Rhys Thomas

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Wenn der Rest der Welt schläft

Wenn der Rest der Welt schläft

 (3)
Erschienen am 01.10.2018

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Wuestentraums avatar

Rezension zu "Wenn der Rest der Welt schläft" von Rhys Thomas

Wenn der Rest der Welt schläft
Wuestentraumvor 16 Tagen

Sam lebt nach dem schweren Verlust seiner Familie zurückgezogen.  Er geht zur Arbeit, aber ansonsten lebt er allein und einsam. Außer Nachts, da ändert sich alles für ihn. Er verkleidet sich und wird zu Phantasma, ein stiller Held, der andere Menschen rettet, die Hilfe brauchen. Genau wie Superman. Sam schlüpft in sein Kostüm und geht auf seine nächtlichen Streifzüge. Dann kann er ein anderer sein, tapfer und mutig.


Doch dann lernt er Sarah kennen. Er wünscht sich, nicht mehr einsam sein zu müssen. Doch er muss um Sarah kämpfen. Und er hat nur als Phantasma Mut, nicht im wahren Leben. Dies versucht Sam zu ändern. Denn er will Sarah für sich gewinnen. Doch auch Sarah scheint ein Geheimnis zu haben.

Sam erinnert durch seine Gefühlsarmut an einen Autisten, hervorgerufen vielleicht durch das schlimme Trauma durch den Verlust seiner Familie. Er hat Angst davor, wieder Gefühle für jemanden zu haben und ihn dann wieder zu verlieren. Doch wenn er nicht mehr einsam sein will, muss er etwas ändern.

Der Schreibstil war klar und flüssig und hat mir gut gefallen. Es dauerte sehr lange, bis die Geschichte in Fahrt kam. Die beiden Hauptprotagonisten waren sehr sympathisch dargestellt und man fühlte mit beiden mit, die mit ihren Problemen aus der Vergangenheit zu kämpfen hatten. Rhys Thomas hat sehr sensibel und gefühlvoll erzählt und somit ging einem dieses Buch auch sehr zu Herzen. Auch lustige Aspekte waren vorhanden, so dass man öfter schmunzeln musste.

Fazit:

Ein schöner Roman, der etwas langatmig am Anfang war und Zeit brauchte, um in Fahrt zu kommen. Aber dafür wurde man am Ende belohnt. Gefühlvoll, emotional und berührend schreibt Rhys Thomas diesen bezaubernden Roman, der einen amüsiert, aber vor allem berührt

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Normal-ist-langweiligs avatar

Rezension zu "Wenn der Rest der Welt schläft" von Rhys Thomas

eine besondere Geschichte, für die man Geduld braucht…
Normal-ist-langweiligvor 25 Tagen

Meine Meinung:

Eine sehr edle und schöne Aufmachung hat das Buch erfahren, aber eher unscheinbar als auffällig. Im ersten Moment geht man an diesem Buch vorbei. Letztendlich passt aber die Aufmachung zum Inhalt. Dieser ist sehr ruhig und leise, emotional statt actionreich.

Ich habe Sams Geschichte gerne gelesen, ich brauchte jedoch dafür Geduld und länger als ich sonst für eine solche Seitenanzahl benötigen würde.

Für mein Verständnis braucht die Geschichte sehr (zu) lange bis sie Fahrt aufnimmt und man als Leser in Sams Welt eintauchen kann. Der Wechsel zwischen den Perspektiven – Sams normales Leben und Sams Superhelden-Leben haben mich anfangs verwirrt. Es hat ein wenig gedauert bis ich verstanden habe, wer erzählt und über wen er da berichtet. Der Stil ließ mich zwar wie von oben zuschauen, ließ das Geschehen aber auch sehr weit weg erscheinen.

Da ich eher ein ungeduldiger Leser bin, hat es mich schon teilweise Nerven gekostet, durchzuhalten. Ich wollte aber unbedingt wissen, was es mit der wunderschönen, jungen Frau auf sich hat und wie diese sein Leben umkrempelt. Ein wenig so wie bei „Das Rosie-Projekt“!

Mein Warten wurde belohnt und gerade das letzte Drittel empfand ich als sehr lesenswert. Das Ende fand ich ein wenig zu passend für die Geschichte, aber auch sehr schön. Ich habe mich insgesamt gefreut, dass es so endete.

Ich habe es beim Lesen sehr genossen, dass die beiden Protagonisten jeder ihr Päckchen zu tragen haben, lange Zeit nicht klar war, was beide aus der Vergangenheit mit sich „rumschleppen“ und wie sie sich tatsächlich annähern sollen, wenn beide Schwierigkeiten haben, über ihren Schatten zu springen!

Fazit:

Der Roman ist stellenweise sehr traurig und melancholisch, dann wieder sehr lebensbejahend und auch witzig und insgesamt eher ruhig und emotional. Ich konnte das Buch nur in vollkommener Stille lesen und durfte auch nicht allzu müde sein.

3,5/5

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schnaeppchenjaegerins avatar

Rezension zu "Wenn der Rest der Welt schläft" von Rhys Thomas

Herzergreifende Geschichte über Trauer, Einsamkeit und die Macht von Freundlichkeit
schnaeppchenjaegerinvor 2 Monaten

Sam führt seit dem tragischen Verlust seiner Familie ein einsames, zurückgezogenes Leben. Tagsüber geht er zur Arbeit, aber nachts wird er zu "Phantasma", einem Superheld, einem Rächer für die Armen und Unterdrückten. 
Erst als er die drei Jahre jüngere Sarah kennenlernt, die offenbar auch ein Geheimnis verbirgt, wird ihm bewusst, dass es noch mehr in seinem Leben geben könnte, als die nächtlichen Streifzüge in einem selbst gebastelten Kostüm, auf der Suche nach Menschen, die Hilfe benötigen. Doch Sarah hat einen Arbeitskollegen, der sich sehr für sie interessiert und sich ihr selbstbewusst nähert. Sam muss den Mut, den er mit dem Überstreifen seiner Maskerade entwickelt, in den Alltag übertragen, um seine Chance auf Liebe nicht ungenutzt zu verspielen. Voraussetzung für einen Neuanfang ist jedoch, dass Sam sich dem Schmerz der Vergangenheit stellt und sein Traum verarbeitet. 

"Wenn der Rest der Welt schläft", wird Comic-Fan Sam zu seinem alter Ego "Phantasma", einer Mischung aus Batman und Robin Hood. Er ist glücklich, wenn er anderen Menschen helfen kann. Dabei kennt er die Fremden nicht einmal und auch er selbst möchte bei seinen kleinen Heldentaten unerkannt bleiben. 

Sam ist ein bescheidener, sympathischer junger Mann, der einen streng strukturierten Alltag und leicht autistische Züge hat. Seine Fassade beginnt zu bröckeln, als er sich in Sarah verleibt. Gleichzeitig sieht er sich mit Erinnerungen konfrontiert, einem Verlust, der elf Jahre her ist und sein Leben nachhaltig verändert hat, Der Schmerz sitzt noch so tief, dass er Ängste hat, sich an andere Menschen fester zu binden.  

Während Sams Aktivitäten als Phantasma etwas abenteuerlich und skurril zu lesen sind, ist Sams Schmerz und seine Flucht in die Einsamkeit nachvollziehen konnte, war mir nicht ganz klar, warum er, um seine Trauer zu kompensieren, ausgerechnet Fremden auf diese nicht ganz alltägliche Weise hilft, als ob er selbst etwas wieder gut zu machen hätte. 
Doch als Phantasma fühlt er sich unbesiegbar und so glücklich, wie er als unbedarftes Kind einmal gewesen ist. 
Bis auf die für mich deshalb nicht ganz logische Handlung ist "Wenn der Rest der Welt schläft" aufgrund der Vielzahl an besonderen Charakteren und der Weiterentwicklung, die Sam macht, als er seine Komfortzone verlässt, eine originelle, stellenweise amüsante, aber auch herzergreifende Geschichte über Trauer, Einsamkeit und die lebensverändernde Macht von Freundschaft und Hilfsbereitschaft. 

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