Richard C. Morais Madame Mallory und der Duft von Curry

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Inhaltsangabe zu „Madame Mallory und der Duft von Curry“ von Richard C. Morais

Verfilmt von Lasse Hallström, dem Regisseur von 'Chocolat'. Mit Helen Mirren als Madame Mallory. 'Grandios! Unbestritten der beste Roman über die Welt des Kochens.' Anthony Bourdain In einem französischen Dorf – weit weg von seiner Heimat – eröffnet Hassan Haji mit seiner Familie ein indisches Restaurant. Sehr zum Missfallen der alteingesessenen Madame Mallory, deren Sterne-Gourmettempel sich direkt gegenüber befindet. Diese versucht nun mit allen Mitteln, Hassan das Handwerk zu legen. Bis sie plötzlich sein großes Talent für sich entdeckt … Nach dem internationalen Bestseller 'Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef'. Mit Rezepten zum Film und farbigem Bildteil.

Das Buch hat mich enttäuscht da ich zuerst den Film gesehen habe. Schade ...

— Lehnistina
Lehnistina

Zum Anbeißen! Ein Roman, der an die Geschmacksnerven geht.

— Laupez
Laupez
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  • Macht hungrig ;-)

    Madame Mallory und der Duft von Curry
    Talitha

    Talitha

    14. September 2014 um 23:40

    Die Familie Haji besitzt in Indien ein gut gehendes Restaurant, bis die Hindus sie wegen ihrer islamischen Religion und Wohlstands verjagen. Sie flieht nach London, wo die indische auf die englische Kultur trifft und sich faszinierend im Gebrodel der Großstadt vermischt. Doch auch dort kann es die Hajis nicht lange halten. Den um die Mutter trauernden Vater zieht es rastlos weiter, quer durch Europa, bis eine Autopanne sie in einem kleinen verschlafenen französischen Nest zur Rast zwingt, in dem sie dann auch bleiben und ein indisches Restaurant eröffnen: Genau auf der gegenüberliegenden Straßenseite des angesehenen zwei Sterne-Restaurants der Madame Mallory, die fast einen Herzinfarkt bekommt angesichts quietschbuntem Werbeschild, lauter indischer Musik und chaotischer Küche der Hajis, während es bei ihr sehr gesittet, mit klassischer Musik, gedämpfem Licht, sehr geordnet und perfekt durchorganisiert zugeht. Natürlich wird bei ihr auch nur die echte französische Küche serviert. Leider reicht es nicht zum dritten Stern, ein schlimmer Makel für die alte Dame und noch schlimmer wird es für sie, als sie entdeckt, dass Hassan, der Sohn der indischen Familie, DAS Kochtalent des Jahrhundert zu sein scheint. Nun sitzen Teufelchen und Engelchen auf ihrer Schulter: Soll sie sich die Konkurrenz vom Leib schaffen oder den Jungen fördern? Dem inneren Kampf folgt ein Zusammenprall der Kulturen... Die Geschichte ist aus der Sicht des Ich-Erzählers und der Hauptfigur Hassan geschrieben und sehr amüsant und kurzweilig zu lesen. Ich fand vor allem die Beschreibung der Ländern, vor allem Indien und seiner Kultur sehr interessant, aber auch die vielen unterschiedlichen und fremdartigen Gerichte und die Leidenschaft fürs Kochen. *spoileralarm* Leider handelt die zweite Hälfte des Buches nicht mehr von Madame Mallory, d. h. der Konflikt ist bis dahin gelöst und sie spielt keine Rolle mehr. Das fand ich superschade, da sie mit einer der interessanteren Figuren des Buches war. Auch die indische Familie taucht dort nur noch selten auf. Das ist handlungsbedingt notwendig, fand ich aber irgendwie schade. Das Ende war dann auch eher enttäuschend, erst ein langwieriger Prozess, dann der Erfolg Hassans als Drei-Sterne-Koch. Fand ich sehr langweilig. Daher insgesamt nur 4 Sterne (5 Sterne für die erste Hälfte, 3 Sterne für die zweite Hälfte des Buches). *spoileralarm-Ende* Keine Ahnung, ob man das Buch empfehlen sollte. In der ersten Hälfte hätte ich gesagt, na klar, auf jeden Fall. Doch nach der zweiten bin ich mir nicht mehr so sicher. Da war einfach die Luft raus. Man sollte als Leser selbst testen, ob einem die Geschichte Hassans zusagt. Für Gourmets und Hobbyköche und allen, die sich an den Beschreibungen von Essen und Kochen erfreuen wie mich und dabei sogar noch Hunger kriegen, ist das Buch auf jeden Fall zu empfehlen. :-)

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  • Zum Anbeißen!

    Madame Mallory und der Duft von Curry
    Laupez

    Laupez

    12. September 2014 um 01:56

    Hassan erblickt nicht nur einfach das Licht der Welt, er erschnüffelt es. Nein, nicht wie ein Hund. Auch nicht wie Grenouille, nicht einmal annähernd. Also noch einmal von vorn: Als Hassan geboren wird, seine Sinne für die Welt geöffnet werden, untermalt der Duft scharfen Currys die Szene. Das prägt maßgeblich sein späteres Leben als Koch, ist aber keineswegs der Grund für sein unglaubliches Talent (er hat es einfach): ein seltenes Gespür dafür, was wirklich schmeckt und wie man es zubereitet. Zufällig treibt das Schicksal seine Familie aus ihrer Heimat und quer durch Europa, zu einer kulinarischen Reise der Extraklasse. Haften bleibt unser Protagonist in Frankreich, wo seine Gabe sich erst entfalten kann. Dies ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Karriere.Das Cover und die Form des Buches zum Film wirken gewissermaßen irreführend. Suggeriert wird offensichtlich eine Liebesromanze mit französisch-exotischem Touch. Das ist doch Quark. In Wirklichkeit geht es um viel mehr als das, in Wirklichkeit ist das Ganze sehr viel kreativer und auf keinen Fall derartig fad. Man kann da wirklich nur die Nase rümpfen. Das tue ich in diesem Augenblick sogar.Mit interessanten und charmanten, oftmals eigensinnigen Charakteren bietet Madame Mallory und der Duft von Curry (auch: Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef) so viel mehr als ein immergleicher Nicholas Sparks. Nichts gegen Nicholas Sparks. Der Roman hätte auch heißen können: Kochen mit Buchstaben. Wobei es sich weder um Buchstabensuppe noch um Russisch Brot handeln dürfte, denn das mag ich beides nicht. Ich werde paranoid, wenn mein Essen mir Botschaften sendet. Also: Kochen mit Buchstaben. Oder: Morais - ein Künstler. Wie man ein Buch schreibt, das beim Lesen Düfte absondert. Kleingedrucktes versichert dem Leser: Garantiert ohne Furz und Käsefüße. Aber jetzt mal im Ernst. Selten passiert es mir, dass ich bei Beschreibungen von Düften, Lebensmitteln und Gerichten - in einem Roman, wohlgemerkt -Opfer einer übermäßigen Speichelproduktion werde.Die Atmosphäre ist dicht und überaus plastisch. Als Leser wird man auf die Reise der indischen Familie mitgenommen und sieht die Orte so deutlich vor Augen, als ob sie wie in einem Videospiel vor des Lesers Nase generiert würden. Mit Geräuschen, Menschen, Gerüchen, mit der individuellen Stofflichkeit der Szene. Also doch eher ein Videospiel mit futuristischer Umsetzung.Die vielen Zeitraffer und Ortswechsel können jedoch auch das Gegenteil bewirken, das kommt auf den Leser an. Wer eine Vertiefung braucht, eine Art Omnipräsenz von einem gewissen Ort und bekannten Gesichtern, der wird womöglich mit der Dynamik der Handlung nicht unbedingt warm. Tatsächlich wirkt das Geschriebene eher wie eine Biografie, wobei man nicht vergessen darf, dass jedes Leben ein Abenteuer ist. Dieses wird durchzogen von einer gehörigen Portion Familienzusammenhalt, einem kleinen bisschen Liebe und vor allem: Frankreich. Paris. Nach all den Eindrücken verschiedenster Orte hier einer, an dem die Geschichte auf ihre Art sesshaft wird. Ich halte nicht unbedingt viel von dem Mädchenfilm-Image von Paris, aber während ich mich quasi selber dort befand, liebte ich es. Einfach, weil Liebe hineingeschrieben worden ist. Während ich das hier abtippe, befinde ich mich selbstverständlich wieder außerhalb der Geschichte. Und bin auch kein Fan von Paris mehr. Der Fokus bleibt allerdings bei Hassans Karriere. Wer schnulzige Romantik erwartet, erhofft, muss rechtzeitig die Leiter von seiner siebten Wolke wieder hinunter zur Erde finden. Oder sie löst sich unter seinem Hintern auf. Dann könnte im Grunde alles passieren. Hinge von unzähligen Faktoren ab, zum Beispiel von der eventuellen Existenz von Schonern, Helm, sonstigem Körperschutz. Außerdem ist wichtig, worauf man fällt. Und, falls die Wolke sich über einem Ozean auflöst, der Grad der von dessen schuppigen und nichtschuppigen Bewohnern ausgehenden akuten Gefahr. Was sich kompliziert ausdrücken lässt, geht eigentlich auch einfach. Rosarote Brille ab, Horizont erweitern. Hat auch, wenn man darüber nachdenkt, einige Vorteile. Wenn man diese dann nutzt, wie eine plötzliche Lust, sich am Herd zu versuchen, können die passenden Rezepte im Anhang des Buches eine Inspirationsquelle darstellen. Resümierend sollte man froh sein, dass dieser besondere Roman verfilmt worden ist. Welch ein Sakrileg, verschwände er im Sumpf der vergessenen Geschichten. Wenn man ihn ausgelesen hat, fühlt man sich so satt wie nach einem üppigen Mahl. Zufrieden satt. So zufrieden, dass man die oberen Knöpfe seiner Hose öffnen und seinen irgendwie riesig gewordenen Bauch liebevoll betätscheln will. Ein tolles Buch.

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  • Ein nettes Buch für zwischendurch

    Madame Mallory und der Duft von Curry
    schokoloko29

    schokoloko29

    06. July 2014 um 18:09

    Inhalt des Buches: Die indische Familie Haji ist schon seit mehreren Generationen in der Gastronomie tätig und lebte sehr lange in Mumbay. Durch Unruhen sah die Familie sich gezwungen ihre Bleibe aufzugeben und landete nach mehreren Zwischstationen im französischen Lumiére. Dort machten sie wieder ein indisches Restaurant auf; zum Leidwesen der Nachbarin Madam Mallory. Sie leitet ein zwei-sterne Restaurant und versucht mit allen Mitteln die Familie wieder zu verjagen. Doch dies gelingt ihr nicht und nimmt nach einigem hin und her Hassan in Lehre. Wir begleiten Hassan und seinen kometenhaften Aufstieg in die Haute Cuisine. Eigene Meinung:Das Buch ist unterhaltsam und es liest sich sehr leicht. Jedoch sind die Protagonisten und die Geschichte etwas belanglos. Ich habe jetzt schon öfters von kauzigen französischen Bewohnern gelesen, die versuchen einem anderen das Geschäft madig zu machen. Um dann später dick befreundet zu sein. Auch Hassan bleibt für mich blass und ohne Kontur. Fazit:Ein nettes Buch für zwischendurch, welches man leicht wieder vergisst.

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  • Macht Appetit auf mehr

    Madame Mallory und der Duft von Curry
    Finnja

    Finnja

    04. April 2014 um 12:52

    Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef von Richard C. Morais Taschenbuchausgabe erschienen 2011 im Piper Verlag 383 Seiten unterteilt in 20 Kapitel die sich auf die vier Teile Bombay, London, Lumiére und Paris verteilen, die die Lebensstationen von Hassan Haji darstellen.   Autor: Richard C. Morais ist in Portugal geboren, in der Schweiz aufgewachsen und besitzt einen amerikanischen Pass. Bevor er sich auf das Romanschreiben verlegte, war er Chefredakteur beim Wirtschaftsmagazin Forbes und leitete 17 Jahre lang dessen europäisches Büro in London. Er lebt mit seiner Familie in Philadelphia.   Inhalt: Das Buch beginnt mit Hassans frühester Kindheit in Bombay und der Leser lernt Hassans Heimat und seine Familie kennen. Nach einem Schicksalsschlag beschließt Hassans Vater mit Kind und Kegel auszuwandern. Ihre erste Station führt sie zu Verwandten nach London. Aber hier bleiben die Hajis nicht sehr lange und nach einem Streit mit den Verwandten ziehen sie weiter. In Lumiére, einem kleinen französischen Dorf finden sie endlich ein neues Zuhause und eröffnen ein indisches Restaurant, dass sie aber bald schon gegen Madame Mallory verteidigen müssen, der Besitzerin eines Sternerestaurants genau gegenüber.   Fazit: Das Buch ist eher ruhig als spannend, aber Richard Morais Schreibweise ist so flüssig und seine Worte nehmen einen so rasch mit auf die Reise von Hassan und seiner Familie, dass man unbedingt wissen möchte wie die Geschichte weitergeht, wie sich Hassans Kochkünste weiterentwickelt und wohin ihn sein Leben noch führt. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und man fühlt sich irgendwie wie mitten im Geschehen.

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