Rhonojoy Ghosh

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Herr Eisbär will nach Hause

Herr Eisbär will nach Hause

 (2)
Erschienen am 15.08.2017

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Rezension zu "Herr Eisbär will nach Hause" von Rhonojoy Ghosh

Über die Suche nach einem Ort an dem man sich wohl fühlt
Kinderbuchkistevor 5 Monaten

Wo wohnen eigentlich Eisbären?

In der Stadt?
Eine gefühlvolle Geschichte über das Suchen und Finden von Heimat und Zufriedenheit, nach dem Glück
für Kinder ab 4 Jahren
 
Farbenfrohe bunte Eis am Stil schmücken den Vorsatz und stimmen so recht fröhlich auf eine Geschichte ein,  die sehr gefühlvoll aber nicht immer so lustig ist, wie das bunte Eis es vermuten lässt, dass wir klar wenn wir uns die erste Seite der Geschichte ansehen. Der Eisbär, der uns da entgegen blickt scheint alles andere als glücklich und froh zu sein. Von neutral, über verdattert bis hin zu mürrisch interpretierten unsere Lesekinder diesen Blick. Ein wenig wie jemand der versucht im Passbildautomaten ein Foto für den Ausweis zu machen.
Und mit dieser Einschätzung lagen die Kinder auch gar nicht so falsch, denn die Geschichte erzählt von einem ziemlich grimmigen Bären, der nie lächelt oder herzerfrischend lacht.
Ein Miesepeter, Griesgram, ein Nörgler ein..... Auch hier fallen den Kindern ganz viele Worte ein, die den Charakter des Eisbären beschreiben könnten. Sogar das bunte Eis, was uns zu Beginn so fröhlich anlacht erfreut den Eisbären. Er mag kein Eis.
Aber viel schlimmer noch, als das er kein Eis mag ist, das er sein Haus, das man ja eigentlich liebt nicht mag. Aber wie kann das sein? Wenn man sich die Bilder dazu anschaut kann man es verstehen, es ist einfach viel zu klein für so ein großes Tier. Wie in einer Sardinenbüchse würden wir sagen.
Also waren es schon zwei Dinge, die der Eisbär nicht mochte. Sein Haus und Eis. So langsam verstehen wir, wieso er so griesgrämig ist. Das ist aber noch nicht alles. Er mag auch die Stadt, den Rummel, das Laute und Enge nicht.
Doch was wollte der Eisbär? Wieso ist er überhaupt in der Stadt? Wenn einem etwas so wenig gefällt, das man darüber miespetrig wird dann sollte man besser etwas daran ändern wenden die Kinder ein. Und recht haben sie.
Nun wo ist das Zuhause eines Eisbären? Der Eisbär wusste es nicht. Er hielt mit dem Fernglas Ausschau doch entdeckte nichts was ihm gefiel also machte er sich auf, packte seinen Koffer und ging auf die Reise, auf der wir ihn begleiten dürfen. Wer nun glaubt es geht jetzt geradewegs an den Polarkreis der irrt, denn unser Herr Eisbär weiß wirklich nicht so er hin gehört. Der Weg führt ihn hier hin und dort hin aber wohl fühlt er sich nicht.
Ob er sein Zuhause noch finden wird?
Ihr dürft gespannt sein.
Am Ende des Buches sehen wir? Nas was meint ihr?
Richtig viele bunte Eis am Stil und einen Bären der l......... !
Dies ist eine sehr gefühlvolle Geschichte über das Gefühl fremd zu sein, sich in der eigenen Haut nicht wohl zu fühlen und die Suche nach Heimat. Nach einem Platz an dem es einem gut geht, denn niemand ist gern immer traurig.
Jeder gehört irgendwo hin. Jeder hat einen Platz an dem er sich am wohlsten fühlt und dennoch gibt es sehr viele Menschen und wie wir sehen auch Tiere, die sich nicht trauen an ihrer Situation etwas zu ändern und darüber verbittert und griesgrämig werden.
Das muss nicht immer mit dem Lebensraum zu tun haben es kann auch sein, dass man sich im Beruf, in der Schule, ja auch im Kindergarten nicht wohl fühlt. Anstatt traurig zu werden, sollte man lieber etwas an der Situation ändern und auch wenn  man nicht immer gleich weiß, was man ändern soll sollte man sich zumindest auf die Suche, auf den Weg machen die Situation in der man sich unwohl fühlt zu ändern.
Eine Botschaft, die Kinder wie Erwachsene verstehen und dennoch wissen wir wie schwer es ist sich auf die Reise zu machen. Schön, das der Eisbär es uns zeigt. Auch er findet nicht gleich sein Zuhause, lässt sich aber nicht unterkriegen, probiert es hier und dort bis er den Platz findet, an dem der glücklich sein kann.
Eine wundervolle Geschichte, die durch einfache, sehr ausdrucksstarke, klare Bilder besticht. Bilder in denen Gefühle, Emotionen und Situationen deutlich herausgearbeitet sind. Bilder die fokussieren unseren Blick auf das wesentlich lenken.
Die den Weg und das Ziel im Auge behalten und uns so auf eine fantastische Reise mit nehmen.
Unseren Lesekindern hat diese Geschichte besonders gut gefallen weil sie sich mit Hilfe der Illustrationen sehr gut in den Eisbären hinein versetzten konnten und so auch verstehen konnten, wieso Herr Eisbär so war wie er war und jetzt so ist wie er ist. Das man sich im Leben wohl fühlen muss um glücklich zu sein.
Und glücklich möchte doch im Grunde jeder sein.

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Rezension zu "Herr Eisbär will nach Hause" von Rhonojoy Ghosh

No place like home?
Juliliestvor 2 Jahren

Wir scheinen den Sommer der schlecht gelaunten (Ant-) Arktisbewohner zu haben, ich denke da an Paule Pinguin allein am Pol und halte jetzt Herr Eisbär will nach Hause in den Händen. Und bin etwas verwirrt, vielleicht könnt Ihr mir helfen.

Herr Eisbär ist ein sehr grimmiger Eisbär, er lächelt nie und hat immer schlechte Laune. Nichts kann er leiden, am wenigsten sein Haus, das einfach viel zu klein für ihn ist. Was ihn außerdem noch nervt: das Wetter, die Lautstärke, die Enge, die Stadt. Herr Eisbär weiß, dass die Stadt nicht sein Zuhause ist, also begibt er sich auf eine Reise, um sein Zuhause zu suchen.

Und so beginnt eine abenteuerliche Reise, auf der vieles nicht das Richtige ist. Der Dschungel ist zu unbequem, das Gebirge zu hoch, die Wüste zu heiß, das Meer zu bewegt.

Doch dann kommt Herr Eisbär zum Nordpol:

„Er lächelte plötzlich und war auf einmal überhaupt nicht mehr grimmig. Nach seiner langen Reise war er sich jetzt ganz sicher: Hier war sein Zuhause, hier wollte er bleiben.“

Äh. Ja.

Ich weiß nicht, ob es an mir liegt, aber ich finde die Botschaft irgendwie schwierig. Ich denke an meine Aktion #weltkulturstattleitkultur und ich denke an #liesdasafd von Rike Drust und vielleicht bin ich dadurch ein wenig beeinflusst, aber: Soll das die Aussage des Buches sein? Wenn ich nicht in meinem Heimatland bin, bin ich grummelig und kann nicht lächeln, also muss ich zurück?

Okay, die Großstadt, in der Herr Eisbär lebt, ist laut und eng und sein Haus ist zu klein (Wohlgemerkt: Es ist kein Zoo!). Aber hätte es nicht sein können, dass er eine nette Braunbärin kennenlernt, mit ihr aufs Land zieht und zuckersüße karamellfarbene kleine Bären macht? Und sich dadurch Zuhause fühlt, obwohl er nicht zum Nordpol zurückkehrt?

Der Titel der englischen Originalausgabe ist No place like home und da hat der Autor natürlich recht – aber was ist mit home is where the heart is, ist home nur dort, wo man geboren wurde? Wie gesagt: Ich finde die Botschaft schwierig. Oder bin ich da etwas engstirnig und dramatisiere dieses wirklich hübsche Bilderbuch ein wenig? Was meint Ihr?

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