Richard C. Morais Buddha in Brooklyn

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Inhaltsangabe zu „Buddha in Brooklyn“ von Richard C. Morais

Der buddhistische Mönch Seido Oda soll Japan verlassen, um in Brooklyn den Bau eines Tempels zu beaufsichtigen. Dem in kontemplativer Abgeschiedenheit lebenden Oda ist dies gar nicht recht, doch er muss sich dem Willen seines Ordens fügen. Was dem freundlichen, in sich gekehrten Priester im lauten Westen zustößt, ist ebenso absurd wie herzerwärmend. Man nennt ihn plötzlich »Reverend Oda«, zwingt ihm die Beschäftigung mit New-Age-Kristallen auf und konfrontiert ihn mit »Buddhismus für Dummies«. Aber so richtig ins Schwitzen bringt ihn Jennifer, deren lässige Haltung und scheinbare Respektlosigkeit ihr wahres Interesse am Buddhismus – und an Oda – lange verbergen. Wieder einmal bestätigt sich für Seido Oda, was er schon lange wusste: Der Weg zur Erleuchtung ist lang und steinig ...

Eine entführung in die Buddhistische Welt. Sehr interessant und wirklich sehr lehrreich! Einfach nur toll!!

— BooksWillTurnYouOn
BooksWillTurnYouOn

Wunderbar und zauberhaft! Fans von Madame Mallory werden es lieben!

— WishIhadWings
WishIhadWings
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  • Buchverlosung zu "Die Buchspringer" von Mechthild Gläser

    Die Buchspringer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. July 2015 um 09:23

    Ich feiere das zweijährige Bestehen meines Blogs und verlose daher ein Buch- sowie ein Hörbuchpaket für meine Leser.
    Buchspringer ist mit dabei. Also wenn euch mein Blog gefällt, werdet Leser meines Blogs und macht bei der Verlosung mit.
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  • Reverend Oda zwischen Geld und Geist

    Buddha in Brooklyn
    Nemo

    Nemo

    30. December 2014 um 15:31

    Seido Oda ist ein introvertierter japanischer Junge – und der Liebling seines Vaters, der für ihn die prestigeträchtige Aufnahme als Novize im nahegelegenen Schrein des buddhistischen Quellwasser-Ordens erwirkt. Dieser hat nach seiner Ausbildung eine besondere Aufgabe für ihn; er soll der Priester des ersten und noch zu errichtenden Tempels seiner Ordensgemeinschaft in New York – genauer gesagt im italienischen Viertel von Brooklyn – werden. Die Amerikaner hat er bereits in Japan als Touristen der elterlichen Herberge kennengelernt, und dort waren sie laut, ignorant und besserwisserisch. Nun kommt der weltfremde und auch etwas engstirnige „Reverend Oda“ also in den kulturell so unterschiedlichen Westen – und die dortige Gemeinde ist laut, ignorant und besserwisserisch. Er ist plötzlich der „Boss“, seine persönliche Assistentin Jennifer trägt enge T-Shirts und einen Igelschnitt und die Gemeinde tut alles, um ihn mit ihrer individualistischen und kapitalistischen Sicht der Dinge in die Verzweiflung zu treiben. Die Entscheidung seines Ordens war dennoch richtig: dank der wirtschaftlichen Ader Seido Odas wächst der Tempel zusehends und die Lebenslust von Jennifer wirkt auch auf ihn ansteckend. Auch wenn die interkulturellen Aspekte den einen oder anderen Schmunzler hervorrufen (durch einen falsch zitierten Ausspruch zu einer für Oda belanglosen Modenschau steigt er plötzlich zum Fashion-Guru auf), ist der Roman auch hervorragendes Beispiel für einen Entwicklungsroman. Liebe und Freundschaft sind der Schlüssel zum wahren Buddhaland (so der Originaltitel) und die Erleuchtung kann einen im quirligen New York genauso treffen, wie im stillen Fukushima (dessen Reaktorkatastrophe beim Schreiben dieses Buches jedoch noch keine Rolle gespielt hat). Richard Morais, der Amerikaner mit den portugiesischen Wurzeln wuchs in der Schweiz auf und war Wirtschaftsjournalist in Großbritannien („Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef“, 2011). Er weiß um das Fremdsein unter Fremden und um die verschiedensten Facetten von Geld und Geist. So führt er auch seinen Charakter Seido Oda von einer professionellen „Distanz“ zur Welt zu einer menschlichen Fähigkeit der inneren Nähe. Gut recherchiert und einfühlsam geschrieben – wie Morais die Leser an dieser langsamen Entwicklung zum wahren Verständnis teilhaben lässt, kommt im Kopf so lebendig an, wie ein guter Kinofilm. Zugleich stellt er die Frage nach dem derzeitigen Trendthema Spiritualität ohne Dogmatik – das das tut zuweilen sein Protagonist für ihn.

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  • Spiritueller Osten trifft materiellen Westen

    Buddha in Brooklyn
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    06. December 2013 um 13:44

      Richard C. Morris nimmt sich des Themas des Aufeinandertreffens von „fernöstlicher Spiritualität“ und „amerikanischem Lebensstil“ an und tendiert in diesem Roman zur „ernsteren“ Betrachtungsweise.   Er führt den Leser zunächst ein in das in der Kindheit mit Dramen versehene Leben des buddhistischen Novizen, später dann Mönches Oda. Künstlerisch begabt und ausgebildet, aber auch einer von denen, die „dem wahren Buddha“ nahe kommen möchten, dem schon der Souvenirstand vor dem Heimattempel mächtig auf die Nerven geht und der damit vielen anderen Mitmönchen ebenfalls gehörig die Laune zu verderben versteht.   Somit verfolgt der Roman auch in weiten Teilen die Etappen eines „Entwicklungsromans“. Um das Ergehen und die innere Entwicklung Odas kümmert sich Morais ausführlich im Buch und führt diese von der „Distanz“ zur Welt zu einer Fähigkeit der inneren Nähe, ohne dann beständig den eigenen, buddhistischen Glauben auch als „Mauer zur Welt hin“ benutzen zu müssen.   Einer, der auch in seiner Zeit an der Universität in Tokio, als er das „leichte Leben“ kennenlernt, lieber doch das Weite sucht, als sich diesem „alltäglichen Leben“ zu sehr zu nähern. Wie er überhaupt dem alltäglichen Leben der Menschen zunächst unverständig bis ablehnend gegenübersteht.   Aufgrund der ausführlichen Breite der Erzählform dauert es seine Weile, gerade im ersten Teil des Buches, bis Oda mit seinem „Sonderauftrag“ in New York landet. Der stark gewachsenen buddhistischen Gruppe dort soll er für längere Zeit als Priester Kontinuität bieten und den geplanten Tempelbau beratend begleiten. Und es ist keine Frage, dass dort ein weiterer Kulturschock auf ihn wartet. Lauter ungebildete Barbaren seinen Augen. Was sich auch nicht verbessert, als er seine neue Gemeinde kennenlernt.   Pragmatisch eben. Wenn es Gebete zu irgendeinem Gott tun in dem Sinne, dass nachher messbarer, materieller Erfolg dabei herausspringt, da wird der amerikanische Geschäftsmann doch gerne Buddhist. Und bringt seine „Führungsbeanspruchende“ Haltung umgehend mit in den Vorstand mit ein. Wo schon andere sitzen, die je aus ihren Motiven heraus, meinen, doch lieber allein das Sagen haben zu wollen.   Wie platt der (im Buch vor allem amerikanische“) zunächst Lebensstil daherkommt, wie „verdreht“ viele der „Heilssuchenden“ im Inneren sind und wie molochartig New York auf eine sensible Persönlichkeit so wirkt, all das fängt Morais treffend in seinem Roman ein. Und führt den Leser (und Oda) doch Schritt für Schritt „hinter die Fassaden“. So weit, das klar wird: Auch in dieser Form des lärmenden, schnellen Lebens ist Wichtiges zu finden an Liebe und Freundschaft. Wenn man sich darauf einlässt. Was Oda zu lernen haben wird.   Allerdings über weite Strecken mit zu viel Ernst. Mit einer zu drögen Haltung seiner Hauptfigur, die trotzdem sie „Recht hat“ mit vielem an Kritik des Umfeldes und des Stils doch auf Dauer selbst den Leser ein wenig in Unruhe versetzt mit dieser ganzen Innerlichkeit und den buddhistischen Gedichten und Sinnsprüchen. Mit denen Oda doch nur seine Abwehr der Welt zementiert.   Da trifft es sich ganz gut, das im zweiten Teil des Buches auch Oda eine Entwicklung doch noch nehmen wird.   Das „Individuum ist eben nicht von seiner Umgebung zu trennen (escho-funi). Und da Brooklyn „instabil“ ist, ist es auch Oda. Was er erst später in Gänze merken wird.   Fundiert lässt Morais den Leser Einblick nehmen in die traditionelle Haltung des Buddhismus, zeigt dabei auch die Spannungen der buddhistischen Haltungen der verschiedenen Schulen und Herangehensweisen innerhalb des Buddhismus auf und verweist ebenso differenziert auf den Mangel an „innerer Stabilität“ der „restlichen Welt“. Das Aufeinandertreffen von Spiritualität und „Egozentrik“, dem ständigen „Drehen nur um sich selbst“, das zeigt Morais ebenso eindrucksvoll auf, wie die innere Entwicklung seiner Hauptfigur „hin zum Leben“.   Im Gesamten sprachlich gut dargestellt, in manchen Teilen aber doch auch ein wenig dröge und langatmig.

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