch den Hauptteil der Ermittlungen ausführt, während Nero Wolfe liest, isst und sich um seine Orchideen kümmert. Für mich blieb Nero Wolfe, bis zum entscheidend Teil, einfach viel zu blass. Das Buch war auf der einen Seite sehr entschleunigend zu lesen, da Goodwin zum Telefonieren immer eine Telefonzelle aufsuchen musste aber auf der anderen Seite fand ich den Schreibstils des Autoren sehr, sehr ermüdend und langatmig. Die Auflösung, wie Wolfe das FBI ausgtrickst hat, war gut ausgefeilt, dennoch konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen aber ich werde, wenn der 2. Band erscheint, noch einen Versuch wagen. Von mir gibt es daher auch nur zwei von fünf Sternen. Dies ist sicher das ideale Buch für Leser von klassischer Kriminalliteratur ala Sherlock Holmes oder Poirot.

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  • Durchwachsener klassischer Krimi

    Es klingelte an der Tür

    yellowdog

    31. May 2017 um 21:08

    Ich bin kein Neo Wolfe-Kenner und las daher unvoreingenommen diesen Teil der Krimireihe.Stilistisch ist es geradlinig und konsequent plotdriven. Der Fall geht aus von einem Buch über das FBI, so etwas hat es tatsächlich gegeben. Die Idee ist originell, die Umsetzung dialoglastig.Das der Icherzähler nicht Nero Wolf selber ist, hat mich erstaunt.Es ist die Sicht von Wolfes Assistenten Archie Goodwin, die die Geschichte prägt. Nero Wolf ist ein typischer New Yorker, obwohl er sonst sehr eigen ist, das schwingt irgendwie mit und erzeugt Atmosphäre. Wolfe wirkt manchmal arrogant, aber das kann auch durch die Erzählstimme von Archie Goodwin vermittelt sein. Nero Wolf erscheint dandyhaft, dann aber trinkt er Bier. Interessehalber habe ich auch einmal in die Fernseh-Serie „A Nero Wolfe Mystery -The Doorbell Rang “ hineingesehen, die erstaunlich werkgetreu ist. Nicht schlecht gemacht, aber das nur nebenbei. Zurück zum Buch.Es ist nicht so altmodisch wie erwarten, wobei dieser Teil von 1965 auch ein später der Reihe ist. Der Fall ist nicht ganz unkompliziert, teilweise konnte ich nicht ganz folgen.Mich hat der Roman interessiert, aber nicht fasziniert. Nero Wolfe hat ein  großes Ego, er ist kein Philip Marlowe, davon ist sogar weit entfernt und Rex Stouts Schreibe ist näher dran an Agatha Christie als an Hammett. Natürlich ist Rex Stout typisch US-amerikanisch. Immerhin muss man die Langlebigkeit der Reihe bewundern. Man muss aber wohl auch ein richtiger Fan von klassischen Krimis sein, um das richtig genießen zu können.Dem Klett Cotta-Verlag danke ich aber für sein Engagement.    

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  • Literarischer Krimi-Genuss

    Es klingelte an der Tür

    Sigismund

    07. May 2017 um 21:42

    Ein wahrer LESEGENUSS ist der im März 2017 in neuer Übersetzung erschienene Krimi-Klassiker "Es klingelte an der Tür" (The Doorbell Rang, 1965) des US-Schriftstellers Rex Stout (1886-1975). Gerade in diesem, seinem bekanntesten Roman um den übergewichtigen Privatermittler Nero Wolfe, der alle seine Fälle löst, ohne das Haus zu verlassen, und seinen Assistenten Archie Goodwin, der für Wolfe die Laufarbeit macht, zeigt sich Stout als politischer Autor: Er macht sich über den Polizeiapparat ebenso lustig wie über das allmächtige FBI, zugleich zeigt er aber die durch beide Organe drohenden Gefahren für die Freiheit der Bürger auf. Fast scheint dieser Krimi tragi-komisch, was vor allem die muntere, an den Leser persönlich gewandte Erzählweise ausmacht, mit der Archie Goodwin lebendig und augenzwinkernd über seine Ermittlungen und die Macken seines Chefs Nero Wolfe berichtet, den er andererseits bewundert. In diesem Roman spielt Nero Wolfe (oder Autor Rex Stout?) am Ende die Polizei und das FBI gegen einander aus. Nach allem, was man als Leser heute aus Krimis und Thrillern gewöhnt ist, ist dieser Krimi-Klassiker eine literarische Wohltat: Kein Blut, sondern Grips! Kein Revolver oder Messer, sondern Köpfchen! Dieser erste Band der neuen Nero-Wolfe-Krimis in deutscher Neuübersetzung - weitere Bände werden im Verlag Klett-Cotta folgen! - ist ein klassischer Polit-Krimi alter Schule. Unbedingt EMPFEHLENSWERT.

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  • ...aber Nero Wolfe öffnet nicht jedem!

    Es klingelte an der Tür

    Miamou

    21. April 2017 um 18:24

    Erst während dem Lesen des Buches habe ich herausgefunden, wie groß eigentlich die Reihe ist, die Rex Stout um seinen Detektiv Nero Wolfe, geschrieben hat. Insgesamt hat er sich zu 33 Werken hinreißen lassen, wobei „Es klingelt an der Tür“ Band 28 ist. Daher fängt man mit diesem Buch ja schon fast am Ende der Reihe an, was auch erklärt, dass man vielleicht vieles nicht im Ganzen verstehen kann, weil besonders um die Figuren Nero Wolfe und seinen Assistenten Archie Goodwin nur wenige Andeutungen zu ihrer Person an sich gemacht werden. Nero Wolfe ist neben seinem detektivischen Gespür auch noch der Orchiedeenzucht verfallen, isst gerne und trinkt gerne Bier. Archie Goodwins Eigenheit - die ich besonders herrlich fand – er liebt Milch, trinkt sie zu jeder Tageszeit und findet sogar, dass Karotten dazu ziemlich lecker schmecken. Eines Tages steht Mrs. Bruner auf dem Teppich von Nero Wolfes Büro. Sie hat sich mit dem FBI angelegt und wird seither von deren Agenten verfolgt und abgehört. Sie bittet Nero Wolfe, sie von dieser Überwachung zu befreien und ist bereit dafür eine stattliche Summe Geld auszugeben. Während nun Wolfe und Goodwin einen Weg suchen, sich mit dem großen FBI anzulegen, stoßen sie nebenbei auch noch auf einige Ungereimtheiten und auf einen ungelösten Mordfall, der scheinbar auch mit dem FBI zusammenhängen soll. Ein Katz – und Mausspiel beginnt. Zugegeben habe ich mich am Anfang sehr schwer getan, mich in dieser Geschichte zurecht zu finden und die ersten beiden Kapitel habe ich sogar zweimal gelesen, damit ich erst mal wirklich verstehen konnte, worum es ging. Es werden nämlich ziemlich viele Personen vorgestellt, die dann aber wieder ins Hintertreffen gelangen und schlussendlich dann auch nicht wirklich den großen Wurf in die Handlung bringen. Zudem ging die Geschichte besonders in der ersten Hälfte keinen Schritt nach vorne oder zurück. Ich hatte das Gefühl, dass alles still steht, ein Punkt, der bei jedem Krimi auftaucht, aber hier fehlte es ein wenig an Spannung (was aber vielleicht auch daher rühren kann, dass man von aktuellen Krimis und Thriller mit ihrer Actiongeladenheit verwöhnt ist :-)).Dann kam jedoch die zweite Hälfte, die es mir erlaubt hat, dass das Buch auf jeden Fall 4 Sterne von mir verdient hat. Die Idee das FBI und die New Yorker Polizei derart auf die Schippe zu nehmen war einfach genial. Und Rex Stout sagte selbst, dass er sich beim Schreiben dieses Buches sehr amüsiert hat. Auch ich habe mich dann königlich amüsiert und musste an vielen Stellen wirklich loslachen. Zudem kommt auch noch dazu, dass der Autor seinen beiden Hauptfiguren einen sehr trockenen Humor in den Mund legt. Und obwohl Rex Stout ein Amerikaner ist, hat dieses Buch etwas von dem feinen britischen Humor, den man von Agatha Christie kennt, bei der man ja auch oft zwischen den Zeilen lesen muss. Kurzum würde ich für die erste Hälfte (und da spreche ich mit Nero Wolfe) eher ein „Pfui“ geben, aber die zweite Hälfte war dann mehr als ein „Hui“! Durchhalten lohnt sich also auf alle Fälle. Zudem hat das Buch, obwohl 1965 erschienen, kaum an Aktualität eingebüßt. P.S.: Auch das Nachwort ist sehr lesenswert!

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    • 3
  • „Alter“ Krimi mit aktuellem Bezug

    Es klingelte an der Tür

    Bibi1960

    20. April 2017 um 14:49

    Als erstes fällt am Kriminalroman „Es klingelte an der Tür“ von Rex Stout das bemerkenswerte Cover auf. In Leinen-Optik und in kühlem Hintergrund-Blau fallen die Figuren sofort ins Auge: ein gemütlicher „Dicker“ im Vordergrund und eine agile Gestalt leicht im „Abseits“. Die Hauptdarsteller? Ja, es handelt sich um Nero Wolfe und seinen Assistenten Archie Goodwin. Mit 242 Seiten ist das Buch zwar eher schmal, aber wer nun denkt, dass es sich ruck-zuck herunterlesen lässt, irrt. Da es sich bei der Neuauflage des Buchs (das Original stammt aus 1965) nicht um den ersten Roman aus der Reihe um den Privatermittler Nero Wolfe handelt, ist es nicht ganz leicht den Überblick über die Protagonisten zu behalten. Auch mit den typischen Eigenarten der beiden Privatdetektive muss man sich erst einmal vertraut machen. Der Schreibstil, der gekonnt im Jargon der Zeit übersetzt ist, ist anfangs noch ungewohnt und hemmt den Lesefluss erst ein wenig. Im Vergleich zu den actionreichen Krimis der heutigen Zeit geht es im Buch eher gemächlich zu, zumal Nero Wolfe auch eher ein „gemütlicher“ Typ ist. Aber durch seinen blitzgescheiten Kopf und mit Hilfe seines smarten Mitstreiters Archie Goodwin, schafft es das „etwas andere“ Gespann, sowohl einen Mordfall aufzuklären als auch dem mächtigen FBI die Stirn zu bieten. Beide Charaktere sind liebevoll beschrieben, wenn auch Archie vorerst mehr Sympathie-Punkte für sich verbuchen kann. Wenn man die altmodischen Abhörgeräte, Telefonzellen und Kontaktmänner durch moderne Kommunikationstechniken und V-Männer ersetzen würde, erhielte der Roman entsprechende Aktualität! Sehr schön und gelungen ist der Bezug des letzten Satzes zum Titel. Fazit: Ein lesenswertes Buch für Fans der etwas anderen Art von Krimis.

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  • Der Polizist kennt nur die offizielle festgelegte Realität

    Es klingelte an der Tür

    Settembrini

    19. April 2017 um 21:53

    ... so wird im Nachwort dieses Romans zitiert. Hauptperson ist der Privatdetektiv Nero Wolfe, ein Exzentriker. Ich-Erzähler und Ermittler ist sein Assistent Archie Goodwin. Der Roman ist entspannend ruhig entwickelt, ohne langweilig zu sein. Es ist einfach reizvoll, wenn ein Telefonbuch durchblättert wird, um jemanden ausfindig zu machen. Die Mandantin von Nero Wolfe hat sich mit dem (damals) "allmächtigen" FBI angelegt und es ist schon ein Genie vom Kaliber eines Nero Wolfe erforderlich, um ihr zur helfen.Die Handlung liegt rund 50 Jahre zurück und dennoch ist die Problematik (Überwachungsstaat) erschreckend aktuell. Verpackt wird das ganze in einen Mordfall.Wer es also mag, wenn nicht sofort die Kugeln fliegen und eine Handlung sich ruhig entwickelt, der wird hier bestens bedient. Hinzu kommt die ansprechende Ausstattung des Buches. Es fühlt sich richtig gut an (noch ein Anachronismus). Auch sprachlich ist der Roman durchaus gelungen.Da ich - ältere - Übersetzungen noch aus meiner späten Jugend kenne, war dieses Lesevergnügen auch ein kleiner Blick in die eigene Vergangenheit.Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen und freue mich sehr darüber, dass bald weitere Bände der Reihe erhältlich sein werden.Der Verlag hat mir das Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt, was meine Rezension aber nicht beeinflusst hat.

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  • Schön altmodisch - und doch ganz aktuell!

    Es klingelte an der Tür

    takabayashi

    19. April 2017 um 17:12

    Nero Wolfe, Privatdetektiv, aber auch passionierter Orchideenzüchter und Feinschmecker, ist die graue Eminenz, der Strippenzieher im Hintergrund, sein Adlatus Archie Goodwin berichtet als teilnehmender Beobachter und Ich-Erzähler über seine Fälle - nicht unähnlich Sherlock Holmes' Dr. Watson. Dann gibt es noch Wolfes Schweizer Leibkoch Fritz, und alle drei residieren in Nero Wolfes New Yorker Brownstone, in dem sich auch sein Büro befindet. Archie erledigt hauptsächlich die Beinarbeit, während Nero das Haus nur verlässt, wenn es gar nicht zu vermeiden ist und die meisten Probleme von seinem Schreibtisch aus löst. Wir schreiben das Jahr 1965. In diesem Fall beauftragt die vermögende Witwe Bruner den Detektiv, gegen das FBI zu ermitteln, eine fast unlösbare Aufgabe; denn wie soll man gegen eine Institution ermitteln, deren klandestine Aktionen offiziell nie stattgefunden haben? Die Witwe war nach der Lektüre des Buches "Das unbekannte FBI" so begeistert, dass sie fand, es müsse unter die Leute gebracht werden. Kurz entschlossen erwarb sie 10.000 Exemplare und versandte diese an ausgewählte Adressaten wie Kabinettsangehörige, Richter, Gouverneure, Senatoren, Redakteure etc.Unangenehmerweise werden jetzt sie und ihre Kinder beschattet, ihre Telefonleitungen wurden angezapft, Freunde und Mitarbeiter wurden verhört, ihr Haus steht unter permanenter Beobachtung und allmählich wird ihr das alles zu viel! Wenn überhaupt jemand dem FBI Einhalt gebieten könne, dann sei es Nero Wolfe. Wolfe will den Fall als völlig unlösbar ablehnen, wird dann aber doch bei seiner Eitelkeit gepackt, denn eigentlich gibt es für einen Nero Wolfe keine unlösbaren Aufgaben. Und das mehr als großzügige Honorar, das in Aussicht gestellt wird, ist auch nicht zu verachten. Wie der große Detektiv diese schwierige Aufgabe angeht und ob es ihm tatsächlich gelingt, diesen Fall zum Abschluss zu bringen, lässt sich in Archies humorvoller Schilderung aufs Amüsanteste verfolgen. Und in der aktuellen Politik sind Lauschangriffe ein mindestens genau so brisantes Thema wie damals ... Ich habe das englische Original nicht gelesen, aber die deutsche Neuübersetzung erscheint mir sehr gelungen und trifft den richtigen Ton. Die bibliophile Aufmachung des Leinenbändchens ist auch sehr ansprechend. Also genau das Richtige für Liebhaber klassischer Krimis mit viel Humor und skurrilem Personal!

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  • Diese Tür hat sich mir nicht geöffnet …

    Es klingelte an der Tür

    goat

    17. April 2017 um 16:19

    Da Rex Stout einer der erfolgreichsten amerikanischen Kriminalautoren des 20. Jahrhunderts war, ist mir sein Name natürlich ein Begriff. Gelesen hatte ich bis dato allerdings noch nichts von ihm. Die Neuübersetzung dieses Krimis in einer wunderschönen Aufmachung bot sich also geradezu an, diesen Autor für mich zu entdecken. Der Klappentext macht auf jeden Fall Lust, sich in das Abenteuer zu stürzen. New York im Jahr 1965: Rachel Brunner ist reich und exzentrisch und sie hasst den amerikanischen Geheimdienst. Das erklärt auch, warum sie zehntausend Exemplare eines Enthüllungsbuches aufkauft und landesweit an wichtige Personen verschickt. Das wiederum stößt dem FBI sauer auf und sie lassen Rachel auf Schritt und Tritt überwachen. Ihre einzige Chance, dieser Überwachung zu entgehen, sieht sie darin Nero Wolfe, den berühmtesten Privatermittler New Yorks, zu engagieren. Ein Scheck über 100.000 $ sollte überzeugend genug sein, sich mit dem FBI anzulegen. Und da Nero Wolfe kein Kostverächter ist, sagt er natürlich zu …Es war ein haptisches Vergnügen, diesen Roman lesen zu dürfen. Dieses etwas über 200 Seiten starke, in Leinen gebundene Buch mit dem dezenten blauen Cover ist ein echtes Schmuckstück. Inhaltlich hat es mich leider nicht überzeugen können. Ich mag verschrobene Ermittler. Es hat mich auch weniger gestört, dass Nero Wolfe ganz in seiner Orchideenzucht aufgeht oder Wert auf gutes Essen legt (was auch die über 100 Kilo Gewicht erklärt), geschweige denn, dass er Bücher liebt. Dass er aber so gar nicht in seinem Beruf aufgeht, das Haus niemals verlässt und die ganze Arbeit seinem Assistenten Archie Goodwin überlässt, das habe ich nicht so ganz nachvollziehen können. Archie Goodwin ist es auch, der den Fall aus seiner Perspektive schildert. Hier es sicherlich nicht von Vorteil, dass ich mit einem Buch in die Reihe eingestiegen bin, welches schon eher zu einem der Letzteren in der Reihenfolge gehört. Vielleicht hätte es mir die Protagonisten etwas zugänglicher gemacht, wenn ich sie von Anfang an hätte kennenlernen können. Da ich das Original nicht gelesen habe, kann ich leider nicht sagen, ob die Übersetzung gelungen ist oder nicht. Mir kam sie aber in manchen Situationen etwas holprig vor. Dies fiel mir besonders auf, wenn Nero ein paar Mal zu oft in unpassenden Momenten sein „Pfui“ von sich gibt. „Es klingelte an der Tür“ ist ein Krimi der ruhigeren Gangart. Quasi entschleunigt ob der fehlenden technischen Spielereien aus der heutigen Zeit. Computer oder Handys? Fehlanzeige. Aber auch damals wusste man sich zu helfen. Hier kann man herrlich eintauchen in den Pool der Nostalgie und sich wieder erinnern an die gute alte Telefonzelle oder die Schreibmaschine. Macht den Fall und die mir nicht ganz so sympathischen Protagonisten aber leider nicht interessanter. Ich habe lange an diesen wenigen Seiten gelesen und mich leider nur mäßig unterhalten gefühlt. Auch wenn die Romane von Rex Stout allesamt Klassiker sind und sich einer großen Fangemeinde erfreuen, so sagen mir die Krimis von Agatha Christie doch weitaus mehr zu. Von mir gibt es drei Sterne.

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  • Es klingelte an der Tür

    Es klingelte an der Tür

    typomanin

    17. April 2017 um 14:48

    Verlag: Klett-CottaSeitenzahl: 248 SeitenCover: Altes Buch in überzeugendem, neuen Gewand. Die Schrift und Illustrationen sind im Retro-Style, sehr passend zum Inhalt. Gefällt mir sehr gut, hat mich gleich angesprochen. Dann noch in Leinen gebunden. Ein Buch, das man gerne in Händen hält!Rezension: Nero Wolfe ermittelt in einem Fall und begibt sich auf dünnes Eis. Hier geht es nicht um einen Mord, sondern um Verfolgung durch das FBI und dann ist auch noch die Polizei involviert. Alles nicht so einfach. Er überlegt lange, ob er den Fall der Rachel Brunner annehmen soll. Sie hat zehntausend Exemplare eines Enthüllungsbuchs über das FBI gekauft und landesweit verschickt. Natürlich lässt da das FBI nicht mit sich spielen. Nero Wolfe wird letztendlich durch einen Scheck über 100 000 € Anzahlung überzeugt und ermittelt mit seinem überaus begabten Handlanger Archie Goodwin.Wer gern Miss Marple liest und von Sherlock Holmes und Mr Watson nicht genug bekommen kann, sollte sich auf jeden Fall Nero Wolfe zu Gemüte führen (ich weiß, etwas komische Wortwahl, aber nachdem man dieses Buch gelesen hat, schreibt man leicht in dieser Art und Weise ;)). Ich habe es geliebt in diese Zeit einzutauchen, in der man noch Gentlemen begegnet und die größte Sorge ist, dass man abgehört wird (und nicht mit videoüberwacht o.ä.). Mir gefiel die Art und Weise der Ermittlung und der Schreibstil recht gut. Einen Stern Abzug gibt es für den Anfang. Das erste Drittel schleppt sich etwas und ich habe auch nicht gleich mit allen Akteuren durchgehen. Aber das Dranbleiben lohnt sich. Das letzte Drittel überzeugt und ist – wie man damals gesagt hätte – sehr famos. Fazit: Sherlock und Watson können eine Runde pausieren, jetzt ermitteln Wolfe und Goodwin!

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  • Es klingelt an der Tür

    Es klingelte an der Tür

    nici_12

    14. April 2017 um 21:03

    Die Story Die vermögende Witwe Rachel Bruner sucht Nero Wolf auf und bittet ihm um Hife: Seit sie das Enthüllungsbuch „Das unbekannte FBI“ an mehrer große Persönlichkeiten landesweit verschickt hat, ist ihr ebendieses auf den Fersen und beschattet sie. Sie will dass das aufhört und Nero Wolfe soll sich darum kümmern. Dieser lehnt erst einmal ab, aber ein Check über 100.000 Dollar, volle Übernahme der Spesen und ein Honorar, das er festlegt, lassen es ihn zumindest versuchen. Zusammen mit seinem Assistenten Archie Goodwin übernimmt er den Fall und schickt diesen auf die Spurensuche. Und prompt stoßen sie auf einen Mordfall, der eigentlich keiner ist. Zumindest offiziell. Der Journalist Morris Althaus wurde erschossen in seiner Wohnung aufgefunden. Es gibt keine Tatwaffe und niemand will etwas gesehen haben. Wie Archie Goodwin aber herausfindet, soll er an einem Enthüllungsbericht über das FBI gearbeitet haben, aber es sind keine Dokumente hierüber in seiner Wohnung gefunden worden. Und auch keiner seiner Angehörigen oder Verwandten wusste etwas hierzu. Außermde verließen in jener Nach drei Männer des FBI das Haus. Das konnte man zumindest anhand des Kennzeichens vom Wagen herausfinden, den ein Zeuge gesehen hat. Aber damit endet die Spur auch schon. Für Mr. Goodwin und Mr. Wolfe steht ganz schnell fest, dass es da einen Zusammenhang geben muss. Also werden die näheren Angehörigen des toten Journalisten befragt und es wird sich weiterhin auf Spurensuche begeben. Dabei findet Mr. Goodwin heraus, dass aufgrund eines älteren Artikels des Journalisten Althaus ein gewisser Mr. Odell im Gefägnis gelandet ist. Mr. Goodwin sucht diesen auf und stellt fest, dass Mr. Odell in der Vergangenheit für Bruner Realty gearbeitet hat – die Firma, die der Auftraggeberin gehört. Und nicht nur das: auch waren sowohl Mr. Odell, als auch Mr. Althaus bei Mrs. Bruner zu Besuch. Als Mr. Goodwin die Auftraggeberin darauf anspricht, tut sie diese Tatsache mehr oder weniger mit einer Handbewegung ab. Aber für Mr. Goodwin als auch für Mr. Wolfe steht fest, dass Mrs. Bruner ihnen nicht alles gesagt hat. Da steckt viel mehr dahinter als sie zugeben will. Abbruch auf Seite 149.   Meine Meinung Erst einmal vielen Dank an das Team von Lovelybooks.de, die mir das Buch zugesandt haben! Ich lese wirklich gerne Krimis und die Geschichten um Miss Marple und Hercule Poirot haben meine Liebe zum Lesen mit geweckt. Aber diesen Krimi mochte ich überhaupt nicht. Warum? Nun: 1. Der Privatermittler Nero Wolfe tut so gut wie gar nichts! Der sitzt zu Hause, geht höchstens mal zum Essen aus und lässt alles, aber auch wirklich so gut wie alles, von seinem Assistenten machen. 2. Nero Wolfe ist unfreundlich! Wie kann man nur so kaltschnäuzig sein? Und warum sagt er dauernd „Pfui“, wenn ihm was nicht passt? Ich finde das ziemlich respektlos und unhöflich. Zumal er auch noch dauernd anderen über den Mund fährt. 3. Die Story kommt nicht in den Gang! Es zieht sich wie Kaumgummi. So viele Spaziergänge wie der Assistent unternommen hat, da hätte man mehrere Bücher mit füllen können. Wenn sich ein neuer Anhaltspunkt ergab und ich mal dachte, dass es endlich mal vorankommt, dann hat es gefühlt ewig gedauert, bis sich daraus was ergab. Und diese drei Punkte haben schon gereicht, dass ich abgebrochen habe. Mir fehlte es total an Spannung und ich fand den Nero Wolfe einfach nur überheblich und unsympathisch. Schade, die Story hätte Potential gehabt. Aber so nicht.

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  • Es klingelte an der Tür

    Es klingelte an der Tür

    AnjaIris

    11. April 2017 um 11:00

              Cover: Bedruckter Leineneinband. Dieser verleiht dem Buch das typische Aussehen der Kriminalromane in den Sechzigern.Klappentext: Rex Stout war einer der erfolgreichsten amerikanischen Kriminalautoren des 20. Jahrhunderts. Seine literarische Schöpfung, der Privatdetektiv Nero Wolfe, zählt bis heute zu den berühmtesten Figuren des Genres. Zusammen mit seinem Assistenten Archie Goodwin hat der Ermittler mit einer Passion für Orchideenzucht und Gourmetküche weltweit Millionen Leser in den Bann gezogen. Die Neuübersetzung der Krimireihe bietet nun dem deutschen Leser erstmals die Möglichkeit, die Kriminalromane in ihrer vollständigen literarischen Qualität zu entdecken.Die reiche Exzentrikerin Rachel Bruner hat die Nase voll vom amerikanischen Geheimdienst. Sie kauft zehntausend Exemplare eines Enthüllungsbuchs und verschickt es landesweit. Klar, dass das Ärger gibt: Das FBI lässt sie auf Schritt und Tritt überwachen. In ihrer Not wendet sich die vornehme Dame an Nero Wolfe, den berühmtesten Privatermittler von New York. Doch wie soll der ihr helfen? Sein Gegenspieler ist immerhin kein Geringerer als J. Edgar Hoover. Ein Scheck über 100 000 Dollar überzeugt ihn, es zumindest zu versuchen. Da kommt ihm ein Mordfall an einem Journalisten sehr gelegen ...Bewertung: Stellen sie sich das uneheliche Kind von Miss Marple und Philipp Marlowe vor und sie haben Nero Wolfe.So heißt es in der Buchbeschreibung, und damit wird wirklich der Nagel auf den Kopf getroffen. Da ich nicht nur ein Fan moderner Krimis und Thriller bin, sondern auch ein Liebhaber klassischer Kriminal- und Detektivromane, war das Buch für mich ein Genuß. Ich empfand es als angenehme Abwechslung, mal nicht gleich auf der ersten Seite grausige Morddetails serviert zu bekommen, sondern Detektivarbeit vom Feinsten. Die Zusammenarbeit von Nero Wolfe und Archie Goodwin, die sich ohne viel Worte verstehen, hat mich sehr beeindruckt. Es gibt kein noch so kleines Detail, was ihnen entgeht, und ihre Kombinationsgabe ist wirklich genial. Ich hatte viel Spaß dabei, diesen Kultermittlern bei der Arbeit "zuzusehen". Ich habe mir extra ein anderes Buch von Rex Stout besorgt, um es mit dieser Neuübersetzung vergleichen zu können. Hoffentlich kommen noch mehr von diesen Klassikern auf diese Weise wieder auf den Markt.Sie verdienen es!        

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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