Rex Stout Zu viele Köche

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Inhaltsangabe zu „Zu viele Köche“ von Rex Stout

Die fünfzehn besten Küchenmeister der Welt haben Nero Wolfe zu ihrer Tagung eingeladen. Als einer von ihnen sinnigerweise mit einem Tranchiermesser ermordet wird, erklärt der gewichtige Privatermittler sich bereit, den Mörder zu finden. Allerdings nur unter einer Bedingung: Er fordert als Honorar ein geheimes Würstchenrezept.

Jeder weiß, dass zu viele Köche den Brei verderben, aber es muss ja nicht gleich zu Mord und Totschlag führen. Doch genau das steht auf dem Speiseplan bei einem Treffen der weltbesten Köche. Nero Wolfe ist als Ehrengast aus seinem New Yorker Stadthaus in ein schickes Spa gelockt worden, um die Eröffnungsrede zu halten. Dabei hätte er niemals erwartet, zwischen den exquisiten Gängen der Haute Cuisine zusammen mit seinem Assistenten Archie nach einem Mörder suchen zu müssen. Einem Mörder, der auch dem großen Privatermittler nur allzu gern sein letztes Abendmahl bereiten möchte.

Krimi-Klassiker, aber aktueller den je

— Sigismund

schrullig, nostalgisch und spannend

— Durga108

Ein genialer Detektiv, der mehr als menschelt und seine rechte Hand, die mehr als sympathisch ist...ich liebe diese Art von Krimis!

— Miamou

Interessanter Fall der Hunger auf mehr macht

— Kruems

Ein Klassiker in Neuauflage - amüsant

— Bibliomarie

Ein Kriminalfall mit viel Patina und einer gehörigen Prise Humor.

— seschat

Ein interessanter, humorvoller und vor allem lesenswerter Krimi

— nickypaula

Einer der besten der Nero Wolfe Romane

— Orest

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  • Krimi Klassiker und gutes Essen!

    Zu viele Köche

    Ceciliasophie

    21. January 2018 um 10:55

    Nero Wolfe, der berühmte Detektiv und sein Gehilfe Archie Goodwin werden eingeladen, den fünfzehn Meistern, den „Les Quince Maitres“, beizuwohnen. Diese weltweit verstreuten, herausragenden Köche treffen sich dieses Mal in einem Spa in Amerika. Freudig gespannt auf die Gesellschaft und das Essen, treffen die handelnden Personen aufeinander. Doch nicht alles ist rosig, schwelgen doch im Hintergrund Zorn, Eifersucht und Wut. Und plötzlich hat Nero Wolfe alle Hände voll zu tun, denn einer der Meister wurde hinterrücks ermordet.  Dies war mein erster Fall mit Nero Wolfe und Archie Goodwin. Bereits 1938 wurde dieser Roman erstmals publiziert und nun in Neuauflage vom Klett-Cotta Verlag herausgegeben. Neben „Es klingelte an der Tür“, das im März 2017 erschien, wird die Reihe im April 2018 um „Der rote Stier“ erweitert werden. Nero Wolfe fand ich klasse. Ein toller Detektiv, der sehr gewitzt vorgeht und mit viel Intellekt die Dinge aufklärt. Archie, aus dessen Sicht die Handlung erzählt wird, ist eine tolle Ergänzung zu Wolfes Charakter und ich hatte viel Spaß dabei, den beiden zu folgen. Da es so viele Nebencharaktere gab, kam ich, obwohl an viele verschlungene Handlungsstränge aus dem Fantasygenre gewöhnt, sehr durcheinander. Ich konnte nicht immer die Personen zuordnen und brauchte meine Zeit, mich an sie zu gewöhnen. Dies gelang mir persönlich leider etwas zu spät. Eine Auflistung der handelnden Personen und ihre Charakteristika zu Anfang des Buches hätten mir persönlich sehr geholfen. Zugegeben, ich hatte mit dem Schreibstil so meine Schwierigkeiten. Der Satzbau und die Wortwahl waren mir fremd, da sie sehr von unserem gebräuchlichen Deutsch abwichen. Doch mit der Zeit gewöhnte ich mich immer mehr daran, fand sogar Gefallen an den vorher so skurrilen Ausdrücken.  Da mich das Lesen dadurch wirklich Konzentration kostete, kam ich viel langsamer voran als sonst. Es ist in meinen Augen ein Buch, für das man sich seine Zeit nehmen sollte, um es wirklich zu genießen.Doch es blieb bis zum Ende spannend, wer denn nun der Mörder sei und ich fieberte von Seite zu Seite mit Wolfe und Archie mit. Das eigentliche Ende fand ich große Klasse und absolut gelungen. Hier wurde mein Durchhalten definitiv belohnt. Etwas geschockt war ich über den offenen Rassismus, der in diesem Buch auch seinen Platz findet und musste mich immer wieder daran erinnern, wann dieses Buch erstmals erschien. Denn viele Personen äußerten sich sehr rassistisch gegenüber um Beispiel den Angestellten des Hotels, die vorwiegend schwarz sind. Auch das Wort „Nigger“ wurde sehr häufig benutzt. Doch das hervorragende Nachwort zeigte mir, mit wie viel Einfühlsamkeit Rex Stout vorgegangen war und was für ein Vorreiter er hier gewesen ist. Ich wünschte, ich hätte dieses Nachwort vor Beginn des Krimis gelesen.Dies war nicht mein letzter Fall mit Nero Wolfe und Archie Goodwin!Ich vergebe 3.5 Sterne. Fans von klassischen Krimis sollten hier auf ihre Kosten kommen und auch für diejenigen, die wie ich gerne kochen und essen, ist dieses Buch definitiv etwas!

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  • Classic at its best

    Zu viele Köche

    julemausi89

    17. January 2018 um 14:41

    Wie man ja auch im Kino sehen kann (ich denke da nur an die Agatha Christie-Verfilmung "Mord im Orientexpress"), kommen die klassischen Krimis wieder in Mode. Da wundert es nicht, dass sich Klett-Cotta dazu entschlossen hat, die Klassiker von Rex Stout in neuem, zugegeben wunderschönem Gewand neu aufzulegen. Denn warum sollte sich das, was in den 70ern schon ein Erfolg war, nicht erneut verkaufen lassen?Und nicht zuletzt mit "Zu viele Köche" sollten sie auch Erfolg haben. Das Buch ist eine klassische Whodunnit-Geschichte: Wenn sich die 15 besten Köche treffen um ihr Können zu zeigen, dann kann das doch nur in einem Mord enden, oder? Zum Glück haben sie Nero Wolfe und seinen Sidekick Archie Goodwin als Gäste zu diesem Treffen eingeladen, die sich mehr oder weniger freiwillig an die Lösung dieses Mordfalles machen.Okay, bei so vielen Verdächtigen fällt einem der Durchblick manchmal etwas schwer. Die Geschichte macht aber trotz allem so viel Spaß, was nicht zuletzt am Wortwitz der Figuren liegt.Manchmal merkt man der Story ihr Alter an, wenn es zum Beispiel um Themen wie Rassentrennung oder die Stellung der Frau in der Gesellschaft geht.Im großen Ganzen ist es aber trotz allem ein spannendes, kurzweiliges Buch, mit dem man seinen Spaß haben kann und das zudem auch noch eine optische Bereicherung fürs Bücherregal ist!

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  • Krimi-Klassiker, aber aktueller denn je

    Zu viele Köche

    Sigismund

    16. January 2018 um 11:35

    Der Krimi-Klassiker „Zu viele Köche“ (1938) von Rex Stout (1886-1975), im November in neuer Übersetzung erschienen, ist bereits der zweite einer seit März 2017 vom Verlag Klett-Cotta mit „Es klingelte an der Tür“ (1965) begonnenen, unregelmäßigen Reihe von Neuausgaben des amerikanischen Schriftstellers, der mit seiner Romanreihe um den schwergewichtigen Privatermittler und eigenwilligen Orchideen-Liebhaber Nero Wolfe weltberühmt wurde. Im April folgt „Der rote Stier“, ebenfalls aus 1938. „Zu viele Köche“ ist der fünfte von Stouts insgesamt 33 Nero-Wolfe-Romanen, hinzu kommen noch einige Erzählungen, und ein wahrer literarischer Leckerbissen. In der gewohnt flapsig-humorvollen Erzählweise von Wolfes Assistenten Archie Goodwin, die an sich schon das lesen lohnt, sind wir Leser zu Gast bei einem Treffen der zwölf weltbesten Köche, zu dem Nero Wolfe als Ehrengast geladen ist. Nur diese besondere Einladung veranlasst den berühmten Privatdetektiv, erstmals seine Penthouse-Wohnung in Manhattan zu verlassen, in deren Dachgarten er seine Orchideen züchtet. Normalerweise bewegt sich Wolfe keinen Meter aus der Wohnung, sondern lässt seine Klienten und alle an einem Fall Beteiligten zu sich kommen. Allein der zu erwartende Gaumenschmaus lockt ihn diesmal auf die weite Reise in den Bundesstaat West Virginia. Doch statt sich ein paar Tage in dem Spa-Resort erholen und die Gaumenfreuden ausgiebig genießen zu können, muss Wolfe wieder einmal seine „grauen Zellen“ arbeiten lassen – diesmal von seiner Suite aus. Denn einer der Starköche wird während einer Soßen-Verkostung ermordet. Mindestens drei der weltberühmten und eitlen Köche, die im ständigen Konkurrenzkampf stehen und dem Opfer öffentlich den Tod gewünscht haben, kommen als Täter infrage, einer von ihnen wird schon bald festgenommen. Dass dann doch ein anderer als der Mörder entlarvt wird, haben wir allein dem Spürsinn Nero Wolfes zu verdanken. Was vordergründig wie ein amüsanter Krimi ähnlich denen Agatha Christies mit ihrem Superhirn Hercule Poirot erscheint, ist bei Rex Stout eine gut verpackte Auseinandersetzung mit der seinerzeitigen US-Gesellschaft und Staatspolitik, wobei in „Zu viele Köche“ der damals noch extremere Rassismus und die vom Autor geforderte staatsbürgerliche Gleichberechtigung von Schwarzen und Weißen das Kernthema sind. Damit wagt sich der politisch liberal eingestellte Schriftsteller, der zeitlebens für die Wahrung individueller Freiheitsrechte eintrat und seine Hauptfigur Nero Wolfe in den Romanen als Sprachrohr nutzt, im Veröffentlichungsjahr 1938 weit vor, werden doch Schwarze damals in weiten Kreisen der weißen US-Bevölkerung noch als „Nigger“ beschimpft. Stout dreht dieses Bild um und stellt dem ungebildeten, schielenden weißen Sheriff einen an einer Washingtoner Universität studierenden jungen Schwarzen gegenüber. Lesenswert ist hierzu das Nachwort von Literaturkritiker Tobias Gohlis (67). Alles in allem verdient der Verlag Klett-Cotta ein Kompliment, die Neuausgabe dieser Krimi-Klassiker in heutiger Zeit zu wagen – in einer Zeit, wo in modernen Thrillern kaum Geist und Witz, sondern meist nur kaputte Typen, Blut und Psychotraumata gefragt sind. Die Nero-Wolfe-Krimis von Rex Stout scheinen deshalb aus der Zeit gefallen, sind tatsächlich aber gesellschafts- und staatspolitisch aktuell, bei heute wieder zunehmendem Rassismus und Nationalismus vielleicht aktueller denn je. In jedem Fall aber sind diese Krimis literarische Leckerbissen und schon deshalb absolut empfehlenswert.

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  • Neuübersetzung: Zu viele Köche

    Zu viele Köche

    Durga108

    08. January 2018 um 22:40

    Rex Stouts zweiter Band "Zu viele Köche" hat mir noch besser gefallen als der erste "Es klingelte an der Tür". Der Fall lädt den Leser  bis zum Schluss zum Mitraten ein und Nero Wolfes und Archie Goodwins Ermittlungen mit einem Schmunzeln zu verfolgen.Dieser Band wird wieder von Archie Goodwin erzählt, Nero Wolfes Mädchen für alles. Wolfe Fans wissen, dass er nur sehr ungern sein New Yorker Brownhaus verlässt. Doch in diesem Fall Mal geht es um eine seiner Leidenschaften neben Orchideen und Bücher, die gehobene Küche und das Essen der selbigen. Er wurde nämlich zu den sog. 15 Maîtres eingeladen. Hierbei handelt es sich um das Kochevent, zu dem sich alle fünf Jahre die 15 besten Spitzenköche der Welt treffen. Trotz Wolfes Lokomophobie kommen er und Archie gut im vornehmen Kanawha Spa in West Virginia an und der erste Mord lässt nicht lange auf sich warten. Standesgemäß wird der Küchenmagier Philip Laszio mit einem Tranchiermesser erstochen und die Ermittlungen nehmen schnell Fahrt auf. Verdächtig könnte erst einmal jeder der Anwesenden sein, keiner ist gut auf den Ermordeten zu sprechen. Goodwin und Wolfe ermitteln unorthodox in gewohnter Manier. Auch der Leser bleibt bis zum Schluss im Dunklen, nämlich bis zu dem fulminanten Abend, an dem Wolfe den Fall vor versammelter Mannschaft scharfsinnig à la Monsieur Poirot oder Miss Marple aufklärt. Besonders gut neben der Detektivarbeit ist Rex Stout die Kritik an der vorherrschenden Rassendiskriminierung gelungen. So äußerst z.B. der ermittelnde Sheriff "...In West Virginia siezen wir keine Nigger...", wobei Wolf um einen respektvollen Umgang mit den meist schwarzen Mitarbeitern des Kanawha Spas bemüht ist. Rex Stout war selbst ein Verfechter von Rassengleichheit und ihm gelingen für 1938 beachtlich offene Worte.Ich freue mich schon sehr auf den dritten Band der Neuübersetzung, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt und möchte "Zu viele Köche" allen Freunden der klassischen Krimiliteratur wärmstens empfehlen.

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  • Nero Wolfe und 15 Köche...

    Zu viele Köche

    Miamou

    07. January 2018 um 21:58

    Nach dieser Lektüre haben mich Nero Wolfe und Archie Goodwin nun wirklich in ihren Fängen. Da ich bereits das Vergnügen hatte „Es klingelte an der Tür“ zu lesen, habe ich mich natürlich sehr schnell auch wieder für die Neuübersetzung des Verlags begeistern können. Und „Zu viele Köche“ hat mir sogar noch um den Tick besser gefallen. Nero Wolfe und seine rechte Hand Archie Goodwin werden als Ehrengäste in ein Spa eingeladen, wo sich die „Quinze Maitre“ des Kochens treffen. Nun sagt ja ein Sprichwort, dass zu viele Köche den Brei verderben (was in diesem Fall nur auf ihr egozentrisches Benehmen zutrifft), aber dass gleich einer von ihnen umgebracht wird, geht dann doch ein wenig zu weit. Als Nero Wolfe dann beinahe selbst zum Opfer wird, kann er gar nicht anders, als den Mörder zu suchen und wird schlussendlich natürlich fündig. Sein Honorar: Ein Würstchenrezept!Rex Stout hat mit seinem Nero Wolfe einen Detektiv erschaffen, der zwar in die Kerbe eines Sherlock Holmes oder eines Hercule Poirot schlägt, jedoch dann wieder ganz anders ist. Das macht sich alleine schon durch sein Äußeres bemerkbar. Er wird als dicker Mann beschrieben, der nur sehr ungern seine Wohnung verlässt, sich am liebsten seiner Orchideenzucht widmet oder liest und natürlich kein gutes Essen verschmäht (der wahre Grund, warum er sich auf den "Ausflug" in das Spa eingelassen hat :-)). Seine Arbeit als Detektiv, die er ausgesprochen gut macht, dient eher mehr dazu, dass er sich diesen Lebensstil bewahren kann. Für die Laufarbeit hat er Archie Goodwin, der eine wahre Perle ist und den man als Leser äußerst schnell in sein Herz schließen kann. Er ist auch derjenige, der die Geschichte erzählt und dabei eine gehörige Portion Humor hineinlegt. Nero Wolfe und Archie Goodwin sind literarisch gesehen ein sehr interessantes Gespann, weil sie sehr einmalig sind. Sie schenken einander ordentlich ein, worin sich für mich ein sehr starkes Vertrauensverhältnis zwischen den beiden festmacht. Man lässt sich von ihnen einfach gerne mitnehmen und muss das ein oder andere mal wirklich mit ihnen oder über sie lachen. Die Handlung dieses Krimis spielt in einem Spa, ein Ort, an dem man sich eigentlich erholen sollte, was aber natürlich nach einem Mord nur mehr schwer möglich ist. Rex Stout führt eine ziemlich große Anzahl an Charakteren ein, sobald Wolfe und Goodwin dort ankommen und zugegebenermaßen ist man kurz ein wenig überfordert mit so vielen Namen. Zum Glück spielen nur einige eine wirklich wichtige Rolle und es zeichnet sich für den Leser dann auch sehr schnell ab, welche diese Charaktere sind. Das Gute an den vielen Nebenpersonen…es gibt von Anfang an viele Tatverdächtige, was gleichzeitig dazu führt, dass man bis zum Schluss nicht wirklich herausfinden kann, wer nun der Täter ist. Nein…man muss sich wirklich von Nero Wolfe an die Hand nehmen lassen und man wird nicht enttäuscht. Zudem ermöglicht dieser geschlossene Ort eine Art Kammerspiel. Ob aber jemand kommt oder geht, kann man aber trotzdem nur bedingt mitverfolgen und mitunter beschleicht einem das Gefühl, dass jeder seine Finger im Spiel haben könnte. Die Nero Wolfe – Krimis sind eindeutig für Leser, die auf Krimis stehen, in denen nicht pausenlos Blut fließt und der Mörder nur dadurch entlarvt wird, weil der Detektiv viel beobachtet, an den richtigen Stellen nachfragt, denkt und mitunter auch unkonventionelle Methoden anwendet. In diesem Jahr wird es eine weitere Neuauflage in dieser Reihe geben und ich freue mich sehr darauf.

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  • Leserunde zu "Zu viele Köche" von Rex Stout

    Zu viele Köche

    Klett-Cotta_Verlag

    Hallo, liebe Bücherliebhaberinnen und -liebhaber!Wer die klassischen amerikanischen Krimis mag, darf sich freuen, denn unsere neue Leserunde beschäftigt sich mit einem Kriminalroman vom berühmten amerikanischen Autor Rex Stout. Rex Stout »Zu viele Köche«Kurz zum Inhalt:Die fünfzehn besten Küchenmeister der Welt haben Nero Wolfe zu ihrer Tagung eingeladen. Als einer von ihnen sinnigerweise mit einem Tranchiermesser ermordet wird, erklärt der gewichtige Privatermittler sich bereit, den Mörder zu finden. Allerdings nur unter einer Bedingung: Er fordert als Honorar ein geheimes Würstchenrezept. Jeder weiß, dass zu viele Köche den Brei verderben, aber es muss ja nicht gleich zu Mord und Totschlag führen. Doch genau das steht auf dem Speiseplan bei einem Treffen der weltbesten Köche. Nero Wolfe ist als Ehrengast aus seinem New Yorker Stadthaus in ein schickes Spa gelockt worden, um die Eröffnungsrede zu halten. Dabei hätte er niemals erwartet, zwischen den exquisiten Gängen der Haute Cuisine zusammen mit seinem Assistenten Archie nach einem Mörder suchen zu müssen. Einem Mörder, der auch dem großen Privatermittler nur allzu gern sein letztes Abendmahl bereiten möchte. Köchen mit Nero Wolfe? Kein Problem! Hier gibt es Rezepte, inspiriert von den Krimis von Rex Stout. Guten Appetit!Klingt es spannend? Es gibt noch Zeit sich bis 19. Dezember zu bewerben! Viel Erfolg!Ihr Verlag Klett-Cotta

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  • Viele Köche und kein heißer Brei...

    Zu viele Köche

    Giselle74

    05. January 2018 um 13:53

    Seit einiger Zeit scheint sich der Verlag Klett-Cotta alter und teilweise vergessener Krimischätze anzunehmen - und das auf sehr liebevolle Art. So sind in den letzten Jahren zwei Weihnachtskrimis erschienen und die ersten Bände einer Reihe um den Privatermittler Nero Wolfe. Alle Bücher sind in Leinen gebunden und mit einer gut ausgewählten Buchdeckelgestaltung versehen. Außerdem hat man sich um eine angemessene Neuübersetzung gekümmert. Für Freunde des klassischen Kriminalromans eine echte Freude! Bei "Zu viele Köche" nun handelt es sich um den zweiten Band der Nero Wolfe-Reihe von Rex Stout. Zwischen 1933 und 1975 verfasste der Autor über 30 Romane mit dem gewichtigen Ermittler im Mittelpunkt. Stout, der politisch sehr aktiv war, nutzte die Wolfe-Fälle gern, um auf weltpolitische Ungereimtheiten und inneramerikanische Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. Sollte man sich für den zeitgeschichtlichen Kern dieses Bandes interessieren, empfiehlt es sich, das Nachwort zuerst zu lesen, in dem Tobias Gohlis die politischen Intentionen Stouts sehr schön erläutert. Nero Wolfe, den älteren Semestern eventuell noch durch die Fernsehserie mit William Conrad aus den Achtzigern des letzten Jahrhunderts bekannt, reist mit seinem Begleiter Archie Goodwin, der gleichzeitig auch der Erzähler der Geschichte ist, zu einer Tagung der fünfzehn berühmtesten Köche der Welt. Dort kommt es, wie sollte es auch anders sein, zu einem Mord. Nero Wolfe sieht sich gezwungen zu ermitteln... Und wer nun glaubt, jetzt flögen die Fetzen bzw die Tranchiermesser, sieht sich getäuscht. Der durch sein Gewicht nahezu bewegungsunfähige Wolfe erledigt seine Fälle ausschließlich im Kopf und mit Hilfe Archie Goodwins, der gegebenenfalls Beine und Augen ersetzt. Eine sehr gemächliche, aber präzise Art des Ermittelns. Wer allerdings Krimis mit viel Blut und Action bevorzugt, wird hier schier verzweifeln. In weiten Teilen des Buches wird nachgedacht, beobachtet und der Leser hat Zeit, eigene Schlüsse zu ziehen. Das ist aber dank des nie um einen Spruch verlegenen Goodwins und diverser anderer eigentümlicher Persönlichkeiten mitnichten trocken oder gar langweilig. Wer, wie ich, klassische Whodunnits wirklich gerne liest, wird erkennen, wie meisterhaft dieser Fall aufgebaut ist und seine Freude daran haben. Die Fälle Wolfes sind alle wunderbar einzeln lesbar und bauen nur begrenzt aufeinander auf. Man kann sie also kunterbunt durcheinander lesen ohne den Faden zu verlieren. Dank einiger wiederkehrender Personen, wie Goodwin oder auch Wolfes Koch Fritz Brenner, kennt man sich aber schnell im Wolfe'schen Kosmos aus und fühlt sich zuhause. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bände der Reihe, die Ende April 2018 mit "Der rote Stier" fortgeführt wird. Auch dort geht es wieder um Mord und gutes Essen.   Ich danke dem Klett-Cotta Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.

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  • Unbedingt mit dem Nachwort beginnen!

    Zu viele Köche

    heinoko

    02. January 2018 um 13:49

    Mir wurde erst durch das Nachwort klar, wie geschickt Rex Stout eine politische Botschaft in seinen Kriminalroman eingearbeitet hatte und welch immense Tragweite Nero Wolfe’s im Roman beschriebenes Verhalten gegenüber den Schwarzen im Erscheinungsjahr des Buches 1938 hat. Er erweist ihnen Respekt,  ja, er dankt ihnen sogar für ihre Gastfreundschaft in ihrem Land! Wunderbar, dass Klett-Cotta das Werk Rex Stout‘s wieder auflegt, noch dazu in einer sehr schönen Ausstattung. Erzähler in diesem feinen kriminalistischen Kabinettstück ist Archie Godwins, der von sich selbst sehr überzeugte Sekretär von Nero Wolfe, jenem überaus berühmten und ausgesprochen dickleibigen Detektiv, der seine Fälle durch intelligentes Beobachten und Nachdenken zu lösen pflegt. Nero Wolfe wird als Ehrengast nach West-Virginia eingeladen zu einem Treffen der 14 namhaftesten Köche, die allesamt in Neid und Missgunst miteinander verbunden sind. Als einer dieser Köche mit einem Tranchiermesser erstochen wird und ein rassistischer Sheriff und ein unerfahrener Staatsanwalt ihre Unfähigkeit unter Beweis stellen, erklärt sich Nero Wolfe bereit, die Lösung des Falls selbst herbeizuführen. Der Kriminalroman wurde zwar neu übersetzt, aber dennoch brauchte ich eine Weile, bis ich mich einfinden konnte in die etwas umständliche und den damaligen Konventionen genügende, gemächliche Sprache. Nach wenigen Seiten jedoch wurden mir die Dialoge selbstverständlich und die langsame Erzählweise zum Genuss. Insbesondere die kleinen, feinen Bösartigkeiten der Konkurrenten untereinander und so manch raffiniert versteckter Witz machten mir Freude, dazu die geschilderten Persönlichkeiten in ihren teils recht absonderlichen Verhaltensweisen, teils dem Zeitgeist geschuldet, teils als Marotte einzuschätzen. Es lohnt sich, Rex Stout als intelligenten, politischen und bissig-witzigen Autor neu zu entdecken.

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  • Viele Köche, viel Ego

    Zu viele Köche

    Kruems

    02. January 2018 um 13:19

    Nero Wolfe ist bei deisem Fall sehr gefragt - einerseits als Redner und anderkannter genießer der Haute Quisine, andererseits sehr zu seinem Verdruß auch durch seine detektivischen Begabungen, die nach der Ermordung eines der 15 weltbesten Köche angeraten ist. Doch so richtig darauf einlassen möchte er sich nicht, sein Magen ist ihm eigentlich wichtiger, und so stochert dann der berufene ERmittler auch länger im Nebel als es hätte sein müssen - um dann letztendlich doch den Falschen zu verhaften. Nach einem Attentat sieht sich Wolfe daher doch in der Position des beteiligten Detektivs denn letztendlich liegt ihm nicht nur sein leibliches Wohl sondern auch seine pünktliche Rückreise am  Herzen....Ein interessantes Buch mit uns merkwürdig scheinenden Begriffen und Charakterisierungen - doch man dar nicht ausser Acht lassen, das das Werk ja bereits jahrzehnte alt ist. Die ersten Seiten sind aus diesem Grunde gewöhnungsbedürftig, aber dann geht es auch schon los - mit Unterstützung von Archie, der mein persönlicher Liebling war, konstruiert der Schriftsteller einen sehr schmackhaften Fall der bis zur letzten Seite spannend ist und bei dem ich sehr lange als Lese-ERmittler im dunkeln gestochert habe.Eine ganz klare Leseempfehlung für die Freunde der klassischen Kriminalliteratur.

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  • Meisterköche

    Zu viele Köche

    Bibliomarie

    18. December 2017 um 13:53

    Nero Wolfe, der ebenso beleibte, wie berühmte Detektiv ist als Ehrengast nach West-Virginia eingeladen. Die namhaftesten Küchenchefs, die „Les Quince Maitres“ treffen sich dort in einem Luxus Resort um neue Mitglieder zu wählen und sich in ihrer Kunst zu übertreffen. Wolfe soll als Ehrengast eine Rede halten und das Lob der amerikanischen Kochkunst singen. Doch der Aufenthalt wird alles andere als angenehm, die Köche sind einander in herzlicher Abneigung verbunden, Neid, Konkurrenz, Eifersucht – alles spielt eine Rolle. Als beim ersten gemeinsamen Dinner, Phillip Laszio erstochen wird, ist Wolfe gefordert. Denn die der örtliche Sheriff ist ein dummer Rassist und der ermittelnde Staatsanwalt einfach zu unerfahren um all die Ränke zu durchschauen. Die ganze Geschichte wird von Archie Godwins erzählt, Nero Wolfes Sekretär und Mädchen für alles. Archie ist von seiner Intelligenz sehr überzeugt, das lässt er in seine Erzählung auch gerne einfließen, muss aber immer wieder erkennen, dass er von Wolfe ausgebremst wird. Das Buch ist bereits in den 30iger Jahren erschienen und da das Resort sehr viele afroamerikanische Bedienstete beschäftigte, merkt man das auch am Jargon, so zum Beispiel spricht der Sheriff grundsätzlich von „Niggern“ und will sie alle an ihren Platz verweisen, egal welche Ausbildung und welchen Beruf sie haben. Wolfe dagegen ist da sehr viel differenzierter wenn er z. B. eine Zeugenaussage erbittet, die sich eventuell gegen einen schwarzen Kollegen richtet, appelliert er an ihre Rechte und Pflichten als gleichberechtigte Bürger: „ Aber dieser Mörder war ein Schwarzer, und Sie sind auch schwarz. Ich gestehe, das macht die Sache verzwickt. Die Vereinbarungen der menschlichen Gesellschaft umfassen nicht nur den Schutz davor, getötet zu werden, sondern Tausende anderer Dinge, und es trifft mit Sicherheit zu, dass in Amerika – von anderen Kontinenten ganz zu schweigen – die Weißen die Schwarzen von einigen der Vorzüge dieser Vereinbarungen ausgeschlossen haben. Es heißt, manchmal sei dieser Ausschluss sogar auf Mord ausgedehnt worden - dass es Gegenden gibt, in denen ein weißer Mann einen schwarzen töten kann und, wenn nicht mit Straffreiheit, so doch mit großer Wahrscheinlichkeit damit rechnen kann, der Strafe zu entgehen, die das Verbrechen im Rahmen der Vereinbarung vorsieht.“  Viel hat sich nicht geändert in den Jahrzehnten danach!In diesem Kontext fand ich es für mich sogar sinnvoll, dass ich das Nachwort gleich zu Anfang gelesen habe. Viele der Feinheiten und Anspielungen, die Rex Stout Nero Wolfe in den Mund legt, wären mir sonst entgangen. Wie immer lässt der Autor seinen Detektiv die verzwickten Vorgänge allein mit der Hilfe seines Intellekts lösen, was Archie dann doch immer wieder ärgert. Eine stilistische Eigenheit Stouts ist es auch, das gegen Ende des Falles Nero Wolfe seine Erkenntnisse vor den versammelten Beteiligten, einschließlich Staatsanwaltschaft und Polizei zusammenfasst und den Mörder präsentiert, womit er nicht nur Archie Goodwin, sondern auch die Leser überrascht. Rex Stouts Krimis gehören zu den Klassikern des Genres und ich freue mich, dass Klett Cotta sie nun in dieser sorgfältigen Ausstattung wieder verlegt.

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    • 2
  • Nero Wolfe Vol. II

    Zu viele Köche

    seschat

    14. December 2017 um 15:43

    Der zweite Band um den übergewichtigen und arroganten Privatermittler Nero Wolfe las sich ausgesprochen unterhaltsam, wenn man auf Kriminalromane aus dem 20. Jahrhundert steht, in denen die Ermittlertätigkeit im Fokus stand. So verhält es sich nämlich im Falle von "Zu viele Köche" von Rex Stout. Darin wird der Bücher- und Orchideenliebhaber Nero Wolfe in ein Spa jenseits seiner New Yorker Stadtwohnung gelockt, um an einem Kongress der international besten Köche teilzuhaben. Obschon Eigenbrötler Wolfe nur ungern die eigenen vier Wände verlässt, kann er sich dieses kulinarische Großereignis nicht entgehen lassen. Doch dort angekommen, entwickelt sich alles anders als gedacht. Denn statt Sterneküche gibt es bald einen toten Meisterkoch und unzählige Verdächtige. Für Erholung bleibt daher wenig Zeit.Wer schwarzen Humor, kantige Ermittler und spitzfindige Detektivarbeit im Stile von Holmes und Marple präferiert, dem wird Stouts Kriminalgeschichte auf Anhieb zusagen. Im Vergleich zum ersten Nero-Wolfe-Band von Klett-Cotta ("Es klingelte an der Tür") empfand ich die zweite Auskopplung als wesentlich spannender und sprachlich ausgewogener. Inhaltlich waren es die Seitenhiebe auf die damalige amerikanische Gesellschaft mit ihren Rassenressentiments und Moralvorstellungen, die mich überzeugen konnten. Vor allem das überraschende wie ironische Ende hat mir gefallen; vom spaßigen Cover ganz zu schweigen. FAZITEin Kriminalfall mit viel Patina und einer gehörigen Prise Humor.

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  • Ein interessanter, humorvoller und vor allem lesenswerter Krimi

    Zu viele Köche

    nickypaula

    30. November 2017 um 20:40

    ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~Zu viele Köche ist der erste Band, den ich von Rex Stout gelesen habe, jedoch in der Reihenfolge der Serie tatsächlich schon Band 2. Da ich aber mit dem Einstieg keine Probleme hatte, denke ich, dass es auch anderen so geht. Kurzum: Man kann auch getrost mit Band 2 beginnen und kommt gut in die Serie hinein. Wer jedoch Wert auf Reihenfolge legt, sollte mit Band 1 beginnen.~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Um was geht es? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~Es geht um einen übergewichtigen Privatdetektiv, der Essen liebt und zu einer Verkostung eingeladen wird. Doch dort angekommen, erwarten ihn einige unerwartete Zwischenfälle…~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine Meinung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~Ich war recht schnell durch mit dem Buch, da es sich gut lesen lässt und der Schreibstil angenehmen ist. Da ich bisher so etwas noch nicht gelesen habe, war es wirklich etwas Neues, jedoch auch sehr witzig. Allein durch den Klappentext erwartet man jedoch schon etwas Humorvolles und wird auch nicht enttäuscht. Privatdetektiv Nero Wolfe ist wirklich besonders, so wie sein Assistent auch. Wer jetzt auf einen ersten Krimi hofft, wird zwar enttäuscht, aber für all jene, die gerne auch mal etwas Witziges lesen, sollte dieses Buch wirklich genau richtig sein, um vom Alltag mal abzuschalten.Ich bin gut mit dem Protagonisten klargekommen, obwohl ich Archie – seinen Assistenten – jetzt nicht besonders mochte.Doch das hat der Geschichte keinen Abbruch getan.Auf jeden Fall kommt man hier viel zum Lachen, wenn das Buch den richtigen Humor des Lesers trifft – bei mir war es zum Glück der Fall.Ich denke, dass diese etwas besondere Story auch für Neueinsteiger in diesem Genre etwas ist und damit auch Jung und Alt anspricht.Zudem ist das Cover wohl auch ein schöner Hingucker im Regal :)Kurzum: wer witzige Krimis mag, mit einen etwas anderen Protagonisten, sollte unbedingt mal reinlesen :)~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~Ein interessanter, humorvoller und vor allem lesenswerter KrimiNicky von >Die Librellis

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  • Eine literarische Delikatesse

    Zu viele Köche

    Orest

    19. November 2017 um 19:48

    Mit „zu viele Köche“ ist nun ein zweiter Band der Krimireihe um den unvergleichlichen Detektiv Nero Wolfe neu verlegt worden. Bei diesem Band handelt es sich um einen meiner Lieblingsbände der Serie. Wolfe, ein ebenso genialer wie übergewichtiger Privatdetektiv, der bekanntlich fast nie sein Haus verlässt, wird durch etwas, das ihm noch reizvoller erscheint als die Bequemlichkeit aus seinem Sessel gelockt. Dabei handelt es sich um seine zweite große Leidenschaft, die kulinarische Welt. Die besten Köche treffen sich zu einem Kongress und Wolfe ist als anerkannter Gourmet eingeladen, um Köstlichkeiten wie Tennessee Opossum oder in Butter gedünstete Schildkröte zu probieren. Eine zusätzliche Motivation ist ein legendäres Wurst Rezept, auf das Wolfe schon lange scharf ist und dessen Erfinder auch an dem Kongress teilnimmt. Natürlich geht der Kongress nicht ohne Zwischenfälle vonstatten und Wolfes berufliche Kompetenz wird gefordert. Die Beschreibung des Inhalts zeigt bereits, wie verschroben der berühmte Detektiv ist. Diese extravagante Charakterisierung findet sich auch bei dem Frauenheld Archie Goodwin wieder, dem Assistenten Wolfes, aus dessen Sicht die Episoden erzählt werden. Die Eigenarten der Protagonisten sorgen immer wieder für ein Schmunzeln seitens des Lesers und spätestens nach der ersten Geschichte, möchte man die Gesellschaft der Detektive nicht mehr missen. Dabei ist die Reihenfolge der Krimis nicht entscheidend. Man kann getrost mit dem vorliegenden Band, der wie bereits der Band „es klingelte an der Tür“ vom Klett-Cotta Verlag sehr geschmackvoll, in passendem Senfgelb gebunden worden ist, beginnen, um in die Welt des Nero Wolfe einzusteigen. Wer klassische amerikanische Kriminalromane mag, dem kann ich die Nero Wolfe Bücher nur wärmstens empfehlen.

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