Ria Klug Schnicksenpogo

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Inhaltsangabe zu „Schnicksenpogo“ von Ria Klug

So hatte sich Nel die Rückkehr in die Berliner Heimat nicht vorgestellt. Nach ihrem Brasilienabenteuer wird sie von der Kripo in die Mangel genommen, dann dreht ihr auch noch die Arbeitsverwaltung den Geldhahn ab. Sie nimmt einen kleinen Schwarzjob in einem zweifelhaften Club an. Mit fatalen Folgen: Eines Nachts kommt ein Verrückter herein. Er sucht nach einer Frau namens Leonie und randaliert. Nel knockt ihn aus. Das bringt sie in Polizeigewahrsam. Erneut muss sie vor dem Haftrichter erscheinen. Diesmal jedoch wird sie in den Maßregelvollzug zur Begutachtung ihrer Schuldfähigkeit eingewiesen, wozu die Aussage des Clubchefs beiträgt. Da sie juristisch noch als Mann gilt, landet sie in der Männerabteilung mit Triebtätern und Sicherungsverwahrten. Zu ihrer Überraschung trifft Nel dort auch ihren Kontrahenten aus dem Club wieder. Schon bald erkennt sie, dass es in der Klinik nicht mit rechten Dingen zugeht. Offenbar verbirgt die Leitung ihre DDR-Vergangenheit aus gutem Grund. Nel stört dabei und wird das Opfer von Übergriffen. Sie muss ausbrechen, denn nur wenn sie selbst Licht in diese undurchsichtige Angelegenheit bringt, kann sie rehabilitiert werden. Doch damit fängt der heiße Tanz am Abgrund für Nel erst richtig an.

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  • Leserunde zu "Schnicksenpogo" von Ria Klug

    Schnicksenpogo
    fhl_verlag_leipzig

    fhl_verlag_leipzig

    Lust auf Krimi? Dann macht mit bei unserer Leserunde zu „Schnicksenpogo“, einem Krimi, der sich auf raffinierte und spannende Weise dem Thema der Transsexualität annimmt und dieses mit den dubiosen Machenschaften einer Maßregelvollzugsklinik verbindet! Was genau erwartet euch in „Schnicksenpogo“? So hatte sich Nel die Rückkehr in die Berliner Heimat nicht vorgestellt. Nach ihrem Brasilienabenteuer wird sie von der Kripo in die Mangel genommen, dann dreht ihr auch noch die Arbeitsagentur den Geldhahn ab. Sie nimmt einen kleinen Schwarzjob in einem zweifelhaften Club an. Mit fatalen Folgen: Ein scheinbar Verrückter sucht eines Nachts im Club nach einer Frau namens Leonie und randaliert. Nel weiß sich nicht anders zu helfen und knockt ihn während eines Handgemenges aus. Das bringt sie in Polizeigewahrsam. Erneut muss sie vor dem Haftrichter erscheinen. Diesmal jedoch wird sie in den Maßregelvollzug zur Begutachtung ihrer Schuldfähigkeit eingewiesen, wozu die Aussage des Clubchefs beiträgt. Da sie juristisch noch als Mann gilt, landet sie in der Männerabteilung mit Triebtätern und Sicherungsverwahrten. Zu ihrer Überraschung trifft Nel dort auch ihren Kontrahenten aus dem Club wieder. Schon bald erkennt sie, dass es in der Klinik nicht mit rechten Dingen zugeht. Offenbar verbirgt die Leitung ihre DDR-Vergangenheit aus gutem Grund. Nel stört dabei und wird das Opfer von Übergriffen. Sie muss ausbrechen, denn nur wenn sie selbst Licht in diese undurchsichtige Angelegenheit bringt, kann sie rehabilitiert werden. Doch damit fängt der heiße Tanz am Abgrund für Nel erst richtig an... „Schnicksenpogo“ ist Ria Klugs zweiter Nel-Arta-Krimi nach „Kleine Betriebsstörung“. Bewerbt euch bis zum 23.10. um 15 Leseexemplare!   Wer ist Ria Klug? Ria Klug, geboren 1955 in Hessen. Nach Abitur und Vordiplom in Geisteswissenschaften absolvierte sie eine Tischlerlehre. Nach über zwanzig Jahren Selbstständigkeit, in denen sie ein Aufbaustudium an der Kasseler Werkakademie für Gestaltung abschloss, begann sie 2008 mit dem Schreiben von Krimis. Seit 2009 ist sie Mitglied im Netzwerk der Mörderischen Schwestern. Ria Klug ist verheiratet und lebt seit Ende 2009 mit Frau und Tochter in Berlin. Ria Klug ist bei den Berliner Mörderischen Schwestern, ›13 Schwestern‹ genannt und bei den SOKO Lesungen. Bei den Mörderischen Schwestern Berlin ist sie Regionalsprecherin. >>> Hier geht’s zur Leseprobe<<< Der fhl Verlag wünscht allen Bewerbern viel Glück und eine interessante, diskussionsreiche Leserunde!

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  • Rezension zu "Schnicksenpogo" von Ria Klug

    Schnicksenpogo
    PMelittaM

    PMelittaM

    20. November 2012 um 20:35

    Nel Arta ist aus Brasilien zurück und handelt sich schnell wieder Ärger ein. Sie landet in der forensischen Psychiatrie, dort soll ihre Schuldfähigkeit festgestellt werden. Das Problem: Nel ist transsexuell und da sie juristisch noch als Mann gilt, muss sie in die Männerabteilung. Dort ist es nicht einfach für sie und bald muss sie erkennen, dass in der Klinik nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Nel beginnt zu ermitteln und hat bald richtig Ärger. Da hilft nur noch die Flucht … In „Kleine Betriebsstörung“ fand ich Nel klasse. Ich muss sagen, dass meine Begeisterung jetzt, wo sie zurück in Berlin ist, etwas nachgelassen hat. Nicht immer kann ich verstehen, warum sie sich so absolut unangepasst und sich selbst schadend benimmt. Trotzdem mag ich Nel und bis zu einem gewissen Grad kann ich ihren Frust auch nachempfinden. Neben Nel gibt es wieder einige – teilweise – sehr skurrile Nebencharaktere. Schön, dass auch die Freundschaft so viel zählt und trotz Nels problematischem Verhalten ihre Freunde hinter ihr stehen – wenn auch nicht immer bedingungslos. Im Gegensatz zum Vorgängerroman ist die sexuelle Komponente hier geringer – und das ist gut so, im Brasilienabenteuer passte das, hier hätte es aufgesetzt gewirkt. Wo es allerdings vorkommt, passt es zum Kontext. Insgesamt wieder ein Roman, der polarisieren wird. Wer sich aber darauf einlässt, erhält eine spannende Geschichte und den Einblick in eine Subkultur, die die Wenigsten kennen. So ist das Buch mehr als ein Kriminalroman, es lädt auch dazu ein, sich Gedanken über Transsexualität zu machen. Der Nachfolgeband steht schon in den Startlöchern und auch auf meiner Wunschliste. Ich freue mich darauf, bald mehr über Nel zu lesen.

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  • Rezension zu "Schnicksenpogo" von Ria Klug

    Schnicksenpogo
    Queenelyza

    Queenelyza

    Nel Arta, die Hauptfigur von "Schnicksenpogo" wurde ursprünglich als Mann geboren, doch um die letzten Schritte der Geschlechtsumwandlung durchführen zu lassen, fehlt ihr das Geld. So kommt es, dass sie juristisch noch als Mann gilt, als sie in Berlin in Schwierigkeiten gerät. Sie schlägt in der Bar, in der sie nicht ganz legal arbeitet, einen Mann nieder, der nach einer mysteriösen Frau sucht, die verschwunden scheint. Pech für Nel, denn so landet sie zuerst bei der Polizei, und dann auch noch, da sie sich auch hier nicht ganz so benimmt, wie sie es sollte, im Maßregelvollzug. In der Männerabteilung, versteht sich... In der Klinik gehen allerdings merkwürdige Dinge vor sich: die Insassen werden - beliebig, scheint es - unter Drogen gesetzt, ein Komplott anderer Gefangener bringt Nel zusätzlich in Schwierigkeiten, und auch die Klinikleitung scheint Dreck am Stecken zu haben. Nel hat nur die eine Wahl, sie muss fliehen, um ihre Unschuld zu beweisen... "Schnicksenpogo" ist sicherlich ein ungewöhnliches Buch, in dem es allerhand schräge Gestalten gibt, in dem gepöbelt und geprügelt wird, dass es eine wahre Freude ist. Die Hauptdarstellerin eckt wie ein moderner Outlaw überall an und biegt sich die Welt und die Gesetze so zurecht, wie sie es für nötig hält. Das ist meistens recht amüsant zu lesen, ist allerdings in ein, zwei Stellen ein wenig übers Ziel hinaus skizziert. Da wäre ab und an ein bisschen weniger mehr gewesen. Ansonsten aber passt die rotzige, respektlose Sprache sehr gut zur Protagonistin. "Schnicksenpogo" ist sicher kein Buch für jedermann, äh, -frau. Dazu sind Story und Titelheldin einfach zu wenig Mainstream. Aufgrund der obskuren Gestalten, die diesen Roman bevölkern, kommt man sich vor wie in einem schrägen Panoptikum des Molochs Berlin. Aber es hat was, definitiv. ich habe mich beim Lesen keine Sekunde gelangweilt, habe auch das eine oder andere Mal vor mich hingegrinst - kurz gesagt, ich hatte ein paar Stunden Lesespaß damit. Wenn man keinen gradlinigen, konservativen Krimi erwartet, sondern auch mal mit ungewöhnlichen Menschen Bekanntschaft schließen will, dann sollte man Nel Arta einfach mal unvoreingenommen kennenlernen. Wer weiß, vielleicht wird es ja eine Freundschaft fürs Leben?

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    • 2
    aba

    aba

    18. November 2012 um 14:17
  • Rezension zu "Schnicksenpogo" von Ria Klug

    Schnicksenpogo
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. November 2012 um 10:07

    Die Transsexuelle Nel Arta – geboren als Cornelius Artjens- ist die Hauptperson des skurrilen Krimis, der in Berlin und Leipzig spielt. Nach einer gescheiterten Geschlechtsumwandlung in Brasilien und den entstandenen Schwierigkeiten geht es in Berlin munter weiter die Abwärtsspirale nach unten. Nachdem Nel kein Arbeitslosengeld mehr bekommt, jobbt sie in einer SM-Kneipe bis es zu einem folgenschweren Vorfall kommt und Nel sich zunächst im Polizeipräsidium und danach in der Psychiatrie wieder findet. Dort steckt man sie in den Männertrakt und akzeptiert ihre Andersartigkeit ganz und gar nicht. Doch damit nicht genug wird schnell deutlich, dass es in der Psychiatrie nicht mit rechten Dingen zugeht. Nel kommt Stasimachenschaften auf die Schliche und gerät darüber nicht nur sehr nah an den Abgrund, sondern sogar darüberhinaus. Ein Buch, dass auf keiner Seite langweilig ist, da auf eine unerwartete Wendung ruck zuck die nächste folgt. Man liest und liest weiter, denn man möchte schließlich wissen, wie es weitergeht. Gerät Nel, die aufbrausende, teils vulgäre Protagonistin, weiter in die Abwärtsspirale? Wird sie es schaffen nicht unterzugehen? Wird sie die Machenschaften in der Klinik aufdecken können? Wird ihr Kampf für mehr Akzeptanz erfolgreich sein? Fragen über Fragen, die sich im Laufe des Krimis aber beantworten lassen! Ria Kluges Schreibstil hat mir sehr gut gefallen (auch das Berlinerische), gepaart mit Humor und Spannung. Es handelt sich um den zweiten Band zu Nel, allerdings kann man „Schnicksenpogo“ auch ohne Kenntnisse des ersten Bandes „Kleine Betriebsstörung“ einwandfrei nachvollziehen, da in den Rückblenden das Wichtigste geklärt wird. Fazit: Ein ganz ungewöhnlicher Krimi, der mir einen Einblick in die unbekannte Welt, der Transsexualität eröffnet hat. Ich warte nun gespannt auf die Fortsetzung und kann Lesern, die einen skurrilen Krimi zu schätzen wissen, dass Buch nur empfehlen!

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  • Rezension zu "Schnicksenpogo" von Ria Klug

    Schnicksenpogo
    irismaria

    irismaria

    10. November 2012 um 11:33

    Nel Arta ist wieder die Hauptperson dieses ungewöhnlichen Krimis. Sie heißt eigentlich Cornelius Artjens, fühlt sich aber nicht als Mann, und wollte durch eine Operation in Brasilien die Geschlechtsumwandlung abschließen, was aber misslungen ist. Nun ist sie wieder in Berlin und gerät erneut in Schwierigkeiten. Nach einem Vorfall in einer Kneipe, in der sie jobbt, landet Nel bei der Polizei und der forensischen Psychiatrie, wo auf ihr Frausein keine Rücksicht genommen wird. Sie entdeckt, dass es in der Psychiatrie dunkle Geheimnisse gibt und gerät selbst in Gefahr. Wie schon der Vorgängerband ist auch „Schnicksenpogo“ ein Buch, das auf keiner Seite langweilig ist. Nel gerät immer wieder in unerwartete Situationen und man fliegt von Seite zu Seite um zu erfahren, wie es ihr ergeht. Sie ist auch nicht die coole Heldin, die alles meistert, sondern ein Mensch in einer schwierigen Situation, der versucht, das Beste aus der Lage zu machen und dabei oftmals selbst Grenzen überschreitet. Für mich ein gut lesbares Buch aus einer mir völlig fremden Welt.

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  • Rezension zu "Schnicksenpogo" von Ria Klug

    Schnicksenpogo
    PoldyEsther

    PoldyEsther

    09. November 2012 um 18:40

    Nel ist gerade aus Brasilien in ihre Heimat Berlin zurückgekehrt. Sie hat Wutbewältigungsprobleme und in einige kriminelle Machenschaften verwickelt. Weil ihr das Arbeitsamt finanzielle Leistungen verweigert, arbeitet sie schwarz in einem SM-Club. Eines Tages gerät sie in eine Schlägerei und wird festgenommen, weil sie durch ihre Vorgeschichte bereits Polizei bekannt ist. Sie wird eine psychatrische Klinik eingewiesen, wo sie, weil sie offiziell ist sie immer noch ein Mann, in die Männerabteilung gesteckt wird. Dort warten einige Probleme auf sie, denn die Klinik wird von ehemaligen Stasimitgliedern geleitet. Leider hat mir das Buch gar nicht gefallen. Ich lese eher selten Krimis und wollte gerne einen neuen Versuch mit diesem Genre wagen. Dafür habe ich mir allerdings das falsche Buch ausgesucht. Themen wie Transsexualität, Stasi, SM werden in ein Buch gezwängt und als Krimi betitelt. Mein Fall war es nicht!

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  • Rezension zu "Schnicksenpogo" von Ria Klug

    Schnicksenpogo
    CarmenM

    CarmenM

    09. November 2012 um 18:38

    Nachdem sie von ihrer turbulenten Brasilienreise zurück ist, gerät Nel Arta schon wieder in Schwierigkeiten. Sie hat einen nicht offiziellen Küchenjob in einem Club angenommen. Als ein Mann auf der Suche nach seiner Freundin handgreiflich wird, schlägt sie ihn kurzerhand k.o. und gerät somit in die Fänge der Justiz. Zur Feststellung ihrer Schuld wird sie in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Da sie behördlich als Mann gilt, landet sie in der Männerabteilung, wo es dann zu heftigen Übergriffen durch die Insassen kommt. Weil sie auch noch hinter einige undurchsichtige Machenschaften aus DDR Zeiten kommt, muss sie ausbrechen, um alles aufklären zu können. Ria Klug hat hier einen ungewöhnlichen Krimi geschrieben, wie ich bisher noch keinen gelesen habe. Die Protagonistin Nel ist eine außergewöhnliche Person an deren Umgangsformen man sich erst gewöhnen muss. Sie ist einerseits aufbrausend und vulgär, wird schnell handgreiflich und hat eine große Klappe. Auf der anderen Seite ist sie verletzlich, manchmal naiv und ein Mensch voller Selbstzweifel, der einiges an Demütigungen einstecken muss. Das sind auch die Gründe für die Schwierigkeiten, in die sie immer wieder gerät. Das Buch war für mich unterhaltsam, weil mir der Schreibstil gefallen hat und weil ich auf Humor und Spannung nicht verzichten musste. Wer einmal einen Krimi lesen möchte, der vom üblichen Schema abweicht, dem kann ich „Schnicksenpogo“ gerne empfehlen.

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  • Rezension zu "Schnicksenpogo" von Ria Klug

    Schnicksenpogo
    leserattebremen

    leserattebremen

    05. November 2012 um 23:45

    Nel ist gerade zurück aus Brasilien wo sie einige krummen Dinger gedreht hat und muss sich in Deutschland verstecken, weil sie das Arbeitsamt übers Ohr hauen wollte. Deshalb arbeitet sie schwarz in einem S/M-Club in der Küche. Als sie in eine Schlägerei gerät, wird sie festgenommen. Da sie transsexuell ist und eigentlich Cornelius heißt, kommt sie in eine psychatrische Klinik, von wo sie eine Verschwörung von ehemaligen Stasi Offizieren mit der Sexbranche aufdecken will. Wie diese kurze Beschreibung schon vermuten lässt, will dieses Buch alles und nichts zu gleich. DDR und Stasi müssen rein, ebenso wie das Problem der Trassexualität, dann noch ein bisschen Bürokratie und Staatsphobie und schon hat man einen Krimi. Dieser ist leider wirr und konstruiert, ohne wirkliches Konzept geschrieben und leider hoffnungslos unrealistisch. Ich war sehr enttäuscht von dem Buch und habe es lediglich zu Ende gelesen, weil ich ungern Bücher kritisiere, von denen ich mir kein vollständiges Bild gemacht habe. Die letzten Seiten habe ich jedoch nur noch überflogen, weil ich es schnell hinter mir haben wollte. Die Charaktere sind völlig abgehoben und ihrem Gerede ist nur sehr schwer zu folgen, mal verfallen sie in Berliner Dialekt, mal reden sie total affektiert und fühlen sich über allem erhaben. Die Ärzte sind auch ein wandelndes Klischee von Göttern in weiß, die sich selbst als allwissend und allmächtig sehen, die Patienten sind abhängige und hilflose Wesen, die ihnen völlig zu Diensten sein müssen. Leider absolut nicht zu empfehlen und der größte Blödsinn, den ich seit langem gelesen habe.

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  • Rezension zu "Schnicksenpogo" von Ria Klug

    Schnicksenpogo
    jackdeck

    jackdeck

    05. November 2012 um 18:07

    Die Transsexuelle Nel Arta gerade aus Brasilien zurück und schon hat sie wieder jede Menge Probleme am Hals. Nach einer Schlägerei in einem Club und durch ihre Flucht landet Nel in der Psychiatrie, da sie offiziell ja noch als Mann gilt, wird sie auch bei den Männern eingewiesen. Es folgt ein Spiesrutenlauf in der Klinik mit schlimmen Intrigen, doch Nel kommt nach und nach einem Geheimnis auf die Spur. Sie flüchtet und mit Hilfe einer Freundin erzwingt sie sich neue Hinweise von Clubbesitzer Tom. Mittlerweile wird es zu einer Hetzjagd zwischen Leipzig und Berlin. Sie hat alte Stasimachenschaften aufgedeckt, die eigentlich niemand zu Tage fördern sollte. Wem kann sie noch vertrauen? Sie entgeht nur knapp einem Mordanschlag. Die Hauptakteuren Nel stellt sich mutig gegen Gesetzt und Ärzte und kämpft für die Wahrheit. Diese Buch ist die Fortsetzung von „ Kleine Betriebsstörung“ und knüpft an die Geschichte von Nel nach ihrem Brasilienabenteuer an. Tolles Buch verspricht Spannung bis zum Ende hin. Besonders gut fand ich die Beschreibung der Umgebung man konnte die Tristesse in Leipzig spüren und litt mit Nel als sie um ihr Leben kämpfte. Absolut lesenswert, interessante Geschichte die hoffentlich bald eine Fortsetzung findet .

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  • Rezension zu "Schnicksenpogo" von Ria Klug

    Schnicksenpogo
    cole88

    cole88

    04. November 2012 um 12:53

    Buchrückseite: So hatte sich Nel die Rückkehr in die Berliner Heimat nicht vorgestellt. Nach ihrem Brasilienabenteuer wird sie von der Kripo in die Mangel genommen, dann dreht ihr auch noch die Arbeitsagentur den Geldhahn ab. Sie nimmt einen kleinen Schwarzjob in einem zweifelhaften Club an. Mit fatalen Folgen: Ein scheinbar Verrückter sucht eines Nachts im Club nach einer Frau namens Leonie und randaliert. Nel weiß sich nicht anders zu helfen und knockt ihn während eines Handgemenges aus. Das bringt sie in Polizeigewahrsam. Erneut muss sie vor dem Haftrichter erscheinen. Diesmal jedoch wird sie in den Maßregelvollzug zur Begutachtung ihrer Schuldfähigkeit eingewiesen, wozu die Aussage des Clubchefs beiträgt. Da sie juristisch noch als Mann gilt, landet sie in der Männerabteilung mit Triebtätern und Sicherungsverwahrten. Zu ihrer Überraschung trifft Nel dort auch ihren Kontrahenten aus dem Club wieder. Schon bald erkennt sie, dass es in der Klinik nicht mit rechten Dingen zugeht. Offenbar verbirgt die Leitung ihre DDR-Vergangenheit aus gutem Grund. Nel stört dabei und wird das Opfer von Übergriffen. Sie muss ausbrechen, denn nur wenn sie selbst Licht in diese undurchsichtige Angelegenheit bringt, kann sie rehabilitiert werden. Doch damit fängt der heiße Tanz am Abgrund für Nel erst richtig an ... Das zweite Buch der Reihe ist noch spannender als das erste. Die Geschichte die sich die Autorin hat einfallen lassen ist außergewöhnlich und zeugt von ihrem Ideenreichtum. Besonders gefällt mir die besondere Schreibweise und die "Berliner Schnauze" in dem Krimi. Der Spannungsbogen hat seine Höhen und Tiefen und dieses ständige AufundAb hält mich als Leser so sehr bei Laune, dass ich das Buch beinahe in einem Rutsch gelesen hätte. Ein Sternchen Abzug da Nel (Hauptcharaktere) sich im Gegensatz zum ersten Teil verändert hat und diese Veränderung für mich nicht so nachvollziehbar ist. Nichtsdestotrotz ist mir Nel sehr sympathisch und ich bin auf weitere Abenteuer bespannt.

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  • Rezension zu "Schnicksenpogo" von Ria Klug

    Schnicksenpogo
    merlin78

    merlin78

    03. November 2012 um 20:41

    Nel Arta hat gerade erst das Abenteuer Brasilien hinter sich, als sie in Berlin in eine neue Katastrophe gerät. Durch Zufall ist sie genau zur falschen Zeit am falschen Ort und muss mal wieder feststellen, wie wenig Toleranz ihr entgegen gebracht wird. Obwohl sie alles dran setzt, als Frau anerkannt zu werden, sieht die Justiz in ihr noch immer den Mann, der auf dem Ausweis steht. Nun soll Nel in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden. Doch dort stimmt so einiges nicht. Schnell bemerkt Nel, dass sie nun kämpfen muss, um einen Weg aus der Misere zu finden. Flapsig, schrill und mit viel Humor wird der Leser gleich zu Beginn in die kuriose Welt der verrückten Nel geworfen und erlebt das skurrile Berliner Leben durch die Augen einer außergewöhnlichen Hauptprotagonistin. Nel Arta wird mit ihrer dickköpfigen und starrsinnigen Art überaus sympathisch und lebensecht geschildert. Ihr Kampf um Akzeptanz wird authentisch erzählt und es fällt leicht, dem Verlauf der Geschichte zu folgen. Während der bunten Handlung wird schnell deutlich, dass dies keine leichte Lektüre ist. Denn trotz der vielen lustigen Ansätze, bietet dieses Buch dennoch einen gut ausgearbeitete Spannungsbogen und gelegentlich auch brutale Sequenzen. Das Buch "Schnicksenpogo" ist nach "Kleine Betriebsstörung" bereits der zweite Band zur Reihe um Nel Arta aus der Feder der Autorin Ria Klug. Beide Werke sind beim fhl-Verlag Leipzig veröffentlicht worden und können auch getrennt voneinander gelesen werden, da beide Romane eine in sich abgeschlossene Handlung beinhalten. Außerdem werden durch kleine Rückblenden nötige Details, aus dem vorangegangenen Roman, ausreichend erklärt. Fazit: Wer einen schnellen und skurrilen Roman lesen möchte, wird von diesem Werk begeistert sein. Ria Klug entführt den Leser in eine verrückte Welt und bietet gute Unterhaltung und jede Menge neuer und ausgefallener Ideen.

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  • Rezension zu "Schnicksenpogo" von Ria Klug

    Schnicksenpogo
    mabuerele

    mabuerele

    03. November 2012 um 20:32

    Nach ihrer Rückkehr aus Brasilien hat das Arbeitsamt die Zahlungen für Nel eingestellt. Deshalb arbeitet sie schwarz in einem Nachtclub. Als eines Nachts ein Unbekannter erscheint, nach Leonie fragt und ausrastet, als er keine Antwort erhält, schlägt Nel ihn nieder. Obwohl es eindeutig Notwehr war, wird sie verhaftet. Nel ist ein Transident. Zwar steht in ihrem Ausweis noch ein Männername, doch sie möchte als Frau angesprochen werden, anderenfalls ist sie wenig kooperationsbereit. Das bringt sie in die forensische Psychiatrie. Innerhalb der Handlung werden die Probleme der Transidenten sehr gut herausgearbeitet. Jeder reagiert auf die Missachtung und Unsensibilität der Umwelt anders. Nel wird schnell aggressiv in ihrer Wortwahl. Das bringt sie oft in Schwierigkeiten. Sehr betroffen haben mich die Zustände in der forensischen Psychiatrie gemacht. Von Menschenrechten hat man dort noch nichts gehört. Die Patienten werden nicht behandelt, sondern ruhiggestellt. Das ist aber eigentlich noch die positivere Seite. Misshandlungen untereinander werden ignoriert, ja sogar geduldet. Die Klinikleitung ist der absolute Herrscher über Wohl und Wehe der Insassen. Erschrocken war ich darüber, wie wenig dazugehört, um eingewiesen zu werden. Die offene, schonungslose Sprache des Romans ist anfangs gewöhnungsbedürftig, passt aber perfekt zur Handlung. Das Buch beginnt spannend und dieser Spannungsbogen erhöht sich noch im Laufe der Erzählung. Gefallen hat mir Nels Humor, den sie trotz all ihrer Probleme behält. Wortwahl, Vergleiche und Formulierungen muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Höhepunkt in dieser Beziehung war für mich die Beschreibung ihrer Autofahrt. Neben Nel sind auch die anderen Personen ausreichend charakterisiert. Maurer, ihr Anwalt, der es mit ihr alles andere als leicht hat, gehört zu den positiven Charakteren. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Ich gebe gern eine Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Schnicksenpogo" von Ria Klug

    Schnicksenpogo
    TochterAlice

    TochterAlice

    03. November 2012 um 19:23

    Ein wilder und verwegener Tanz ist es, den die Autorin Ria Klug ihre Protagonistin Nel Arda im Krimi "Schnicksenpogo" vollführen lässt: Nel ist transsexuell und stösst damit bei den Mitmenschen nur zu oft auf Missverständnis - auf der anderen Seite provoziert sie dieses Verhalten auch nur zu oft durch das eigene aggressive Verhalten. Sie ist eine Gejagte und Getriebene, die sich im Berliner Halblichtmilieu mit Kneipenjobs am Rande der Legalität durchschlägt: nicht mehr Mann und noch nicht Frau hat sie es wirklich schwer und bringt sich auch prompt durch einen Angriff und das darauffolgende Verhalten in eine psychatrische Klinik, aus der auch ihr Anwalt sie nicht heraushauen kann. Dort trifft sie auf Mord und auf weitere dunkle Machenschaften, die weit bis in DDR-Zeiten zurückreichen. Ria Klug macht ihrem Namen alle Ehre: sie schreibt intelligent und sehr fesselnd. Scheinbar mühelos gelingt ihr der Parcours zwischen der ernsthaften Darstellung einer zerissenen Persönlichkeit mit allem, was dazu gehört und ihrer Einbettung in einen ausgesprochen humorvollen Krimi. Sprachlich kann Klug mit der Haute Volee deutschsprachiger Autoren durchaus mithalten: wer also auf schräge Krimis steht, die die Grenze des Anstandes auch mal überschreiten können - mir persönlich war es manchmal des Guten zuviel - ist hier bestens aufgehoben. Ich werde jedenfalls an den Nel-Arta-Krimis dranbleiben und mich freuen, wenn mir die Autorin auch anderswo begegnet - sei es in anderen Genres, sei es durch das Erschaffen weiterer Krimifiguren.

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  • Rezension zu "Schnicksenpogo" von Ria Klug

    Schnicksenpogo
    ina_kzeptabel

    ina_kzeptabel

    02. November 2012 um 16:41

    Die Story: Vorweg: dies ist die Fortsetzung von "Kleine Betriebsstörung"! Nel Arta - eine Transsexuelle die eigentlich Cornelius Artjens heisst - hat die Reise nach Brasilien (wo eigentlich eine Geschlechtsumwandlung stattfinden sollte) gerade halbwegs überwunden und arbeitet nun schwarz in einem Fetischclub. Ihr Anwalt, Frank Maurer, konnte gerade noch das Schlimmste abwenden, doch als Nel erneut durch eine Prügelei im Club in das Visier der Kriminalpolizei gerät, kann auch er nichts mehr für sie tun. Ein großen Teil der Schuld trägt dabei aber Nel selbst, bzw. ihr vorlautes Mundwerk. Das hat sie auch nach Brasilien noch. Kurzerhand wird sie in eine Psychatrie eingewiesen mit der Begründung auf Borderlinesyndrom. Schon bald muss Nel allerdings merken das hier rein garnichts normal abläuft. Neben den merkwürdigen Insassen scheint auch ehemalige Stasi involviert zu sein... Der Stil: Auch in diesem Buch hat Nel, wie bereits erwähnt, ein sehr sehr loses Mundwerk. Allerdings flucht sie doch weniger als im Band davor. Auch die Gewaltszenen haben deutlich abgenommen, dennoch vollkommen ausreichend. Mich hat es diesmal aber nicht so sehr gegruselt, positiv gesehen! Auch der Berliner "Slang" kommt super rüber. Die Kapitel sind kurz gehalten und gut durch Absätze unterteilt. Das Lesen fällt einem wirklich sehr leicht, der Schreibstil ist einfach und umgangssprachlich. Mein Fazit: eine sehr gelungene Fortsetzung, mit der ich nicht gerechnet hätte. Ich war bereits vom ersten Band beeindruckt. Doch der zweite Band gefällt mir sogar noch besser als der Erste. Ich finde die Geschichte in sich geschlossener und dank der Reduzierung der Gewalt- und Sexszenen finde ich es auch angenehmer zu lesen. Ein sehr empfehlenswerter Krimi!

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  • Rezension zu "Schnicksenpogo" von Ria Klug

    Schnicksenpogo
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. October 2012 um 14:13

    Nach "Kleine Betriebsstörung" wieder ein spannender Krimi von Ria Klug. Die liebgewonnene Protagonistin Nel stürzt sich nach ihrem Abenteuer in Brasilien, diesmal in Berlin ins nächste Abenteuer. Ich mag die Protagonistin, da sie selbst in den ausweglosesten Situationen nicht den Mut verliert und auch nicht ihrem Humor. Besonders toll gefällt mir der schwarze Humor. Der Spannungsbogen wird während des ganzen Werkes gehalten und ich konnte einfach nicht aufhören es zu lesen und so habe ich es in einer Nacht gelesen. Ein wahrer Pageturner! Ich hoffe es gibt noch weitere Werke von Ria Klug und zwar bald.

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