Rhoda Janzen Fix und forty

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Inhaltsangabe zu „Fix und forty“ von Rhoda Janzen

Als sie mit 42 in die Wechseljahre kommt und ihr Mann wenig später auf Gay.com seine große Liebe findet, beschließt Rhoda Janzen, wieder nach Hause zu ziehen: zu einer Mutter, der kein Gesprächsthema zu intim ist, und einem Vater, der als Pastor arbeitet und neben Jesus auch den Erfinder des Seniorenrabatts preist. Eine selbstironische Liebeserklärung an die Heimat - von einer, die auszog, um wieder einzuziehen.

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  • Rezension zu "Fix und forty" von Rhoda Janzen

    Fix und forty
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    07. July 2012 um 07:36

    Rhoda ist jenseits der 40, hat sich von ihrer Gebärmutter getrennt und kurz darauf ihr Mann sich von ihr. Er hat was besseres gefunden auf gay.com. Eine kurze Zeit später hat sie einen schweren Autounfall mit vielen Knochenbrüchen. Nachdem sie einigermaßen hergestellt ist, zieht sie sich in den Kreis ihrer Familie zurück. Ihre Familie, das sind ihr Vater, ein ehemaliger Mennonitenpfarrer, ihre etwas wundersame Mutter und ihre Geschwister. Willkommen in der Welt der Mennoniten. Dort angekommen, fügt sie sich recht mühelos wieder in die Gemeinschaft ein und schwelgt in Erinnerungen... Nach dem Inhalt des Klappentextes freute ich mich auf einen unterhaltsamen und humorvollen Roman. Das ist dieser leider nicht geworden. Stattdessen wird der Leser mit der Welt der Mennoniten vertraut gemacht, aber zum Teil so plumb, dass es aufdringlich wirkt. Es vergeht fast keine Seite, wo der Wortstamm mennonit nicht vorkommt. "An mennonitischen Schulen ist das Tanzen heute immer noch verboten. Mennonitische Gymnasialleher müssen oft noch einen Vertrag unterzeichnen, in dem sie versichern, dass sie, solange sie für eine mennonitische Einrichtung arbeiten, weder trinken noch tanzen noch vorehelichen Geschlechtsverkehr haben werden. Dennoch erlauben inzwischen selbst manche der eingefleischten Mennoniten ihren Kindern das Tanzen." (Seite 150) In diesem kurzem Auszug kommt es bereits 4x vor. So zieht es sich leider durch das ganze Buch und ich persönlich empfinde es als sehr anstrengend. An der Stelle wäre weniger mehr gewesen, zumal ich schnell begriffen habe, dass es um das Leben der Mennoniten geht. Dabei will ich den Inhalt und die Informationen um diese Kulturgruppe nicht schlechtreden, er ist ohne Frage sehr informativ. Der Leser erhält Einblicke in Rhodas Schul- und Jugendzeit und auch etliche Eigenheiten ihrer Eltern werden offenbart. Anhand der vielen Erinnerungen und Rückblicke habe ich während des Lesens irgendwie den Überblick verloren. Eine weitreichende und allumfassende Erinnerung an die andere und das bisschen roter Faden, der anfangs noch vorhanden war, driftete ins Nirvana ab. Oft habe ich mich gefragt, was passiert hier eigentlich? Ich muss auch gestehen, dass ich für diese 250 Seiten solange zum lesen gebraucht habe, wie sonst für kein anderes Buch. Es ermüdete mich und ich bin tatsächlich eingeschlafen. Vielleicht haben die Amerikaner einen anderen Humor, ich jedenfalls habe völlig andere Vorstellungen davon. Dieses Buch konnte mich leider nicht fesseln und auch nicht überzeugen. Für Leser, die an dem Leben der Mennoniten interessiert sind und dieses Wissen in geballter Form zu sich nehmen wollen, für die ist dieses Buch genau das richtige.

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  • Rezension zu "Fix und forty" von Rhoda Janzen

    Fix und forty
    Ritja

    Ritja

    17. June 2012 um 11:47

    Rhoda Janzen ist in ihrem Buch ernst, ironisch, traurig, lustig, lebensbejahend, gutgläubig und klug. Ernst, denn sie muss die Trennung von ihrem Mann Nick verkraften. Er hat sie wegen eines anderen Mannes nach 15 Jahre Ehe verlassen und nun muss sie um das Haus und ihre Existenz kämpfen. Ironisch sieht sie ihr Leben, denn vieles, was sie eingesteckt hat, kann sie nur mit Ironie ertragen. Sie erzählt auch von ihrer Religion (Mennoniten) mit einem zwinkernden Auge. Sie hat einen ganz speziellen Humor, den man entweder sofort mag oder deswegen das Buch weglegen wird. Traurig ist sie wegen den Verlust der Ehe, obwohl es ihr mit/in der Ehe nicht wirklich gut ging. Lustig erzählt sie von ihrer Familie, der Mutter, die immer wieder die Grenzen überschreitet und doch sehr geliebt wird. Sie schreibt unter anderem von den verschienden Gerichten, die sich nicht als Pausenbrot für Kinder eignen (herrlich witzig). Lebensbejahend, denn sie findet immer wieder etwas, was sie anspornt und weiterbringt. Sie leidet, aber geht dabei nicht unter und freut sich auf das Leben, was noch kommt und ihre Familie und ihre Freunde. Gutgläubig bis zur letzten Faser ist sie in fast allen Belangen, was ihren Ehemann anging. Sie lässt sich anschreien, beleidigen und demütigen und glaubt trotzdem noch, dass er sie liebt. Klug, denn sie ist Doktorin und Dozentin, schreibt Gedichte und Fachartikel. Momentan unterrichtet sie Englisch und kreatives Schreiben. Das Buch ist witzig und nachdenklich zugleich. Man kann herrlich über ihren Humor lachen und entsetzt den Kopf schütteln über ihre "ehelichen Naivität". Die Mennoniten, deren Religion und Ansichten, ihre Einstellung zu bestimmten Lebenssituationen und Essensgewohnheiten werden hier dem Leser näher gebracht ohne ihn erziehen oder überzeugen zu wollen. Insgesamt ein gut geschriebenes Buch mit viel Humor und Leben.

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