Richard Béliveau , Denis Gingras Der Tod

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Inhaltsangabe zu „Der Tod“ von Richard Béliveau

Was ist der Tod? Richard Béliveau und Denis Gingras gehen in diesem Buch dem letzten Geheimnis des Lebens mit Methoden der Wissenschaft auf den Grund. Wenn es uns gelingt, den Tod zu verstehen und als unvermeidbar zu akzeptieren, werden wir weniger Angst und Furcht spüren und ihn als Quelle unseres Daseins begreifen. Eine faszinierende Liebeserklärung an das Leben.

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  • Rezension zu "Der Tod" von Richard Béliveau

    Der Tod
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    03. December 2012 um 14:23

    Eine „Biographie“ des Todes aus medizinischer Sicht Der Tod ist, auch im wörtlichen Sinne, eine „letzte Grenze“ und untrennbar mit dem Leben verbunden. Sich diesem Geschehen (nicht nur) auf wissenschaftlicher Basis zu näher, dass ist das Ansinnen der beiden französischen Mediziner mit dem Schwerpunkt der Krebsbehandlung. Wobei, vorweg gesagt, vor allem verschiedene Formen, zu Tode zu kommen, einen breiten Raum im Buch einnehmen (Der langsame Tod, Tod durch Vergiften, Tod durch Blitzschlag, Gewaltsame Todesarten u.a.). Dennoch erhält der Leser durchaus auch einen profunden, grundsätzlichen Einblick in das Geschehen des Sterben und des Todes an sich, bis dahin, die „post mortem“ Vorgänge ebenfalls eingehend zu beschreiben. Mitsamt einiger humoriger Sentenzen zum „totlachen“. Und das in einer Welt der deutlich erweiterten Lebenserwartung und im Blick auf Wesen, deren Leben sich nicht nur auf die Erfüllung grundlegender, biologischer Funktionen reduziert, sondern die mit der Fähigkeit versehen sind, über sich hinaus zu denken. Ein Gesamtkonstrukt, welches die Unausweichlichkeit des Todes nur schwer zu akzeptieren vermag. Gerade aber zum Leben soll es dienen, den Tod zu integrieren und zu akzeptieren, Dies ist eines der nachhaltigen Ergebnisse der Lektüre des Buches, dass der Tod in den Blick rückt und untrennbar mit dem Leben und seinen vielfältigen Möglichkeiten verknüpft wird. So kann er, in den Augen der Autoren, durchaus als „Quelle des Dasein“ begriffen werden. Eine Quelle des Lebens, die vor allem eines beinhaltet: Eine spannungsgeladene Dialektik. Der Tod ist einerseits banal und gewöhnlich (etwa 100 Milliarden Menschen sind seit Entstehen des Homo Sapiens gestorben) und andererseits in jedem Einzelfall ein tragisches Ereignis, weil er ein einzigartiges Leben beendet hat. Und eine massive Prüfung, der sich jeder einzelne individuell zu stellen haben wird. In dieser spannungsvollen Existenzweise zwischen Tod und Leben gelingt es den Autoren nicht unbedingt, den Tod für den Leser nach der Lektüre zu einem „freudigen Ereignis“ werden zu lassen. Wohl aber verweisen die Autoren nachhaltig und fundiert auf die „andere Seite der Medaille“. Indem der Tod in solch ruhiger und sachlicher Weise betrachtet wird, wird vor allem deutlich, wie zerbrechlich das Leben ist, wie schnell der Tod im Raume stehen kann, ja, sogar auch, wie evolutionär sinnvoll und logisch der Todes letztlich ist. All dies verweist den Leser immer wieder an und auf das Leben. Und regt an zur Reflektion über das „dahin gleiten“ der Tage, die häufig im Raum stehende Klage über so Manches und Manchen, über das „Vertun von Lebenszeit“. Eine Reflektion, die immer wieder (nicht in jedem Kapitel, aber durchaus als „roter Faden) den Leser darauf verweist, das kein Atemzug selbstverständlich ist und wir angehalten sind, jeden „Augenblick dieses kostbaren Lebens mehr zu genießen“, statt ihn in alltäglicher Selbstverständlichkeit verstreichen zu lassen. Neben dieser roten Linie, das Leben (noch) mehr schätzen zu lernen, enthält das Buch eine Vielzahl medizinischer Grundlagen, zeigt die biologischen, aber auch die gedanklichen Prozesse auf, deren letztlich einzig logisches Ende der Tod ist. Mikroben, Krankheiten, Altern der Zellen. So bedient das Buch zwei mögliche Leserinteressen. Zum einen informiert es über die „faktischen“ Elemente des Todes, zum andern bietet es philosophischen Überlegungen zu einer Steigerung der „Liebe zum Leben“. „Die Menschen leben, als müssten sie niemals sterben und sterben, als hätten Sie nie gelebt“. Dieses Zitat vom Dalai Lama im Buch fasst in guter Weise zusammen, in welche Richtung die Autoren den Leser bewegen möchten. Zu mehr Genuss. Zu weniger Angst vor dem Tod und zu einem „Mehr“ an Leben vor dem Tod. Ein „Allheilmittel“ gegen „Todesangst“ ist dieses Buch nicht, durchaus aber eine intensive Lektüre, die dem Tod nicht das Endgültige, wohl aber die ein oder andere Panik nehmen könnte. Im Wissen darum, dass nicht der Tod so „unverstehbar“ ist, sondern dass es viel eher einem unfassbaren Wunder gleicht, dass Menschen überhaupt ein Leben erhalten. Was die Verhältnisse zwischen Tod und Leben durchaus in einem anderen Licht erscheinen lässt.

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