Richard C. Morais

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Alle Bücher von Richard C. Morais

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Richard C. MoraisMadame Mallory und der Duft von Curry
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Madame Mallory und der Duft von Curry
Madame Mallory und der Duft von Curry
 (47)
Erschienen am 11.08.2014
Richard C. MoraisBuddha in Brooklyn
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Buddha in Brooklyn
Buddha in Brooklyn
 (13)
Erschienen am 08.12.2014
Richard C. MoraisThe Hundred-foot Journey
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The Hundred-foot Journey
The Hundred-foot Journey
 (2)
Erschienen am 28.07.2011
Richard C. MoraisBuddhaland Brooklyn
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Buddhaland Brooklyn
Buddhaland Brooklyn
 (1)
Erschienen am 17.07.2012
Richard C. MoraisThe Hundred-Foot Journey
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The Hundred-Foot Journey
The Hundred-Foot Journey
 (0)
Erschienen am 28.01.2015
Richard C. Morais(The Hundred-Foot Journey) By Richard C. Morais (Author) Paperback on (May , 2011)
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(The Hundred-Foot Journey) By Richard C. Morais (Author) Paperback on (May , 2011)
Richard C. MoraisThe Hundred Foot Journey. Film Tie-In
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The Hundred Foot Journey. Film Tie-In
The Hundred Foot Journey. Film Tie-In
 (0)
Erschienen am 01.06.2014
Richard C. MoraisThe Hundred-Foot Journey. Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef, englische Ausgabe
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The Hundred-Foot Journey. Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef, englische Ausgabe

Neue Rezensionen zu Richard C. Morais

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naninkas avatar

Rezension zu "The Hundred-foot Journey" von Richard C. Morais

The Hundred-Foot Journey - Ein Lesegenuss
naninkavor 4 Jahren

Die 100 Fuss stehen für die Distanz zwischen dem Restaurant der Familie Haji und dem der Madame Mallory. So nah und doch so weit entfernt von einander. Die Kluft zwischen der traditionsreichen französischen und der neuen indischen Küche wie auch der beiden Kulturen scheint unüberbrückbar... 


Familie Haji repräsentiert die moderne Immigrantenfamilie, die mit viel Talent und Zusammenhalt auf der Suche nach ihrem Glück ist. Mit grossem Geschick und Gespür fürs Geschäftliche bauen sie sich ein gut gehendes Restaurant in Mumbai auf. Als die Mutter stirbt und die Situation politisch etwas brisant wird, zieht die Familie weg und reist nach London. - London repräsentiert so quasi die Zwischenstation der Familie, um die Trauer über den Tod der Mutter zu bewältigen, doch werden sie dort weder glücklich noch sesshaft. Sie ziehen weiter und landen zufällig in Lumière, da eins ihrer Autos dort zusammenbricht und erst noch zufällig vor einem leerstehenden Haus, das sich perfekt als Restaurant eignen würde... Das sieht die Familie als gutes Omen und baut sich hier gleich ihr neues Nest auf. Fast gegenüber steht das traditions-reiche Sterne-Restaurant von Madame Mallory. Ein Affront für sich. Der Erfolg der Familie Haji lässt sich trotz aller Steine, die ihr in den Weg gelegt wird, nicht aufhalten. Der hochtalentierte Sohn Hassan zieht es mit seiner Schwester weiter nach Paris. Dort wird er zum gefeierten Sternekoch. Es wird ihm klar zu verstehen gegegeben, dass es das noch nie gegegeben hat: ein Inder, der drei Sterne bekommt... Talent hat eben keine Nationalität. 

 In diesem Buch steckt viel mehr als man anfänglich meint. Es ist ein Buch über die hohe Kunst des Kochens. Beim Lesen läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Man riecht die vielen Gerüche, man sieht die vielen Farben und bekommt einfach Hunger. Es schildert auf eine sehr schöne Art die nomadenhafte Rastlosigkeit der Familie Haji und führt uns durch verschiedene Städte/Länder und Küchen dieser Welt. Es ist ein Roadmovie - ein wunderbares Kopfkino. Es zeigt auf eine schöne Art den Zusammenhalt der Familie auf, aber auch wie unterschiedlich die sehr individuellen Charaktere dieser Sippe doch sind und deutet an, wie schwer es ist, sich da als Einzelperson zu emanzipieren. Der Culture Clash, den jedes der Familienmitglieder auf seine Art erlebt und wie anders jeder mit den subtilen Demütigungen im täglichen Leben umgeht, den Stolz dieser Familie und vieles mehr ist Thema dieses Buches. Und dann ist da Madame Mallory mit ihrem Restaurant, das für alles Altbürgerliche und Tradtionsreiche steht. Die Distanz scheint anfänglich unüberwindbar. Madame Mallory steht für Macht, das rein Französische und Tradionsreiche. Und doch kommt es zur unvermeidlichen Annäherung, als Madame Mallory merkt, dass Hassan das äusserst seltene Talent zum Sternekoch hat... Es ist die Geschichte darüber, wie die Leidenschaft für Etwas das vermeintlich Unüberbrückbare zusammenbringt. Madame Mallory nimmt Hassan zu sich in die Lehre auf und hilft ihm auch später aus der Ferne die Fäden für seine Karriere zu ziehen... Das Buch schildert auch auf eindrückliche Art, wie das Verteilen der Sterne und ein Sternebetrieb funktioniert, wie der Wettbewerbe und Druck immens hoch ist, etc. 

Fazit: Ein kulinarisches Buch, Kopfkino und Roadmovie zugleich. Eine aussergewöhnliche Lebensgeschichte, die auf einfühlsame Weise und so quasi in der Nebenrolle den Culture Clash und subtilen Rassismus, den eine indische Familie täglich über sich ergehen lassen muss, schildert. Ein Buch, das Okzident und Orient einander näherbringt... Absolut lesenswert, einfach schön und farbenprächtig.

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Nemos avatar

Rezension zu "Buddha in Brooklyn" von Richard C. Morais

Reverend Oda zwischen Geld und Geist
Nemovor 4 Jahren

Seido Oda ist ein introvertierter japanischer Junge – und der Liebling seines Vaters, der für ihn die prestigeträchtige Aufnahme als Novize im nahegelegenen Schrein des buddhistischen Quellwasser-Ordens erwirkt. Dieser hat nach seiner Ausbildung eine besondere Aufgabe für ihn; er soll der Priester des ersten und noch zu errichtenden Tempels seiner Ordensgemeinschaft in New York – genauer gesagt im italienischen Viertel von Brooklyn – werden.

Die Amerikaner hat er bereits in Japan als Touristen der elterlichen Herberge kennengelernt, und dort waren sie laut, ignorant und besserwisserisch. Nun kommt der weltfremde und auch etwas engstirnige „Reverend Oda“ also in den kulturell so unterschiedlichen Westen – und die dortige Gemeinde ist laut, ignorant und besserwisserisch. Er ist plötzlich der „Boss“, seine persönliche Assistentin Jennifer trägt enge T-Shirts und einen Igelschnitt und die Gemeinde tut alles, um ihn mit ihrer individualistischen und kapitalistischen Sicht der Dinge in die Verzweiflung zu treiben.

Die Entscheidung seines Ordens war dennoch richtig: dank der wirtschaftlichen Ader Seido Odas wächst der Tempel zusehends und die Lebenslust von Jennifer wirkt auch auf ihn ansteckend.

Auch wenn die interkulturellen Aspekte den einen oder anderen Schmunzler hervorrufen (durch einen falsch zitierten Ausspruch zu einer für Oda belanglosen Modenschau steigt er plötzlich zum Fashion-Guru auf), ist der Roman auch hervorragendes Beispiel für einen Entwicklungsroman. Liebe und Freundschaft sind der Schlüssel zum wahren Buddhaland (so der Originaltitel) und die Erleuchtung kann einen im quirligen New York genauso treffen, wie im stillen Fukushima (dessen Reaktorkatastrophe beim Schreiben dieses Buches jedoch noch keine Rolle gespielt hat).

Richard Morais, der Amerikaner mit den portugiesischen Wurzeln wuchs in der Schweiz auf und war Wirtschaftsjournalist in Großbritannien („Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef“, 2011). Er weiß um das Fremdsein unter Fremden und um die verschiedensten Facetten von Geld und Geist. So führt er auch seinen Charakter Seido Oda von einer professionellen „Distanz“ zur Welt zu einer menschlichen Fähigkeit der inneren Nähe. Gut recherchiert und einfühlsam geschrieben – wie Morais die Leser an dieser langsamen Entwicklung zum wahren Verständnis teilhaben lässt, kommt im Kopf so lebendig an, wie ein guter Kinofilm. Zugleich stellt er die Frage nach dem derzeitigen Trendthema Spiritualität ohne Dogmatik – das das tut zuweilen sein Protagonist für ihn.

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Rezension zu "Madame Mallory und der Duft von Curry" von Richard C. Morais

Macht hungrig ;-)
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Die Familie Haji besitzt in Indien ein gut gehendes Restaurant, bis die Hindus sie wegen ihrer islamischen Religion und Wohlstands verjagen. Sie flieht nach London, wo die indische auf die englische Kultur trifft und sich faszinierend im Gebrodel der Großstadt vermischt. Doch auch dort kann es die Hajis nicht lange halten. Den um die Mutter trauernden Vater zieht es rastlos weiter, quer durch Europa, bis eine Autopanne sie in einem kleinen verschlafenen französischen Nest zur Rast zwingt, in dem sie dann auch bleiben und ein indisches Restaurant eröffnen:

Genau auf der gegenüberliegenden Straßenseite des angesehenen zwei Sterne-Restaurants der Madame Mallory, die fast einen Herzinfarkt bekommt angesichts quietschbuntem Werbeschild, lauter indischer Musik und chaotischer Küche der Hajis, während es bei ihr sehr gesittet, mit klassischer Musik, gedämpfem Licht, sehr geordnet und perfekt durchorganisiert zugeht. Natürlich wird bei ihr auch nur die echte französische Küche serviert.

Leider reicht es nicht zum dritten Stern, ein schlimmer Makel für die alte Dame und noch schlimmer wird es für sie, als sie entdeckt, dass Hassan, der Sohn der indischen Familie, DAS Kochtalent des Jahrhundert zu sein scheint. 

Nun sitzen Teufelchen und Engelchen auf ihrer Schulter: Soll sie sich die Konkurrenz vom Leib schaffen oder den Jungen fördern? Dem inneren Kampf folgt ein Zusammenprall der Kulturen...

Die Geschichte ist aus der Sicht des Ich-Erzählers und der Hauptfigur Hassan geschrieben und sehr amüsant und kurzweilig zu lesen. 

Ich fand vor allem die Beschreibung der Ländern, vor allem Indien und seiner Kultur sehr interessant, aber auch die vielen unterschiedlichen und fremdartigen Gerichte und die Leidenschaft fürs Kochen. 

*spoileralarm*

Leider handelt die zweite Hälfte des Buches nicht mehr von Madame Mallory, d. h. der Konflikt ist bis dahin gelöst und sie spielt keine Rolle mehr. Das fand ich superschade, da sie mit einer der interessanteren Figuren des Buches war. Auch die indische Familie taucht dort nur noch selten auf. Das ist handlungsbedingt notwendig, fand ich aber irgendwie schade. Das Ende war dann auch eher enttäuschend, erst ein langwieriger Prozess, dann der Erfolg Hassans als Drei-Sterne-Koch. Fand ich sehr langweilig. Daher insgesamt nur 4 Sterne (5 Sterne für die erste Hälfte, 3 Sterne für die zweite Hälfte des Buches).

*spoileralarm-Ende*

Keine Ahnung, ob man das Buch empfehlen sollte. In der ersten Hälfte hätte ich gesagt, na klar, auf jeden Fall. Doch nach der zweiten bin ich mir nicht mehr so sicher. Da war einfach die Luft raus. Man sollte als Leser selbst testen, ob einem die Geschichte Hassans zusagt.

Für Gourmets und Hobbyköche und allen, die sich an den Beschreibungen von Essen und Kochen erfreuen wie mich und dabei sogar noch Hunger kriegen, ist das Buch auf jeden Fall zu empfehlen. :-)

 

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