Ricardo Coler Das Paradies ist weiblich

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Inhaltsangabe zu „Das Paradies ist weiblich“ von Ricardo Coler

Im Reich der Frauen Monatelang lebte der Journalist Ricardo Coler im Süden Chinas unter den Mosuo, einem der letzten Matriarchate dieser Welt. Er wollte mit eigenen Augen sehen, wie eine Gesellschaft funktioniert, in der die Frauen das Sagen haben und über das Vermögen der Sippe verfügen. Eine Gesellschaft, in der Mann und Frau nie als Paar zusammenleben, gemeinsamen Besitz erwirtschaften und eine Familie gründen. Eine Gesellschaft, in der Kinder nicht wissen, was ein Vater ist, und dennoch glücklich und behütet aufwachsen. Ein faszinierender, farbenfroher Bericht aus einer Welt, der unsere Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit auf den Kopf stellt. „Ein absolut mitreißender Bericht.“ Elle Mit Autorität und Charme bestimmen bei den Mosuo die Frauen, wo es langgeht: Sie arbeiten und tragen Verantwortung, sie stellen die Regeln für die Gemeinschaft auf, sie werden zum Oberhaupt der Großfamilie ernannt. Jeden Abend versammeln sich die Mosuo an den Ufern des Lugo-Sees zu einem Tanz, bei dem die Frau entscheidet, welcher Mann sie gegen Mitternacht aufsuchen darf. Nie leben Männer und Frauen hier als Paar zusammen, und da zur Familie nur zählt, wer blutsverwandt ist, wissen die Kinder nicht, was ein Vater ist. In einer "Besuchsehe", wie die Mosuo eine Liebesbeziehung nennen, sind Eifersucht, sozialer Druck und Enttäuschungen unbekannt. Dieses Buch entführt seine Leser in die wunderbare Welt einer Gemeinschaft, die eine überraschend konfliktfreie Ordnung gefunden hat.

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    Das Paradies ist weiblich

    Tasmetu

    25. September 2015 um 21:31

    Ich fand das Buch außerordentlich interessant. Im Studium hatte ich bereits über Matriarchate gehört, aber ich hatte noch nie einen persönlichen Bericht gelesen. Leider ist das Buch etwas kurz geraten und geht nur bedingt in die Tiefe. Man erfährt viel und hat das Gefühl, dabei zu sein, aber man hat eher das Gefühl als wäre der Autor eine Woche dort und nicht mehrere Monate. Was ich von seinen Beschreibungen halten soll, weiß ich bis jetzt noch nicht. Die Männer wirken irgendwie faul und die Frauen machen die ganze Arbeit. Ist es denn wirklich eine Frauenherrschaft, wenn die Frauen fast alle Aufgaben alleine machen während die Männer in der Sonne chillen? Und sind die Männer wirklich so, wie der Autor sie beschreibt? Die Denkweisen der Frauen und das System innerhalb der Gesellschaft sind jedoch äußerst interessant und es war schön zu lesen, dass es eben auch anders geht wie in den meisten anderen Gesellschaften. Aber ich persönlich halte beide Systeme für nicht geeignet, aber das nur am Rande. Was mich wirklich interessiert hätte wäre ein solcher Bericht aus der Sicht einer („westlichen“) Frau. Das wäre mindestens genauso spannend gewesen. Mehr hier: http://tasmetu.de/2015/09/das-paradies-ist-weiblich-rezension/

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  • Rezension zu "Das Paradies ist weiblich" von Ricardo Coler

    Das Paradies ist weiblich

    lesemaus

    27. June 2012 um 18:31

    Mal eine ganz andere Sicht von Liebe, Beziehung, Partnerschaft und einfach loslassen von all den Dingen, die uns Ketten anlegen. Faszinierend!!

  • Rezension zu "Das Paradies ist weiblich" von Ricardo Coler

    Das Paradies ist weiblich

    MissKoffein

    18. August 2010 um 12:31

    Ein Versuch eines Mannes hinter das Gesellschaftssystem der Mosuo, einem der letzten Matriachate der Welt. Leider bleibt dieser Versuch sehr oberflächlich, Autor Ricardo Coler beschreibt den Alltag eher, als dass er versucht dahinter zu blicken. Schade.

  • Rezension zu "Das Paradies ist weiblich" von Ricardo Coler

    Das Paradies ist weiblich

    muprl

    24. June 2009 um 14:58

    Von diesem Buch habe ich mir deutlich mehr versprochen! Es ist leider lediglich eine eine kräftig aufgeblasene Reportage. Ein Artikel im "Spiegel" wäre kürzer und damit effektiver gewesen, hätte dabei aber alle interessanten Aspekte des Buches problemlos zum Ausdruck gebracht. Der Autor ist Journalist und beschäftigt sich mit alternativen Gesellschaftsmodellen. Er reist zu den Mosuo nach Südchina, die eine der wenigen Kulturen, die noch im Matriarchat leben, wo also die Frauen das Sagen haben. Er wohnt dort für einige Zeit bei einer Familie und bemüht sich um Kontakt zu den Mosuo. Die Schilderung der Lebensverhältnisse und vor allen Dingen das Funktionieren einer vor allem in Liebesdingen und Arbeitsaufteilung völlig anderen Kultur als der westlich patriarchalen, ist interessant und auch lehrreich. Die Ansichten über Eifersucht und Besitzdenken der Mosuo geben zu denken. Leider könnten diese Passagen auf wenigen Seiten zusammengefasst werden und der Rest des Buches bestaht in relativ langweilig geschilderten Versuchen des Autors, näher an das Private und die Gefühle der Mosou heranzukommen. Das gelingt ihm nicht, und so sind diese Passagen leider "für den...". Der Einblick in die Welt des Matriarchats bleibt damit leider sehr oberflächlich.

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