Rhiannon Navin

 4.8 Sterne bei 64 Bewertungen

Lebenslauf von Rhiannon Navin

Bewegende Familiengeschichte: Rhiannon Navin wurde in Deutschland, in Bremen, geboren und ist auch dort aufgewachsen. In ihrer Familie sind alle Frauen Buchliebhaberinnen, weswegen sie schon in ihrer Kindheit das geschriebene Wort zu lieben lernte. Sie zog nach New York, wo sie in der Werbung arbeitete und Aufträge für mehrere große Agenturen übernahm. Heute ist sie jedoch Mutter von drei Kindern und Vollzeitautorin. 2018 veröffentlichte sie ihren Debütroman, »Only Child«, eine bedrückende, schockierende aber wichtige Geschichte über einen Amoklauf und wie er eine Familie beinahe zerstört. Das Buch wurde ins Deutsche übersetzt und erschien 2019 unter dem Titel »Alles still auf einmal«. Rhiannon Navin lebt heute gemeinsam mit ihrer Familie, zwei Katzen und einem Hund in einem Vorort von New York.

Alle Bücher von Rhiannon Navin

Cover des Buches Alles still auf einmal (ISBN: 9783423262170)

Alles still auf einmal

 (60)
Erschienen am 18.04.2019
Cover des Buches Only Child (ISBN: 9781509855612)

Only Child

 (4)
Erschienen am 08.02.2018

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Rhiannon Navin

Neu

Rezension zu "Alles still auf einmal" von Rhiannon Navin

Was für eine Story mit kleinem Helden
marilovesbooks2020vor 3 Monaten

Geschichte:


In dem Buch nimmt uns der kleine Zach mit auf seine Erlebnisse, denn an seiner Schule gab es einen Amoklauf, der für einige tödlich endete – leider auch für seinen Bruder. Wie geht es der Familie nach diesem tragischen Unglück? Wie gehen alle mit dem Verlust und der Situation um? Werden die Mitglieder dieser Familie wieder glücklich? Und kann so eine Tat überhaupt vergeben werden? 


Zach’s Mommy verliert sich in Trauer, Wut, Unglück und Schuldsuche und vernachlässigt dabei ihren kleinen Sohn vollkommen. Der kleine Zach bleibt in vielen Situationen allein mit seiner Trauer um seinen Bruder und auch mit der Verarbeitung des Amoklaufes, den er miterleben musste. Durch seine kindliche „Brille“ lässt er uns teilhaben an seiner Herangehensweise an Überlegungen und seinen ambivalenten Gefühlen zum Tod seines Bruders. Der Vater spielt für mich eine gute Rolle in dieser Geschichte, denn er nimmt sich der Gefühle des kleinen Zach mehr an als die Mutter.


Ich habe zwar keine Kinder, aber das Verhalten von Zach’s Mommy in der Geschichte ihm gegenüber, hat das eine oder andere Mal meine Nerven schon strapaziert.


Fazit:
Erzählt wird die Geschichte aus der kindlichen Perspektive von Zach, was meinem Leseempfinden null Abbruch getan hat. Unglaublich ergreifend, mitfühlend und mit kindlicher Ehrlichkeit wird aus der Sicht eines Kindes geschrieben. Aus Sicht eines Erwachsenen hätte diese Geschichte nie so gut (wenn auch traurig) sein können, da wir „Großen“ im Allgemeinen ja schon sehr kopflastig sind. Die Geschichte macht klar, dass auch die kleinsten von uns Betroffene sein können. Zach hat für mich klar ein Stück seine kindliche Unbeschwertheit verloren, die man Kindern im Allgemeinen ja immer zuspricht – so nach dem Motto „was werden die denn schon für Probleme haben“. In dieser Geschichte kommt glasklar heraus, dass Eltern in ihrer eigenen Verletztheit und Trauer auf die kleinen vergessen (können). Durch Zach’s Beobachtungsgabe und seiner uneigennützigen Sichtweise auf die Geschehnisse geht diese Geschichte erst so unter die Haut. Ein sehr bewegendes Buch, das mich zutiefst berührt hat, auch aufgrund dessen wie feinfühlig, klug, stark und liebevoll dieser kleine Junge ist.
Von mir eine klare Leseempfehlung und eines meiner Lesehighlights 2020! 5/5 Sternen

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Alles still auf einmal" von Rhiannon Navin

Ein Buch das mitten ins Herz trifft
das_lesewesenvor 5 Monaten

#allesstillaufeinmal ist ein unfassbar bewegendes, berührendes und zweifellos grandioses Buch.


#rhiannonnavin schreibt über das Unvorstellbare. Über den Verlust eines Kindes. Aus dem Leben gerissen durch die Gewalt Anderer. Und den unaufhörlich erscheinenden Schmerz der Hinterbliebenen.
Ein Amoklauf an einer Schule. Verlust. Trauer. Aussichtslosigkeit. Und doch muss es irgendwie weitergehen. Doch wie? Das alles wird erzählt von Zach. Einem sechsjährigen Jungen, der mit so viel Herz, Mut und Verstand versucht, seine Familie zurück ins Leben zu führen.


Ein unheimlich einfühlsamer Schreibstil, der gerade auf Grund seiner außergewöhnlichen Erzählperspektive unter die Haut geht und mitten ins Herz trifft.


Ein absolut gelungenes Debüt!


Schaut doch gerne mal auf unserem Instagram-Blog vorbei 😊

https://www.instagram.com/das_lese_wesen/

Liebe Grüße,

das_lese_wesen


Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Alles still auf einmal" von Rhiannon Navin

wichtig und bewegend!
Booknaerrischvor 5 Monaten

Bei einem Amoklauf in seiner Grundschule verliert der 6-jährige Zach seinen älteren Bruder. Man sollte meinen, dass das schon schwer genug ist, aber nein - zu allem Überfluss droht seine kleine Familie völlig auseinanderzubrechen.

Wie die Thematik bereits erahnen lässt, ist Zachs Geschichte keine leichte Kost.
Der Verlust eines Kindes, Geschwisters, oder Ähnliches ist in der Regel für alle schwer, was sich exponentiell verstärkt, wenn jeder der Betroffenen eine andere Art der Bewältigung benötigt.
In Zachs Fall ist es nicht nur so, dass er seinen Bruder verliert und seine Familie zu zerbrechen droht -was schon schlimm genug ist-, nein! Er geht irgendwie auch völlig unter. Vergessen von seinen Eltern ist er immer mehr auf sich allein gestellt und wird gefühlt komplett übersehen. Das schmerzt beim Lesen extrem!
Niemand sollte in solchen Zeiten alleine sein und schon gar kein Kind.

Die Geschichte ist von der ersten bis zur letzten Seite sehr emotional und bewegend, vor allem, weil sie durchgehend aus Zachs Sicht erzählt wird. Stellenweise war diese kindliche Erzählweise auch anstrengend, das muss ich zugeben. Er verliert sich in Gedankengängen, versucht Dinge zu verstehen und das eben mit kindlicher Ausdrucks- und Empfindungsweise - das ist ab und zu nicht ganz so einfach, zumindest für mich. Aber ganz ehrlich? Die ganze Trauer, Emotionali- und vor allem Authentizität macht das im Laufe der Story mehr als wett. Man kommt mal um mal an seine eigenen Grenzen und zugegebenermaßen muss man erwähnen, dass die meisten um das ein oder andere Tränchen vermutlich nicht herum kommen werden. Aber wozu auch? ;) Mit jeder gelesenen Seite ergattert sich Zach ein größeres Stück im Leserherz!

So, und nun komme ich zum schwierigsten, wenngleich für mich bestem Teil der Geschichte.
Die Autorin jongliert mit Schmerz und Hoffnung zugleich und lässt dabei auch Tabuthemen zu Wort kommen.
Zum einen widmet sie sich dem Thema Schuld.
Wie jeder weiß, hat jeder seine eigene Art, mit einem solchen Verlust umzugehen. Mache schweigen, manche weinen und wieder andere verlieren sich in Schuldzuweisungen. In diesem Fall wird zum Beispiel die Familie des Täters zum Thema. Tragen die Eltern eine Mitschuld, hätten sie etwas merken können oder gar müssen? Und muss ich als „Opfer“ akzeptieren, dass auch sie einen Verlust zu beklagen haben, bzw. muss es mich interessieren? Hilft es eventuell, jemandem die Schuld zu geben??? Wir werden mit vielen Fragen konfrontiert, die man sich selbst stellt und vermutlich auch versucht zu beantworten. Nur wie die Realität dann am Ende aussehen wird/würde, steht vermutlich wieder auf einem ganz anderen Blatt.
Zum anderen widmet sich Rhiannon Navin auch einem Thema, dass die meisten wohl als absolutes Tabu sehen werden. Und sei es auch nur deshalb, weil man so etwas nicht aussprechen darf...
Aber was ist, wenn der verstorbenen jemand war, der immer wieder Streit und Unruhe gebracht hat? In diesem Fall hatte Zachs Bruder Andy wohl ein ernstes Aggressionsprobleme, und man kann als Leser klar nachvollziehen, dass Zach sich vorstellen kann, dass der Umgang als Familie zueinander jetzt etwas "liebevoller" vonstatten gehen könnte - zumal Andy des Öfteren Streit zwischen seinen Eltern hervorgerufen hat und seine Mutter auch ab und an wegen ihm geweint hat. Aber ist es OK so zu denken? Oder darf man jemanden solche Gedanken verbieten wollen, weil sie sich einfach nicht gehören?

Ich für meinen Teil empfinde "alles still auf einmal" als eine wichtige und bewegende Lektüre, die ich nur empfehlen kann. Aber eventuell sollte man die Taschentücher nicht vergessen!

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Community-Statistik

in 125 Bibliotheken

auf 40 Wunschzettel

von 3 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks