Skrupellos, kalt, erbarmungslos. Das umschreibt John-Fritz James, Alisas Chef sehr gut. Kein Wunder also, dass sie sich dazu gezwungen sieht zu kündigen. Bald darauf stellt er sie wieder ein. Änderung Fehlanzeige. So entsteht eine Dauerschleife, die sich erst mit Alisas Geburtstag aufzulösen scheint. Hier lernt sie eine ganz neue, ja faszinierende Seite an ihm kennen.
Das der Antagonist zum Love Interest wird ist das bekannte Enemies to lovers Prinzip. Dies bringt in Teilen eine Würze in eine Geschichte, die doch sehr reizen kann.
So habe ich erwartungsvoll diese Geschichte begonnen. Der Schlagabtausch der beiden hält das ganze Buch über an. Wie nah Hass und Liebe manchmal liegen können wird dabei sehr deutlich.
Das war mir hier allerdings irgendwann zu viel. Die Protas schon regelrecht kindisch. Der charakterliche starke Wandel von John geht mir etwas zu sehr in Richtung „sie kann ihn ändern“. Ein Traum einiger Frauen, der doch so eigentlich nicht der Realität entspricht. Klar ist diese Geschichte fiktiv, mir jedoch hier einfach zu widersprüchlich.
Die Spannung zwischen den beiden wird deutlich, aber irgendwie können sie nicht mit als auch ohne einander. So einige Geheimnisse stehen da zusätzlich zwischen den beiden, diese werden aber irgendwie in einem Spannungsbogen aufgebaut, um dann relativ schnell und nacheinander aufgelöst zu werden, was mir dann doch teilweise zu viel war.
So ganz warm werden konnte ich so mit den Protagonisten leider nicht. Die Perspektivwechsel mochte ich zwar, jedoch war ich auch hier mit der Umsetzung nicht so ganz zufrieden.
Zusätzlich werden hier auch Krimielemente aufgegriffen, was zwischen dem ständigen hin und her etwas Abwechslung bietet.
So landen die Charaktere oft im Bett miteinander, um sich danach doch gerne wieder nicht ausstehen zu können. Passend zum beschriebenen Charakter Johns bieten sich hier auch so einige SMSzenen, was mich nicht unbedingt stört, beim Cover, ohne etwaige Hinweise, doch trotzdem etwas unpassend erschien.
Auch hier hätte ich mir also eine etwas andere Aufmachung gewünscht.
Alles in allem gibt es also viel Liebe zwischen den Laken, der Rest kommt doch gerne etwas zu kurz und ist nicht ganz ausgereift. Daher vergebe ich 3/5 Sternen.




























