Rhidian Brook

 4.1 Sterne bei 15 Bewertungen

Alle Bücher von Rhidian Brook

Niemandsland

Niemandsland

 (15)
Erschienen am 09.11.2015
The Aftermath

The Aftermath

 (0)
Erschienen am 02.05.2013

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SteffiWausLs avatar

Rezension zu "Niemandsland" von Rhidian Brook

Interessante Geschichte, tiefe Gefühle und Spannung
SteffiWausLvor 4 Jahren

Colonel Morgan hilft in der britischen Besatzungszone beim Wiederaufbau des zerstörten Deutschlands nach dem Ende des zweiten Weltkriegs. Er ist einer der wenigen, die Gerechtigkeit und Menschlichkeit als oberstes Gebot für ihre Tätigkeit ansehen.
Ihm wird eine große Villa an der Hamburger Elbchaussee zur Verfügung gestellt, in die er mit seiner Frau Rachael und seinem Sohn Edmund einzieht.
Die deutsche Familie Lubert, der die Villa gehört, setzt er aber nicht auf die Strasse, sondern lässt sie weiterhin im Haus wohnen. 
Und so müssen die unterschiedlichen Familien und Landsleute, die vor Kurzem noch Feinde waren, miteinander auskommen.
Als wenn das nicht schon schwierig genug wäre, lastet auf allen die Trauer um nahe Angehörige: Herr Lubert hat seine Frau verloren, und muss sich fortan allein um seine Tochter Frieda kümmern, die mit dem Verlust der Mutter nur schwer zurecht kommt, und deshalb die Nähe eines gleichgesinnten und nicht minder verstörten Jungen sucht.
Colonel Morgan und seine Frau haben ihren ältesten Sohn verloren - besonders Rachael leidet darunter. Sie empfindet zunächst nur Hass gegenüber den Deutschen, auch gegenüber Herrn Lubert. Und in ihrer Ehe fühlt sie sich fremd und einsam.
Doch schon nach kurzer Zeit entwickeln Rachael und Herr Lubert Gefühle füreinander, beginnen eine Affäre und fangen endlich wieder an zu leben und zu lieben…

Dieses Buch hat mich sofort gefesselt. Die geschichtlichen Hintergründe zum Thema Nachkriegszeit, Besatzungszonen und Demontage waren sehr interessant! Toll war vor allem, dass diese Dinge nicht abstrakt im Großen dargestellt wurden, sondern durch kleine Alltagsszenen beschrieben wurden.
Die Liebesgeschichte war viel tiefgründiger als ich es zunächst vermutet hatte.
Und zu all dem hat der Autor Rhidian Brook es noch geschafft, eine gute Portion Spannung aufzubauen.
Ich kann dieses Buch nur in den höchsten Tönen loben und freue mich schon auf die Verfilmung!

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Stoneheavens avatar

Rezension zu "Niemandsland" von Rhidian Brook

wunderbares Buch über den Nachkriegsalltag
Stoneheavenvor 4 Jahren

Auf dieses Buch bin ich im Neuheitenregal meiner Lieblingsbibliothek gestoßen.Ich habe es hauptsächlich wegen des Covers und wegen des schönen Vornamen des Autors mitgenommen.Und ein Glück,sonst hätte ich ein tolles Buch verpasst.Beschrieben wird die Nachkriegszeit in Hamburg unter britischer Besatzung.Der schwierige Alltag wird ohne Schmus,Schmalz und Tränendrüsendrücken aber mit großem Wohlwollen gegenüber den Hamburgern erzählt.Die historischen Details sind an sich schon wissenswert und interessant.Die geschilderten Schiksale machen sehr deutlich was Kriege mit Leib und Seele von Menschen macht.Im Focus der Geschichte stehen eine britische und eine deutsche Familie die in dieser Zeit eine Art gemeinsamen Weg finden.So ähnlich wie ein entgleister Zug der angeschlagen aber noch fahrtüchtig wieder aufs Gleis gesetzt wird.

 

 

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Fuhlsbuechers avatar

Rezension zu "Niemandsland" von Rhidian Brook

Hamburg 1946 unter britischer Besatzung
Fuhlsbuechervor 5 Jahren

Die Stadt ist stark zerstört, Flüchtlinge leben in Notunterkünften, der Schwarzmarkt blüht. Colonel Lewis Morgan soll für die Entnazifizierung und vor allem den Wiederaufbau sorgen.

Fraternisierung mit den deutschen Feinden ist ausdrücklich nicht erwünscht. Morgan versteht diese Haltung seiner Vorgesetzten nicht, für ihn ist Kommunikation der einzige Weg zum Wiederaufbau. Als er mit seiner aus England nachkommenden Familie in einer schönen Villa an der Elbchaussee einquartiert wird, lässt er den Hausbesitzer Stefan Lubert und seine fünfzehnjährige Tochter Frieda im Dachgeschoss weiterwohnen. Rachael Morgan, die immer noch um ihren älteren Sohn trauert, den eine verirrte deutsche Bombe getötet hat, kann die Haltung ihres Mannes nicht verstehen. Die herrschaftliche Villa und die selbstbewusste Art Luberts irritieren sie anfangs stark. Langsam nähern sich beide Hausparteien einander an. Morgan lebt für seine Aufgabe, kämpft gegen den Entnazifizierungsmajor Burnham um Verständnis und Rachael taumelt zwischen den Vorurteilen ihrer englischen Freundinnen und der Anziehungskraft Luberts hin und her. Ihr dreizehnjähriger Sohn Edmund ist sich weitestgehend selbstüberlassen und freundet sich mit einer kleinen Gruppe verwilderter Kriegswaisen an, die vom Schwarzmarkthandel leben. Frieda, die immer noch der NS-Ideologie anhängt, verwirrt Edmund sehr. Sie aber verfolgt andere Ziele. Es folgt der schreckliche Eiswinter 1946/47, und als endlich der Frühling kommt, brechen nicht nur das Eis, sondern auch verschiedene Konflikte auf.

Rhidian Brook ist Drehbuchautor und in seiner bildhaften Sprache schafft er es, die damalige Atmosphäre einzufangen und die unterschiedlichsten Bedürfnisse seiner Charaktere zu zeigen. Inspiriert zu seinem Roman hat ihn die Geschichte seines Großvaters Walter Brook, der wie Colonel Morgan die deutschen Hausbewohner in der beschlagnahmten Villa wohnen ließ.

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