Gottes rechte Hand

von Rhena Weiss 
4,4 Sterne bei9 Bewertungen
Gottes rechte Hand
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B

Ein würdiger Nachfolger!! Ich kann es kaum erwarten den dritten Band der Reihe zu Lesen

tanteruebennases avatar

An sich spannender Krimi mit sympathischem Ermittlergespann - leider etwas flach und die Auflösung etwas lahm. Dennoch gute Unterhaltung

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Inhaltsangabe zu "Gottes rechte Hand"

Wien: Innerhalb kurzer Zeit werden zwei Männer auf höchst brutale Weise getötet. Michaela Baltzer und ihr Team vom LKA tappen zunächst im Dunkeln. Doch dann begreifen sie, dass der Mörder eine Art Gottesurteil vollzogen hat. Im Laufe der Ermittlungen zeigt sich das ganze Ausmaß der Mordserie, denn es gehen noch mehr Tote auf das Konto des Täters. Bald weiß Michaela nicht mehr, wem sie trauen kann, denn alle Fäden scheinen bei Bernd Dalisch, dem neuen Kriminalpsychologen des LKA, zusammenzulaufen. Um den Killer zu finden, muss Michaela ihre Prinzipien über Bord werfen und sogar den verurteilten Psychopathen Kilian Weilmann um Hilfe bitten ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442485789
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:21.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Krimisofa_coms avatar
    Krimisofa_comvor 8 Monaten
    What you see is what you got

    Einzelbewertung:

    Plot: 3/5
    Atmosphäre: 3/5
    Charaktere: 4/5
    Spannung: 4/5
    Showdown: 3/5
    ---

    Rhena Weiss ist für mich eine neue Autorin. Auf ihr aktuelles Buch „Gottes rechte Hand“ bin ich zufällig im Bloggerportal gestoßen, einer Website, auf der man Rezensionsexemplare anfordern kann – und das habe ich sofort getan, ohne den Klappentext richtig zu lesen. Ich habe nur „Wien“ gelesen und das hat mir genügt. Weniger sofort hab ich es dann gelesen, weil noch etliche andere ungelesene Bücher herumstanden, aber auch, weil ich erst später gemerkt habe, dass es der zweite Teil einer Serie ist und ich mich nie wohl fühle, wenn ich mitten in einer Serie einsteige. In „Gottes rechte Hand“ wird zwar immer wieder kurz auf die Geschehnisse des ersten Teils eingegangen, sodass man das Grundsätzliche erfährt, dennoch wäre es meiner Meinung nach besser, wenn man zuerst „Das Böse in euch“ liest, um nicht mit fehlendem Vorwissen in „Gottes rechte Hand" zu gehen.

    Michaela Baltzer ist Kriminalbeamtin des Landeskriminalamt Wien und arbeitet dort gemeinsam mit der resoluten Doris und dem stillen Vincent, der allerdings gerade im Urlaub ist. Immer wieder zieht sie den Kriminalpsychologen und ihren Nachbarn Bernd, mit dem sie eine enge Freundschaft verbindet, zum Fall hinzu. Bernd hat erst kürzlich die Stelle von Kilian Weilmann übernommen, der mittlerweile in U-Haft sitzt. Der Psychologe kommt ursprünglich aus Graz, wo er offensichtlich verbrannte Erde hinterlassen hat und nach Wien geflüchtet ist – zumindest ist das meine zusammengereimte Version der Geschichte.

    Nach wie vor bei Michaela wohnt ihre Nichte und leidenschaftliche Pianistin Valerie. Ihre Eltern sind immer noch bei „Ärzte ohne Grenzen" in Lesotho. Sie ist ein quicklebendiger und überaus sympathischer Teenager, der unbedingt später auch mal Kriminalbeamte werden will. Ihr großes Vorbild ist ihre Tante Mika – die wiederum hat keine wirkliche Freude mit Valeries Ambitionen und würde es lieber sehen, wenn sie eine musikalische Karriere einschlägt. Doch schon jetzt hilft Valerie ihrer Tante und rätselt beim Fall mit – und stellt sich dabei nicht ungeschickt an.

    Gleich auf der ersten Seite des Buches steht, dass das Buch den Opfern häuslicher Gewalt gewidmet sei. Das Thema häusliche Gewalt zieht sich danach auch wie ein roter Faden durch die Geschichte; unter anderem ist ein Frauenhaus ein Schauplatz. Die Geschichte liest sich sehr flüssig und gerne auch mal rasant, zwischendurch gibt uns die Autorin aber auch immer wieder Zeit zum Runterkommen; etwa, wenn man Details aus der Vergangenheit der Charaktere erfährt. Neben dem Erzählstrang rund um Michaela bekommt man auch immer wieder das Agieren und die Gedanken von Bernd und Valerie mit – und die Sicht der Täterin. Alle Perspektiven sind interessant und gleichermaßen individuell, wobei es auch vorkommt, dass die Stränge nicht parallel verlaufen. Anfangs erfährt man davon, dass ein Mann von Wespen geradezu erstochen wurde, wesentlich später erfährt man dann aus der Täterperspektive, wie die Täterin es angestellt hat, was ich sehr interessant finde.

    Übrigens steht der Titel „Gottes rechte Hand“ unter dem Motto What you see is what you got, man bekommt ziemlich genau das serviert, was angekündigt wird – das kommt leider viel zu selten vor. Meistens hat man das Gefühl, dass im Titel von Krimis und Thrillern mit aller Gewalt martialische Wörter wie „Tod", „Mord" oder ähnliches hineingequetscht werden, um dem Buch gleich im Titel ein Branding zu verpassen. Nicht selten kommt es dabei vor, dass der Titel nur entfernt oder auch gar nichts mit dem Inhalt zu tun hat.

    Mir persönlich herrscht etwas zu viel Gefühlsduselei in der Geschichte, aber als Mann bin ich auch nicht gerade die Hauptzielgruppe, wie ich irgendwann in einem Interview  von Andreas Gruber gelernt habe – apropos: Ich habe „Gottes rechte Hand“ innerlich immer wieder mit den Büchern von Beate Maxian verglichen, bis ich zur Erkenntnis gekommen bin, dass der Vergleich in keinster Weise standhält; beide Autorinnen agieren völlig individuell – aber zumindest ähnlich gut und mit einer ähnlich starken Protagonistin. Dass Weiss' Krimis in Wien spielen, spielt eine untergeordnete Rolle; die Geschichte beinhaltet zwar einen Hauch Lokalkolorit, aber im Prinzip könnte sie auch in jeder anderen Stadt dieser Welt spielen.

    Was ich seltsam fand, war, dass relativ am Anfang die Rede davon ist, dass Michaela eine spezielle Methode hat, mit der sie unter anderem ermittelt – diese wendet sie aber im späteren Verlauf nie an; oder so, dass es der Leser nicht merkt. Das finde ich schade, denn das hätte der Geschichte einen weiteren interessanten Aspekt verliehen.

    Der Showdown ist okay, ein bisschen Spektakel, aber mit erwartbarem Ausgang; auch die Täterin entlarvt man als Leser recht bald. Was mich allerdings beeindruckt hat, war alles nach dem Showdown; da ist bei mir so richtig Gänsehaut aufgekommen. Normalerweise vergesse ich die letzten Seiten eines Buches recht schnell, diese werden mir jedoch länger im Gedächtnis bleiben.

    Der dritte Teil der Serie erscheint übrigens am 20. August – vielleicht schaffe ich es bis dahin, „Das Böse in euch“ zu lesen.

    Tl;dr: „Gottes rechte Hand“ von Rhena Weiss ist nicht nur Opfern häuslicher Gewalt gewidmet, das Thema häusliche Gewalt zieht sich auch wie ein roter Faden durch das Buch und Weiss hat es geschickt in die Geschichte, die sowohl rasante, als auch ruhige Parts hat, implementiert. Die Geschichte ist gut zu lesen und ist gerne rasant, aber auch gerne mal ruhig. Vor diesem zweiten Teil der Baltzer-Reihe wäre es aber empfehlenswert, den ersten zu lesen, da sonst Vorwissen fehlt.

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    B
    beneaboutbooksvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein würdiger Nachfolger!! Ich kann es kaum erwarten den dritten Band der Reihe zu Lesen
    Ein toller zweiter Band

    Meine Meinung:


    Ich habe mich wahnsinnig gefreut als ich gesehen habe das ein zweiter Teil von der Michaela Baltzer Reihe erscheinen wird. Und als das Buch dann bei mir angekommen ist habe ich sofort angefangen zu Lesen, und ich kann euch jetzt schon sagen das mir das Buch sehr gut gefallen hat.


    Im Mittelpunkt des Buches stehen dieses mal brutale Mordfälle. Männer werden auf ziemlich komische Art ermordet, ein Mann wurde mit Wespenstichen ermordet und der andere Mann wurde in einer Werkstatt verbrannt. Erst nach langer Recherche findet Michaela und ihr Team heraus das beide Männer ihre Frauen misshandelt haben. So steht für Michaela fest das sich der Mörder Rächen möchte.


    Das Buch ist wie am Anfang erwähnt der 2. Fall für Michaela Baltzer, doch man braucht nicht unbedingt den ersten Teil gelesen zu haben. Man kommt auch ohne Vorwissen ganz gut in das Buch rein und es werden auch noch Dinge von Band 1 wiederholt. Doch ich Rate euch lest auch unbedingt den ersten Band dieser Reihe, weil auch das schon ein wahnsinnig tolles Buch ist.


    Rhena Weiss schafft es von Anfang bis Ende einen Spannungsbogen zu bauen ohne das dieser abfällt. Besonders die vielen Perspektivwechsel gefallen mir hierbei sehr gut und geben nochmal mehr Spannung. Man kann viel mit Raten, weil man auch die Perspektive des Mörders hat.

    Sie hat tolle Charaktere mit ecken und kanten und gerade die Hauptprotagonistin Michaela Baltzer gefällt mir hier besonders gut. Sie hat einfach eine Vergangenheit z.B. die Narbe in ihrem Gesicht bei dem der Leser immer noch nicht so wirklich weiß was damals passiert ist. Ich lese auch immer gerne wenn Rhena Weiss Einblick in die Gefühlswelt von Michaela gibt. Außerdem finde ich die Nichte Valerie auch eine ganz interessante Figur ist bei der noch viel Potenzial für spannende Geschichten sein kann.


    Das Ende der Geschichte hat mir ganz gut gefallen, vielleicht hätte es zum Schluss noch etwas spannender und Actionreicher sein können, doch im ganzen hat mir das Buch richtig gut gefallen.


    Was mir leider nicht so gut gefallen hat war der Klappentext. Leider finde ich das es einfach viel zu viel vom Inhalt des Buches verrät und einem somit die Spannung genommen wird. Es stehen in dem Klappentext Dinge die erst ca. auf Seite 370 passieren.



    Mein Fazit:


    "Gottes Rechte Hand" von Rhena Weiss ist definitiv ein Buch das ich jedem weiterempfehlen kann, der Krimis und Thriller mag. Mit einem tollen Schreibstil und guten Charakteren kann man mit dem Buch schöne Lesestunden haben.


    Ich gebe dem Buch 5 - 5 Sterne.

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    Thrillertantes avatar
    Thrillertantevor einem Jahr
    Gottes rechte Hand

    Da ist er nun endlich! Nach "Das Böse in euch" der zweite Band der Michaela-Baltzer- Reihe, auf den ich mich unwahrscheinlich gefreut habe!

    In Wien werden innerhalb kürzester Zeit zwei Männer auf höchst brutale Weise umgebracht! Die Ermittlungen drehen sich zuerst im Kreis, bis das ganze Ausmaß bewusst wird und es so scheint, als hätte der Mörder eine Art Gottesurteil vollzogen. es kommt noch schlimmer - denn alles scheint auf Bernd Dalisch, Michaelas Freund, Kollege und nachbar hinzudeuten und sie weiß nicht mehr, wem sie trauen kann und wem nicht...

    "Gottes rechte Hand" steht dem Vorgänger, was die Spannung anbelangt in nichts nach! Rhena Weiss hat dem Mörder Taten auf den Leib geschrieben, die unwahrscheinlich brutal und gleichermaßen intelligent sind.

    Natürlich ist Michaelas Nichte Valerie, ihre Kollegin Doris und Bernd Dalisch in Band zwei vertreten, die allesamt von der Autorin authentisch beschrieben werden und mir sehr ans Herz gewachsen sind! Außerdem begegnet uns in Band zwei auch der Mörder aus "Das Böse in euch wieder"...

    Mir war von Beginn an eigentlich klar, wer der Mörder ist, wenn Rhena Weiss nicht eine kleine Stolperfalle eingebaut hätte und ich plötzlich gar nicht mehr so sicher war! So muss ein Psychothriller meiner Meinung nach sein!

    Beide Bände sind in sich abgeschlossen, dennoch empfehle ich, die beiden Bände hintereinander zu lesen, denn in Michaelas Privatleben spielen auch zwei Männer eine große Rolle. Wie sich diese Geschichte entwickelt, macht Lust auf mehr! Natürlich bin ich auch neugierig, wie es nun letztendlich mit Valerie weitergeht und ob sie sich nun wirklich sicher ist, was sie später mal beruflich machen möchte!

    Ich hoffe und freue mich sehr auf Band 3, den ich natürlich lesen werde, obwohl ich mir geschworen hatte, keine Reihe mehr zu beginnen! Aber diese Reihe ist genau nach meinem Geschmack und so, muss ich meinen Schwur brechen, was mir allerdings in keinster Weise leid tut!

    Wie schon für Band eins gibt es für "Gottes rechte Hand" eine absolute Leseempfehlung von mir!

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    M
    miriamBvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannender Thriller - beklemmend und aktuell!
    Gottes rechte Hand


    Michaela Baltzer ermittelt wieder! Und mit ihr alle Leserinnen und Leser!

    Im Mittelpunkt stehen diesmal grausame Mordfälle. Ein Mann wird durch Wespenstiche getötet, ein anderer verbrennt in einer Werkstatt. Erst genauere Nachforschungen über die Vergangenheit der Opfer bringen eine Spur: beide haben ihre Partnerinnen misshandelt. Das ist die Gemeinsamkeit der Opfer und Michaela Baltzer steht nun vor der Aufgabe, einen Täter zu fassen, der Rache übt – mehr soll hier nicht über den Inhalt verraten werden.

    Es ist dies bereits der 2. Fall von Michaela Baltzer – allerdings ist es nicht unbedingt notwendig, das erste Buch zu kennen, alle wichtigen Fakten werden erklärt, auch „Neuleser“ können der Geschichte problemlos folgen. Michaela, wie auch die anderen Protagonisten dieses Thrillers, werden lebensnah beschrieben - Ecken und Kanten, Ahnungen und Zweifel inbegriffen. Sie ist eine sympathische Ermittlerin, die mit vollem Einsatz ihrer Arbeit nachgeht. Die Ermittlungstätigkeiten werden interessant beschrieben und zwischendurch begleitet man auch die Ermittlerin durch private Turbulenzen.

    Rhena Weiss schafft es, von Beginn an Spannung zu erzeugen und sie bis zum dramatischen Ende aufrecht zu erhalten.
    Dazu tragen auch die regelmäßigen Perpektivenwechsel bei. Immer wieder lässt die Autorin auch „die rechte Hand Gottes“ zu Wort kommen und so wird der Leser mit der beklemmenden und psychologisch interessanten Gedankenwelt des Mörders konfrontiert.
    Wie real die Hintergründe zu diesem Fall wirklich sind, erklärt Rhena Weiss im Nachwort noch deutlicher. Dort liefert sie nämlich schockierende Zahlen und Daten zum Thema häusliche Gewalt.

    Fazit: Ein spannender Thriller, überzeugend erzählt und von grausamer Aktualität. Unbedingt lesenswert und ich freue mich schon auf den nächsten Fall dieses sympathischen Ermittlerteams!

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    JanaBabsis avatar
    JanaBabsivor einem Jahr
    Gottesurteile

    In einer Kleingartenanlage wird eine männliche Leiche gefunden. Gesicht und Körper des Toten sind über und über mit Schwellungen bedeckt, ausgelöst durch unzählige Wespenstiche. Auf den ersten Blick sieht alles danach aus, als ob der Mann tragischerweise an einem Anaphylaktischen Schock gestorben ist.

    Der 2. Tote ist eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche, die in einer Autowerkstatt gefunden wurde. Vermeintlich handelt es sich nach Ansicht des Forensikers um einen Obdachlosen, der sich an einem Feuerkorb gewärmt haben könnte und dabei Feuer gefangen hat.

    Da beide Leichname aufgrund ihrer äußeren Beschaffenheit nicht mehr zu identifizieren sind, werden sie in die Gerichtsmedizin des Wiener LKA überstellt.

    Michaela Baltzer und ihr Team nehmen die Ermittlungen auf.

    „Gottes rechte Hand“ ist der 2. Psychothriller der Autorin Rhena Weiss, in dem die LKA-Ermittlerin Michaela Baltzer die Hauptrolle spielt.

    Man kann beide Bücher getrennt voneinander lesen, die Handlungen sind in sich abgeschlossen. Die Autorin blickt ab und an auf Geschehnisse zurück, die im 1. Buch passiert sind. Für den Fortgang und das Verständnis dieser Geschichte ist es jedoch nicht wichtig zu wissen, was genau damals passiert ist.

    Michaela Baltzer wird als sympathische Ermittlerin dargestellt, die seit Jahren ihr Dasein als Single fristet. Momentan lebt ihre Nichte Valerie bei ihr, deren Eltern sich beruflich im Ausland befinden. Aufgrund eines Vorfalles, der im 1. Buch passiert ist, besteht ein starkes Band zwischen „Tante Mika“ und Valerie und so bekommt Valerie Einblicke in den aktuellen Fall, aber auch in das Privatleben ihrer Tante und in beiden Angelegenheiten bekommt Michaela Unterstützung durch ihre Nichte.

    Valerie entspricht so gar nicht der typischen Jugendlichen, denn sie hat eine sehr genaue Vorstellung darüber, was sie will und was sie nicht will – nur beim Berufswunsch ist sie noch unschlüssig, aber in diesem Punkt bekommt sie Klarheit, als sie ein Praktikum in einem Frauenhaus macht.

    Der neue Nachbar und Kollege Bernd Dalisch könnte zukünftig in Michaelas Leben eine größere Rolle spielen, denn die Beiden verbringen sehr viel Zeit miteinander. Nachdem die Identität der beiden Toten fest steht, rutscht Bernd jedoch in den Focus der Ermittlungen, da er – in seiner Eigenschaft als Kriminalpsychologe - beide Opfer gekannt hat. Michaela weiß nicht mehr, wem sie noch vertrauen kann.

    „Gottes rechte Hand“ - der Täter. Der Leser weiß, lange vor Michaela, dass die beiden Opfer von der gleichen Person getötet wurden. Es handelt sich beim Täter um einen Serientäter aber mitnichten schlachtet er seine Opfer einfach so ab. Hier steckt System und ein ausgeklügelter Plan dahinter, denn die Auserwählten müssen sich einem Gottesurteil stellen.

    Es gab schon von Anfang an Hinweise darauf, wer der Täter sein könnte, und ich hatte auch zuerst die richtige Person im Visier. Dann schaffte es die Autorin jedoch, mich mit einem kleinen Requisit zu verwirren und ich schloss in meine Liste der möglichen Täter noch eine 2. Person mit ein. Bis zur Auflösung der Identität des Täters war ich mir nicht zu 100 % sicher, dass es diese eine bestimmte Person auch wirklich ist. Als Amateurdetektivin würde ich wahrscheinlich verhungern, denn ich bin nicht sonderlich gut im Täter-raten.

    Dem Leser wird die Geschichte aus der Sicht eines auktorialen Erzählers nahegebracht. Er wechselt zwischen den Perspektiven von „Gottes rechter Hand“, Valerie sowie Michaela und ihren Teamkollegen. Die Gedankengänge von „Gottes rechter Hand“ sind wohl der interessanteste Part in der Geschichte, aber auch erschreckend und schockierend, denn hinter diesem Rachefeldzug steckt eine ganze Menge religiöser Fanatismus.

    Alle Charaktere und Handlungen sind realistisch dargestellt und sogar den Fahrstil von Michaelas Kollegin Doris kann man sich bildlich vorstellen. Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite vorhanden und ich freue mich schon auf den 3. Teil, in dem Michaela Baltzer und ihr Team wieder ermitteln.

    Die Autorin greift in ihrem Buch das Thema „häusliche Gewalt“ auf und präsentiert im Nachwort dazu auch ein paar Zahlen. Erschreckend, dass zwischen dem 16. und 44. Lebensjahr in der EU-Statistik aus dem Jahr 2014 Tod und Gesundheitsschädigung durch häusliche Gewalt bei Frauen als Todesursache Nr. 1 angegeben ist – noch vor dem Tod durch Krebs. 43 % aller Frauen sind von psychische Gewalt durch ihren Partner oder Expartner betroffen.

    Diese Zahlen sind erschreckend – weil real und keine fiktive Vorlage für einen Thriller, der uns für ein paar Stunden unterhalten soll. 

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    Krimines avatar
    Kriminevor einem Jahr
    Ein spannender zweiter Fall für Michaela Baltzer

    Michaela Baltzer und ihr Team vom LKA Wien bekommen es in ihrem neuem Fall mit einem Mord zu tun, dessen Umstände seltsam sind. Denn der unbekannte Tote, der mit Fesselspuren am Körper in einer Kleingartenanlage tot aufgefunden worden ist, wurde durch unzählige Wespenstiche regelrecht erstickt. Allerdings bleibt das nicht der einzige Mord, den die Wiener Kripo aufzuklären hat. Und während sie mit Hochdruck ermittelt, wird klar, dass ein Serienmörder hinter den grausam verübten Taten steckt. Ein Rächer, dessen Spuren bei einem Menschen zusammenführen, der Michaela Baltzer sehr nahesteht.

    „Gottes rechte Hand“ ist ein spannender Thriller, der seine Leser von Beginn an mit einer Reihe an merkwürdigen Morden schockt. Mal wird ein Mann von Hunden zerfleischt, ein anderes Mal bis zur Unkenntlichkeit verbrand. Doch obwohl die Morde nachvollziehbar beschrieben werden, erspart die Autorin ihren Lesern unschöne Details. Dafür aber wartet sie mit wendungsreichen Ermittlungen und interessanten Figuren auf, die die Handlung beleben. Deshalb stört es auch nicht, dass zeitig ein Verdacht aufkommt, wer der Täter ist. Denn neben einem perfiden Rachefeldzug stehen vor allem eine Reihe von Einzelschicksalen und eine toughe Ermittlerin im Mittelpunkt sowie ein mit viel Engagement geführtes Frauenhaus, das den Opfern häuslicher Gewalt Schutz zu bieten versucht.

    Erzählt wird die dramatische Handlung aus verschiedenen Sichtweisen heraus. So kommt neben der Kriminalbeamtin Michaela Baltzer auch die "rechte Hand Gottes" zu Wort und schildert, warum und wie sie ihre Taten begeht. Aber nicht nur dem Handeln und Tun der Figuren wird viel Platz eingeräumt, auch ihre Gedankenwelt wird reflektiert sowie ihr Verhältnis zu anderen Personen. Ein Vorgehen, das den Lesern die beteiligten Figuren nahebringt und dafür Sorge trägt, dass sie an ihren Schicksalen Anteil nehmen. Hinzu kommen ein Schreibstil, der sich flüssig liest und ein Handlungsaufbau, der mit gekonnt gestreuten Hinweisen und Andeutungen Spannung erzeugt.

    Fazit:
    Der zweite Fall der Wiener Kriminalbeamtin Michaela Baltzer versteht es, mit einer ungewöhnlichen Mordserie, einem spannenden Ermittlungsverlauf und interessanten Einzelschicksalen fesselnd zu unterhalten.

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor einem Jahr
    Die Hand Gottes

    Michaela Baltzer vom LKA Wien hat es mit einem sehr grausamen Todesfall zu tun. Als ein Mann durch Wespenstiche stirbt, sieht zunächst alles nach natürlicher Todesursache aus, doch dann stellt sich heraus, dass er ermordet wurde. Doch bald gibt es noch einen weiteren Fall mit einem Brandopfer. Michaela hat intuitiv begriffen, dass die Fälle zusammenhängen. Doch was verbindet die Toten und was ist das Motiv des Täters? Das Team um Michaela tappt lange im Dunkeln. Erst als sie sich näher mit den Toten beschäftigen, zeigen sich Zusammenhänge und auch der Kriminalpsychologe Bernd Dalisch, Michaelas Kollege und Nachbar, scheint in die Sache involviert. Als am Ende die Zeit drängt, muss sie über ihren Schatten springen und den Psychopathen Kilian Weilmann um Hilfe bitten.

    Obwohl ich den Vorgängerband „Das Böse in euch“ auch gelesen habe, denke ich nicht, dass man ihn kennen muss, wenn man dieses Buch liest. Alles Notwendige ist geschickt aufgegriffen worden. Dennoch kann ich nur empfehlen, beide Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, denn sie sind äußerst spannend.

    Michaela ist eine sympathische junge Frau und gute Polizistin, die mit Beziehungen allerdings ihre Probleme hat. Dass sie vorübergehend ihre Nichte Valerie bei sich aufgenommen hat, tut ihr gut. Die beiden verstehen sich sehr gut und Michaela gewährt Valerie in Maßen auch Einblick in die Ermittlungen. Das Mädchen erweist sich dabei als sehr hilfreich. Auch gibt sie ihrer Tante immer wieder einen Stoß in Richtung Bernd, wenn Michaela ihre Gefühle unterdrückt. Bernd ist als Psychologe natürlich auch mit dem Fall befasst, aber was die beteiligten Personen angeht, sind sich Michaela und Bernd nicht unbedingt einig. Für Valerie steht eine Entscheidung an, in welche Richtung ihr Leben gehen soll. Soll sie ihrer Tante nacheifern und Polizistin werden oder soll sie lieber ihre musikalischen Talente ausbauen. Ich mag dieses Mädchen, dass einiges hinter sich hat und das immer wieder viel Empathie zeigt.

    Zwischendurch lernen wir auch die Gedankengänge des Mörders kennen, der sich selbst als „Gottes rechte Hand“ sieht. Obwohl ich recht früh ahnte, wer sich hinter dieser Gotteshand verbirgt, konnte ich mir bis zum Schluss aber nicht ganz sicher sein, denn es gibt doch einige andere Personen, die ein Motiv hätten.

    Der Thriller ist von Anfang an sehr spannend. Doch am Ende wird es noch richtig dramatisch.

    Ein überzeugender Psycho-Thriller, den ich nur empfehlen kann.

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    tanteruebennases avatar
    tanteruebennasevor einem Jahr
    Kurzmeinung: An sich spannender Krimi mit sympathischem Ermittlergespann - leider etwas flach und die Auflösung etwas lahm. Dennoch gute Unterhaltung
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    JuliaKristinas avatar
    JuliaKristinavor 9 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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