Rich Cohen

 3,9 Sterne bei 15 Bewertungen

Lebenslauf von Rich Cohen

Rich Cohen schreibt als Redakteur für Vanity Fair und den Rolling Stone. Seine Texte erscheinen außerdem in allen großen Magazinen und Zeitungen wie dem New Yorker und der New York Times. Als „Rolling Stone“-Reporter ging Rich Cohen erstmals 1994 mit den Stones auf Tournee. Der Autor mehrerer preisgekrönter US-Bestseller arbeitete zuletzt mit Mick Jagger und Martin Scorsese am Script für „Vinyl“ - einer HBO-Serie über die Exzesse der Musikbranche, deren Boomjahre wohl nicht zufällig mit dem Aufstieg der Rolling Stones zusammenfallen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Rich Cohen

Cover des Buches DIE SONNE, DER MOND & DIE ROLLING STONES (ISBN: 9783442716050)

DIE SONNE, DER MOND & DIE ROLLING STONES

 (7)
Erschienen am 09.01.2018
Cover des Buches Sweet and Low (ISBN: 9783596173419)

Sweet and Low

 (3)
Erschienen am 12.04.2011
Cover des Buches Lake Shore Drive (ISBN: 9783100102218)

Lake Shore Drive

 (2)
Erschienen am 01.02.2003
Cover des Buches Israel Is Real (ISBN: 9780312429768)

Israel Is Real

 (0)
Erschienen am 22.06.2010
Cover des Buches The Avengers (ISBN: 9780099289494)

The Avengers

 (0)
Erschienen am 04.10.2001

Neue Rezensionen zu Rich Cohen

Cover des Buches DIE SONNE, DER MOND & DIE ROLLING STONES (ISBN: 9783442716050)MissRose1989s avatar

Rezension zu "DIE SONNE, DER MOND & DIE ROLLING STONES" von Rich Cohen

Leider zu viel versprochen...
MissRose1989vor 2 Monaten

Das Cover zeigt die berühmte Zunge, bei der man gleich an die Rolling Stones denkt, ein Symbol der Band, das sicher vielen Leuten ein Begriff sein sollte. Sonst ist das Cover eher schlicht gehalten, was aber auch schön aussieht. 

An dieser Stelle sei gesagt, niemand soll sich irritieren lassen, weil das Cover des E-Books sieht komplett anders aus. 

In den Buch geht es vor allem um die Band in den Anfängen bis in die 80er Jahre hinein, auch wenn das Cover etwas anderes vermittelt, weil das Logo der Band ist eher aus den 90er, also sich davon bitte nicht irritieren lassen.

Eigentlich würde mal ausgehend vom Klappentext einen wirklichen Insiderblick erwarten, aber der ist eher rar gesät. Natürlich kann man viele bekannte Geschichten nicht komplett aussen vor lassen, aber irgendwie wirkt das alles schon ein bisschen sehr lieblos zusammengestellt. Auch so wirklich nah dran ist der Autor nicht gewesen, was schade ist, denn eine Tour, die man begleiten darf, trägt immer eine gewisse Art von Tourgeheimnissen oder auch Traditionen mit sich, aber auch die kommen sehr kurz. 

Der Schreibstil von Rich Cohen ist sehr angenehm zu lesen, er hat viel Wissen über die Band, das merkt man auch immer wieder, aber man hat den Eindruck, seinen eigenen Erlebnisse und Momente mit der Band reichen einfach nicht für das Buch, weswegen er dann auch noch recht bekannte Geschichte und andere Fakten rund um die Band mit in das Buch gepackt hat. Sicher interessant für alle, die sich noch nicht mit der Band auseinander gesetzt haben, aber für echte Fans gibt es dann wenig neues zu entdecken, was sich dann so ein bisschen mit der Buchbeschreibung widerspricht. 

Leider muss man auch sagen, dass einige Fakten nicht wirklich genau recherchiert sind, so finden wirklich Fans schnell einige falsche Daten rund um die Band, was in einem Buch über die Band von einem echten Journalisten nicht passieren darf. 


Fazit: 

Rich Cohen hat an sich in seinem Klappentext viel versprochen, aber leider kann er nicht viel davon halten, viele Geschichten, die in dem Buch niedergeschrieben sind, sind aber bekannt und man kann nicht wirklich einen grossen Blick eines Insiders erhaschen, was aber schon im Klappentext versprochen wird. 

Das Buch ist ganz nett zu lesen und sicher für Menschen gut, die sich mit den Rolling Stones noch nicht so wirklich beschäftigt haben, aber für wirkliche Fans ist es leider nur eine Erzählung alter Geschichten im neuen Gewand, zwar gibt es ein paar kleine neue Details, aber wirklich eine grosse Überraschung ist das Buch nicht, aber sehr nett zu lesen. 


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Cover des Buches DIE SONNE, DER MOND & DIE ROLLING STONES (ISBN: 9783442716050)Morgenschneckes avatar

Rezension zu "DIE SONNE, DER MOND & DIE ROLLING STONES" von Rich Cohen

Ein Vergügen
Morgenschneckevor 3 Jahren

Rich Cohen dokumentiert in „Die Sonne, der Mond & die Rolling Stones“ chronologisch die Geschichte der Band.

Der 1968 geborene Cohen erzählt begeisternd über die Anfänge der „größten Rockband der Welt“, aber auch über ihre Zeit in den 90ern. Als er 1994 für den „Rolling Stone“ schrieb, konnte Cohen die Band auf ihren US-Touren begleiten.
Seine lockere Erzählart und sein Insiderwissen, gepaart mit Fan-Liebe, machen das Buch zu einem Vergnügen. Besonders die autobiographischen Passagen, die Erlebnisberichte aus seiner Zeit mit Jagger & Co. bereiteten mir großen Spaß. Wann hat man schon mal die Gelegenheit Erzählungen aus der Rockwelt quasi aus erster Hand zu bekommen.
Für 2019 haben die Rolling Stones eine US-Tour angekündigt.
Fast 58 Jahre, nachdem sich Jagger und Richards auf dem Bahnsteig eines Londoner Vorortes getroffen haben, sind die Rolling Stones noch immer am Leben, noch immer bereit zu rocken.

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Cover des Buches DIE SONNE, DER MOND & DIE ROLLING STONES (ISBN: 9783442716050)thursdaynexts avatar

Rezension zu "DIE SONNE, DER MOND & DIE ROLLING STONES" von Rich Cohen

Die Sonne, der Mond und die Rolling Stones – It’s NOT only Rock ’n Roll but I like it
thursdaynextvor 3 Jahren

Ladies and Gentlemen, The Rolling Stones

Böse Schreiberlinge nannten die Stones vor etlichen Jahren – Jagger und Richards waren da gerade mal 51 – die „Strolling Bones„. Sie waren not amused. Keith Richards nölte, dass die Band an einem durchschnittlichen Abend immer noch ne „verdammt gute Band“ wäre, an einigen sogar die „beste Band der Welt“.

Man kann von ihnen halten was man will, wenn man den Blues liebt, kommt man um die Typen nicht rum, genauso wie um den Rolling Stone, einst DAS Musikmagazin für Liebhaber lärmiger Töne. Autor Rich Cohen wurde vom RS in den 90ern gesandt um die „Schtones“, wie sie hier im Schwabenland liebevoll genannt werden auf ihrer US Tour zu begleiten. Über die Jahre hinweg ergab sich so, die „beste Stones Bio seit langem“ (O-Ton Klappentext und ausnahmsweise komplett zutreffend).

Cohen kann verdammt gut schreiben und erzählt seine zusammengetragenen Fakten rund um das Stones – Universum super interessant und begnadet flüssig, obwohl er gerne ein wenig abschweift, aber gerade dieses macht die Bio so reizvoll. Sie ist ein Pageturner der sich nur so wegliest und rockt, so dass unbeteiligte Nichtleser, die sich im Umkreis des Lesers aufhalten damit rechnen müssen, mit Buchinterna belästigt zu werden. Cohen mag die Band, bleibt aber meist distanziert kritisch. Nur bei Keef (Nickname etlicher Fans für Keith Richards) – für mich absolut nachvollziehbar – macht er da ab und an Ausnahmen, diese allerdings durchaus reflektiert. So entspringt der Titel dieser Band – Biographie einer Frage von Richards an ihn, als er 94 mit auf Tour durfte:

"Ich frage dich. Ich weiß es nämlich nicht. Was ist das für ein Gefühl, in einer Welt aufzuwachsen, in der es die Stones schon immer gab?

Die Sonne, der Mond und die Rolling Stones – damit bist du doch aufgewachsen?"


Mir geht es, wie Keith Richards es schildert. Die Stones waren immer da, seit ich auf der Welt bin. Ihre Musik begleitete mich und die alten Songs brennen manchmal noch immer. Auch die Faszination, die von dieser Bluestruppe ausgeht ist nach wie vor vorhanden. Wie Rich Cohen es beschreibt, sie haben Charisma und er behauptete dieses würde sich geradewegs aus ihren Exzessen speisen.

"Sie hatten zu viel gezecht, zuwenig geschlafen, hatten bereits schlappe Hirnlappen und knorrige Finger – aber bei Gott: Sie konnten spielen. Sie waren die letzten einer Generation großer Rockstars, die inzwischen ebenso vom Aussterben bedroht ist, wie der Schneeleopard."

Er nennt sie „Relikte eine Ära“, in der Musik wichtiger und bedeutsamer, ja weltrettend war. Klar er ist ein Nerd, aber einst war ich, was Musikhören und besonders das Erleben betrifft, genauso nerdig, wie viele aus Cohens und meiner Generation. Musik hatte früher zu Zeiten von LPs und meinetwegen auch CDs einen anderen Stellenwert als heute für die Kids.

Cohen recheriert akribisch, – im reichhaltigen Anhang gut zu erkennen – er analysiert die feinen und weniger feinen Seiten der Bandmitglieder, erzählt ihre Geschichte und Entwicklung von Beginn bis heute mit immensem Fach- und Hintergrundwissen. Wer bisher keine Stones Interna kannte ist mit diesem Buch bestens bedient und Fans der Zeit und/oder der Band kommen um Cohens Werk nicht herum, weil er die wichtigen Fragen stellt und sie fast immer auch beantwortet. Interessant ist für ihn Musikgeschichte, Entwicklung und ja, auch ein wenig Philosophie. Cohens und die Geschichte der Stones sind in diesem Buch miteinander auf unaufdringliche und seinerseits sympathisch bescheidene Weise verwoben. Er glorifiziert nicht, arbeitet jedoch den verdienten Nimbus und die Rolle der Stones für die Musik und den Raum, den Musik damals im Vergleich zu heute einnahm, sauber heraus. Auch im Hinblick auf die Veränderungen und die gesellschaftliche Entwicklung von den 50ern bis heute, die von etlichen Bands und Künstlern angestoßen oder zumindest supported wurde. Dabei trauert er den alten Zeiten nicht nach, versucht aber zu verstehen und ja, ein wenig Mitleid mit den heutigen Kids kann er sich nicht verkneifen. Mir geht es genauso. Die fortschreitende Kommerzialisierung ist ein seelenloses Drecksgeschäft, das der Musik viel von ihrem Zauber nehmen kann. Kann, nicht zwingend muss. Cohen beschreibt diesen Zauber, beleuchtet das Mysterium und belässt ihm seine Würde.

So bleibt mir ein Buch voll mit Klebezetteln zu Ideen, Anekdötchen, Aussagen, Tipps zu weiterführender Lektüre und Zitaten. Eine Hommage an den Rock ’n Roll und dessen Wurzeln und Stars, angefangen bei Robert Johnson. Ein Buch für Liebhaber, Fans voller Reminiszenzen an die Großen des Genres. Die Ursprünge der Musik der Stones, die Faszination, die sie als junge Männer gepackt hatte, als sie den Aufnahmen alter Blueser und Jazzer lauschten.

Noch gibt es die Stones und die Faszination ist noch immer existent. Mit Rich Cohen kommt man ihr auf die Spur und weiß sie zu würdigen. Die Stones, jene lebenden Dinosaurier des Rocks, die es nicht nötig haben in Würde zu altern, sondern das tun können, worauf sie Bock haben. Vielleicht ist das die ewige Faszination des Rock.

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