Richard Bachman

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Autor von Amok, Menschenjagd und weiteren Büchern.
Autorenbild von Richard Bachman (©Amy Guip 2006)

Lebenslauf von Richard Bachman

Richard Bachman ist eines der Pseudonyme des US-amerikanischen Schriftstellers Stephen King

Alle Bücher von Richard Bachman

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Cover des Buches Amok (ISBN: 9783453025547)

Amok

 (258)
Erschienen am 01.01.2002
Cover des Buches Menschenjagd (ISBN: 9783453157712)

Menschenjagd

 (172)
Erschienen am 01.01.1999
Cover des Buches Der Fluch (ISBN: 9783453212923)

Der Fluch

 (115)
Cover des Buches Qual (ISBN: 9783866047716)

Qual

 (13)
Erschienen am 17.09.2007
Cover des Buches Qual (ISBN: 9783837174724)

Qual

 (0)
Erschienen am 18.09.2007

Neue Rezensionen zu Richard Bachman

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Rezension zu "Amok" von Richard Bachman

Wie verhalten sich Menschen unter Druck
Armilleevor 2 Monaten

Mit Charles Decker stimmte schon in früher Kindheit einiges nicht fand ich. Die Angst vor seinem Vater und wie distanziert er in späteren Jahren damit umging, war nicht normal. Ich konnte mich gut in die Geschichte einfügen, saß am Ende mit im Klassenzimmer. Ich erinnerte mich an meine Verrücktheiten in den 70zigern und wie irrational und gefühlskalt meine Kameraden und ich mit unserem Umfeld umgegangen sind.. Interessant fand ich auch noch mal die Sicht der Jugendlichen auf die Erwachsenenwelt. Seien es die Lehrer, Polizei und auch die Eltern. Da kam mir einiges wieder bekannt vor.

Insgesamt ein interessante Geschichte, die auf mich nachhaltig wirkt.

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Rezension zu "Menschenjagd" von Richard Bachman

Menschenverachtende Dystopie
NiWavor 2 Monaten

Das Reality-TV im Jahr 2025 hat es in sich. In der Show 'Running Man' werden die Kandidaten zum Freiwild erklärt. Neben professionellen Killern macht die ganze Nation Jagd auf sie und bisher hat keiner überlebt. Dennoch stellt sich Benjamin dem perfiden Spiel, weil dem Gewinner eine Milliarde Dollar winkt. Die Menschenjagd beginnt.

"Menschenjagd" ist ein dystopischer Roman aus der Feder des Meisters des Horror. Stephen King prangert thematisch Umweltverschmutzung, mangelndes Sozialwesen und Volksverblödung durch das Fernsehen an.

Benjamins Welt ist von sozialer Ungerechtigkeit geprägt. Arbeitslosigkeit, Mangelernährung, Verwahrlosung und eklatante Umweltverschmutzung sind alltäglich. Wer einen Job hat, setzt meist die Gesundheit auf's Spiel. Wer dies vermeidet, landet trotz aller Bemühungen in einer Abwärtsspirale, weil es kaum gute Arbeit gibt. Damit dreht ein Rad das nächste, da sich aus der Arbeitslosigkeit Geldnot, mangelnde qualitative Nahrung und zusätzlich keine medizinische Grundversorgung ergibt. 

Benjamins kleine Tochter ist krank. Es schüttelt sie, das Fieber steigt und die Eltern sehen hilflos zu. Es gibt nur einen Ausweg für Ben: Er tritt als Kandidat bei 'Running Man' an. 

'Running Man' ist eine beliebte Reality-TV-Show. Die Kandidaten werden auf die Nation losgelassen und allerorts gejagt. Nach 30 Tagen winken dem Gewinner eine Million Dollar, allerdings hat dies bisher kein Kandidat geschafft.

Obwohl Gesellschaftskritik für Stephen King typisch ist, stellt er sie bei "Menschenjagd" aktiv in den Vordergrund. Die Welt im Jahr 2025 ist trist, düster, schmutzig, und soziale Ungerechtigkeit, sowie eine lethargische Chancenlosigkeit, macht sich breit. Die Menschen sitzen vorm Bildschirm, lassen sich berieseln, und hoffen auf das kleine Glück, wenn ein Gewinn winkt. 

Die Handlung selbst stellt Benjamins Jagd in den Mittelpunkt. Dabei erklärt King die Spielregeln und Rahmenbedingungen der Show, Bens Motivation, seinen Hintergrund und zeigt letztendlich, was ihn zu einem außergewöhnlichen Kandidaten macht. 

Bens Jagd bietet zahlreichen Wenden, die meistens überraschend sind. Einerseits ist er ein gebildeter Mann, der Brutalität und Gewalt verabscheut. Andrerseits ist er ein zäher Kerl, der für seine Familie alles in Kauf nimmt. Diese innere Zerrissenheit ist deutlich spürbar, während Actionszenen das Tempo ankurbeln.

Kings Erzählstil ist ungeschönt, skrupellos und distanziert. Er schreibt offensichtlicher, kritischer und härter als ich es von seinen anderen Romanen kenne. Es wirkt als ob es ihm nicht um die Geschichte selbst, sondern tatsächlich um die Kritik darin geht.

Insgesamt habe ich diesen Roman sehr gern gelesen, auch wenn das Grauen eher vom traurigen Gesellschaftsentwurf kommt. Ich hoffe sehr, dass wir Menschen nicht gar so passiv zuschauen, wenn wir von Innen heraus bedroht sind, und uns auf unsere Füße stellen. Allerdings - wenn man Reality-TV genauer betrachtet - ist es mit der menschlichen Würde nicht weit her, weil dies tatsächlich unserer Fernsehgegenwart entspricht.

Meiner Meinung nach ist „Menschenjagd“ ein weiteres, lesenswertes Buch von Stephen King, der diesmal, neben dem gewohnten Horror, in erster Linie Kritik an einer menschenverachtenden Gesellschaftshaltung in den Mittelpunkt stellt. 

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Rezension zu "Qual" von Richard Bachman

Sozial Studie aus King´scher Feder
_pfaffingers_bibliophilie_vor 3 Monaten

Worum geht´s?

Der geistig zurückgebliebene Blaze will den Coup seines Lebens starten, um endlich sorgenfrei leben zu können. Er entführt das Baby reicher Eltern. Doch umso länger er mit dem kleinen Joey auf der Flucht ist, umso weniger interessiert ihn das Lösegeld.


Meine Meinung:

Ganz ehrlich?! Ich liebe die Stimme von David Nathan. Er könnte mir seinen Einkaufszettel vorlesen und ich würde an seinen Lippen hängen. Seine markante Stimme ist gleichzeitig klangvoll und ruhig und machen jedes von ihm gelesene Buch zu einem absoluten Highlight. Für mich passt Nathans Stimme grandios zu Kings Geschichten (ein bisschen auch, weil ich das Gefühl habe, dass Dr.Mark Sloan mir ins Ohr flüstert) und er hat seine eigene Art, diese Bücher aufleben zu lassen.

Die Geschichte, die Stephen King unter dem Pseudonym Richard Bachmann veröffentlichte, ist ruhiger, als der Klappentext vermuten lässt. In zwei Zeitebenen wird Blaze Leben erzählt. Seine Vergangenheit, die Kindheit in einer staatlichen Fürsorge und sein Weg in die Kriminalität, wechselt sich mit der aktuellen Entführung des kleinen Millionärsbabys ab. King schreibt hier wieder eine Sozialstudie par excellence und man kommt stark ins Grübeln und schätzt sich glücklich, unter milderen Umständen aufgewachsen zu sein.

Trotz der vielen Ausflüge in Blaze Vergangenheit, wird innerhalb des Entführungsfalls eine gewisse Spannung aufgebaut und gehalten. Die Entwicklung, die Blaze auch hier durchlebt ist ausgezeichnet erarbeitet.


Fazit: Vollster Hörgenuss, durch David Nathans einzigartige Stimme, trifft auf einen von Stephen King lange in der Schublade versauernden Roman, der einen großartigen Einblick in das Leben sozial Schwacher stellt und mich mit dem Bösewicht mitfühlen ließ. Unbedingte Hörempfehlung, da Nathans Sprechweise über langatmige (typischer King) Passagen hinwegsehen lässt. 5 von 5 Ohrstöpseln von mir!

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