Ich kannte die Autorin vorher nicht und wenn ich ganz ehrlich bin hätte ich gar nicht zu diesem Buch gegriffen. Gott sei Dank habe ich aber dann den Klappentext gelesen und es doch gelesen. Zum Glück, sonst hätte ich wirklich was verpasst.
Dieses Buch ist ein schonungsloser Bericht einer Frau, die von einem Tag auf den anderen mit der Diagonose Brustkrebs konfrontiert wird.
Ihre ehrliche und direkte Art zu schreiben hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen. Ich habe mitgelitten und mitgezittert. Sehr bewunderswert finde ich auch, dass sie nie die Hoffnung und den Humor verloren hat.
Fazit: Ein absolut lesenswertes Buch, das auch mich motiviert einfach immer weiter zu machen, egal wie schlimm die Situation ist.
Reyhan Sahin ist ein Vorbild für alle. Ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe. Sie ist einfach ein Inspiration und eine große Kämpferin. Schön, dass es solche Frauen noch gibt.
Reyhan Şahin
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Reyhan Şahin
Amazonenbrüste
Yalla, Feminismus!
Neue Rezensionen zu Reyhan Şahin
In „Amazonenbrüste“ schildert Reyhan Şahin ihre Erfahrung über ihre Brustkrebsdiagnose. Vor der Biografie war mir der Name Reyhan Şahin nicht bekannt, weder als Rapperin noch als Wissenschaftlerin. Gelesen habe ich das Buch vor allem wegen des Themas Brustkrebs.
Şahin nimmt die Leserinnen mit durch die verschiedenen Stationen ihrer Erkrankung: von der ersten Unsicherheit über die Gespräche mit Ärztinnen bis hin zur Chemotherapie. Dabei beschreibt sie offen ihre Angst, die körperlichen Belastungen und die Menschen, die sie auf diesem Weg begleitet haben. Besonders beeindruckt hat mich, wie selbstverständlich sie öffentlich über ihre Diagnose spricht.
Trotzdem hat mir etwas Tiefe gefehlt. Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir eine kritischere oder ausführlichere Betrachtung des Gesundheitssystems oder gesellschaftlicher Hintergründe erhofft. Zwar greift Şahin solche Themen gelegentlich auf, aber meist eher in kurzen Einschüben, die sich stärker auf ihre eigene Biografie als auf die eigentliche Krankheit konzentrieren. Auch ihr sehr direkter, teilweise lauter Schreibstil, mit vielen Ausrufen, englischen und türkischen Ausdrücken und Slang, wirkt zwar authentisch, war für mich aber zwischendurch etwas anstrengend.
Insgesamt bietet „Amazonenbrüste“ einen ehrlichen Einblick in eine Erfahrung, die vielen Menschen Mut machen könnte. Für mich persönlich war es jedoch leider nicht tiefgehend genug, um langfristig nachzuwirken oder mich wirklich zu fesseln.
In „Amazonenbrüste – Wie ich den Brustkrebs bekämpfte“ erzählt Reyhan Şahin, bekannt als Dr. Bitch Ray, schonungslos ehrlich von der Diagnose Brustkrebs und dem abrupten Bruch ihres bisherigen Lebens. Mit analytischer Schärfe und radikaler Offenheit beschreibt sie, wie Angst, Wut, Scham und Überlebenswillen sich in ihr verschränken. Dabei ist das Buch weit mehr als ein Erfahrungsbericht – es ist ein feministisches, politisches und gesellschaftskritisches Zeugnis. Şahin legt offen, wie medizinische Strukturen, kulturelle Tabus und stereotype Vorstellungen von „starken Frauen“ den Umgang mit Krankheit prägen. Ihre Sprache bleibt trotz der Schwere des Themas lebendig, manchmal trotzig, manchmal poetisch, stets authentisch. Sie schreibt nicht aus der Opferperspektive, sondern als Kämpferin, die Verletzlichkeit als Stärke begreift. „Amazonenbrüste“ ist ein intensiver, mutiger Text über Körper, Identität und Selbstbehauptung – ein Buch, das aufrüttelt, tröstet und die Stimme einer Frau hörbar macht, die gelernt hat, sich nichts mehr nehmen zu lassen – nicht einmal ihre Würde.
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