Die Möwe Jonathan

von Richard Bach 
4,2 Sterne bei188 Bewertungen
Die Möwe Jonathan
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Positiv (151):
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Berührende Geschichte mit Tiefe!

Kritisch (11):
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überbewerteter klassiker

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Inhaltsangabe zu "Die Möwe Jonathan"

Der Weltbestseller in neuer Geschenkausstattung

Die Möwe Jonathan ist anders als ihre Artgenossen: Neugierig und hungrig auf die Weite des Meeres und des Himmels. Jonathan will alles lernen, erfahren und verstehen. Er ist verliebt ins Fliegen – und in die Freiheit. Das verstößt gegen die Tradition der Möwensippe und Jonathan wird vom Ältestenrat verbannt. Doch wäre er nicht die Möwe Jonathan, wenn er nicht so leidenschaftlich an seinen Zielen festhielte. Diese poetische Fabel ist ein Aufruf – unsere Träume und Sehnsüchte nicht aus den Augen zu verlieren.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783550050305
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:96 Seiten
Verlag:Ullstein Buchverlage
Erscheinungsdatum:08.09.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 07.07.2008 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Berührende Geschichte mit Tiefe!
    Berührende Geschichte

    „...Wenn du unbedingt etwas lernen willst, dann lerne, wie man sich sein Futter beschafft. Fliegerei, gut und schön, aber vom Gleitflug kann man nichts abbeißen...“


    Die Möwe Jonathan ist anders als ihre Artgenossen. Während sich die anderen Möwen mit den Grundbegriffen des Fliegens begnügen, die zur Futtersuche benötigt werden, will Jonathan wissen, wie hoch und wie weit er fliegen kann. Das Eingangszitat gibt die Meinung des Vaters wieder.

    Doch Jonathan lässt sich vom Üben und Probieren nicht abbringen.

    Die Autoren haben eine berührende Geschichte geschrieben, die auf sehr feine Art philosophische Themen behandelt. Was geschieht, wenn man seine Grenzen auslotet? Was bedeutet es für das persönliche Leben, gegen den Strom zu schwimmen? Welchen Wert hat Freiheit? Das sind nur einige Fragen, die unterschwellig in der Erzählung beantwortet werden.

    Der Schriftstil ist sehr poetisch. Treffende Metapher und passende Adjektive beschreiben die Schönheit des Fliegens und den Rausch der Geschwindigkeit. Jonathan ist anfangs ein Lernender. Er beobachtet den Flug der Falken, versucht deren Flugstil zu kopieren oder abzuwandeln. Er lässt sich nicht entmutigen und überwindet seine Angst. Seine Begeisterung ist mit Händen greifbar, als sich erste Erfolge einstellen. Doch seine Artgenossen verstehen ihn nicht. Sie sind gebunden in alte Gewohnheiten und das Hamsterrad des Alltags.

    Jonathan wird zum Ausgestoßenen. Geduld und Ausdauer aber führen ihn in höhere Sphären. Er wird zurückkehren und Gleichgesinnte finden. Aus dem Außenseiter wird ein Lehrer. Das folgende Zitat zeigt eine wichtige Einstellung:


    „...Am weitesten sieht, wer am höchsten fliegt...“


    Wunderschöne Flugbilder veranschaulichen die Handlung. Sie zeugen von der Weite des Himmels.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es ist ein Plädoyer für Freiheit und Aufbruch. Es zeigt, wie der eigene Wille Grenzen überwinden kann.

    Kommentare: 4
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderschöne Sprache, tiefgründiger Inhalt - ein Buch, das zum Nachdenken anregt und ein tolles Gefühl hinterlässt.
    "Die Möwe Jonathan" und die Suche nach dem Sinn des Lebens

    Das Leben einer Möwe besteht darauf, zu fressen, sich zu zanken und schlussendlich - zu überleben. So lauten die Regeln der Möwenschwärme. Wer sich nicht daran hält wird ausgestoßen. So ergeht es auch Jonathan, dem die Kunst des Fliegens das Wichtigste wurde - sein Sinn des Lebens. Im Unverständnis, warum die anderen Möwen die Großartigkeit seiner Erkenntnisse nicht wahrnehmen wollten, zieht er in die Einsamkeit der Verbannung.


    Mein Freund hat mir das Buch in die Hand gedrückt, nachdem er sein Bücherregal zu Hause ausräumen war. Es war ihm wirklich wichtig, dass ich das Buch so schnell wie möglich lese, weil es ihn selbst maßgeblich geprägt hat. Er wollte einfach meine Meinung wissen. Dabei hat er mich mit so großen Augen angeschaut, dass ich es ihm gar nicht abschlagen konnte - und wollte. Und so wurde das Büchlein Teil meines heutigen Mittagsprogramms.

    Aufgeteilt ist das Buch in drei Teile, die sich aus den räumlichen, teilweise aber auch aus inhaltlichen Gegebenheiten heraus erschließen. Wir haben zuerst das "irdische" Leben Jonathans, gefolgt von der "überirdischen" Zeit, in der er über sich selbst hinauswächst, um zuletzt wieder in das irdische zurückzukehren und dort die Funktion des Lehrers zu übernehmen. Ich empfand die Aufteilung als Sinnvoll, weil damit Sinnabschnitte geschaffen wurden, welche tatsächlich auch als "Haltepunkte" zum Nachdenken genutzt werden können. Natürlich ist es überhaupt kein Problem, das Buch in einem Rutsch durchzulesen - so viel Text ist es ja letztlich wirklich nicht. Aber in dem Text ist so viel Tiefe, dass Innehalten vielleicht an einigen Stellen wirklich nicht verkehrt sind. Das haben sie so schön gelöst - und sollte meiner Meinung nach auch "eingehalten" werden.

    Inhaltlich, wie gesagt, ist das Buch sehr tiefsinnig. Im Grunde geht es darum, seinen eigenen Weg zu finden, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was andere dazu sagen. Gleichzeitig wird dargelegt, dass alles möglich ist, wenn man es nur möchte. Dass jeder in der Lage ist, über sich selbst und seine Fähigkeiten hinauszuwachsen. Dass es in Ordnung ist, Fehlschläge zu erleiden, solange man wieder aufsteht und es weiterversucht. Dass es nicht schlimm ist, aus der Masse hervorzustechen und besonders zu sein. Weil jeder Mensch auf seine Art besonders ist. Besonders sein kann. Und dass es wichtig ist, dieses Besondere eines jeden Wesens zu erkennen, zu ehren und zu lieben. Es sind diese vielen Moralen des Lebens, die zusammengepackt eine wundervolle inhaltliche Basis ergeben.

    Diese Basis ist umwoben von sozialer Interaktion, wie beispielsweise unter den "auserwählten" Möwen im "überirdischen" Moment. Ich empfand die stille Kommunikation als wundervoll. Das Verstehen ohne Worte. Nicht das ständige Gegackere um einen herum. Sondern vielmehr in Ruhe verstehen zu können, was ein anderer ausstrahlt. Eine Fähigkeit, die wir viel zu sehr verlernt haben. Es ist im Prinzip ein schönes Abbild der Gesellschaft: wer anders ist wird ausgegrenzt - und dennoch gibt es immer wieder welche, die sich dieser Andersartigkeit anschließen wollen, sich aber vor den Konsequenzen fürchten. Hier möchte das Buch ansetzen: niemand muss Angst davor haben, denn vielleicht erwartet einen etwas viel Größeres, Besseres als das, was wir hinter uns lassen.

    Ergänzt ist die Ausgabe, die ich gelesen habe, mit vielen Fotografien von Möwen. Fliegend. Sitzend. Es sind im Prinzip Situationen, die im Buch inhaltlich wiedergegeben werden, dargestellt. Teilweise waren es mir ein paar Bildchen zu viel, teilweise waren sie etwas unglücklich gesetzt (mitten im Satz). Aber es hat gepasst. Es war eine schöne Ergänzung. Vor allem die Darstellungen auf einer Art Pauspapier haben mir gefallen. Weil durch die vier durchsichtigen Papiere der Flug der Möwe "beobachtet" werden konnte. Dieser Effekt hat mir sehr gut gefallen.

    Nicht weniger wundervoll war die sprachliche Ausgestaltung des Buchs. Es wurde nicht einfach nur runtergeschrieben. War nicht einfach nur einfach gehalten. Es rundet den liebevollen Eindruck, den das Buch vermittelt, ab und macht daraus ein einheitliches Ganzes. Ein Kunstwerk, das mit Worten spielt und den Inhalt verbildlicht. Vielleicht konnte ich mir die ganzen Figuren des Kunstflugs nicht direkt vorstellen - im Herzen habe ich jedoch den Flug der Möwe mitverfolgen können.


    Die Möwe Jonathan ist ein Buch, das mich in meiner momentanen Situation sehr angesprochen hat. Ich gehöre zu dieser Gruppe, die immer wieder zu den in meinen Augen besonders Begabten aufschaut, gespannt aus dem Augenwinkel beobachtend, was sie gerade tun - es selbst aber nicht schafft, über sich hinauszuwachsen. Sei es im Sport, in der Uni - jeder kleine Bereich meiner selbst schränkt sich ein. Verhindert, dass ich besser werden kann. Dabei könnte alles so einfach sein. Wenn ich meine Fehlschläge nur akzeptieren und neu aufstehen könnte. Da ist Jonathan ein Beispiel. Ein Vorbild, das sich wirklich jeder zu Herzen nehmen sollte. Das Buch steckt so voller Liebe und Zuversicht, dass ich einfach nicht anders konnte als zu lächeln. Nicht anders konnte, als mit Gedanken über mich selbst und mein Leben zu machen.

    Vielleicht bin ich jetzt 26. Vielleicht habe ich den Eindruck, dass es fast zu spät ist, etwas daraus zu lernen. Vielleicht muss ich mir aber auch einfach nur die Moral des Buches zu Herzen nehmen und weiter an mir arbeiten. Auf jeden Fall empfehle ich das Buch jedem. Ob klein ob groß. Ob jung ob alt. Jeder sollte dieses wundervolle Buch kennen, das vermutlich viel zu wenige noch auf dem Schirm haben.

    Lest. Diese. Buch!

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    fledermaeuschen77s avatar
    fledermaeuschen77vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: muss man gelesen haben!
    Motivation für Jugendliche

    Dieses Buch ist eine schöne Motivation, ich bin richtig eingestiegen in den Inhalt und ich möchte es nicht mehr missen.

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine wunderschöne Erzählung
    Glaube an dich selbst

    "*Richard Bach*" schrieb 1970 das Buch "*Die Möwe Jonathan*", das im "*Ullstein Verlag*" erscheint.

    Die Möwe Jonathan ist anders als ihre Artgenossen: Neugierig und hungrig auf die Weite des Meeres und des Himmels. Jonathan will alles lernen, erfahren und verstehen. Er ist verliebt ins Fliegen – und in die Freiheit. Das verstößt gegen die Tradition der Möwensippe und Jonathan wird vom Ältestenrat verbannt. Doch wäre er nicht die Möwe Jonathan, wenn er nicht so leidenschaftlich an seinen Zielen festhielte. Diese poetische Fabel ist ein Aufruf – unsere Träume und Sehnsüchte nicht aus den Augen zu verlieren. (Klappentext)

    Dieses Büchlein ist in drei Teile gegliedert, die die Entwicklung Jonathans zeigen. Es beginnt mit der Ausgrenzung aus der Möwensippe, geht dann über zum Lernprozess und endet mit der Rückkehr Jonathans.
     
    Die 1970 erstmals erscheinende Parabel "Die Möwe Jonathan" halt großen Erfolg gehabt. Sie ist zeitlos und zeigt die Parallelen auf zu Außenseitern der menschlichen Gesellschaft, die gegen den Strom der Anderen an ihren Wünschen oder Ideen festhalten. 
     
    In diesem Sinn hält auch die Möwe Jonathan an ihrem Traum fest. Während die anderen Möwen das Fliegen nur zur Futtersuche nutzen, will Jonathan sehr hoch, besonders schnell und möglichst schön fliegen. Sein Schwarm stösst ihn aus, doch er lässt sich nicht unterkriegen und hält an seinem Traum fest. Eines Tages ist er bereit, zu seinem Schwarm zurückzukehren und ihnen als Lehrer zu helfen.

    Die Aussage dieses Buches ist, die Motivation und den Mut nicht zu verlieren, auch wenn man anders ist. An seinen Träumen und Zielen festzuhalten und dafür zu kämpfen.


    Ein empfehlenswertes Buch für alle, die an ihre Träume glauben und bewußt Grenzen überwinden wollen.  

    Kommentare: 1
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    disadelis avatar
    disadelivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Plädoyer für die Freiheit und den Mut anders zu sein.
    Was für ein Vogel!

    Ein Plädoyer für Freiheit, den Mut zum Anderssein und dafür einzustehen, was man kann und mit voller Begeisterung tut und außerdem dafür, auch anderen neue Sichtweisen zu erschließen.

    Ein tolles Büchlein! Trotzdem mir persönlich die Geschichte an manchen Stellen ein klein wenig zu abgehoben ist, gefällt mir die Aussage von 'Die Möwe Jonathan' und ganz besonders die Jubiläumsausgabe von Ullstein sehr gut.

    Definitiv lesenswert!

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    pardens avatar
    pardenvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Vor über 30 Jahren sah ich den Film. Das Buch holt die Erinnerungen wieder hoch...
    Ein vergessener Klassiker...

    EIN VERGESSENER KLASSIKER...

    Die Möwe Jonathan ist anders als ihre Artgenossen: Neugierig und hungrig auf die Weite des Meeres und des Himmels. Jonathan will alles lernen, erfahren und verstehen. Er ist verliebt ins Fliegen – und in die Freiheit. Das verstößt gegen die Tradition der Möwensippe und Jonathan wird vom Ältestenrat verbannt. Doch wäre er nicht die Möwe Jonathan, wenn er nicht so leidenschaftlich an seinen Zielen festhielte. Diese poetische Fabel ist ein Aufruf – unsere Träume und Sehnsüchte nicht aus den Augen zu verlieren.

    Die Möwe Jonathan glaubt an das Abenteuer des Fliegens als Teil der großen Freiheit der Möwen. Und er fragt sich immer wieder, warum es zu den schwierigsten Dingen auf der Welt gehört, einen Vogel davon zu überzeugen, dass er frei ist und dass er diese Freiheit auch selbst erproben kann.
    Jonathan muss den Weg der Einsamkeit gehen, bevor er schließlich zum Lehrer und Vorbild für Gleichgesinnte wird.

    Die Parallelen zu den Außenseitern der menschlichen Gesellschaft lassen die Geschichte zu einer Parabel werden. Das Festhalten an einer Idee auch gegen den Strom der anderen, das Einstehen für seine eigene Persönlichkeit, das Suchen nach dem wirklichen Sinn - all dies lässt sich mühelos auch auf die menschliche Spezies anwenden.

    Schon der erste Satz bezaubert:

    Es war Morgen, und die neue Sonne flimmerte golden über dem Wellengekräusel der stillen See (S. 9).

    Gegliedert ist das Büchlein in drei Teile, die den Prozess der Entwicklung Jonathans beeinhalten - die Ausgrenzung, das Lernen, die Rückkehr. In meiner Ausgabe gibt es außerdem noch zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotos, die den Flug der Möwe(n) in verschiedenen Situationen darstellen. Teilweise sogar auf Pergament gedruckt, so dass sich beim Betrachten einer Seite eine ganze Reihe Möwen in unterschiedlichen Schattierungen durchdrücken, so dass fast der Eindruck eines wirklichen Fluges entsteht. Eine schöne Idee.

    Es ist nun über 30 Jahre her, dass ich die Verfilmung des Buches im Kino sah - unvergessen: die Musik von Neil Diamond - und dieses Büchlein holte die Erinnerung an die Bilder nach oben. Der Minuspunkt durch das zeitweilige leichte Abgleiten der Erzählung ins Esoterische fällt dabei für mich kaum ins Gewicht. Das Gesamtkonzept ist jedenfalls stimmig.

    Ein Kultbuch einer Generation, das heute wohl eher zu den vergessenen Klassikern gehört. Trotzdem war es schön, die Spur Jonathans wieder einmal aufzunehmen...


    © Parden






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    Klusis avatar
    Klusivor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Möwe Jonathan" von Richard Bach

    Jonathan Livingston Seagull ist eine Möwe, aber er gibt sich nicht mit dem "normalen" Leben im Schwarm zufrieden, sondern setzt seinen ganzen Ehrgeiz daran, die Kunst des Fliegens zu perfektionieren. Er möchte mehr im Leben erreichen, und die tägliche Futtersuche, der Kampf um das Überleben, erfüllt ihn nicht mit Befriedigung. Wenn er sich jedoch selbst zu Höchstleistungen antreibt und das Unmögliche möglich macht, fühlt er sich richtig frei und glücklich. Bei den anderen Mitgliedern seines Schwarms findet er kein Verständnis, sondern wird ausgegrenzt. Aber er lässt sich nicht entmutigen und geht seinen Weg.

    Dieses Buch begleitet mich seit meiner Jugendzeit. Ich habe es Ende der siebziger Jahre zum ersten Mal gelesen und auch die Verfilmung gesehen. Sowohl Buch als auch Film haben mich damals fasziniert, und man könnte sagen, beides erreichte Kultstatus. Seitdem steht "Die Möwe Jonathan" in meinem Bücherregal. Nun habe ich es wieder einmal zur Hand genommen. Der Text ist nicht sehr lang, eher einfach gehalten und mit vielen Fotos von Russell Munson ergänzt. Den meisten ist die Geschichte sicher bekannt.
    Man kann sie als Parabel betrachten, und hinter der märchenhaften Handlung verbirgt sich jede Menge Gesellschaftskritik:
    Außenseiter haben es immer schwer, sich und ihre Interessen vor der Allgemeinheit durchzusetzen. Wer anders ist, muss mit Vorurteilen kämpfen und unendlich viele Steine aus dem Weg räumen. Aus der Gemeinschaft auszubrechen und eigene Ideen zu verwirklichen, ist oft nicht einfach, aber der schönste und größte Lohn ist die persönliche Freiheit.

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    TanteGhosts avatar
    TanteGhostvor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Möwe Jonathan" von Richard Bach

    Jonathan, die Möwe...ein Symbol für andersartige Menschen. Ein Symbol für die Menschen, die aus der Gesellschaft aufgrund von Andersartigkeit ausgestoßen werden, die verlacht werden und die einsam und allein ihren Lebensweg gehen müssen, eben weil sie ihren eigenen Träumen und Zielen folgen. - Dieses Buch macht all diesen Menschen Mut. Neuen Lebensmut, neuen Mut zum Weitermachen, Mut der einem hilft, nicht aufzugeben, sondern weiter nach seinen Zielen und Träumen zu streben.

    Jonathan ist in seinem Schwarm ein Außenseiter. Er gibt sich nicht damit zufrieden, nur schwer fliegen zu können und auf Fisch- und Brotreste von den Fischerboten zu warten, um diese dann zu fressen. Nein, Jonathan sondert sich ab und übt für sich fliegen. Richtig fliegen und gleiten, die Winde ausnutzen und eigene körperliche Grenzen austesten. - Jonathan leidet wegen seiner Übungen zwar oft Hunger und wird aus seinem Schwarm ausgestoßen, aber er ist glücklich.
    Im hohen Altern kommt er dann in eine andere Welt. Eine Welt, in der er plötzlich für seine Übungen, Künste und Wissbegierde geachtet wird. Man könnte diese Welt auch als „Himmel“ bezeichnen. Als das Leben nach dem Tod, wenn man so will. - Jonathan baut hier seine Fähigkeiten und Fertigkeiten aus und hat einen guten und geduldigen Lehrer. Der jedoch, wird eines Tages durchscheinend und verschwindet.
    Jonathan möchte nun zu seinem Schwarm zurück und möchte ihnen zeigen, wie schön das Leben sein kann, wenn man richtig fliegt. Zwar versucht man ihn zurück zu halten, doch Jonathan hat sich in den Kopf gesetzt, seinem alten Schwarm die Augen zu öffnen.
    Er kehrt also zurück, was man bei freier Interpretation durchaus als „Wiedergeburt“ bezeichnen könnte.
    Zunächst hat Jonathan nur einen einzigen Schüler. Auch diese Möwe ein ausgestoßener Sonderling, aber er lernt und Jonathan gefällt es, ein Lehrer zu sein. So dauert es nicht lang, bis er mehr Schüler für sich gewinnen kann und ihnen allen seine Tricks und Kniffe beibringen kann.
    Eines Tages kehrt seine Klasse zum Schwarm zurück. Zwar missachtet man sie, aber nach einem Vorfall während des Unterrichts sehen die anderen Möwen den Flugunterricht und Jonthan sowie seine Ziele mit anderen Augen.

    Man kann hier durchaus Parallelen zum normalen Leben in allen Zeiten finden. In jeder Zeit und in jeder Gesellschaft hat es anders denkende „Sonderlinge“, welche zurückgezogen leben und ihren eigenen Gedanken und Zielen nachgehen, weil sie schlicht und ergreifend von der Gesellschaft ausgestoßen wurden. - Diesen Personen macht dieses Buch Mut.
    Nur weil man anders denkt, muss man nicht schlechter sein....

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Möwe Jonathan" von Richard Bach

    Nette, kurzweilige Geschichte ... gelesen und wieder vergessen. Für mich nicht herausragend.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Möwe Jonathan" von Richard Bach

    Nette Geschichte, aber mir ist alles insgesamt irgendwie zu "seicht". Habe mir ein wenig mehr Anspruch erhofft. Dennoch lesenswert.

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