Ricarda Jordan Tochter der Elbe

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Inhaltsangabe zu „Tochter der Elbe“ von Ricarda Jordan

Friedrichsdorf in der Haseldorfer Marsch, 1248: Die Zukunft der jungen Hilke als Frau eines Handwerkermeisters ist gesichert. Aber dann wird ihr Dorf durch eine Sturmflut verwüstet. Die »Allerkindleinsflut« fordert zahlreiche Leben. Hilke verliert ihre Familie und ihr Zuhause. Und so ergeht es vielen Menschen. Umso größer die Wut und der Hass der Dörfler, dass Hilke ihren Freund aus Kindertagen retten konnte. Denn Hein ist seit einem Unfall gelähmt. Ist die Flut nicht die Strafe Gottes dafür, dass in ihrer Mitte dieser unvollkommene junge Mann lebt? Hilke ist entschlossen, für ihn zu kämpfen - koste es, was es wolle ... Bestsellerautorin Sarah Lark schreibt als Ricarda Jordan.

ein schönes Buch,gut geschrieben. Was man doch alles erleben kann wenn man sein Land verlassen muß!

— Goldammer

Eine spannende Wanderung quer durch Schleswig-Holstein im 13. Jahrhundert mit Märchencharakter

— nirak03

Eine wunderschöne, detailgetreue Geschichte über das Leben im Mittelalter.

— veri1986

Geschichte toll verpackt! Ein Buch über Freunde, Liebe und Zusammenhalt.

— SteffiKa

einfach nur toll!!!!

— kuschelwuff2504

Toller Historischer Roman mit viel Herz, Spannung und Wendungen.

— Jaq82

Da es sich um einen Roman handelt und nicht um eine Mittelalterdokumentation, ist es Ricarda Jordan wieder gelungen, historische Ereignisse

— mariong

ein wundervoller historischer Roman

— Slaterin

Mittelalterroman mit Spannung bis zum Schluss

— Gudrun67

Bewegende Schicksale, facettenreiche Protagonisten und eine realistisch beschriebene historische Kulisse, ein Lesevergnügen.

— Klusi

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  • Tochter der Elbe

    Tochter der Elbe

    aftersunblau

    17. January 2015 um 16:15

    Die Handwerkstochter Hilke lebt in Friedrichsdorf, und ist mit Jens verlobt, der auf der Walz ist, als das Dorf von einer Flut zerstört wird. Hilke flieht mit Hein, dem ehemaligen Lehrling ihres Vaters, um sich auf die Suche nach Jens zu machen. Hein ist seit einem Sturz vom Kirchturm gelähmt und viele sind erbost, das gerade er überlebt hat. Auf ihrer Flucht geraten sie in einen Krieg und begegnen dort in einem Lager dem König. Der Roman ist sehr flüssig geschrieben und hat sich zügig lesen lassen. Immer wieder geschieht etwas, so dass man ständig am mit fiebern ist. Die Personen sind alle, auch die Nebenfiguren, sehr gut beschrieben, so dass man sie sich gut vorstellen kann. Auch das Leben der damaligen Zeit wurde gut recherchiert und man kann sich als Leser gut in die Lage der Personen hinein versetzen, egal ob es um die Handwerker oder um das Leben am Königshof ging. Die Sprache ist sehr bildhaft und man fühlt sich in die damalige Zeit versetzt. Wurde anfangs alles sehr ausführlich beschrieben, ohne Langeweile aufkommen zu lassen, so haben sich die Ereignisse im letzen Drittel förmlich überschlagen und haben keinen Raum mehr für nähere Beschreibungen gelassen. Dadurch wirkte auch einiges unglaubhaft. Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen und er hat mich gut unterhalten.

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  • Tochter der Elbe

    Tochter der Elbe

    SteffiKa

    04. December 2014 um 08:49

    Hilke, Tochter des örtlichen Dachdecker-Meisters, blickt in eine gesicherte Zukunft. Sie soll Frau des Lehrlings ihres Vaters werden: Jens, den sie liebt. Doch die Allerkindleinsflut ändert ihr Leben. Außer ihrem besten Freund Hein, der seit einem Sturz vom Kirchendach gelähmt ist, überlebt niemand diese schreckliche Trägodie. Ganz auf sich allein gestellt meistern die beiden ihr Schicksal, auch wenn sie dabei manchmal an ihre Grenzen gehen. Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten, da man sich toll vom Buch und seine Wendungen überraschen lassen kann. Ricarda Jordan überzeugt mit einem flüssigen Schreibstil und - was mir besonders gefällt - nicht mit über"kandidelter" Wortwahl. Ein schönes Buch über Freunde, Liebe und Zusammenhalt. Toll!

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  • Toller Historischer Roman

    Tochter der Elbe

    Jaq82

    18. October 2014 um 20:13

    Der neue Roman von Ricarda Jordan „Die Tochter der Elbe“ ist ein Historischer Roman der im 13ten Jahrhundert spielt. Der Roman beginnt im Prolog 1239 in dem Kurz die Protagonisten Hilke und Hein vorgestellt werden. Die Geschichte beginnt dann richtig im ersten Kapitel 1248 und Endet 1252.  Hilke wächst als Tochter eines Dachdeckers in Friedrichsdorf in der Haseldorfer Marsch ganz behütet auf. Ihr bester Freund ist Hein, der als Kind das Dachdecker Handwerk lernen sollte und durch einen Sturz vom Dach nun Querschnittsgelähmt ist, lebt mit seiner Mutter ebenfalls in dem Dorf. Dies ändert sich jedoch als am 28. Dezember 1248 am Tag der unschuldigen Kinder die Flug über Friedrichsdorf herein bricht und das ganze Dorf zerstört wird und viele Menschen auch Hilkes und Heins Eltern dabei sterben. Alle überlebenden landen auf der Burg von Herrn Friedrichsdorf. Dort lernen die beiden Adelheid kenne die jüngste Tochter des Herrn. Weil Hilke keine Familie mehr hat soll sie verheiratet werden. Sie ist aber bereits Jens dem Lehrling Ihres Vaters versprochen der auf Walz ist. Hein ist auch nicht wirklich beliebt auf der Burg da er als „Krüppel“ das Unglück überlebt hatte und viele gesunde Menschen gestorben sind. Weil beide keine weitere Zukunft in Friedrichsdorf sehen flüchten Sie und suchen Jens. Auf der Suche geraten Sie in die Wirrungen des Krieges zwischen dem König Erik von Dänemark und seinem Bruder Abel. Für Hilke und Hein beginnt ein Leben mit Höhen und Tiefen. Sie werden vor viele Herausforderungen gestellt und erleben die Sonnen und Schatten Seiten des Lebens. Aber die beiden haben sich gegenseitig und halten zusammen. Der Roman ist sehr gut und spannend geschrieben man kommt gut in die Geschichte und kann sich in die damalige Zeit reinversetzen. Die unterschiedlichen Lebensweisen werden sehr gut beschrieben: - das Leben im der Dorfgemeinschaft als Handwerkerfamilie - das Leben auf der Burg als Adle - das Leben im Kriegslager - das Leben bei Hofe Aber auch was man als Frau in der damaligen Zeit wert war und wie man mit Behinderten Menschen umgegangen ist wird sehr gut im Buch hervorgehoben. Es sind nicht nur die Protagonist gut beschrieben sondern auch alle anderen Personen im Buch egal ob sie nur kurz auftauchen oder länger Rolle im Buch spielen.  Die Historischen Hintergründe um die die Geschichte geschrieben wurde sind von der Autorin sehr gründlich recherchiert wurden und im Nachwort gibt es da noch ein paar Informationen dazu. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen und es wird nicht mein letzter Historischer Roman von Ricarda Jordan gewesen sein.

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  • Absolut lesenwert!

    Tochter der Elbe

    Laudixxx

    13. October 2014 um 12:50

    Tochter der Elbe   „Tochter der Elbe“ ist der neue Roman der bekannten Autorin Ricarda Jordon.   Der historische Roman spielt im 13. Jahrhundert zur Zeit der Allkindleinsflut an der Elbe und dem Bruderkrieg um den dänischen Thron im Mittelalter.   Hilke wächst behütet in Friedrichsdorf als Tochter eines Handwerkers auf. Sie kümmert sich liebevoll um Hein, ihrem gelähmten Freund aus Kindheitstagen. Versprochen ist sie jedoch Jens, ihrer großen Jugendliebe, der bei ihrem Vater als Geselle arbeitet und dem sie nach seiner Burschen-Wanderschaft versprochen ist.   Die Allkindleinsflut ändert das Leben der Friedrichsdorfer im Hasseldorfer Marsch unerwartet und dramatisch. Viele Menschen ertrinken, Häuser werden zerstört, Ernten vernichtet und die wenigen Überlebenden müssen fliehen.   Hilke verliert ihre Familie, sie und Hein können sich retten und versuchen sich zu Jens durchzuschlagen, in der Hoffnung, dass er ihnen helfen kann. Auf abenteuerliche Weise versuchen beide auf ihrer Reise zu Jens zu überleben. Hein verdingt sich mit Hilkes Unterstützung erfolgreich als Bader und Hilke stürzt in ein Wechselbad der Gefühle als sie zufällig König Erich trifft... Urplötzlich befinden sich Hilke und Hein inmitten der Wirren des Bruderkrieges um den dänischen Thron und in Lebensgefahr.   Ricarda Jordan schreibt auch dieses Mal wieder einen mitreißenden und spannenden Roman, der sich flüssig lesen lässt. Unterhalt und Faszination ist angesagt, gegen Ende des Romans überschlagen sich die Ereignisse ein wenig. Absolut lesenwert!

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  • Nach der Flut auf in ein neues unbekanntes Leben

    Tochter der Elbe

    Dreamworx

    11. October 2014 um 14:29

    13. Jahrhundert an der Elbe. Die 17-jährige Dachdeckertochter Hilke wächst im beschaulichen Friedrichsdorf auf. Sie hat ein Auge auf den Gesellen ihres Vaters geworfen, der ihr ein Heiratsversprechen gegeben hat. Doch vorher muss Jens noch auf Wanderschaft gehen, um seinen Meistertitel zu erhalten. Derweil kümmert sich Hilke um Hein, der ebenfalls einmal ein Geselle ihres Vaters war und seit einem Sturz vom Dach nicht mehr laufen kann. Die beiden kennen sich von Kindheit an und sich sehr zugetan. Hein frönt eine heimliche Liebe zu Hilke, von der diese aber nichts weiß. Als Friedrichsdorf von einer großen Flut heimgesucht wird, bei der sehr viele Menschen ihr Leben lassen mussten, verlieren auch Hilke und Hein ihre Familien und sind fortan allein auf sich gestellt. Hilke klammert sich an den Gedanken, Jens zu finden und nimmt mit Hein die beschwerliche Wanderschaft auf sich, um ihn zu suchen. Dabei landen sie mitten im Krieg zwischen dem Dänenkönig Erik und seinem Bruder Herzog Abel und werden im Soldatenlager aufgenommen. Hilke und Hein verdingen sich ihr Geld als Bader und Marketenderin, damit sie sich irgendwie am Leben erhalten können. Bei einem nächtlichen Spaziergang lernt Hilke König Erik kennen und die beiden verlieben sich ineinander. Werden die beiden das Glück finden? Und wie wird es Hein ergehen? Wird er seine Liebe zu Hilke überwinden? Ricarda Jordan hat mit „Tochter der Elbe“ wieder einen wunderschönen und spannenden historischen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist herrlich flüssig, und schon die ersten Seiten katapultieren den Leser ins ferne 13. Jahrhundert. Der historische Hintergrund, begonnen mit der „Allerkindleinsflut im Dezember 1248 und den Kriegszuständen zwischen den königlichen dänischen Geschwistern, wurde von der Autorin akribisch recherchiert und sehr gut in die Handlung eingeflochten. Die Spannung wird langsam aufgebaut und steigert sich von Kapitel zu Kapitel. Auch die Lebensumstände zu damaliger Zeit werden sehr anschaulich und authentisch beschrieben, so dass man sich alles wunderbar vorstellen kann. Die Geschichte lebt aber vor allem durch die Charaktere, die Ricarda Jordan sehr vielfältig und lebensecht angelegt hat. Hauptprotagonistin Hilke ist eine junge fröhliche Frau aus gutbürgerlichem Hause, die sich mutig und niemals aufgebend um die ihr anvertrauten Menschen kümmert. Sie besitzt Herzenswärme und Mitgefühl und lässt ihre Freunde nicht im Stich. Hein ist ein lieber und wissbegieriger Kerl, der seine Gefühle verbirgt, sich aber um Hilke sorgt und ihr bei ihrem Glück nicht im Wege stehen will. Als körperlich Versehrter hat er keinen leichten Stand in der Bevölkerung, die schon zur damaligen Zeit Behinderte ausgrenzte und glaubte, der Teufel stecke in ihnen. Hein liebt Hilke seit der Kindheit von Herzen und hilft durch sein medizinisches Können und seine Cleverness oftmals, schwierige Situationen zu meistern. Gerade sein Charakter wächst dem Leser besonders ans Herz. Mit „Tochter der Elbe“ ist Ricarda Jordan wieder ein wunderbarer Roman gelungen, der alle Historienfans begeistern wird und dessen Liebesgeschichte so bittersüß ist wie die Handlung zu Zeiten des Krieges und dem Leben am Rande der Existenz. Absolute Leseempfehlung!  

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  • Tochter der Elbe

    Tochter der Elbe

    flieder

    10. October 2014 um 22:20

    Friedrichsdorf im 13. Jahrhundert. Der 10 jährige Hein ist in der Lehre beim Dachdeckermeister Knud als er vom Kirchendach rutscht und gelähmt überlebt. Knuds Tochter Hilke hilft seiner Mutter, Frau Käthe, mit ihn liebevoll zu pflegen und wird seine beste Freundin in der schweren Zeit. Jahre später, Hilke hat sich mittlerweile in den neuen Lehrling Jens verliebt muss Hein  seine geheimen Wünsche Hilke betreffend begraben. Aber es droht ein neues Unheil, die Bürger murren, da die Deiche marode sind und sich eine Katastrophe beim nächsten Wintersturm anbahnt. Aber die Entscheidung fällt auf nur ausbessern und nicht erhöhen. Diese Entscheidung soll vielen Bürgern von der Haseldorfer Marsch das Leben kosten als die Allerkindleinsflut über die Bevölkerung hereinbricht. Hilke und Hein können nur durch Zufall den Wassermassen entfliehen. Unmut macht sich breit als bekannt wird das der Krüppel Hein überlebt hat, während andere Gesunde sterben mussten. Da sie um ihr Leben fürchten flüchten die Beiden nach Flensburg, da sich in diesem Gebiet Jens aufhält der auf Wanderschaft ist. Doch der Krieg zwischen dem Dänenkönig Erik und seinem Bruder Abel macht die Durchfahrt unmöglich und für Hilke und Hein beginnt ein einziger Alptraum auf der Straße. Ricarda Jordan hat es wieder mal geschafft mich in eine längst vergangene Zeit zu entführen. Die liebevoll ausgearbeiteten Protagonisten und der sehr flüssige Schreibstil machen das Buch zu einem Genuss. Auch die Mischung zwischen historischen Ereignissen und fiktiver Geschichte halten sich gut die Waage. Die Spannung wird konstant aufrecht erhalten und unerwartete Wendungen bringen einen besonderen Lesespass. Das Ende und die Auflösung kam dann allerdings doch ein wenig zu schnell, was aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch gab.

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  • Tochter der Elbe

    Tochter der Elbe

    Pixibuch

    09. October 2014 um 19:16

    Ricarda Jordan hat wieder einen tollen historischen Roman geschrieben, in dem sie wirklich sehr gut geschichtliche Ereignisse mit Fiktion vermischt. Die Geschichte spielt im Jahre 1248 in der Haseldorfer Marsch. Hilke ist die Tochter eines Dachdeckermeisters. In ihrer Freizeit ist sie oft mit den Lehrlingen zusammen. So auch mit Hein, einem schmächtigen Jungen. Bis dieser eines Tages vom Dach fällt und gelähmt ist. Hilkes Familie fühlt sich ihm verpflichtet und  unterstützt ihn und seine Mutter. Hilke ist inzwichen älter geworden und hat sich in den jungen Jens verliebt. Dieser möchte seine Gesellenzeit bei einem anderen Meister verbringen.  Bei der Allkindleinsflut, bei der ganz Friedrichsdorf versinkt, überleben Hein und Hilke und finden auf der Burg des Herren Friedrich Zuflucht. Da die Leute murren, weil ein Krüppel überlebt hat. Adelheid, die Tochter von Friedrich, hilft Hilke und Hein zur Flucht. Sie finden Unterschlupf in den Kriegswirren am Rand des Schlachfeldes. Hilke als Marketenderin und Hein als Heiler, da er von seiner Mutter, die Hebamme war, viel über Kräuter gelernt hat. Da verliebt sich Hilke in den Dänenkönig Erik und wird schwanger. Da Erik selbst verheiratet ist, Vermählt er sie mit seinem besten Freund ARNE: Doch die Ehe endet in einem Fiasko. Wie alles weiter geht, möchte ich hier nicht weiter verraten, da ich den anderen Lesern nicht den Inhalt vorweg nehmen will. Die Autorin versteht es, den Leer bis zur letzten Seit zu fesseln. Allerdings  gibt es in dem Buch viel zu vie e gute Zufälle. Aber es ist eben ein Buch und da darf es der Spannung wegen schon so sein. Ich habe jede Seite genossen. Spannung auf jeder Seite. Man konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, den immer wieder war man interssiert zu wissen, was weiter geschieht. Ein mittelalterliche Roman, der uns auch das harte Leben dieser Zeit zeigt.  Ein Buch zum Weiterempfehlen.    

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  • Tochter der Elbe

    Tochter der Elbe

    Gelinde

    08. October 2014 um 19:36

    Tochter der Elbe, ein historischer Roman von Ricarda Jordan Cover: Ein sehr schönes Cover, eine Frau in einem historischen Kleid, von der wir allerdings das Gesicht nicht ganz sehen. So bleibt unserer Phantasie genügend Raum. Im Hintergrund eine Uferlandschaft. Inhalt: 1248, Friedrichsdorf in der Haseldorfer Marsch. Dann wird das Dorf durch eine Sturmflut verwüstet. Die »Allerkindleinsflut« fordert zahlreiche Leben. Hilke, die als einzige Tochter des Dachdeckermeisters aufgewachsen ist, verliert ihre Familie und ihr Zuhause. Und so ergeht es vielen Menschen. Umso größer die Wut und der Hass der Dörfler, dass Hilke ihren Freund aus Kindertagen retten konnte. Denn Hein ist seit einem Unfall gelähmt. Ist die Flut nicht die Strafe Gottes dafür, dass in ihrer Mitte dieser unvollkommene junge Mann lebt? Hilke ist entschlossen, für ihn zu kämpfen - koste es, was es wolle ... Und sie beginnt mit ihm eine Reise, oder besser ein Flucht, die sie wie auf einer Achterbahn von ganz unten nach ganz oben und etliche Male wieder rauf und runterbringt. Wird sie am Ende einen Platz finden an dem sie ausruhen und heimisch werden kann? Meine Meinung: In gewohnt gekonnter Weise führt Ricarda Jordan in die Geschichte ein. Die Personen werden nacheinander vorgestellt und ich konnte mich sofort in der Geschichte wiederfinden. Die Schreibweise ist flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. Es entsteht sehr viel Spannung und alle Emotionen, wie Liebe, Hass, Trauer, Freude, Glück, Zweifel und Ängste können ausgelebt werden. Es geht auf und ab, vom höchsten Punkt in dem Hilke umsorgt, umworben und geliebt wird, bis zum tiefsten Punkt wo sie auf der Straße landet, alles ist glaubwürdig und ich bin mit Hilke gereist. Doch im letzten Viertel kommen für mich sehr gravierende unglaubwürdige Handlungen ins Spiel, die mir den Lesespaß etwas verderben. Zum Glück gibt es am Schluss trotzdem ein Happy End. Zur Autorin: Ricarda Jordan ist ein Pseudonym der erfolgreichen deutschen Schriftstellerin, die unter dem Autorennamen Sarah Lark mitreißende Neuseeland- und Karibikschmöker schreibt. Sie wurde 1958 in Bochum geboren, studierte Geschichte und Literaturwissenschaft. Heute lebt sie als freie Autorin in Spanien. Mein Fazit: Ein schönes und typisches Ricarda Jordan Buch, das mir viele wunderschöne Lesestunden geschenkt hat, wenn mir auch diesmal im letzten Viertel ein paar Punkte gar nicht gefallen.

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  • Lebendige Mittelalter

    Tochter der Elbe

    mama2009

    07. October 2014 um 18:32

    Inhalt: Friedrichsdorf im 13. Jahrhundert. Hilke, die Tochter des Dachdeckers hat eben noch mitbekommen, wie über die Deichbefestigung gesprochen wurde und dann kommt eine Flut und vernichtet das Dorf. Hilke kann sich retten, und auch der gelähmte Hein überlebt diese Flut. Für Hilke beginnt eine Odyssee durch den Norden. Fazit: Ricarda Jordan schafft mit „Tochter der Elbe“ einen farbenprächtigen, spannungsreichen Roman. Dabei gelingt es ihr gekonnt, die damaligen Lebensumstände, ja auch Lebensansichten wiederzugeben. Was galt damals als schicklich, was war erlaubt und was hat den Zorn der Zunft auf sich gezogen? Dies kann man als Leser gut im Miteinander der Menschen erfahren und nimmt daran teil. Auch die damalige Einstellung gegenüber Behinderten wird sehr deutlich und ich musste an einigen Stellen mehrfach den Kopf schütteln, über Aussagen, die durch Geistliche getroffen wurden. Mit Hilke stellt die Autorin eine junge Protagonistin in den Mittelpunkt, die sich nicht ihrem Schicksal fügen möchte und einen anderen Weg einschlägt. Sie begibt sich auf die Suche nach Jens, dem Dachdeckergesellen ihres Vaters. Sie haben sich Treue geschworen. Auf ihrem Weg kommt Hilke durch viele bekannte deutsche und dänische Städte und hierbei ist mir die Recherchearbeit aufgefallen, denn man hat einiges über Abläufe der Städte gelernt und für was man alles eine Erlaubnis brauchte. Hilke fühlt sich Hein verpflichtet, schließlich ist dieser damals als Lehrling ihres Vaters vom Dach gefallen und seitdem gelähmt. Es entwickelt sich eine besondere Beziehung zwischen beiden. Mit Hein schafft Ricarda Jordan auch einen sehr willensstarken jungen Mann, der sein Schicksal nicht in Vordergrund stellt, sicherlich in einsamen Momenten mit sich hadert, aber dann immer wieder nach vorn schaut und sein schlaues Köpfchen zu nutzen weiß und so auch das Überleben der Beiden sichern kann. Für mich ist Hein die Person, die mich von den vielen im Roman am meisten beeindruckt hat. Für mich hat Ricarda Jordan ein geniales Werk geschafften, das man nicht mehr weglegen kann, da es viele Schicksalsschläge aufweist und Wendungen mit sich bringt. Man erfährt so einiges über die Gegebenheiten innerhalb einer Gemeinschaft, dem Funktionieren einer Stadt und dem dänischen Königshof. Einziger Kritikpunkt ist für mich das etwas „überstürzte“ Ende, es wurde zuviel ineinander gepackt. Auch gelungen finde ich das Nachwort, was das Wissen nochmals erweitert

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  • Hilke und Hein... eine Liebe seit der Kinderheit

    Tochter der Elbe

    Slaterin

    07. October 2014 um 14:20

    Hilke lebt wohlbehütet als Kind eines Dachdeckermeisters in Friedrichsdorf in der Haseldorfer Maarsch. Man schreibt das Jahr 1239, als der Lehrjunge Hein bei der Dachdecker- Arbeit vom Dach der Kirche stürztund sich so schwer verletzt, dass seine Beine gelähmt sind. Nur seiner Mutter, der Frau Käthe, Hebamme und Heilerin im Ort, ist es zu verdanken, dass er überlebt und heranwächst. Hilke und Hein verbindet eine gemeinsame Kindheit. Aber auch nach dem Unfall kümmert sie sich um den Freund aus Kindertagen. Einige Jahre später verlieben sich der neue Lehrling Jens und Hilke ineinander und schwören sich ewige Liebe und Treue. Jens zieht nach Lehrabschluss hinaus in die Welt und beginnt seine Wanderjahre als Geselle. Sie verlieren sich für einige Jahre aus den Augen, treffen sich dann aber wieder und lassen ihre "Alte" Liebe aufleben. Doch dies ist nur von kurzer Dauer. Hilke hat noch andere Bewerber, aber sie will Jens. In ihrer Verliebtheit merkt sie nicht, dass Hein sie schon immer geliebt hat. Das erkennt sie erst viele Jahre später, als Hein fast dem Tode nahe ist und Hilke Jens wieder getroffen hatte. Friedrichsdorf liegt an der Elbe. Die Deiche sind brüchig und nur notdürftig vor dem Winter in Stand gesetzt worden, obwohl Hilkes Vater eine gründliche Reparatur oder einen Neubau veranlassen wollte. Am Allerkindleinstag kommt die große Flut und spült das Dorf weg. Nur einem glücklichen Zufall haben es Hilke und Hein zu verdanken, dass sie am Leben bleiben. Neid und Wut der wenigen Überlebenden haben es die Beiden zu verdanken, dass sie unbestimmten Regionen und Zeiten entgegen gehen. Ein langer Weg bis zum glücklichen Ende liegt vor ihnen. Dazu gehört auch die Teilnahme am Krieg des dänischen Königs, die Liebe zwischen Hilke und dem König und der gemeinsame Sohn. Leben, Tod und Intrigen liegen eng nebeneinander. . Hein meistert sein Leben trotz der Behinderung einfach fabelhaft. Dies hat er seiner Mutter und seinen Freunden, die er während der Reise durch die Landen kennenlernt, zu verdanken. Eine bewundernswerte Darstellung dieses Lebens. Doch am Ende erkennt Hillke ihre große Liebe zu Hein Ricarda Jordan nimmt den Leser mit auf eine sehr interessante Zeitreise im Mittelalter des 13. Jahrhunderts. Sie beschreibt sehr eindrucksvoll das Leben der Menschen, der Bewohner von Friedrichsdorf, das Leben im Kriegstross und das Leben am Hof des Königs. Sehr emotional und bewegend wird die Geschichte von Hilke und Hein erzählt, die allen Intrigen und Mächten standhält und am Ende die beiden zusammenführt. Die Inhalte sind sehr spannend geschildert, die Personen und ihr Leben miteinander verwoben und begleiten den Leser in vielen Kapiteln des Buches. Sehr gut finde ich die Einteilung in verschiedene Zeitabschnitte und Kapitel. Der Roman lässt sich flüssig lesen, besticht durch seine brilliante Wortwahl und Ausdrucksweise, die charakterliche Darstellung der Protagonisten und die Verknüpfung mit den Schauplätzen und geschichtlichen Zeitabläufen. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, manchmal mit überraschenden, vom Leser nicht zu erwartenden, Handlungen und Wendungen hat man Anteil am Leben im Mittelalter. Besonders lobenswert ist das Nachwort. Hier gibt die Autorin noch eine Darstellung des geschichtlichen Abrisses und vielfältige historische Hintergründe kund, der Leser erhält dadurch einen Überblick über die Personen und Orte und das Geschehen zum Zeitraum der Romangeschichte und das Leben im Mittelalter. Ich bedanke mich herzlich bei der Autorin für das Buch, beim Luebbe-Verlag für das Manuskript und der Teilnahme an der Lesejury.

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  • Mittelalterroman mit Spannung bis zum Schluss

    Tochter der Elbe

    Gudrun67

    06. October 2014 um 13:41

    Die unverwechselbare "Handschrift" von Ricarda Jordan/Sarah Lark... hat mit Tochter der Elbe wieder mal einen historischen Roman herausgebracht, den ich kaum weglegen konnte. Bereits das anmutige Cover lässt nichts zu wünschen übrig. Die wunderbar verwobene Geschichte von Hilke und Hein spielt in den Jahren 1239 bis 1252 zur Zeit der Allerkindleinsflut an der Elbe und dem Bruderkrieg um den dänischen Thron im rauen Mittelalter. Hilke und Hein müssen sich vielen harten Anforderungen und lebensbedrohenden Aufgaben stellen. Ricarda Jordan gelingt es hier, aufzuzeigen, wie wertvoll Freundschaft ist. Auch konnte ich mir mit diesem spannenden Buch super interessantes Hintergrundwissen der Geschichte anlesen.

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  • Tochter der Elbe

    Tochter der Elbe

    Klusi

    06. October 2014 um 11:54

    Man schreibt das Jahr 1248: Die hübsche Hilke führt ein gut behütetes Leben in Friedrichsdorf, in der Haseldorfer Marsch. Sie ist die Tochter des Dachdeckermeisters und in den Gesellen Jens verliebt. Die beiden jungen Menschen haben sich ein Heiratsversprechen gegeben. Sehr liebevoll kümmert sich Hilke um Hein, ihren Freund seit Kindertagen, der bei ihrem Vater in die Lehre ging und seit einem schweren Unfall gelähmt ist. Als es am 28. Dezember, am Tag der unschuldigen Kinder, zu einer verheerenden Flut kommt, wobei große Teile der Haseldorfer Marsch zerstört werden und es viele Tote zu beklagen gibt, kann Hilke wie durch ein Wunder entkommen und auch Heins Leben retten. Nicht nur Hilke hat auf einen Schlag ihr Heim und ihre Familie verloren, auch viele andere trauern um ihre Angehörigen. Manche der Überlebenden sind verbittert, dass gerade Hein, der Krüppel, überlebt hat, während sie selbst ihre Liebsten nicht retten konnten. In der Gegend gibt es keine Zukunft für Hilke, denn ihr Verlobter Jens ist auf Wanderschaft, und sie soll einen anderen Mann heiraten, den sie nicht liebt. Spontan flieht sie gemeinsam mit Hein. Sie ist fest entschlossen, Jens zu finden. Ahnungslos begeben sich die beiden auf eine beschwerliche und gefahrvolle Reise und landen mitten im Kriegsgebiet, wo sich Erik IV. von Dänemark und sein Bruder Abel erbitterte Gefechte um die Herrschaft liefern. Für Hilke und Hein beginnt eine Zeit der Höhen und Tiefen. In ihrem Leben erfahren sie einerseits Luxus, Glückseligkeit und Anerkennung, aber auch bitteres Elend, Kummer und Mutlosigkeit. Hilke kämpft um ihr Glück und ihre Liebe und wird nicht nur einmal bitter enttäuscht. Die Prüfungen, die das Schicksal für sie bereit hält, sind demütigend und unbarmherzig, aber die junge Frau gibt nicht auf. Ricarda Jordans neuer Roman führt den Leser geradewegs mitten ins 13. Jahrhundert. Grundlage für Hilkes fiktive Geschichte bilden mehrere bedeutende historische Ereignisse. Alles beginnt mit der zerstörerischen Allerkindleinsflut, am 28. Dezember des Jahres 1248. Hier stellen sich die Weichen für das dramatische Schicksal von Hilke und Hein. Wenig später landen die Protagonisten mitten im Brennpunkt des zermürbenden Bruderkriegs zwischen dem Dänenkönig Erik IV. und seinem Bruder Abel. Die realen historischen Vorfälle gewinnen für die schöne Hilke immer mehr an Bedeutung und beeinflussen ihr Leben in hohem Maße. Wie Hilke für ihr Glück kämpft, ist sehr lebendig und glaubhaft beschrieben. Sie ist nicht als untadelige Heldin dargestellt, die immer alles richtig macht, aber gerade ihre Fehler und Irrtümer lassen sie sehr real und lebendig erscheinen. Besonders lag mir auch Heins Schicksal am Herzen. In diesem Roman erfährt man sehr deutlich und ungeschönt, wie rücksichts- und verständnislos zur damaligen Zeit mit Behinderten umgegangen wurde. Das Leben und die Menschen des dreizehnten Jahrhunderts werden in dieser Geschichte sehr anschaulich und gut dargestellt. Es ist ein Roman, der einen packt und mitträgt, der nicht nur gut unterhält, sondern daneben auch jede Menge an geschichtlichen Informationen liefert. Im letzten Viertel überschlagen sich die Ereignisse, und die Story gewinnt gewaltig an Fahrt. Hier ging es mir manchmal fast zu schnell. Aber andererseits konnte ich auch nicht erwarten, den Ausgang des Romans zu erfahren, so dass ich mich gerne von diesem Tempo habe mitreißen lassen. Für mich war es die erste Bekanntschaft mit Ricarda Jordans Romanen, und der Schreibstil sowie das Konzept haben mich überzeugt, so dass ich sicher demnächst nach weiteren historischen Romanen der Autorin Ausschau halten werde. 

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  • Tochter der Elbe

    Tochter der Elbe

    manu62

    04. October 2014 um 20:27

    Klappentext: Friedrichsdorf in der Haseldorfer Marsch, 1248: Die Zukunft der jungen Hilke als Frau eines Handwerkermeisters ist gesichert. Aber dann wird ihr Dorf durch eine Sturmflut verwüstet. Die »Allerkindleinsflut« fordert zahlreiche Leben. Hilke verliert ihre Familie und ihr Zuhause. Und so ergeht es vielen Menschen. Umso größer die Wut und der Hass der Dörfler, dass Hilke ihren Freund aus Kindertagen retten konnte. Denn Hein ist seit einem Unfall gelähmt. Ist die Flut nicht die Strafe Gottes dafür, dass in ihrer Mitte dieser unvollkommene junge Mann lebt? Hilke ist entschlossen, für ihn zu kämpfen - koste es, was es wolle ... • Taschenbuch: 656 Seiten • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2014 (16. September 2014) • Sprache: Deutsch • ISBN-10: 3404169840 • ISBN-13: 978-3404169849 Meine Meinung: Als absoluter Fan von Ricarda Jordan/ Sarah Lark war dieses Buch ein Muss für mich. Und die Geschichte lief auch sehr gut an. Die Protagonistin Hilke und ihr Freund Hein sind mir sofort ans Herz gewachsen, ich habe mit ihnen mitgelitten und konnte an ihrem Glück teilhaben. Das Leben der Beiden ist geprägt von Höhen und Tiefen. Auch ein gewisser Spannungsbogen hielt sich während der gesamten Geschichte. Das Ende war mir dann aber zu voll gepackt mit Ereignissen, die auch noch mit zu vielen Zufällen kombiniert waren. Hier finde ich, dass die Autorin etwas übertrieben hat, wodurch für mich das Gesamtbild des Buches etwas gelitten hat. Nichts desto trotz ist es aber ein kurzweiliger historischer Roman, der mich gut unterhalten hat und ich gebe 4 von 5 Sternen.

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  • Gelebte Geschichte voller sympathischer Charaktere

    Tochter der Elbe

    MikkaG

    04. October 2014 um 15:19

    Die Allerkindleinsflut, die tatsächlich im Jahr 1284 in der Haseldorfer Marsch passiert ist und viele Opfer gefordert hat, ist in diesem Roman der Stein des Anstoßes, der alles ins Rollen bringt - der die Protagonisten zwingt, ihr gewohntes Leben hinter sich zu lassen und in einer unsicheren Zeit durch eine kriegsgebeutelte Welt zu ziehen. Dabei verwebt die Autorin geschickt historisch verbürgte Fakten und Personen mit einer fantasievoll erfundenen Geschichte, und die Mischung wirkt keineswegs verstaubt und veraltet, sondern originell und mitreißend. Und das liegt vor allem an den Charakteren, die glaubhaft und vielschichtig geschildert werden, so dass man über die Jahrhunderte hinweg mit ihnen mitfühlen kann. Im Zentrum der Geschichte steht Hilke, ein einfaches Mädchen, dass nichts Großes vom Leben erwartet hat, aber in der Zeit nach der Katastrophe ihren Mut und ihren Lebenshunger entdeckt. Mit ihrem loyalen Kindheitsfreund Hein, der als kleiner Junge vom Dach gefallen ist und seitdem gelähmt ist, fährt sie auf der Suche nach ihrem Verlobten Jens mit ihrem kleinen Pferdewagen mitten hinein in den damals tobenden Bruderkrieg. Und den beiden steht eine Reise bevor, bei der sie Verlust und Verrat, Krankheit und Tod, aber auch Freundschaft und Liebe kennenlernen werden. Viele neue Freunde kreuzen ihren Weg, aber auch Neider und heimtückische Feinde. Sie erleben unglaubliche Höhen und Tiefen. Mal leben sie luxuriös wie Adlige, mal hausen sie als Bettler auf der Straße... Als Leser lernt man die volle Bandbreite des damaligen Lebens kennen. Viele der Nebencharaktere habe ich sehr ins Herz geschlossen, wie die trotzig entschlossene junge Adlige Adelheid, die nicht vorhat, sich den Zwängen ihrer Zeit zu beugen, oder den jungen Ritter Tore, der es nicht übers Herz bringt, jemanden zu verletzen oder gar zu töten, und deswegen verlacht wird. König Erik lernt man von seiner menschlichen Seite kennen, als guten, ehrlichen Mann, der aber auch schwach und gutgläubig ist. Gerade die weiblichen Charaktere sind nach den Maßstäben der Zeit geradezu skandalös entschlossen, ihr Leben selber in die Hand zu nehmen, und gerade das machte sie für mich interessant und lesenswert - obwohl ich mich schon manchmal fragte, ob sie sich in Wirklichkeit nicht um Kopf und Kragen geredet und gehandelt hätten... Sehr gut fand ich, dass auch Themen wie der Umgang mit Behinderung und Homosexualität ganz nebenher angesprochen werden. Hilkes und Heins Reise hat mich sehr gut unterhalten, und ich fand es meist sehr spannend, mit ihnen mitzufiebern und mich zu fragen, wie sie wohl diese oder jene Schwierigkeit meistern würden. Für meinen Geschmack gab es dabei nur ein paar zu viele glückliche Zufälle - allzu oft wird ein Hindernis nicht durch Mut oder Einfallsreichtum überwunden, sondern nur durch besagte Zufälle, und das hat für mich ein wenig von der Spannung herausgenommen. Besonders im letzten Viertel des Buches ist mir das manchmal unangenehm aufgefallen! Überhaupt war dieses letzte Viertel in meinen Augen der schwächelnde Abschluss eines großartigen Buches. Ein paar Ereignisse darin erschienen mir wenig glaubwürdig, und sie brachten noch einmal Drama in die Geschichte, dass meiner Meinung nach nicht nötig gewesen wäre. Im Laufe der Handlung ist so viel passiert, da hätte am Schluss nicht noch einmal nachgelegt werden müssen! Manche Handlungsstränge wurden auf den letzten Seiten dann noch schnell mit einem gefälligen Ende abgeschlossen, das kam mir einfach ein wenig zu glatt und plötzlich vor. Aber unterm Strich ist es immer noch ein Buch, das ich bedenkenlos weiterempfehlen würde. Der Schreibstil liest sich wunderbar und schafft es, weder zu modern noch zu altmodisch zu wirken; das ist bei historischen Büchern für mich immer sehr wichtig. Zu modern, dann passt es nicht mehr glaubhaft zur Zeit, in der das Buch spielt- zu altertümlich, dann liest es sich für den modernen Leser nicht mehr flüssig. Die Autorin geizt nicht mit bildreichen Beschreibungen, die einem helfen, die damalige Welt vor sich zu sehen, man erfährt viel über die Lebensumstände der Menschen, das Leben an Minnehöfen, die Kriegsführung um 13. Jahrhundert... Und dabei liest sich das Buch nie wie ein trockenes Geschichtsbuch, denn im Zentrum stehen immer die lebendigen, bunten Charakter, die mir so echt erschienen. Es gibt ein paar Liebesgeschichten in "Tochter der Elbe", obwohl damals Hochzeiten ja nicht unbedingt eine Frage der Liebe waren, sondern eher eine Frage der Vernunft - Hochzeiten brachten neues Land oder politische Macht, besiegelten Bündnisse oder befriedeten alte Fehden, schweißten Familien zusammen... Und dennoch gewinnt man hier einen Eindruck davon, wie die Menschen möglicherweise doch einen Weg gefunden haben könnten, die romantische Liebe zu leben, wenn auch nicht immer offen. Gerade Hilke erschien mir dabei jedoch ein wenig wankelmütig, und das Ende hat mich im romantischen Sinne nicht völlig überzeugt.... Aber das werden viele Leser sicher ganz anders sehen! Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen, und da fanden viele das Ende in dieser Hinsicht perfekt. Fazit: Ein Roman voller gelebter Geschichte: die Reise zweier junger Menschen, die im 13. Jahrhundert nach einer Katastrophe notgedrungen in die Welt hinausziehen und dabei den Krieg miterleben, den König selbst kennenlernen und mal in unerhörtem Luxus leben, mal im Schmutz der Gosse landen... Die Autorin hat tausend Einfälle, die die Geschichte zu einem bunten Lesevergnügen machen, das trotz eines etwas schwächelnden Endes auf jeden Fall lohnenswert ist.

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  • Auf und Ab des Lebens

    Tochter der Elbe

    buecherwurm1310

    04. October 2014 um 14:10

    Hilke wächst als Tochter eines Handwerkers in Friedrichsdorf auf. Dann wird ihr Dorf durch die »Allerkindleinsflut« zerstört und viele Menschen sterben. Hilke kann sich mit dem ehemaligen Lehrling ihres Vaters Hein, der nach einem Unfall gelähmt ist, auf die Burg von Herrn Friedrich retten. Die Dorfbewohner, die sich dorthin gerettet haben, sind außer sich, dass sich der behinderte Hein retten konnte, während ihre Angehörigen ertranken. Da Hilkes Eltern ebenfalls bei der Flut starben, will Herr Friedrich sie mit einem reichen Bauerssohn Henrik verheiraten. Sie aber ist Jens, der auf Walz ist, versprochen. Hilke und Hein flüchten von der Burg und wollen Jens suchen. Aber sie geraten in einen Krieg und ab dem Zeitpunkt ist ihr Leben ein Auf und Ab. Aber egal was geschieht, Hilke hält treu zu ihrem Freund Hein. Der Roman lässt sich sehr flüssig lesen. Es geschieht so viel in dieser bewegenden Geschichte, dass man durch die Ereignisse mitgerissen wird. Das Leben der Handwerker wird genauso gut beschrieben wie das Leben am Hofe der Königin Jutta, so dass man sich ein gutes Bild der Zeit machen kann. Es gibt Minne und Ritterkämpfe. Daneben gibt es aber auch Menschen, die kaum das Nötigste zum Überleben haben. Wir lernen die Selbstherrlichkeit des Pfarrers kennen, der die Flut als Strafe Gottes sieht und der kein Mitleid mit einem Behinderten hat. Als Hilke verheiratet werden soll, weil sie als junge Frau ja nicht alleine entscheiden und leben kann, ergreift sie die Flucht. Sie glaubt an Liebe und Treue, ist oft aber auch unglaublich naiv. Hilke hat das Herz auf dem rechten Fleck und  ist eine treue Seele, muss aber einige Umwege machen, bis sie erkennt, wohin sie gehört. Egal wie schlecht es ihr geht, sie nimmt ihr Schicksal an und kämpft. Durch seine Mutter hat Hein Kenntnis, wie man Menschen bei Krankheiten helfen kann. Dadurch kann er sich eine gewisse Akzeptanz erarbeiten. Hein lernt, dass ein Krüppel zwar nicht kämpfen kann, dass er aber durchaus in der Lage ist, sich zur Wehr zu setzen. Das macht ihm Tore von Lyngby klar, der anders ist als andere Ritter und deshalb einiges zu erdulden hat. Arne ist ein brutaler Mensch, der sein Fähnchen nach dem Wind dreht, immer auf seinen eigenen Vorteil bedacht und verrät dann auch die, die ihm vertrauen. Jens liebt Hilke, aber er ist recht besitzergreifend und Hein ist ihm ein Dorn im Auge. Adelheid, die Tochter von Herrn Friedrich, ist eine eigenwillige und selbstbewusste junge Frau. Ihre herzerfrischende Art hat mir gut gefallen. Ohne Standesdünkel hilft sie Hilke und Hein. Aber auch die anderen Charaktere sind gut gezeichnet, so dass man mit ihnen fühlen oder auch eine heftige Abneigung gegen sie haben kann. Viele unverhoffte Wendungen geben der Geschichte Spannung. Allerdings häufen sich am Ende auch die Zufälle, die dafür sorgen, dass Hilke ein gutes Leben führen kann. Ein unterhaltsamer historischer Roman.

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