Menschenjagd

von Richard Bachman und Stephen King
4,0 Sterne bei159 Bewertungen
Menschenjagd
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rokats avatar

Spezieller Schreibstil, sehr interessantes Thema, toll umgesetzt!

Amilyns avatar

Ein King unter 400 Seiten aus den 80ern - was konnte da schon schiefgehen?

Alle 159 Bewertungen lesen

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453157712
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:253 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:01.01.1999

Rezensionen und Bewertungen

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    Martin_Stauders avatar
    Martin_Staudervor 2 Monaten
    Der Letzte der Guten

    Im Jahre 2025 ist die Welt aus den Fugen geraten. Die Menschen lenken sich mit perversen Fernsehshows ab, die auf Kosten kranker Menschen veranstaltet werden. In der beliebtesten Gameshow „Menschenjagd“ werden Menschen zu Freiwild. Kein Teilnehmer hat bisher diese Show überlebt. In dieser Welt, in der jede Moral und jeder Anstand verloren gegangen ist, lebt Benjamin Richards in einem Slumviertel. Seine kleine Tochter ist lungenkrank. Um die Medikamente bezahlen zu können, lässt sich Richards auf die „Menschenjagd“ ein. Spannend erzählt der Autor von der unerbittlichen Jagd. Er muss möglichst lange Leben, um seine Tochter retten zu können.

    Stephen King erzählt von einer moralisch verkommenen Gesellschaft, die sich daran aufgeilt, einen Menschen umzubringen. Es ist geradezu absurd, dass das Leben eines Kindes davon abhängt. Für Benjamin Richards ist seine Familie das höchste Gut. Er ist wohl der Letzte der Menschen, die noch höhere menschliche Werte verkörpern. Das macht Richards zu einem sympathischen Protagonisten.


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    Amilyns avatar
    Amilynvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein King unter 400 Seiten aus den 80ern - was konnte da schon schiefgehen?
    Auf der Flucht

    Die USA im Jahr 2025: Wie ein Großteil der Bevölkerung lebt Ben Richards weit unterhalb der Armutsgrenze. Als seine Tochter krank wird und seine Frau darüber nachdenkt, wieder anschaffen zu gehen, um sich die Arztkosten leisten zu können, meldet sich Ben für eine Fernsehshow an, bei der er sehr viel Geld verdienen könnte, aber höchstwahrscheinlich mit dem Leben zahlen muss: Menschenjagd.

    Obwohl ich der Meinung bin, dass man mit einem kurzen King aus den 80ern nicht viel falsch machen kann, war ich überrascht, wie sehr mir Menschenjagd gefallen hat. Auch der Anfang, der auf knapp 90 Seiten das Auswahlverfahren der Kandidaten für die verschiedenen Gameshows erzählt, hatte mich noch nicht so begeistert, wie ich es letztendlich insgesamt war. Dieser Teil war zwar interessant aber nicht wirklich spannend und Ben Richards ist zunächst ein großer Unsympath. Ich konnte nicht verstehen, wieso er sich so während des langen Castings benimmt, nach dem immer wieder Bewerber ausgesiebt wurden. Schließlich brauchte er doch das Geld. Im Verlauf des Buches schaffte es Stephen King jedoch, mir ein Licht aufgehen zu lassen. Da muss man ein bisschen den eigenen Grips einschalten und es könnte sicher auch überlesen werden, aber ich bin mir ziemlich sicher, den Grund dafür zu kennen, warum man ausgerechnet Richards für diese Show ausgewählt hat. 

    Menschenjagd ist eines der Bücher, die King in den 80er Jahren unter seinem Pseudonym Richard Bachman herausgebracht hat, und das hat man auch am Schreibstil gemerkt, den ich als recht steif empfand. Auch daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Es ist eben doch kein King - es ist ein Bachman. Wie auch bei Todesmarsch bleibt er sehr auf Distanz zu seinen Figuren, schafft es aber trotzdem, Ben Richards dem Leser nahezubringen. Daran dass er immer mal wieder für ein, zwei Sätze oder auch für eines der Kapitel in den Kopf eines anderen Charakters schlüpft, kann man sich stören - kann man aber auch lassen.

    Nachdem Richards erst einmal das Auswahlverfahren überstanden hat, ist die Geschichte extrem spannend. King, äh, Bachman schreibt schnell, hält die Kapitel sehr kurz und jagt den Leser genauso durch die Geschichte wie seinen Protagonisten. Selbst, wenn Richards mal eine Verschnaufpause hat: der Leser hat die nicht, was mittlerweile in den immer länger werdenden King-Romanen leider recht selten geworden ist. Hier ist er unter 400 Seiten geblieben bzw. unter 70.000 Wörtern, hat den Roman angeblich innerhalb von 72 Stunden runtergeschrieben, und was alles in diesem kleinen, schnell zusammengezimmerten Büchlein steckt, ist, wie ich finde, bombastisch und zeigt ganz einfach sein Können.

    Das Ende ist dann doch noch ein bisschen typisch King, Richards wird einmal durch Derry gejagt: doch kein astreiner Bachmann. Da kann er wohl nicht raus aus seiner Haut. Muss er auch nicht.

    Fazit: Überaschenderweise hat mich Menschenjagd total aus den Socken gehauen. Möglicherweise ist der Anfang ein bisschen lang, aber aufgrund der schnellen Erzählweise fällt das nicht auf. Was dann passiert ist spannend und zeigt, dass King noch nie der Schundromanautor war, für den ihn die Kritiker lange Zeit hielten. Die Geschichte ist tiefgründig, fordert das Hirn des Lesers und winkt auch mal mit dem moralischen Zeigefinger. Aus heutiger Sicht muten einige technische Dinge ziemlich angestaubt an, aber wer konnte in den 80ern schon wissen, dass man im 21. Jahrhundert nicht mehr mit Tastaturen herumklappert? Ich liebe es und da gibt es 5*****.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Monaten
    spannende Dystopie

    Ich glaube, jeder hat schon mal von dem Film „Running Man“ gehört, der sehr lose auf diesem Roman basiert. Für mich persönlich sind beides zwei verschiedene Dinge. Während der Film gute Unterhaltung ist, ist das Buch „Menschenjagd“ doch ein Stück weit düsterer und beängstigender. „Menschenjagd“ ist der vierte Roman, den King unter seinem Bachman-Pseudonym veröffentlicht hat, und er zweite, der sich im Bereich der Dystopie bewegt. Wenn man die Geschichte mit dem, was heute so passiert, vergleicht, dann möchte man am liebsten einen eine ganze Flasche Schnaps trinken, um das Ganze erstmal sacken zu lassen. Die Grundstimmung ist äußerst düster und kritisch.


    Dabei schafft King es erneut, den Leser bis zum Schluss bei der Stange zu halten und man fühlt mit ihm mit, hofft und bangt. Ich möchte dabei nicht zuviel verraten, weil die Geschichte auch davon lebt, dass man bis zum Schluss nicht weiß, wie es ausgehen wird, auch wenn man zusammen mit Ben Richards die Ausweglosigkeit erahnt und die Verzweiflung mit jeder Zeile mehr spürt.


    Es ist ein tolles Buch. Während fast alle Nebenfiguren eher gesichtslos bleiben, was zu der allgemeinen Einstellung der Gesellschaft im Buch passt, bekommt Ben Richards ein Gesicht und eine Identität. Selbst seine Gegenspieler sind eigentlich nichts anderes als jederzeit austauschbare Figuren, die genau wie Richards selbst nur ein Teil des großen Ganzen sind, und wie der Rest der Menschheit auch ums Überleben kämpft, jegliche Moral dabei verdrängt von medialer Gehirnwäsche.


    Fazit
    Ich glaube, mein einziger Kritikpunkt ist, dass man nicht erfährt, welche Auswirkungen Richards‘ Handeln auf die Gesellschaft im Buch haben wird nach dem Ende der Geschichte, aber ich denke, dass gerade dadurch die Phantasie des Lesers weiter beflügelt wird und man doch noch so einige Zeit darüber nachdenken muss. Definitiv ein tolles Buch.

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    VoiPerkeles avatar
    VoiPerkelevor einem Jahr
    Vom ganzen Land gejagt....

    Ben Richards hat finanzielle Schwierigkeiten und um seine Tochter, welche dringend medizinische Hilfe braucht zu retten, nimmt er an der Show "Menschenjagd" teil.
    Das Ziel dieser Sendung ist es, dass Ben 30 Tage überlebt. Aber er wird als vogelfrei betrachtet und wird von der ganzen Nation gejagt.


    Spannung pur! Richard Bachmann alias Stephen King ist mit diesem Buch ein weiterer hervorragender Thriller gelungen.


    Für mich war "Menschenjagd" ein richtiger Page-Turner. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und hatte es innerhalb weniger Tage regelrecht verschlungen. Man kann gar nicht aufhören mit Ben mitzufiebern und zu hoffen, dass er durchkommt und überlebt.


    Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.



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    pinucchias avatar
    pinucchiavor 3 Jahren
    Spannend bis zur letzten Sekunde.

    Spannend bis zur letzten Sekunde.

    Klappentext von Amazon:

    Die ultimative Gameshow: Wer verliert, ist tot


    Reality-TV im Jahr 2025: In der Gameshow Running Man werden die Kandidaten zu Freiwild – gejagt von einem Killerkommando und der ganzen Nation. Wer überlebt, gewinnt eine Milliarde Dollar – und wird er dabei selbst zum Mörder, gibt es einen Bonus obendrauf. Benjamin braucht das Geld, um seine todkranke Tochter zu retten. ER weiß, dass es noch nie einen Überlebenden gab …

    Mein Fazit:
    Richards ist ein sehr direkter Mensche und äußert sich dementsprechend auch so. Man gewinnt Ihn im laufe des lesens lieb und fiebert mit Ihm mit. Ich muß sagen das dieses Buch auf Platz drei meiner Lieblinge von Kings geschriebene Werke aufgestiege ist. Ich bin restlos begeistert. Es wird gemunkelt das King sich die Idee für dieses Buch aus dem Deutschen Film "Das Millionenspiel" geholt haben soll. Nach "Menschenjagd" wurde wieder ein Film veröffentlich mit dem Namen "Running Man" indem auch Arnold Schwarzenegger mitspielt.
    Alle die dieses Buch noch nicht gelesen haben würde ich empfehlen dieses nachzuholen.
    Folgene Punkte vergebe ich:
    Für das Schreibstil ganze 5 Sterne, es war flüssig geschrieben und so wie ich King auch kenne, auf seine ganz spezifischen individuellen Art niedergeschrieben. Ich liebe sein Schreibstil.
    Die Charaktere vergebe ich auch ganze 5 Sterne, sie hatten alles was man sich wünscht, charm, karakter und humor. ;-)
    Die Atmophäre würde ich am liebsten mit 10 Sterne geben, aber da dies nicht geht, vergebe ich hier auch ganze 5 Sterne. Sie hat permantent in der Luft geknistert, so soll es auch sein, eine reine Achterbahnfahrt.
    Für die Idee vergebe ich leider nur 3 Sterne, da ich nicht wirklich einschätzen kann ob diese Idee wirklich aus eigenem Kopf entstanden ist.
    Für das Cover leider nur 2 Sterne, ich habe das Richard Bachman Buch und finde nur einen Schuhabdruck zu wenig.
    Komme dadurch auf 4 ganze Sterne ;-) Also was will man den mehr. ;-)

    Kommentare: 2
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    Sternschwestervor 9 Jahren
    Rezension zu "Menschenjagd" von Richard Bachman

    Alleine deswegen schon "gruselig", weil es tatsächlich aufzeigt, wo uns dieser ganze Big Brother-Wahn noch hinführen wird.
    Den Film hab ich nie gesehen, hab aber auch irgendwie nicht das Bedürfnis. Das Buch war gut und spannend genug :)

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    Armillees avatar
    Armilleevor 9 Jahren
    Rezension zu "Menschenjagd" von Richard Bachman

    Phu, am Anfang hat mich die Trostlosigkeit dieser Zeit total runter gezogen. Da ich den Film (ich fand den gut) mit Arnold Schwarzenegger noch im Kopf hatte, waren die ersten 20 Seiten etwas gewöhnungsbedürftig. Aber dann kam Bewegung in die Geschichte und ich konnte nicht aufhören zu lesen. Ben Richards ist ein aussergewöhnlich intelligenter Mensch, der viel Pech hatte. Er gibt sich kaum Illussionen hin. Knallhart versucht er die ausweglose Situation zu meistern. Ein spannendes Buch !

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    Kunivor 11 Jahren
    Rezension zu "Menschenjagd" von Richard Bachman

    Der Film hat Gott sei Dank, das Buch nie erreicht

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    Laupis avatar
    Laupivor 11 Jahren
    Rezension zu "Menschenjagd" von Richard Bachman

    Stephen King mit einem Meisterwerk. Unheimlich, wenn man bedenkt, dass dies nur eine überspitzte Facette und die dramatische Weiterführung unserer Mediengesellschaft mit „Big Brother“ oder „Das Dschungelcamp“ ist.

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    hazlis avatar
    hazlivor 11 Jahren
    Rezension zu "Menschenjagd" von Richard Bachman

    ich habe das Buch zu der Zeit gelesen, als die ganzen Reality-Shows a la Big Brother gerade auf den Markt gekommen sind. Da kann man nur hoffen, dass das bei uns nicht so endet und ein Funke Vernunft in jedem Menschenherz überlebt...

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