Richard Burton

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Richard BurtonDie Tagebücher
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Die Tagebücher
Die Tagebücher
 (5)
Erschienen am 12.10.2015
Richard BurtonDas Kamasutra als Pop-up
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Das Kamasutra als Pop-up
Das Kamasutra als Pop-up
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Erschienen am 01.10.2008
Richard BurtonArabian Nights. Arabische Nächte, englische Ausgabe
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Arabian Nights. Arabische Nächte, englische Ausgabe
Richard BurtonTales from the Arabian Nights
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Tales from the Arabian Nights
Tales from the Arabian Nights
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Erschienen am 01.09.2011
Richard BurtonLittle Essays in Literature and Life
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Little Essays in Literature and Life
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Erschienen am 28.02.2009
Richard BurtonLiterary Likings
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Literary Likings
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Erschienen am 23.02.2010
Richard BurtonBernard Shaw, the Man and the Mask
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Bernard Shaw, the Man and the Mask
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Erschienen am 14.10.2010
Richard BurtonMasters of the English Novel
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Masters of the English Novel
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Erschienen am 04.03.2010

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Oannikis avatar

Rezension zu "Arabian Nights. Arabische Nächte, englische Ausgabe" von Richard Burton

Märchen aus 1001 Nacht?
Oannikivor 3 Jahren

"Arabian Nights" ist eine Sammlung von Erzählungen aus dem mittleren Osten und Südasien, zusammengetragen vom britischen Forscher Sir Richard F. Burton (1821-1890). Den Rahmen bildet die bekannte Geschichte von Scheherazade, die jede Nacht eine Geschichte anfängt und an einer spannenden Stelle abricht, um den König davon zu überzeugen, sie noch einen weiteren Tag am Leben zu lassen. Dadurch wird das Buch auch für den Leser nie langweilig. Manchmal aber erzählen Personen in den Geschichten weitere Geschichten, was teils etwas verwirrend sein kann.
Einige der Geschichten sind sehr bekannt, wie "Aladdin" und "Ali Baba und die 40 Räuber". Allerdings haben mich die Originalfassungen sehr überrascht, da die Charaktere ganz anders sind, als in den Darstellungen in Kindergeschichten.
Die Moralvorstellungen der damaligen Zeit waren gänzlich verschieden von den heutigen und so werden Themen wie Sklaverei und häusliche Gewalt als normal und sogar erstrebenswert angesehen. Das hat für mich das Lesevergnügen stark eingeschränkt, da ich viele Handlungen der Charaktere nicht nachvollziehen konnte. Ebenfalls gestört hat mich das Bild der Frau in den Geschichten. Mit wenigen Ausnahmen werden die Frauen als hinterlistig und untreu dargestellt. Einen guten Eindruck macht die Frau immer nur dann, wenn sie unterwürfig und gehorsam ist. Aus geschichtlicher Sicht ist dies zwar sehr interessant, weil es einen Eindruck von der früheren Lebensweise und den Gebräuchen vermittelt, aber ich hatte beim Lesen ständig den Eindruck, das Richard Burton nur einen Teil der Wahrheit darstellt.
Es gibt viele Wiederholungen von Formulierungen in dem Buch, sodass sich durch alle Geschichten die gleichen Stereotypen von Charakteren durchziehen. Das macht sie berechenbar und nimmt dem Geschehen manchmal die Spannung.
Zusammenfassend bekommt das Buch nur 2 Sterne von mir. Der grobe Schreibstil und die fehlende Charaktertiefe überschatten die teils sehr unterhaltsamen Geschichten. Außerdem sind Handlungsstränge selten nachvollziehbar aus heutiger Sicht und das zwischenmenschliche Verhallten ist durch viel sinnlose Gewalt geprägt. Wenn jemand jedoch den Ursprung der Geschichten aus 1001 Nacht kennen lernen möchte, dann kann man das Buch schon mal lesen.

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M

Rezension zu "Die Tagebücher" von Richard Burton

Einblick in eine facettenreiche Persönlichkeit
michael_lehmann-papevor 5 Jahren


 

Es ist eine ungerechte Verkürzung, den Mann und die Person Richard Burton allzu oft nur in seinem engeren „Leidenschaftsleben“ mit Liz Tayler zu betrachten. Aber eine  verständlich verkürzte Sicht auf diese öffentliche Person mit vielfachen Ecken und Kanten.

 

Burton vereinigte dennoch vieles an sich zunächst „in sich“ an Polaritäten.

War „ganzer Mann“ und „sensibler Junge“, charismatisch und oft einfach nur betrunken, „stark“ und „schwach“, „Solitär“ und (tatsächlich vor allem mit Taylor) „unrettbarer Beziehungsmensch“, intensiver Charakterdarsteller und manchmal doch einfach nur eindimensional im Alltag. Vielleicht auch nur gelangweilt oft?

 

Viele Facetten, die erst im Zusammenklang die Faszination des Mannes ausmachen, die seine Erfolge und sein Scheitern bedingen.

 

Mit der Veröffentlichung der Tagebücher des 1984 verstorbenen Richard Burton erhält nun der Leser unmittelbaren, klaren, alltäglichen, an manchen Stellens sehr intensiven Einblick in die Person, den Mann, den Menschen, das Leben Burtons und das „Drumherum“ (was bei ihm die schillernde Welt des Films, des Theaters, des Schauspiels, der Liebe und Leidenschaft, der Abstürze und Neuangänge bedeutete).

 

Einer, der es vermeidet an den Oscar zu denken, „weil ich sonst sauer werde, wenn ich ihn nicht bekomme“. Gerade 1970 war das bedeutsam bei einem, der sagt: „Ich habe jetzt drei Wochen ohne Alkohol hinter mir“.

Klare Worte.

 

Einer, der aus seiner Meinung nie einen Hehl machte.

Wie grauenhaft er Phyllis Diller als Mensch fand (nicht nur als Moderatorin der Oscar Verleihung zu Zeiten). Ebenso wie Vincent Price, der in seinen Ohren einfach nur „schwul“ klingt (was Burton unerträglich findet).

 

Oder Burtons Blick auf manche Teile der Presse.

„People“ war für ihn das „Nonplusultra des Schmierfinkentums“.

Jene Presse, die immer schon sehr interessiert an Burtons Liebesleben war (welches im Buch durchaus auch vor Augen geführt wird, wenn auch Burton immer zurückhaltend und wenig detailliert gerade über diesen Bereich schreibt).

 

Und daneben vielfache Eintragungen über seine je gerade aktuellen Arbeiten und Betrachtungen zum eigenen Umgang mit dem Alkohol: „Gestern haben wir beide wieder zur Flasche gegriffen, ich ziemlich ausführlich. Der übliche spitzbübische-perverse kleine Teufel sprach aus mir“. Was in der Regel übrigens hieß, dass kein anderer mehr zu Wort kam.

 

Aber auch einer, dem es wichtig ist, „Heuchelei und Gaunerei zu bekämpfen, auch wenn man selbst ein Schwindler ist“.

 

Zu elegischen Reflexionen über sein Leben neigt Burton bei all dem nicht in diesen Tagebüchern, sondern bietet eher nüchterne Beschreibungen von Alltäglichkeiten.

 

Er schreibt, wie er es erlebt, denkt und fühlt, beschreibend und gerade deswegen wirken seine Aufzeichnungen unverstellt.

 

Tagebücher, die übrigens im Januar 1965 beginnen (nach der ersten Eheschließung mit Taylor) und 1972 enden (vor der ersten Scheidung). Die aber dennoch das Beziehungserleben und die Person Burtons vielfach beleuchten.  Mitsamt auch gemeinsamer Diäten, dem zugrunde liegenden „Ernährungsplan“ und dem Kampf um jedes halbe Pfund (was an Alltäglichkeit kaum zu überbieten ist) bis hin zu „massiveren“ Ereignissen der Beziehung natürlich.

 

Tagebücher, in denen zu Tage tritt, was William Redfield über Burton sagte:

„Er ist ein zutiefst gebildeter und bemerkenswert unbefangener Mensch“.

Und die auch eine ganze Ära der 60er Jahre in ihrer Atmosphäre mitschwingen lassen.

 

Aber auch einer, der vielleicht gerade deswegen „mit der Langeweile im Hader liegt“ und daher vielfach emotional anfällig war, bei aller Ruppigkeit, die Burton in seiner Art durchaus an den Tag legen konnte.

 

Eine sehr empfehlenswerte, authentisch und unverstellt wirkende Lektüre, ergänzt durch einen knappen Lebenslauf und eine Einordnung der Tagebücher in den Reigen der vielfachen Biographien.

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