Ricardo Cie Schokolade und Sahne

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Inhaltsangabe zu „Schokolade und Sahne“ von Ricardo Cie

Als im Hafen der großen Stadt ein Schiff mit Menschen aus aller Welt anlegt, läuft Martin neugierig an den Kai. Dort trifft er Upendo, der so ganz anders aussieht als er selbst: Upendo hat so dunkle Haut, dass Martin sofort an Schokolade denkt und herzhaft in Upendos Arm beißt, um zu „probieren“ und damit seine Vermutung zu bestätigen. Upendo findet das überhaupt nicht lustig, denkt aber seinerseits, dass Martin so weiß wie Sahne ist und beißt ebenfalls zu, um zu probieren. Das wiederum gefällt Martin überhaupt nicht. Beide Jungs erkennen schnell, dass sie sich ähnlicher sind, als sie zunächst dachten: Ein Biss in den Arm tut immer weh – egal, ob man dunkle oder helle Haut hat – und die Hautfarbe hat sowieso gar nichts mit Schokolade oder Sahne zu tun.

Eine wunderbare sehr aktuelle Freundschaftsgeschichte bzw. der Beginn einer Freundschaft noch ganz vielmehr

— Kinderbuchkiste

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  • Eine wunderbare sehr aktuelle Freundschaftsgeschichtedie mit zwei Bissen beginnt

    Schokolade und Sahne

    Kinderbuchkiste

    24. June 2017 um 00:10

    Eine wunderbare sehr aktuelle Freundschaftsgeschichteund noch ganz vielmehrDiese Geschichte passt in unsere heutige Zeit. Aber ist es nicht eigentlich traurig, dass wir Geschichten über Freundschaften lesen müssen um zu erkennen, dass man Fremde, anders aussehende Menschen nicht als Feinde betrachten muss?"Schokolade und Sahne"erzählt die Geschichte einer Freundschaft, die auch gut und gern hätte anders ausgehen können. Denn wer schließt schon Freundschaft mit einem der einen beißt?Das vermutlich gelingt nur Kindern,Wie stark unsere Kinder doch sind im Vergleich zu uns Erwachsenen.Ricardo Cie gelingt es mit wenigen, dafür ausdrucksstarken Worten eine Geschichte zu erzählen, die uns zeigt wie einfach es ist freundlich zu sein, Freunde zu finden wenn man offen dem anderen gegenüber ist.mEy Bilder illustrieren dies Botschaft ideal. Sie vermitteln die Gefühle von Distanz, Zurückhaltung, auf einander zu gehen, Schüchternheit, Unverständnis, Verlegenheit und Freunde so unglaublich gut, dass man sie staunend betrachtet, sich in den Gesichtern, in den Figuren mit ihrer ausdrucksstarken Mimik und Gestik, verliert.Wunderschöne Farben vermitteln gleich beim ersten Betrachten eine einladende Stimmung, lassen ein wenig träumen. Ein ungewöhnlicher Blick auf einen Anlegeplatz am Hafen ein großes Schiff das auf die Mole zu fährt. Das türkise Wasser in Kombination zu rot-orangenen Tönen der Schiffe und Hafenanlage ist wunderbar.Dazu auf den folgenden Seiten die Verbindung von mexikanisch aussehenden, fremdländisch wirkenden Personen die auf europäisch aussehende Leute treffen. Der mexikanische Illustrationsstil mit seinen unglaublich ausdrucksstarken markanten Köpfen und den wunderbaren kräftigen, satten, klaren Farben verzaubert und beeindruckt gleichermaßen.*Martin, ein kleiner Junge mit rot blondem Lockenkopf und Sommersprossen, sein Kopf übergroß der Körper klein und schmal, An der Leine führt er einen Hund der fast noch kleiner wirkt wie eine Maus und gerade durch die Winzigkeit schon wieder groß wirkt.Als Martin erfährt das am Hafen ein Schiff anlegt auf dem die unterschiedlichsten Menschen aus der ganzen Welt ankommen läuft er zum Anleger.Die Menschen haben nussbraune Gesichts-Hautfarbe, schwarze Haare, die Frauen tragen lange bunte Kleider und goldenen Schmuck.Sie sehen freundlich aber auch etwas traurig, skeptisch aus.Mitten in dieser Menge entdeckt Martin einen kleinen Jungen etwa in seinem Alter. Er hat einen kleinen Vogelkäfig in der Hand in dem ein lustiges Vögelein neugierig herausguckt.Neugierig gucken sie sich an. Martin etwas verlegen mit roten Wangen. Upendo, so heißt der andere Junge, lächelt ihm fröhlich und offen zu.Martin hat noch nie zuvor jemanden gesehen mit solch einer Hautfarbe. Wer so braun ist muss aus Schokolade sein denkt er und schwubs probiert er .Upendo ist traurig und vermutlich auch böse schließlich tut es weh wenn man gebissen wird. Doch er hat noch das Bild von Martin , direkt vor sich,  im Kopf und denkt sich, wer so weiß ist muss aus Sahne sein, beugt sich zu Martin und probiert ebenfalls.Jetzt guckt Martin traurig, denn auch ihm tat der Biss weh.Beschämt senken sie ihren Kopf, traurig und neugierig zugleich treffen sich ihre Blicke ganz vorsichtig und sie stellen fest, dass sie sich doch eigentlich ziemlich ähnlich sind.Auch Martins Hund, der sich von der Leine befreit hat und Upendos Vogel ,der aus dem Käfig gehüpft ist nähern sich an. Der Vogel macht "Wau!" der Hund "Piep!" die beiden Jungen halten immer noch ihre Köpfe gesenkt doch plötzlich fangen beide gleichzeitig an zu lachen.Sie lachen so glücklich dass sich lauter bunte Sternchen um sie herumgesellen.*Was für ein schönes SchlussbildIch habe mich in dieses Buch wirklich verliebt.Irgendwie haben die mexikanischen Illustrationen und Darstellungsformen auf mich einen ganz besonderen Reiz. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie ich über Jahre hinweg regelmäßig in Münster an einer Galerie vorbei gegangen bin, die mexikanische kleine Figurengruppen ausstellte. Figuren, die genauso aussahen wie die in diesen Illustrationen. Zu gern hätte ich eines dieser Kunstwerke gekauft doch immer wenn ich vor dem Laden war, war er zu. Öffnungszeiten fehl am Platz.Mit der Zeit habe ich es vergessen. Jetzt wo ich dieses Buch sah, Jahre später, erinnere ich mich daran.Vielleicht sollte ich wieder einmal vorbei schauen.*Jetzt habe ich hier dieses Buch, das in besonderer Weise zu mir spricht. Mit einer wunderbaren leisen und dennoch ausdrucksstarken Geschichte, die vor allem über die Illustrationen transportiert wird.Mir stellt sich die Frage,"wie kommt dieses Buch bei den Kindern an?""Verstehen sie die Geschichte?"*Gleich am nächsten Tag kamen unsere Kita Lesekinder und wir lasen gemeinsam die Geschichte.Kinder zwischen 3 und 5 Jahren.Sie waren genauso fasziniert von den Illustrationen und folgten der Geschichte aufmerksam.Einzig das Bild in dem der Biss von Martin illustriert wird konnten sie zunächst nicht so recht deuten.Ein Mädchen sagt:" ist der blöd, der kann doch den Jungen nicht beißen. Der muss doch wissen das es keine Menschen aus Schokolade gibt."Ein 3 Jähriger sagt darauf:" Probieren kann man doch mal, sonst weiß man es ja nicht."Schon erstaunlich was 3 Jährige äußern können.Ein Junge meinte es wäre doch schön wenn man noch etwas weiter gucken könnte was die beiden noch so zusammen machen. Das Ende wäre etwas kurz.Damit meinte er,kurz im Sinne von es war so schön und soll jetzt noch nicht zu Ende sein.*Nach der Lesung haben wir in anderen Büchern noch etwas über Mexiko angeschaut und gelesen.Die Kinder saugen alles sehr auf, was mit anderen Ländern und Kulturen zu tun hat.Dabei entdeckten die Kinder einen ganz bunten VW Käfer von dem sie sehr fasziniert waren.Die traditionelle Huichol-Kunst bei der winzig kleine bunte Perlen und Fäden etc. auf einen mit Bienenwachs vorbereiteten Untergrund, eine Figur oder Brett etc. kunstvoll aufgetragen werden.*Für die Pädagogische Arbeit:Wie wäre es dieses Buch nicht nur zum Thema Freundschaft und Gefühle ein zu setzten sondern einmal auf der künstlerischen Ebene zu agieren.Infos zu der traditionellen Huichol-Kunst findet man im Netzt reichlich.Wir werden es in unser Sommerferien einbauen!*

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