Reza Aslan

 4.2 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Zelot, Kein Gott außer Gott und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Gott

 (3)
Neu erschienen am 22.10.2018 als Hardcover bei Gütersloher Verlagshaus.

Alle Bücher von Reza Aslan

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Zelot

Zelot

 (11)
Erschienen am 25.09.2015
Kein Gott außer Gott

Kein Gott außer Gott

 (5)
Erschienen am 01.03.2014
Gott

Gott

 (3)
Erschienen am 22.10.2018
Zelot: Jesus von Nazaret und seine Zeit

Zelot: Jesus von Nazaret und seine Zeit

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Erschienen am 06.12.2013
Kein Gott außer Gott

Kein Gott außer Gott

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Erschienen am 14.03.2019
How to Win a Cosmic War

How to Win a Cosmic War

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Erschienen am 05.07.2011
No God but God

No God but God

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Erschienen am 14.08.2012
Muslims and Jews in America

Muslims and Jews in America

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Erschienen am 15.04.2011

Neue Rezensionen zu Reza Aslan

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C

Rezension zu "Gott" von Reza Aslan

Wie ist "Gott" entstanden?
Claire20vor 5 Stunden

Der Untertitel trifft den Inhalt des Buches sehr gut.
Reza Aslan begibt sich, ausgehend von der Schöpfungserzählung von Adam und Eva, auf die Spuren wie es zu "Gott" und Religion gekommen ist. Hierbei webt er mit erzählerischen Elementen und wissenschaftlichen Wahrscheinlichkeitsurteilen einen gut lesbaren Text, der seine These untermauert, dass "Gott" ein Produkt der Menschen ist und die Religionen ebenso. "Wir (sind) das Ebenbild Gottes in der Welt (...) im Hinblick auf unser Wesen" (S. 193). Er vertritt den Pantheismus.
Fußnoten verweisen an einzelnen Stellen auf Quellenangaben und Bemerkungen in einem eigenen Abschnitt des Buches.
Unterstützt und anschaulich werden einzelne Argumentationen mit Bildern von historischen Funden im Fließtext.

Das Buch liest sich leicht und flüssig, wobei es auch ohne größere Vorkenntnisse, aber mit einem klaren Verstand gelesen werden sollte und einzelne Abschnitte kritisch hinterfragt werden sollten.
Die Anmerkungen sind meist Zusammenfassungen der wissenschaftlichen Erkenntnisse. An diesem Punkt hätte ich mir ab und zu noch konkretere Verknüpfungspunkte mit der Ausgangsthese gewünscht.
Manchmal erschien es mir, dass das stützende Argument einzig die eingeschränkte Vorstellungskraft und die Neigung des Menschen sich Gott mit menschlichen Attributen vorzustellen, ist.

Ein Buch, dass auch für nicht Wissenschaftler/innen gut zu lesen ist.
Es scheint sowieso, dass das Zielpublikum gläubige Menschen und Religionsinteressierte sind und wenniger die Wissenschaft, wobei auch diese angesprochen wird.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
Zu empfehlen für alle Interessierten der monotheistischen Religionen.

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lielo99s avatar

Rezension zu "Gott" von Reza Aslan

Außergewöhnlich und lehrreich
lielo99vor 5 Tagen

Der Autor Reza Azlan studierte Religionswissenschaften und lebt in den USA. Er schrieb bereits mehrere Sachbücher zum Thema Religion und setzt sich dabei für Toleranz im Miteinander ein. Für ihn ist es möglich, dass sich die Menschen trotz unterschiedlicher Zugehörigkeiten zu bestimmten Kirchen, gut verstehen.


Das Buch Gott – Eine Geschichte der Menschheit fällt bereits durch das sehr schön gestaltete Cover auf. Der Name Gottes ein wenig hervorgehoben und in goldener Schrift auf beigem Untergrund, das hat was. Es wirkt elegant und so, dass hier die Wichtigkeit der Figur ausgedrückt wird. Sprachgewaltig und mit etlichen Beispielen zeigt Herr Azlan den Lesern, wie sich die Religionen in den zurückliegenden Jahren entwickelten. Weit vor der Zeit von Adam und Eva hielten sich Menschen an Götter und deren Aufgaben. Die Belege dafür sind in verschiedenen Höhlen zu finden. Spannend ist auch, wie sich aus den verschiedenen Göttern ein Glaube zum Monotheismus entwickelte. Dass in der Bibel steht, „Er erschuf ein Bild, das uns gleich sei“ bemängelt der Autor unter anderem ebenfalls. Er ist der Meinung, dass der Mensch sich ein Bild schuf, welches ihm selbst ähnlich ist. Nämlich Gott in seiner Gestalt. Als alter Mann mit Bart oder, wie bei den Muslimen, die keine Zeichnungen von Allah dulden. Im Buch kommen auch die Gedanken von Freud und Durkheim zum Ausdruck. Mit anderen Worten kontroverse Ansichten verschiedener Persönlichkeiten. Einfühlsam und deutlich erklärt der Autor auch die Evolution und welche Rolle Religion und Mensch dabei spielt.


Mit gefiel das Buch sehr gut. Gefangen in Dogmen einer Religion wurde ich mehr als 50 Jahre davon beeinflusst. Der Absprung ist schwer und dieses Buch hätte mir dabei mit Sicherheit geholfen. Interessant ist neben der Beschreibung von Quellen auch, dass der Autor mit Fotos arbeitete. Das lockert auf und unterstreicht seine Worte. Das Buch empfehle ich allen, die sich für die Seele, Gott und dem Grund für das Vorhandensein von Religionen interessiert.




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M

Rezension zu "Gott" von Reza Aslan

Sehr verständliche formulierte Schau auf die „menschlichen“ Religionen
michael_lehmann-papevor einem Monat

Sehr verständliche formulierte Schau auf die „menschlichen“ Religionen

Geboren im muslimischen Umfeld als Muslim, Zu Jugendzeiten und als junger Erwachsener glühender, evangelikaler Christ (ganz auf der Seite des „Gott ist Mensch“ in Jesus Christus), dann wieder zum Islam konvertiert (ob der inneren Überzeugung eines umfassenden Monotheismus, der ihm im Christentum zu sehr aufgespalten vorlag) und, am Ende des Wegs bis heute, die Hinwendung zum Sufismus, zur Mystik des Islam. Und darin nun ein überzeugter „Pantheist geworden.

„Gott hat nicht die Welt erschaffen, Gott ist die Schöpfung“.

Wobei, wie bereits der überaus breite Anhang zum Buch zeigt, der Hauptteil des Werkes in einer fundierten, ruhig erzählten und sehr verständlich formulierten Darstellung vor allem der drei großen, Monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Nicht ohne immer wieder den Blick auf uralte Naturreligionen, Jagdgötter und auch buddhistische Überzeugungen und spirituelle Einsichten zu richten.

So lohnt die Lektüre des Werkes alleine schon deswegen, am Ende derselben ein um fassendes Wissen über die Entstehung und die wesentlichen theologischen Entscheidungen samt derer (überaus menschlichen) Motive zu erhalten.

Denn das ist die Kernaussagen, die Aslan seinen Überlegungen zugrunde legt und die er am Ende des Werkes (leider nur sehr kurz und sehr knapp) in einen pantheistischen Horizont überführt, der vor allem eines klarstellt: Dass Gott nicht ist, wie Menschen sich ihn zum Bild machen. Das Fremde, das „Nicht-Menschlich-Seiende“ Gottes wird von Aslan stark in die Mitte seiner spirituellen Lebensreise gesetzt und zudem darauf verwiesen, wie durch die Mystik eine besondere Form des Kontaktes dennoch möglich wird.

„Hatte ich mir während der gesamten Zeit ein Gottesbild konstruiert, das ein Spiegelbild meiner eigenen Wesenszüge und Emotionen darstellte“?

Was als persönliche Erkenntnis bereits im früh im Leben sich andeutete, setzt Aslan nun zum Kriterium seiner Untersuchungen und stellt fest: Die Neigung, das Göttliche zu vermenschlichen wohnt dem Menschen inne.

Und so wundert es nicht, in welch hoher Zahl zentrale theologische Aussagen der großen Religionen (die Umdeutung des babylonischen Exils bei Israel, die theologische Spitzfindigkeit der Trinität, durch weltlich politischen Druck erst initiiert oder auch die starre Ideologie des Islam in Richtung der Unveränderlichkeit und ewigen Gültigkeit des Koran, der damit eben nicht auf dem Hintergrund der menschlichen „Bearbeitung“ zur Entstehungszeit mehr gesehen wird) immer wieder auf die menschlichen Bedürfnisse, Sehnsüchte und ganz handfeste Interessen zur Identität der kulturellen Gruppe oder, profan, zur Sicherung der weltlichen Macht der Religionsvertreter zurückgeführt werden kann.

Da unterscheiden sich auch „erfolgreiche“ Hochreligionen wenig vom primitiven Nomaden Glauben der Vorzeit. Gott als Schutz, als starke Macht, als Ermöglicher eigener Interessen, das steckt im Kern hinter den religiösen Systemen der Welt.

„Der Glaube an Götter, die dem Menschen ähnlich sind“.

Bis dahin, dass Umdeutungen erfolgt sind, die Aslan gerade im Bild des Christus mit seiner Reibung zum Selbstverständnis Jesu intensiv diskutiert. Aber nicht nur da.

Insgesamt führt Aslan, fast nebenbei, ein vielfaches der erbitterten und über Jahrhundert auch kriegerisch ausgetragenen Spannungen zwischen den Religionen und deren theologischen Verständnis konsequent zurück auf eine weltliche Sicht, weltliche Interessen und menschliche Überzeugungen, die selbst einer Überprüfung an den Original-Texten in sich kaum standhalten, vor weniger, wenn Aslan am Ende auf einen konsequent gedachten Monotheismus verweist. In dem wenig der Dogmatiken der Weltreligionen sich wiederfindet, wohl aber eine starke Ausweitung des eigenen „Tellerrandes“.

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